Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet.
Die Investmentbank Piper Sandler spricht von einem "unersättlichen Bedarf" an Rechenkapazitäten – und sieht vor allem Nvidia und AMD als große Gewinner. Für beide Halbleiterkonzerne starten die Analysten ihre Bewertung mit "Overweight" und prognostizieren weiteres Kurspotenzial.
Nvidia vor neuem Kursschub
Besonders bullish zeigt sich Piper Sandler für Nvidia. Analyst David O’Connor setzt das Kursziel für die Aktie auf 300 US-Dollar. Gegenüber einem Kurs von 220 US-Dollar entspricht das einem möglichen Anstieg von über 36 Prozent.
Nvidia bleibt nach Einschätzung der Investmentbank der klare Marktführer bei Rechenleistung für künstliche Intelligenz. Gleichzeitig entwickle der Konzern seine Produkte mit hoher Geschwindigkeit weiter. Auffällig sei allerdings, dass die Aktie zuletzt im Vergleich zu einigen anderen Unternehmen aus dem KI- und Halbleitersektor weniger Dynamik gezeigt habe. Die Nvidia Aktie liegt seit Jahresbeginn 18 Prozent im Plus.
Doch das könnte sich jetzt ändern. Neue Großaufträge von Unternehmenskunden mit Rechenzentrumskapazitäten im Gigawatt-Bereich könnten laut Piper Sandler zum nächsten Kurstreiber werden.
Agentische KI verschärft den Wettlauf um Rechenleistung
Im Zentrum der optimistischen Einschätzung steht vor allem die rasante Entwicklung agentischer KI. Leistungsfähigere Modelle benötigen mehr Rechenleistung beim Training. Werden diese Modelle intelligenter und nützlicher, steigt gleichzeitig ihre Nutzung und damit der Rechenbedarf für KI-Anwendungen. Das Ergebnis sei ein unersättlicher Bedarf an Rechenkapazität.
AMD gewinnt Marktanteile
Auch AMD zählt für Piper Sandler zu den Favoriten. Das Kursziel von 600 US-Dollar impliziert gegenüber einem Kurs von 508 US-Dollar ein weiteres Potenzial von über 18 Prozent.
AMD könnte gleich mehrfach vom KI-Boom profitieren. Agentische KI erhöht nicht nur den Bedarf an GPUs, sondern auch an klassischen Prozessoren. Im CPU-Geschäft habe AMD gegenüber Intel Marktanteile gewonnen. Gleichzeitig verbessere der Konzern seine Position gegenüber Nvidia bei Chips, die für den Betrieb von KI-Anwendungen benötigt werden.
Für die nächste Wachstumsphase muss AMD nach Einschätzung O’Connors allerdings weitere Großkunden gewinnen und zusätzliche Rechenkapazitäten im Gigawatt-Maßstab ankündigen.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier:
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