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ROUNDUP: IG Metall will sichere Perspektive für Mercedes Ludwigsfelde

LUDWIGSFELDE (dpa-AFX) - Die Gewerkschaft IG Metall hält von Mercedes-Benz eine klare Aussage zur Zukunft des Werks in Ludwigsfelde für nötig. "Die Unsicherheit, in der die 1.800 Beschäftigten im Mercedes-Benz-Werk in Ludwigsfelde leben, ist kaum auszuhalten", sagte der Bezirksleiter der IG Metall in Berlin, Brandenburg und Sachsen, Jan Otto, der Deutschen Presse-Agentur anlässlich eines Aktionstags. In dem Werk in Brandenburg wird der Transporter Sprinter produziert.

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Mehrere hundert Menschen machten nach Angaben der Gewerkschaft bei dem Aktionstag in Ludwigsfelde mit. Eingeladen waren Beschäftigte des Mercedes-Benz Werks sowie Beschäftigte aus der Region.

Gewerkschaft: Bisherige Projekte reichen nicht

Der Bezirksleiter fürchtet, dass das Werk aufgegeben werden könnte. "Eine gut funktionierende Produktion ins Ausland zu verlagern, ist verantwortungslos", sagte Otto. "An dem Werk in Ludwigsfelde hängt eine ganze Region." Die bisher vom Unternehmen zugesicherten sogenannten Zukunftsprojekte sicherten nicht mehr als 200 Arbeitsplätze. "So stirbt langsam eine Region und gute Fachkräfte wandern ab."

Mercedes-Benz hat mit Blick auf die Sprinter-Produktion in Brandenburg nach eigenen Angaben "derzeit keine Pläne, das Werk Ludwigsfelde zu schließen". "Das Mercedes-Benz-Werk Ludwigsfelde fertigt aktuell die offenen Baumuster des Sprinter und E-Sprinter - so lange, wie die Nachfrage unserer Kundinnen und Kunden hiernach besteht", hatte eine Sprecherin am vergangenen Montag mitgeteilt.

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Minister Keller sieht Zukunftschancen

Die IG Metall sieht den Standort Berlin-Marienfelde als Modell für Transformation, also den Übergang zu einer klimafreundlicheren Produktion. "In Berlin haben wir gesehen, dass es möglich ist, die Transformation zu gestalten und Beschäftigung am Standort zu halten", sagte Otto.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD) hob zum Aktionstag in Ludwigsfelde hervor, Mercedes-Benz habe eine Verantwortung für das Werk und müsse eine Perspektive aufzeigen. Die Menschen in der Region erwarteten eine klare Aussage zur Zukunft in Ludwigsfelde. "Konkret: Was soll hier künftig produziert werden? Genau diese Zukunftsperspektive fordern wir ein."

Keller sagte weiter: "Deshalb suchen wir immer wieder das Gespräch mit Mercedes." Diese Bemühungen seien wichtig. "Mein Eindruck ist: Mercedes bewertet die Situation gerade neu. Ich sehe deshalb Zukunftschancen für den Standort. Umso wichtiger ist es, dass wir gerade jetzt zusammen mit einer lauten und starken Stimme sprechen."

In Ludwigsfelde ist inzwischen eine Anlauf-Fabrik - für Prototypen oder Produktideen - für die Elektro-Plattform Van Electric Architecture etabliert worden. Mercedes will die Kosten der Transporter-Produktion senken./vr/DP/men

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