LINZ (dpa-AFX) - Der Großaktionär Ennoconn hat beim österreichischen Technologieunternehmen Kontron nach Ablauf eines Pflichtübernahmeangebotes keine Mehrheit erreicht. Dem taiwanischen Unternehmen seien bis zum Ende der Annahmefrist insgesamt knapp 12,3 Millionen Aktien angedient wurden, was etwa 19,5 Prozent entspreche, wie Kontron am Donnerstag mitteilte. Damit werde Ennoconn nach Abschluss der Transaktion keine Mehrheit der Stimmrechte halten. Die Kontron-Aktie notierte zuletzt knapp 1 Prozent im Minus bei 23,36 Euro.
Für dich zusammengefasst:
Ennoconn hat keine Mehrheit bei Kontron erreicht.
12,3 Millionen Aktien wurden angedient, ca. 19,5%.
Kontron hatte von der Annahme des Pflichtgebots abgeraten. Der Angebotspreis von 23,50 je Aktie sei aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat "finanziell nicht angemessen", hatte es Anfang Juli geheißen. Der Preis liege deutlich unter den zuletzt veröffentlichten Analystenkurszielen und der Gebotspreis enthalte "keine Prämie beziehungsweise eine negative Prämie".
Der Großaktionär Ennoconn hatte bei Kontron Mitte Juni die 30-Prozent-Schwelle überschritten und ein Pflichtangebot angekündigt. Im Raum stand das Angebot damals aber schon seit gut einem Monat. Da hatte der Technologiekonzern mitgeteilt, dass er möglicherweise vor einem Übernahmeangebot stehe./mis/he
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