Logo des deutschen Medienunternehmens ProSiebenSat.1 Media SE auf einem Bürogebäude
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dpa-AFX  | 
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ProSiebenSat.1 ringt weiter mit schwachem TV-Werbemarkt - Prognose steht aber

UNTERFÖHRING (dpa-AFX) - Der von der Berlusconi-Holding umworbene Medienkonzern ProSiebenSat.1 hält trotz eines abermals schwachen Quartals an seinen Zielen für das laufende Jahr fest. Der Konzern geht davon aus, dass sich der TV-Werbemarkt im zweiten Halbjahr erholen wird. Beim Umsatz rechnet das im SDax gelistete Unternehmen weiter mit einem Wert - unter Berücksichtigung des Verivox-Verkaufs - von rund 3,85 Milliarden Euro und damit etwas über dem um Währungseffekte sowie dem bereinigten Vorjahreswert.

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Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sieht der Vorstand weiter bei circa 520 Millionen Euro - 2024 waren es noch auf vergleichbarer Basis 527 Millionen Euro. Analysten halten die Ziele für erreichbar. Im zweiten Quartal sackte der Erlös um sieben Prozent auf 840 Millionen Euro ab. Bereinigt um Währungseffekte und Portfoliomaßnahmen habe der Umsatzrückgang drei Prozent betragen.

Der operative Gewinn fiel im zweiten Quartal um 40 Prozent auf 55 Millionen Euro. Neben dem schwachen TV-Werbemarkt war die Dekonsolidierung der Vergleichsplattform Verivox verantwortlich für den Rückgang. Der Umsatz ging damit stärker zurück als erwartet; beim operativen Gewinn schnitt der Konzern dagegen etwas besser ab als von Analysten prognostiziert.

Bei ProSiebenSat.1 tobt seit einiger Zeit ein Machtkampf zwischen den Großaktionären aus Italien und Tschechien. Erst am Montag hatte die Holding der Berlusconi-Familie ihr Angebot erhöht. Die Barkomponente von 4,48 Euro je Aktie bleibe unverändert, teilte die italienische MediaForEurope (MFE) am Montag in Mailand mit. Erhöht wurde der Aktienteil. MFE bietet nun zusätzlich 1,3 eigene Aktien, nach ursprünglich 0,4 Aktien.

Damit steigt der Wert der Offerte nach MFE-Angaben auf 8,62 Euro je ProSiebenSat.1-Aktie. Diese Berechnung bezieht sich allerdings auf einen Kurs der MFE-Aktie, den das Papier vor den ersten Spekulationen auf eine Offerte hatte. Seitdem sind die MFE-Anteile gefallen. Gemessen am MFE-Schlusskurs vom Mittwoch in Höhe von 2,802 Euro ist die erhöhte Offerte 8,12 Euro wert. Die ProSiebenSat.1-Aktie selbst hatte am Mittwoch den Handel mit 8,05 Euro beendet.

Neben MFE buhlt noch die tschechische Investorengruppe PPF um Einfluss bei ProSiebenSat.1. Diese bietet derzeit 7,00 Euro je Aktie, um ihren Anteil von 15 auf bis zu 29,99 Prozent auszubauen. Dieses Angebot bleibt ProSiebenSat.1-Angaben vom Montag zufolge unverändert. Für die PPF-Offerte hatte das Management -anders als für die MFE-Offerte - keine Empfehlung ausgesprochen, da es als zu niedrig erachtet wurde./zb/he

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