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| Geld/Brief | - / - |
| Spread | - |
| Schluss Vortag | 0,264 € |
| Gehandelte Stücke | 0 |
| Tagesvolumen Vortag | - |
| Tagestief 0,2605 € Tageshoch 0,2605 € | |
| 52W-Tief 0,2175 € 52W-Hoch 0,803 € | |
| Jahrestief 0,221 € Jahreshoch 0,383 € | |
| Umsatz in Mio. | 6,64 € |
| Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. | -4,45 € |
| Jahresüberschuss in Mio. | -18,31 € |
| Umsatz je Aktie | 0,13 € |
| Gewinn je Aktie | -0,36 € |
| Gewinnrendite | +31,06% |
| Umsatzrendite | - |
| Return on Investment | -122,61% |
| Marktkapitalisierung in Mio. | 5,68 € |
| KGV (Kurs/Gewinn) | -0,31 |
| KBV (Kurs/Buchwert) | - |
| KUV (Kurs/Umsatz) | 0,85 |
| Eigenkapitalrendite | - |
| Eigenkapitalquote | - |
| Handelsplatz | Letzter | Änderung | Vortag | Zeit | |
|---|---|---|---|---|---|
| Düsseldorf | 0,257 € | -0,39% | 0,258 € | 27.04.26 | |
| Frankfurt | 0,2605 € | -1,33% | 0,264 € | 27.04.26 | |
| Hamburg | 0,267 € | +9,65% | 0,2435 € | 27.04.26 | |
| München | 0,269 € | 0 % | 0,269 € | 27.04.26 | |
| Stuttgart | 0,257 € | +0,39% | 0,256 € | 27.04.26 | |
| L&S RT | 0,2678 € | +0,60% | 0,2662 € | 27.04.26 | |
| Nasdaq OTC Other | 0,26 $ | - | - | 27.03.26 | |
| Quotrix | 0,2795 € | +3,52% | 0,27 € | 27.04.26 | |
| Gettex | 0,2705 € | +2,46% | 0,264 € | 27.04.26 | |
| Datum | Kurs | Volumen |
|---|---|---|
| 27.04.26 | 0,2605 | 0 |
| 24.04.26 | 0,264 | 0 |
| 23.04.26 | 0,2675 | 0 |
| 22.04.26 | 0,2645 | 0 |
| 21.04.26 | 0,273 | 3.753 |
| 20.04.26 | 0,272 | 0 |
| Zeitraum | Kurs | % |
|---|---|---|
| 1 Woche | 0,272 € | -4,23% |
| 1 Monat | 0,237 € | +9,92% |
| 6 Monate | 0,3265 € | -20,21% |
| 1 Jahr | 0,4325 € | -39,77% |
| 5 Jahre | 6,40 € | -95,93% |
| Marktkapitalisierung | 12,42 Mio. € |
| Aktienanzahl | 53,76 Mio. |
| Streubesitz | 89,28% |
| Währung | EUR |
| Land | Frankreich |
| Sektor | Gesundheit |
| Branche | Biotechnologie |
| Aktientyp | Stammaktie |
| +10,72% | Weitere |
| +89,28% | Streubesitz |
Poxel ist Stand 17.4.2026 keine klassische Biotech-Wachstumsstory mehr, sondern vor allem ein Sanierungs- und Restwertfall mit operativer Substanz. Die Firma wurde 2009 als Spin-off aus dem metabolischen Forschungsbereich von Merck Serono gegründet, ging 2015 an die Börse, schloss 2017 den großen Imeglimin-Deal mit Sumitomo in Asien, erhielt 2021 die japanische Zulassung für TWYMEEG und ist dann 2025 finanziell so stark unter Druck geraten, dass ein gerichtliches Reorganisationsverfahren nötig wurde. Ende Januar 2026 wurde der Fortführungsplan vom Handelsgericht in Lyon bestätigt; Ende März 2026 meldete Poxel zusätzlich den Verkauf von PXL770 an Scynexis. (Poxel SA)
Damit ist auch die heutige Investmentthese klar: Poxel lebt operativ vor allem von TWYMEEG in Japan, also von Royalties und vertragsabhängigen Verkaufsmeilensteinen, und versucht zugleich, die 2024 von Sumitomo zurückerhaltenen Imeglimin-Rechte außerhalb Japans neu zu verpartnern, besonders in China und in asiatischen Märkten ohne zusätzliche große Studien. Parallel dazu ist PXL770 faktisch monetarisiert worden, während PXL065 zwar noch Wert haben kann, derzeit aber vor allem als Partnering-Asset gesehen werden muss und nicht als aus eigener Kraft finanzierbares Entwicklungsprogramm. (ir.poxelpharma.com)
Die Fundamentals sehen für einen normalen Aktieninvestor nüchtern aus. Der Kurs lag am 17.4.2026 bei rund 0,28 Euro; per 3.2.2026 hatte Poxel 53.758.167 Aktien ausstehen, was eine Marktkapitalisierung von grob 15 Millionen Euro ergibt. Dem standen für 2024 Umsätze von 6,636 Millionen Euro und ein Nettoverlust von 18,305 Millionen Euro gegenüber. Im ersten Halbjahr 2025 erzielte Poxel 2,183 Millionen Euro Umsatz, aber nur 306.000 Euro Bruttomarge, weil ein großer Teil der Imeglimin-Erlöse über die 8%-Royalty an Merck Serono wieder abfließt; der Halbjahresverlust lag trotzdem noch bei 2,617 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2025 meldete Poxel 5,012 Millionen Euro Umsatz und zum 31.12.2025 nur noch 0,866 Millionen Euro liquide Mittel. Eine Dividende gab es in den letzten Jahren nicht; für 2022 bis 2024 weist das Unternehmen ausdrücklich keine Ausschüttungen aus. (Poxel SA)
Entscheidend ist aber nicht nur die Gewinn- und Verlustrechnung, sondern die Kapitalstruktur. Die letzte sauber bezifferte Gesamtfinanzverschuldung, die ich belastbar nennen kann, lag Ende 2024 bei rund 70,7 Millionen Euro. Zugleich erklärten die Abschlussprüfer für 2024, dass sie die Abschlüsse wegen wesentlicher Unsicherheit zur Unternehmensfortführung nicht testieren konnten; für das Halbjahr 2025 wurde ebenfalls auf erhebliche Going-Concern-Unsicherheit verwiesen. Dazu kommt massive Verwässerungsgefahr: Die IRIS-Equity-Line vom Februar 2026 umfasst bis zu 40 Millionen neue Aktien, also rund 74,4% des damaligen Grundkapitals; ein Altaktionär mit 1% Beteiligung könnte dadurch theoretisch auf 0,57% verwässert werden. Noch härter: Die zusätzliche IPF-Tranche D über 3,75 Millionen Euro trägt 35% kapitalisierte Zinsen, 10% Commitment Fee und 13,7% Exit Fee; außerdem sind 90% der TWYMEEG-Royalties zur Rückzahlung an IPF vorgesehen. Das ist kein gesunder Finanzierungsmix, sondern ein Überlebensmix.
Ganz wertlos ist Poxel trotzdem nicht. TWYMEEG wächst in Japan weiter, und die japanischen Behörden haben 2025 die Packungsbeilage so erweitert, dass auch Typ-2-Diabetiker mit eingeschränkter Nierenfunktion besser adressiert werden können. Poxel selbst erwartet für 2026 zweistelliges Royalty-Wachstum. Außerdem hat der PXL770-Verkauf echten ökonomischen Wert: 8 Millionen US-Dollar Upfront, bis zu 8 Millionen kurzfristige Entwicklungsmeilensteine und insgesamt bis zu 188 Millionen weitere klinische und kommerzielle Meilensteine. Der Haken ist allerdings groß: 75% der von Scynexis gezahlten Beträge fließen an IPF zur Schuldentilgung; nur ein begrenzter Teil des Upfronts und der frühen klinischen Meilensteine ist für Poxel selbst reserviert. Mit anderen Worten: Der Asset-Wert ist vorhanden, aber ein erheblicher Teil gehört wirtschaftlich zuerst den Gläubigern. (ir.poxelpharma.com)
Belastbare aktuelle Analystenziele sehe ich hier nicht. Auf MarketScreener sind aktuell keine Analystenempfehlungen hinterlegt; irgendwelche im Netz kursierenden Hochziele für so einen Titel halte ich deshalb nicht für seriös. Ehrlicher sind eigene Szenarien. Meine Einschätzung für die nächsten 12 bis 18 Monate lautet: im Negativszenario 0,05 bis 0,12 Euro, wenn neue Finanzierung nur über weitere Verwässerung läuft oder operative Partnerdeals ausbleiben; im Basisszenario 0,25 bis 0,35 Euro, also etwa auf heutigem Niveau bis leicht darüber, wenn TWYMEEG weiter wächst, aber die Gläubiger den Wert weitgehend abschöpfen; im Positivszenario 0,60 bis 0,90 Euro, falls Poxel Imeglimin außerhalb Japans verpartnert, PXL065 monetarisiert und die Verwässerung halbwegs kontrollierbar bleibt. Das sind ausdrücklich Einschätzungen, keine belastbaren Analystenziele. (MarketScreener Canada)
Für die nächsten fünf bis fünfzehn Jahre ist Poxel noch binärer. Im schlechten Langfristszenario endet die Geschichte trotz aller Sanierung in weiterer Verwässerung, erneuter Restrukturierung oder wirtschaftlicher Entkernung; dann ist die Aktie dauerhaft ein Penny-Stock oder faktisch wertlos. Im besseren Langfristszenario überlebt Poxel als sehr schlanke Royalty- und Partnering-Gesellschaft: TWYMEEG liefert in Japan weiter Cash, Imeglimin außerhalb Japans wird neu lizenziert, und PXL065 findet einen Partner in einer sinnvollen Indikation. Dann wäre auch ein Mehrfaches des heutigen Kurses denkbar. Aber genau das ist der Punkt: Die Langfrist-Story hängt hier nicht an klassischem organischem Gewinnwachstum, sondern an Vertragslogik, Gläubigerwasserfall, Partnerdeals und Verwässerung. (Poxel SA)
Mein Fazit ist deshalb klar: Poxel ist spekulativ interessant, aber fundamental schwach. Die Firma besitzt reale Assets, reale Royalties und mit TWYMEEG einen vermarkteten Wirkstoff. Gleichzeitig ist die Bilanzstruktur so angespannt, dass ein großer Teil des geschaffenen Werts zuerst bei Gläubigern und Finanzierungspartnern landet. Wer hier investiert, investiert nicht in ein stabiles Biotech-Unternehmen, sondern in eine Sanierungswette auf künftige Lizenzdeals und darauf, dass vom Wert der Assets am Ende noch genug für die Aktionäre übrig bleibt. Für konservative Anleger ist das nichts. Für hochspekulative Investoren kann es eine asymmetrische Wette sein, aber eben nur mit voller Bereitschaft, einen sehr hohen Kapitalverlust bis hin zum Totalverlust auszuhalten. (Poxel SA)
Autor: ChatGPT