Vom Sonnengruß zum Kursrutsch: Lululemon verliert den Flow und die Wall Street die Geduld
Nicolas Ebert
Nicolas Ebert
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Lululemon schlägt im Quartal die Erwartungen, senkt aber den Ausblick. Margendruck, schwaches Nordamerika-Geschäft und Markenprobleme lassen Anleger nervös werden.
Für dich zusammengefasst:
Lululemon erzielte im ersten Quartal 2,5 Milliarden US-Dollar Umsatz.
Der Umsatz sank in den USA um vier Prozent, in Kanada um drei.
Lululemon Athletica hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Der Ausblick enttäuschte jedoch. Die Aktie fiel vorbörslich um gut 11 Prozent.
Der Umsatz stieg um vier Prozent auf 2,5 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten mit 2,43 Milliarden US-Dollar gerechnet. Der bereinigte Gewinn lag bei 1,69 US-Dollar je Aktie und damit leicht über den Erwartungen. Im Vorjahr hatte Lululemon allerdings noch 2,60 US-Dollar je Aktie verdient.
Interims-Co-Chefin und Finanzchefin Meghan Frank sprach von einem soliden Jahresstart. In Nordamerika gebe es erste positive Signale, vor allem bei Verkäufen zum vollen Preis. Gleichzeitig verwies sie auf Gegenwind, schwächere Produkteinführungen und negative Kommentare zur Marke.
Vor allem Nordamerika bleibt das Problem. Der Umsatz sank in den Vereinigten Staaten um vier Prozent und in Kanada um drei Prozent. China wuchs dagegen um 30 Prozent, der Rest der Welt um 13 Prozent. Konzernweit stieg der vergleichbare Umsatz um ein Prozent.
Die Bruttomarge fiel von 58,3 auf 54,2 Prozent. Für das Geschäftsjahr bis Januar 2027 erwartet Lululemon nun einen Umsatz zwischen elf Milliarden und 11,15 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn je Aktie soll 10,95 bis 11,15 US-Dollar erreichen. Analysten hatten mehr erwartet.
Zusätzlich belasten Reputationsprobleme und der Machtkampf mit Gründer Dennis Wilson. Ende Mai einigten sich beide Seiten auf eine Kooperation. Mehrere neue Mitglieder sollen in den Vorstand einziehen.
Ab September übernimmt die frühere Nike-Managerin Heidi O’Neill die Führung. Sie soll Lululemon wieder stärker auf Produkte, Marke und Wachstum ausrichten. Für Anleger bleibt die Lage aber angespannt. Die Zahlen waren solide, doch Prognose, Margen und Nordamerika-Geschäft zeigen weiter klare Schwächen.
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