Infineon-Aktie: Das ist jetzt das neue Mega-Kursziel!
Max Gross
Max Gross
Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.
Die Anteile von Halbleiterhersteller Infineon steigen am Montag stark. Das Research-Haus Bernstein hat sein Kursziel kräftig angehoben auf über 100 Euro.
Für dich zusammengefasst:
DAX legt um 0,7 Prozent zu, Infineon steigt um 8 Prozent.
Analyst Bernstein hebt das Kursziel auf 102 Euro an.
Infineon erwartet 1,1 Milliarden Euro Umsatz bis 2028.
DAX gut aufgelegt, Infineon (Infineon Aktie) zieht davon
Die weltweiten Aktienmärkte zeigen sich am Montag nach einem Wochenende mit widersprüchlicher Nachrichtenlage gut aufgelegt, nachdem die USA und Iran einer dauerhaften Einigung inzwischen näher scheinen als einer erneuten Eskalation.
Angetrieben von fallenden Energiepreisen legte der deutsche Leitindex DAX rund 0,7 Prozent zu. Dabei landete die Aktie von Halbleiterwert Infineon mit großem Abstand auf der Pole Position. Sie legte nach einem positiven Analystenkommentar zeitweise um mehr als 8 Prozent auf ein neues Mehrjahreshoch zu und befeuerte so auch andere deutsche Halbleiterwerte wie Aixtron und SUSS MicroTec.
Bernstein bekräftigt Kaufempfehlung, hebt Kursziel deutlich an
Das Analystenhaus Bernstein hat seine Kaufempfehlung für die Infineon-Aktie auch nach der in den vergangenen Wochen und Monaten starken Rallye bekräftigt und sein Kursziel kräftig angehoben. Den fairen Wert der Aktie sieht Analyst David Dai, der laut des Vergleichsportals für Wall-Street-Expertinnen und -Experten TipRanks als überdurchschnittlich zuverlässiger Analyst gilt, jetzt bei 102 Euro nach zuvor 74 Euro. Das ist eines der aktuell höchsten Kursziele für den DAX-Wert.
Im Mittel sehen Expertinnen und Experten Infineon bei 75,25 Euro fair bewertet, was ein Abwärtspotenzial von 13,6 Prozent impliziert. Weitere Kurszielanhebungen könnten also in den kommenden Tagen und Wochen folgen.
Seine unverändert zuversichtliche Prognose begründet Dai mit einer "Renaissance des Marktes für Hauptprozessoren (CPU)", wovon insbesondere Infineon und der japanische Mitbewerber Renesas profitieren könnten. Die stellen zahlreiche Steuer- und Kontrolleinheiten her. "Für beide Unternehmen gewinne das Thema Künstliche Intelligenz (KI) mehr Bedeutung als bisher von den Investoren wahrgenommen", so die Studie.
Über eine Milliarde Euro aus Datencenter-Geschäft erwartet
Konkret rechnet Dai für das Wachstum im Datencenter-Geschäft mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate (CAGR) von 39 Prozent in den kommenden drei Jahren. Bis zum Geschäftsjahr 2028 sollen so 1,1 Milliarden Euro Umsatz erzielt werden. Für die Margen rechnet Dai mit einer Steigerung von zuletzt auf 17,5 auf dann "etwas über" 30 Prozent – vor allem durch die Verlagerung von Produktionskapazitäten weg vom margenschwachen Automobil-Bereich hin zum ertragsstarken KI-Geschäft.
Bereits am vergangenen Freitag hatte das Analystenhaus Kepler Chevreux sein Kursziel von 70 auf 95 Euro angehoben. Das ist ein Indiz dafür, das Analystinnen und Analysten der Aktie lieber folgen und ihre Erwartungen nach oben anpassen, anstatt sich mit Herabstufungen gegen den Trend und das hohe Momentum zu stellen.
Kaufempfehlung zeigt Wirkung, neues Jahreshoch
Die starken Kursgewinne zum Wochenauftakt bescheren den Anteilen ein neues Jahreshoch. Damit wird der in den vergangenen Monaten starke Trend zunächst bestätigt. Nichtsdestotrotz ist die Erholung von der jüngst zurückliegenden Korrektur beziehungsweise die Rallye insgesamt mit wachsender Vorsicht zu betrachten.
Einerseits ist Infineon auf höheren Zeitebenen extrem überkauft. Der Wochen-RSI liegt bei rund 84 Punkten, auf Monatsbasis beträgt der RSI knapp 81 Zähler. Das sind stark fortgeschrittene Niveaus und könnte im Fall einer Trendwende zu einer wochen- oder gar monatelangen Korrektur führen. Bislang ist das neue Hoch außerdem nicht durch dazu passende Hochs in den technischen Indikatoren bestätigt, was bearishe Divergenzen bedeutet. Diese gelten in der Chartanalyse als Vorboten von Gegenbewegungen.
Angesichts des inzwischen großen Abstands zu den gleitenden Durchschnitten ist das Abwärtspotenzial beträchtlich. Die 50-Tage-Linie liegt bei rund 67 Euro, der GD200 liegt gegenwärtig sogar unter dem Ausbruchsniveau um 48 Euro.
Auch mit Blick auf die Unternehmensbewertung sollten Anlegerinnen und Anleger trotz der anhaltenden Zuversicht von Wall-Street-Expertinnen und -Experten zögerlicher werden. Für 2026 ist Infineon mit knapp dem 65-Fachen seiner erwarteten Gewinne bewertet, für 2027 liegt das KGVe bei 37 – und damit über dem Niveau von beispielsweise Nvidia.
Wer bereits investiert ist, kann das bleiben, bis das Momentum spürbar nachlässt oder sich eine Top-Bildung beziehungsweise ein Trendwende abzeichnet. Für Neueinsteigerinnen und -einsteiger ist Infineon angesichts des fortgeschrittenen sowohl technischen als auch fundamentalen Niveaus hingegen nicht mehr zu empfehlen.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB6C9Y8
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Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
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