- Kühne+Nagel hatte ein schwieriges drittes Quartal 2025.
- Der Umsatz fiel um 7% auf 6,04 Milliarden Franken.
- Kühne+Nagel plant ein Sparprogramm mit 200 Millionen Franken.
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Der Umsatz sank im dritten Quartal um 7 Prozent auf 6,04 Milliarden Franken (6,5 Mrd Euro). Der um die volatilen Frachttarife bereinigte Rohertrag nahm um 4 Prozent auf 2,11 Milliarden Franken ab. In der Folge ging der operative Gewinn (Ebit) um 37 Prozent auf 285 Millionen Franken zurück und der Reingewinn um 39 Prozent auf 206 Millionen Franken. Die Erwartungen der Analystinnen und Analysten wurden beim Umsatz übertroffen, beim operativen Ergebnis aber verfehlt.
Kühne+Nagel ist ein Spielball der handelspolitischen Kontroversen, direkt und indirekt. Direkt haben die Zölle von US-Präsident Donald Trump Folgen auf die Handelsvolumina, indirekt wirken sich Trumps Aussagen auch auf die für Kühne+Nagel wichtige US-Währung aus. Ohne Währungseffekte wäre der Umsatz denn auch nur um 3 Prozent zurückgegangen.
Die Ziele für das laufende Jahr senkt Kühne+Nagel deutlich: Der Konzern peilt neu einen operativen Gewinn von über 1,3 Milliarden Franken an. Bislang war ein Wert zwischen 1,45 und 1,65 Milliarden Franken angestrebt worden. Für das Schlussquartal gehen die Schweizer davon aus, dass die Unsicherheiten und Auswirkungen des Handelskriegs anhalten werden.
Gleichzeitig lanciert Kühne+Nagel ein Sparprogramm: Damit sollen die Kosten um über 200 Millionen Franken pro Jahr gesenkt werden. "Schwierige externe Faktoren zwingen uns, unsere Effizienz und die Performancekultur nachhaltig und langfristig zu steigern", lässt sich CEO Stefan Paul zitieren./rw/ls/AWP/lew
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