27.500 Nvidia-Rubin-Chips bestellt: Japan zündet die Roboter-Offensive

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Nvidia ist ein Technologieunternehmen, das sich auf Grafikprozessoren, Künstliche Intelligenz, autonome Fahrzeuge und Rechenzentrumstechnologien spezialisiert hat.
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Japan bestellt 27.500 Rubin-Chips von Nvidia und will eine eigene Roboter-KI aufbauen. Der Auftrag zeigt, wie hart der globale Wettlauf um Rechenleistung, Automatisierung und KI-Souveränität wird.
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Japan will seine eigene Grundlage für künstliche Intelligenz und Robotik aufbauen. Dafür plant das Land den Kauf von 27.500 Rubin-Chips der nächsten Generation von Nvidia. Das berichtet Bloomberg. Die Chips sollen in ein eigenes Modell für künstliche Intelligenz fließen, das speziell auf Roboter ausgerichtet ist.

Die neu gegründete Noetra Corporation soll das Projekt leiten. Dem Unternehmen wurden bis März kommenden Jahres 387,3 Milliarden Yen oder 2,4 Milliarden US-Dollar aus staatlichen Mitteln zugesagt. Noetra soll ein großes Rechenzentrum errichten. Am Aufbau sind unter anderem SoftBank, Preferred Networks, NEC und Fujitsu (Fujitsu Aktie) beteiligt.

Mit dem Projekt will Japan unabhängiger von Technologie aus den Vereinigten Staaten und China werden. Noetra-Präsident Hironobu Tamba sagte Bloomberg, Ziel sei eine echte dritte Option, für die sich Japan und andere Länder entscheiden könnten. Das Unternehmen soll die bisher verstreuten Aktivitäten vieler japanischer Firmen im Bereich künstliche Intelligenz bündeln.

Bis März kommenden Jahres will Noetra ein erstes Modell veröffentlichen. In den folgenden Jahren soll daraus ein System entstehen, das auf Robotikanwendungen zugeschnitten ist. Für Japan ist das strategisch wichtig. Das Land zählt zu den führenden Herstellern von Industrierobotern, leidet aber zugleich unter einer schrumpfenden Bevölkerung und Arbeitskräftemangel.

Werte aus dem Artikel:
Nvidia Aktie 181,70 € +1,19%
SoftBank Group Aktie 28,945 € -0,02%

Nvidia-Vorstandschef Jensen Huang sagte, Japan habe viele gute Ideen, aber nicht genug Arbeitskräfte. Mit Automatisierung, künstlicher Intelligenz und Robotik könne die Wirtschaft wieder boomen.

Für Nvidia ist der Auftrag ein weiteres Signal für die Nachfrage nach der nächsten Chipgeneration. Anleger warten auf den breiten Hochlauf der Vera-Rubin-Hardware. Laut KeyBanc gab es zuletzt zwar eine leichte Verzögerung wegen Problemen bei der Wärmeabfuhr in Servern. Analyst John Vinh sieht diese Probleme inzwischen aber gelöst und erwartet den Hochlauf im Juli.

Vinh bleibt optimistisch. Er rechnet in diesem Jahr weiter mit 1,7 bis 1,8 Millionen Rubin-Chips sowie 5,5 bis 6,0 Millionen Einheiten der aktuellen Blackwell-Hardware. KeyBanc erhöhte das Kursziel für Nvidia von 310 auf 330 US-Dollar und bestätigte die Einstufung "Outperform".

Die hohen Eintrittsbarrieren durch Nvidias CUDA-Software-Stack begrenzen laut Vinh die Wettbewerbsrisiken. Nvidia dürfte deshalb weiter einen der am schnellsten wachsenden Bereiche in Cloud und Unternehmen dominieren.

Die Nvidia-Aktie liegt in dieser Handelswoche nahezu 5 Prozent im Plus. Japans Bestellung zeigt nun: Der Wettlauf um Rechenleistung für KI und Robotik beschleunigt sich.


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