Gamescom erstmals ausgebucht

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Ein Gamepad. (Symbolbild)
- © scyther5 / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

KÖLN (dpa-AFX) - Das Interesse der Computerspiele-Branche an der Kölner Messe Gamescom ist so groß wie noch nie. Erstmals überhaupt sei man ausgebucht, Aussteller könnten für das Event Ende August also keinen Messestand mehr erhalten, teilten die Veranstalter mit. In den Vorjahren seien noch Stände zu buchen gewesen. "Immer mehr Unternehmen möchten an der Gamescom teilnehmen und ihre Community genau hier erreichen", sagt Gamescom-Direktor Tim Endres von der Koelnmesse.

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Die Brutto-Ausstellungsfläche liegt unverändert bei 233.000 Quadratmetern. Darin enthalten sind auch Gänge und Freiflächen, die nicht vermietet sind. Die mit Messeständen belegte Ausstellungsfläche ist in der diesjährigen Auflage größer geworden. Eine Zahl hierzu wurde nicht genannt.

Die Gamescom ist die weltgrößte Messe für Computer- und Videospiele. Firmen wie die Konsolen-Hersteller Nintendo ("Super Mario") und Microsoft Xbox ("Age of Empires") sowie die Publisher Tencent Games ("Dune: Awakening") und Ubisoft ("Anno 1800", "Anno 117") präsentieren sich den Fans und Fachleuten.

Im vergangenen Jahr kam die Gamescom auf 1568 Aussteller - wie viele es dieses Jahr sind, wird bislang nicht verraten. 2025 kamen rund 357.000 Besucherinnen und Besucher und damit 22.000 mehr als 2024. Der Rekord aus dem Jahr 2019 liegt bei 373.000 Besuchern.

Felix Falk, Geschäftsführer des Computerspiele-Verbandes Game, sagt, dass man bei den Besucherzahlen gar nicht den Höchstwert knacken wolle, weil sich das auf die Aufenthaltsqualität auswirken könne - "es ist dann einfach zu voll". Der Verband Game veranstaltet die Gamescom gemeinsam mit der Koelnmesse, das Event findet vom 26. bis 30. August statt.

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Messe-Motto soll Optimismus vermitteln

Das Leitthema der Gamescom lautet dieses Jahr "Games machen Lust auf Zukunft". Es gehe nicht nur um die Spiele von morgen, sondern auch um die Gründung von Firmen und die Begeisterung für neue Technologien, erklärte Games-Geschäftsführer Falk das Messe-Motto. "Im Kern dreht es sich immer um die Frage, wie erreiche ich das nächste Level?" Die Branche habe eine schwere Zeit hinter sich, blicke aber optimistisch und tatkräftig nach vorn. Nach dem Corona-Hoch, als die Gamingnachfrage nach oben schnellte, schrumpfte die Branche und viele vor allem kleine Firmen gaben auf.

Trotz dieser Marktkonsolidierung wird der Branche im Digitalzeitalter großes Wachstumspotenzial beigemessen, die Möglichkeiten von Technologien wie Virtual Reality wurden bislang nicht ausgeschöpft. Laut Branchenverband Game spielt fast jeder zweite Deutsche Computer- oder Videospiele - es gibt hierzulande 37,5 Millionen Menschen, die zumindest gelegentlich spielen, ob auf dem Smartphone, Computer, Tablet oder an der Konsole. Deutsche Gamingfirmen spielen in der internationalen Branche allerdings nur eine Nebenrolle - große Blockbuster-Games kommen aus Asien oder Amerika./wdw/DP/jha


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