Trotz Krisen: 62 Prozent der Deutschen planen Sommerurlaub

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BERLIN (dpa-AFX) - Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen: Trotz wirtschaftlicher Unsicherheit und geopolitischer Verwerfungen planen fast zwei von drei Bürgern in diesem Jahr einen Sommerurlaub. Das geht aus dem Urlaubsplanungsindex hervor, den das Deutsche Institut für Tourismusforschung an der Fachhochschule Westküste und der Deutsche Tourismusverband (DTV) in Berlin vorgelegt haben.

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62 Prozent der Deutschen beabsichtigen demnach, in den kommenden drei Monaten mindestens eine Urlaubsreise zu unternehmen. 42 Prozent planten eine Reise innerhalb Deutschlands, 40 Prozent eine Auslandsreise.

Hohe Kerosinpreise ohne große Auswirkungen

Die zuletzt deutlich gestiegenen Kerosin- und Spritpreise hätten dabei nur geringe Auswirkungen auf die Reiseplanung: Nur 13 Prozent der Befragten hätten ihre Reisepläne angepasst. Am häufigsten geändert würden dabei das Reiseziel oder die Zahl der geplanten Reisen. Jeweils vier Prozent der Befragten gaben das an. Drei Prozent verkürzen die Reisedauer. Nur zwei Prozent wollen ihre Urlaubsreise vollständig stornieren.

"Für 87 Prozent der Befragten haben die erhöhten Kerosin- und Spritpreise keine Auswirkung auf ihre kurzfristige Urlaubsreiseplanung für den Sommer 2026", sagte Bernd Eisenstein, Direktor des Deutschen Instituts für Tourismusforschung, laut Mitteilung. "Dies verdeutlicht die hohe Konsumpriorität, die sommerliche Urlaubsreisen bei den Deutschen genießen."

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TUI Aktie 7,338 € -4,97%

Inlandstourismus weiter gefragt

Die Ergebnisse zeigten auch, dass Reiseziele im Inland weiterhin stark nachgefragt seien, teilte Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes, mit. "Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ist das ein wichtiges Signal für Städte, Gemeinden und Unternehmen vor Ort."

Für die Studie wurden rund 1.000 Personen aus ganz Deutschland vom Institut infas quo befragt. Die Gruppe ist den Angaben zufolge repräsentativ für die deutschsprachige Bevölkerung in Privathaushalten zwischen 18 und 79 Jahren. Die Befragung fand Ende April statt. Betrachtungszeitraum war März bis Mai./fjo/DP/jha


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