Impact BioMedical Inc

Aktie
WKN:  A3E4QM ISIN:  US45259L2051 US-Symbol:  IBO Branche:  Biotechnologie Land:  USA
0,4303 $
-0,0107 $
-2,43%
0,37706 € 22:10:00 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
47,55 Mio. $
Streubesitz
10,65%
KGV
-1,33
Index-Zuordnung
-
Impact BioMedical Aktie Chart

Impact BioMedical Unternehmensbeschreibung

Impact BioMedical Inc ist ein forschungsgetriebenes Biotechnologie-Unternehmen, das ursprünglich als Tochtergesellschaft der US-amerikanischen Holding DSS Inc. aufgebaut wurde. Im Zuge mehrerer Transaktionen und Umstrukturierungen wurde Impact BioMedical 2023 in den damals als Singularity Future Technology Ltd. firmierenden Konzern eingebracht, der später in ESGL Holdings Limited umbenannt wurde. Seither ist Impact BioMedical Teil dieser börsennotierten Holdingstruktur, wobei die Eigentums- und Konzernverhältnisse Anpassungen unterliegen können. Das Unternehmen fokussiert sich auf proprietäre Wirkstoff- und Technologieplattformen, die sich an Infektionskrankheiten, Immunologie, regenerative Medizin, Wundheilung sowie Schmerzmanagement richten. Das Geschäftsmodell basiert im Kern auf der Identifikation, präklinischen Entwicklung und potenziellen Lizenzierung von Wirkstoffkandidaten sowie auf strategischen Partnerschaften mit größeren Pharma- und Healthcare-Unternehmen. Impact BioMedical strebt keine vollintegrierte Pharma-Struktur mit eigener, breit angelegter Vermarktungs- und Vertriebsorganisation an, sondern verfolgt ein asset-zentriertes Modell, bei dem IP-Portfolios und Plattformtechnologien im Vordergrund stehen. Das Unternehmen agiert als Innovations- und Entwicklungspartner und setzt grundsätzlich auf Meilensteinzahlungen, Lizenzgebühren und gemeinsame Entwicklungsprojekte, wobei die tatsächliche Umsatzrelevanz solcher Vereinbarungen in der Vergangenheit begrenzt war. Für erfahrene Anleger steht damit ein typischer F&E-getriebener Small-Cap im Biotech-Sektor im Fokus, dessen Wert im Wesentlichen durch sein geistiges Eigentum, regulatorische Fortschritte, Kapitalmarktstruktur und Partnerbeziehungen bestimmt wird.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Impact BioMedical besteht nach eigenen Angaben darin, über innovative, wissenschaftsbasierte Plattformen neuartige Lösungen für hohe ungedeckte medizinische Bedarfe zu entwickeln, insbesondere in den Bereichen Infektionsprävention, antivirale Ansätze, Onkologie-adjunkte Anwendungen, Wundheilung und schmerzarme Therapien. Das Unternehmen betont einen translationalen Ansatz, also die Überführung von Grundlagenforschung in klinisch relevante Anwendungen, wobei ein erheblicher Teil der Arbeiten aktuell im präklinischen oder sehr frühen Entwicklungsstadium verortet ist. Strategisch setzt Impact BioMedical auf:
  • die Entwicklung von Wirkstoff- und Technologieplattformen mit potenziell breiter Anwendbarkeit über mehrere Indikationen hinweg
  • den Aufbau eines diversifizierten Portfolios von Technologie-Assets, um das idiosynkratische Projektrisiko zu streuen
  • die Kommerzialisierung perspektivisch über Lizenzvereinbarungen, Joint Ventures und Co-Entwicklungsallianzen
  • eine schlanke, kapitalleichte Struktur mit Auslagerung von Teilen der Entwicklung an spezialisierte Partner
  • l>Diese Ausrichtung soll eine Hebelwirkung auf das eingesetzte F&E-Kapital erzeugen und die Abhängigkeit von einzelnen Studienergebnissen verringern, wenngleich das inhärente regulatorische, klinische und finanzielle Risiko des Biotech-Sektors bestehen bleibt.

Produkte, Plattformen und Dienstleistungen

Impact BioMedical konzentriert sich auf mehrere proprietäre Plattformtechnologien und Produktkandidaten entlang der biopharmazeutischen Wertschöpfungskette, die sich überwiegend in der präklinischen Entwicklungsphase befinden. Zu den kommunizierten Schwerpunkten gehören unter anderem:
  • Antivirale und immunmodulatorische Plattformen, die auf breit wirksame Ansätze gegen respiratorische Viren und andere Pathogene abzielen und sowohl prophylaktische als auch potenziell therapeutische Anwendungen adressieren können. Teile dieser Aktivitäten wurden im Kontext der COVID-19-Pandemie verstärkt kommuniziert, ohne dass bislang späte klinische Entwicklungsphasen erreicht wurden.
  • Dermatologische und regenerative Anwendungen, einschließlich Technologien zur Förderung der Wundheilung, zur Hautregeneration und für ästhetische beziehungsweise gesundheitsnahe Indikationen, die in Kooperation mit externen Forschungspartnern weiterentwickelt werden.
  • Schmerz- und sensorische Modulationsansätze, die darauf ausgerichtet sind, nicht-opioide Behandlungsoptionen zu erforschen und gleichzeitig Lebensqualität und Therapietreue zu verbessern, bislang aber überwiegend im präklinischen und konzeptionellen Stadium verbleiben.
  • Nutraceutical-ähnliche und ergänzende Gesundheitsprodukte, die auf funktionale Inhaltsstoffe und immununterstützende Mechanismen setzen und potenziell sowohl OTC- als auch B2B-Märkte adressieren können, wobei die regulatorische Einstufung und Marktdurchdringung je Produktkandidat variiert.
  • l>Das Unternehmen versucht, einen Teil seiner Entwicklungsaktivitäten über F&E-Dienstleistungen, Technologiepartnerschaften und mögliche Lizenzmodelle zu refinanzieren. Reine Auftragsforschung steht dabei weniger im Vordergrund als die Wertsteigerung des eigenen IP-Portfolios, dessen tatsächliche wirtschaftliche Verwertung mangels fortgeschrittener klinischer Daten jedoch mit hohen Unsicherheiten behaftet ist.

Business Units und operative Struktur

Offiziell ausgewiesene, klar abgegrenzte Business Units im Sinne klassischer Konzernsegmente sind bei Impact BioMedical in den öffentlich zugänglichen Unterlagen nur begrenzt dokumentiert. Aus Geschäftsberichten und Unternehmenskommunikation lässt sich jedoch eine funktionale Segmentierung ableiten:
  • eine Biopharma-F&E-Einheit, die präklinische Forschung, Wirkstoff-Screening, Proof-of-Concept-Studien und frühe regulatorische Interaktionen koordiniert
  • eine Plattform- und IP-Management-Einheit, zuständig für Patentstrategien, Technologietransfer, Lizenzverträge und Partner-Management innerhalb der Konzernstruktur und gegenüber externen Gegenparteien
  • eine Health-Products-orientierte Einheit, die sich mit komplementären, potenziell schneller vermarktbaren Gesundheitslösungen und nutraceutical-artigen Produkten befasst, häufig in Kooperation mit Vertriebs- und Herstellungspartnern
  • l>Die operative Struktur ist dezentral und projektorientiert angelegt, mit einem hohen Anteil an Kooperationen mit Universitäten, Forschungsinstituten, Auftragsforschungsorganisationen (CROs) und spezialisierten Herstellern (CMOs). Für Anleger bedeutet dies eine vergleichsweise schlanke Bilanzstruktur, aber zugleich eine starke Abhängigkeit von der Stabilität externer Partnernetzwerke und von Entscheidungen der Muttergesellschaft beziehungsweise übergeordneten Holdingstruktur.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Burggräben

Impact BioMedical versucht, sich durch mehrere Alleinstellungsmerkmale im kompetitiven Biotech-Umfeld zu positionieren. Zu nennen sind insbesondere:
  • Plattformbasierter Ansatz: Statt sich ausschließlich auf einzelne Moleküle zu konzentrieren, entwickelt das Unternehmen Plattformen, die sich prinzipiell auf verschiedene Indikationen übertragen lassen. Dies kann zu Skaleneffekten beim Wissensaufbau, bei der Nutzung präklinischer Modelle und bei regulatorischen Interaktionen führen, bleibt aber stark davon abhängig, ob sich belastbare Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten generieren lassen.
  • Breit angelegte IP-Strategie: Patente und Schutzrechte zielen auf Kerntechnologien, Formulierungen und Anwendungsmethoden, wodurch ein Schutzkorridor um Schlüsselinnovationen geschaffen werden soll. Der tatsächliche ökonomische Wert dieser IP-Position hängt wesentlich von der künftigen klinischen Validierung und dem Interesse potenzieller Lizenzpartner ab.
  • Fokus auf hohe medizinische Bedarfe: Der Schwerpunkt auf Infektionsprophylaxe, Immunmodulation und Wundheilung adressiert Indikationsfelder mit potenziell großen Zielgruppen und oftmals begrenzten bestehenden Therapieoptionen, in denen jedoch ein intensiver globaler Wettbewerb herrscht.
  • Kombination aus Biotech und komplementären Health-Produkten: Durch die Kombination von klassischer Wirkstoffentwicklung mit ergänzenden Gesundheitslösungen kann das Unternehmen verschiedene Regulierungs- und Marktzugangswege nutzen, was Flexibilität bei der Priorisierung von Projekten erlaubt.
  • l>Als potenzielle Burggräben sind vor allem die IP-Position, das kumulierte Know-how aus präklinischen Modellen und etwaige exklusive Kooperationen mit Forschungspartnern zu nennen. Im Vergleich zu großen Pharmaunternehmen bleiben diese Burggräben jedoch strukturell begrenzt, stark abhängig vom Fortgang der jeweiligen Projekte und von der Fähigkeit, zusätzliche Finanzierung und Partner zu gewinnen.

Wettbewerbsumfeld

Impact BioMedical agiert in einem fragmentierten, hochkompetitiven Umfeld des globalen Biotech- und Gesundheitssektors. Wettbewerber lassen sich in mehrere Gruppen einteilen:
  • Fokussierte Biotech-Spezialisten in den Bereichen antivirale Therapien, Immunologie, Wundheilung und regenerative Medizin, die häufig ähnliche Indikationsfelder adressieren und in vergleichbaren präklinischen und klinischen Phasen aktiv sind.
  • Große Pharma- und Healthcare-Konzerne, die parallel eigene F&E-Programme betreiben, über umfangreiche Ressourcen, klinische Entwicklungsinfrastruktur und etablierte Vertriebsstrukturen verfügen und daher erhebliche Skalenvorteile besitzen.
  • Nutraceutical- und OTC-Anbieter, die im Bereich komplementärer Gesundheitslösungen mitunter ähnliche Kundensegmente ansprechen, aber stärker marketinggetrieben sowie volumenorientiert agieren und häufig kürzere Entwicklungs- und Zulassungszyklen haben.
  • l>Die Wettbewerbsintensität ist hoch, Innovationszyklen sind kurz, und erfolgreiche Technologien werden häufig zügig von größeren Akteuren lizenziert, über Kooperationsvereinbarungen eingebunden oder durch parallele Entwicklungsprogramme adressiert. Für Impact BioMedical bedeutet dies, dass Geschwindigkeit bei der Studienplanung, der IP-Sicherung, beim Aufbau von Allianzen und bei der Sicherung von Finanzierung zu einem kritischen Erfolgsfaktor wird.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Die Geschäftsführung von Impact BioMedical ist in den vergangenen Jahren im Zuge von Transaktionen und Umstrukturierungen auf Holdingebene mehrfach angepasst worden. In der aktuellen Struktur weist das Führungsteam typischerweise einen Hintergrund in Biowissenschaften, klinischer Entwicklung, Unternehmensfinanzierung sowie Kapitalmarktkommunikation auf, ergänzt um Erfahrung in IP-Management und Partnerschaftsmodellen. Konkrete Personalia und Zuständigkeiten werden in den jeweils aktuellen Berichten der Muttergesellschaft und regulatorischen Filings erläutert und können sich ändern. Das Management verfolgt eine Strategie, die auf drei Eckpfeilern beruht:
  • Fokus auf klar definierte Kernfelder mit nachvollziehbarer medizinischer Logik, um Ressourcen nicht zu verzetteln und selektiv Projekte mit aus Sicht des Unternehmens attraktivem Chancen-Risiko-Profil zu priorisieren
  • Partnerschaften mit etablierten Pharma-, Healthcare- und Industrieunternehmen, um klinische Entwicklung, Zulassung und Vermarktung zu beschleunigen und gleichzeitig das Finanzierungsrisiko zu teilen, wobei die tatsächliche Zahl und Tiefe solcher Kooperationen begrenzt ist
  • Kapitaldisziplin durch schlanke Strukturen, sorgfältig priorisierte F&E-Pipelines und selektive Nutzung der Kapitalmärkte über die Holdingstruktur, um laufende F&E-Ausgaben zu finanzieren
  • l>Für konservative Anleger ist die Governance-Qualität zentral. Im Small-Cap-Biotech-Segment sind Transparenz, Offenlegung von Studienfortschritten, Umgang mit Verwässerungsrisiken und die stringente Ausrichtung des Managements an langfristiger Wertschaffung besonders kritisch. Die Fähigkeit des Führungsteams, wissenschaftliche Chancen realistisch einzuschätzen und zugleich regulatorische Hürden, Konzerninteressen und Finanzierungszyklen zu managen, bestimmt maßgeblich das Risiko-Rendite-Profil.

Branchen- und Regionalanalyse

Impact BioMedical ist in der globalen Biotechnologie- und Gesundheitsbranche aktiv, einem Sektor, der von hohen regulatorischen Anforderungen, langen Entwicklungszyklen, binären Studienergebnissen und starker Abhängigkeit von geistigem Eigentum geprägt ist. Die Branche profitiert strukturell von Megatrends wie dem demografischen Wandel, steigenden Gesundheitsausgaben, wachsender Sensibilität für Infektionsprävention und zunehmender Bedeutung personalisierter sowie präventiver Medizin. Gleichzeitig unterliegt sie Konjunkturen am Kapitalmarkt, die insbesondere Small- und Mid-Caps stark beeinflussen. Regional ist das Unternehmen über seine Konzernanbindung in einem Umfeld aktiv, das von etablierten Life-Science-Clustern, universitären Forschungszentren und einem dichten Netzwerk an CROs geprägt ist, insbesondere in Nordamerika und Asien. Dieses Ökosystem erleichtert Zugang zu Talenten, Studienzentren und Kooperationspartnern. Allerdings erhöht es auch den Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte, klinische Studienkapazitäten und Investorenkapital. Regulatorische Rahmenbedingungen, etwa durch die US-amerikanische FDA, die europäische EMA oder asiatische Zulassungsbehörden, wirken sich direkt auf Time-to-Market und Entwicklungskosten aus. Politische Debatten um Arzneimittelpreise, Erstattungsfähigkeit, Gesundheitsbudgets und Regulierung von Nutraceuticals sind zusätzliche Einflussfaktoren, die konservative Anleger im Blick behalten sollten.

Unternehmensgeschichte und Entwicklungspfad

Impact BioMedical entstand aus der strategischen Entscheidung, verschiedene Forschungskapazitäten und IP-Portfolios einer damals breit diversifizierten Unternehmensgruppe in einer eigenständigen, fokussierten Biotech-Einheit zu bündeln. In der Folge kam es zu mehreren Transaktionen, Zusammenschlüssen und Umbenennungen auf Ebene der Muttergesellschaft. Nach der Einbringung in die damalige Singularity Future Technology Ltd. und der späteren Umfirmierung dieser Holding in ESGL Holdings Limited agiert Impact BioMedical heute als Teil einer börsennotierten Holdingstruktur, deren organisatorische Ausgestaltung im Zeitverlauf angepasst werden kann. Die Geschichte des Unternehmens ist geprägt von der schrittweisen Erweiterung seiner Technologieplattformen, der Sicherung von Patenten und der Anbahnung erster F&E-Kooperationen mit akademischen und industriellen Partnern. In der Frühphase stand der Aufbau wissenschaftlicher Kernkompetenzen und die Validierung ausgewählter Plattformen in präklinischen Modellen im Vordergrund. Im weiteren Verlauf verlagerte sich der Schwerpunkt zunehmend auf die Vorbereitung potenzieller klinischer Entwicklungsprogramme, die Strukturierung von Lizenz- und Kooperationsvereinbarungen sowie den Aufbau einer Kapitalmarktpräsenz über die Muttergesellschaft. Globale Gesundheitskrisen wie die COVID-19-Pandemie haben den strategischen Fokus auf Infektionsprävention, antivirale Ansätze und Resilienz von Gesundheitssystemen verstärkt, auch wenn wesentliche Projekte weiterhin in frühen Entwicklungsstadien verbleiben. Impact BioMedical positioniert sich dabei als technologieorientierter Nischenakteur, der spezifische Lösungen in einem Umfeld steigender Nachfrage nach innovativen, skalierbaren Health-Tech-Ansätzen anbieten möchte.

Besonderheiten und Spezifika des Unternehmens

Impact BioMedical weist mehrere Spezifika auf, die es von klassischen, vollintegrierten Pharmaunternehmen unterscheiden:
  • Asset-zentriertes Modell mit starker Betonung auf IP-Wertschöpfung und Plattformentwicklung statt eigener, breiter Vertriebsstrukturen und großskaliger Produktion
  • Flexible Kommerzialisierungswege, die von Lizenzmodellen über Co-Development bis hin zu Joint Ventures reichen können, abhängig von Indikation, regulatorischem Status und Partnerinteresse
  • Kombination aus biopharmazeutischer Forschung und ergänzenden Gesundheitslösungen, wodurch mehrere Regulierungsregime (Arzneimittel, Medizinprodukte, Nahrungsergänzungsmittel) und Marktsegmente angesprochen werden
  • Hoher Grad an Externisierung durch Nutzung spezialisierter Partner entlang der F&E- und Herstellungs-Wertschöpfungskette und die Einbettung in eine übergeordnete Holdingstruktur
  • l>Für Investoren bedeutet dies ein Geschäftsmodell, das weniger auf kurzfristige wiederkehrende Erlöse aus etablierten Produkten ausgerichtet ist, sondern auf mittel- bis langfristige Wertschöpfung aus wissenschaftlichen Durchbrüchen, regulatorischen Meilensteinen und IP-Monetarisierung. Diese Struktur ist typisch für F&E-intensive Biotech-Unternehmen im frühen bis mittleren Entwicklungsstadium und geht mit entsprechend hohen Unsicherheiten einher.

Chancen aus Sicht eines konservativen Anlegers

Aus Sicht eines konservativen Anlegers liegen die wesentlichen Chancen bei Impact BioMedical in der potenziellen Hebelwirkung erfolgreicher Wirkstoff- und Technologieplattformen, sofern es gelingt, zentrale Projekte aus der präklinischen Phase in die klinische Entwicklung zu überführen. In diesem Fall könnten Partnerschaften mit größeren Pharma-, Medtech- oder Konsumgüterunternehmen Wertbeiträge liefern. Mögliche Chancen sind:
  • Skalierungseffekte durch Plattformtechnologien, die sich auf verschiedene Indikationen und Märkte übertragen lassen, etwa im Bereich Infektionskrankheiten, Wundheilung oder immunmodulatorische Anwendungen.
  • Lizenz- und Meilensteinpotenzial bei Abschluss von Entwicklungs- und Vermarktungsallianzen, sofern Technologie und Datenlage ausreichend attraktiv sind.
  • Partizipation an strukturellem Marktwachstum in den Bereichen Biotechnologie, Infektionsprävention, regenerative Medizin und komplementäre Gesundheitslösungen, die von demografischen und regulatorischen Trends gestützt werden.
  • Wertsteigerung durch IP-Aufbau, insbesondere bei erfolgreicher Patentierung und Validierung der Technologien, was potenziell Interesse strategischer Käufer oder Lizenznehmer wecken kann.
  • l>Für konservative Anleger kann ein Engagement angesichts der hohen Unsicherheiten, des frühen Entwicklungsstadiums vieler Projekte und der Abhängigkeit von Kapitalmarktbedingungen allenfalls als Beimischung in einem breit diversifizierten Portfolio in Betracht kommen, um selektiv am Innovationspotenzial des Biotech-Sektors zu partizipieren, ohne die Portfoliostabilität übermäßig zu belasten.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Dem stehen substanzielle Risiken gegenüber, die für Small-Cap-Biotech-Unternehmen charakteristisch sind und von konservativen Anlegern besonders sorgfältig bewertet werden sollten:
  • F&E- und Studienrisiko: Präklinische Erfolge garantieren keinen klinischen Nutzen. Negative oder inkonklusive Studienergebnisse können einzelne Projekte oder ganze Plattformen entwerten und das IP-Portfolio schwächen.
  • Regulatorisches Risiko: Verzögerungen oder Ablehnungen durch Zulassungsbehörden können Zeitpläne und Kapitalbedarf erheblich verändern. Unterschiede zwischen Regimen für Arzneimittel, Medizinprodukte und Nutraceuticals erhöhen die Komplexität zusätzlich.
  • Finanzierungs- und Verwässerungsrisiko: Da laufende F&E erhebliche Mittel bindet und Impact BioMedical keine breit etablierte Produktbasis mit stabilen Rückflüssen besitzt, ist das Unternehmen über die Holdingstruktur typischerweise auf wiederkehrende Kapitalmaßnahmen oder Partnerfinanzierungen angewiesen, was zu Verwässerung bestehender Aktionäre führen kann.
  • Partner- und Konzernabhängigkeit: Der Erfolg vieler Projekte hängt von Verhandlungsmacht, Verlässlichkeit und strategischen Prioritäten von Partnern sowie von Entscheidungen der Muttergesellschaft ab. Änderungen in deren Strategie, Governance oder finanzieller Situation können Entwicklungs- oder Vermarktungspläne beeinflussen.
  • Kommerzialisierungsrisiko: Selbst bei Zulassung oder Markteinführung bleibt offen, ob Marktakzeptanz, Erstattungsfähigkeit, regulatorische Einstufung und Preisniveau die Entwicklungsinvestitionen rechtfertigen und nachhaltige Cashflows ermöglichen.
  • Wettbewerbsdruck: Parallelentwicklungen durch große Pharmaunternehmen, andere Biotechs oder Konsumgüterkonzerne können Zeitvorteile reduzieren, Margenpotenziale begrenzen und die Verhandlungsmacht bei Partnerschaften schwächen.
  • l>Vor diesem Hintergrund sollten konservative Anleger die hohe Volatilität, die binären Ergebnisprofile von Studien, die Abhängigkeit von Kapitalmarktphasen, die Konzernstruktur sowie die Unsicherheit hinsichtlich der tatsächlichen wirtschaftlichen Verwertung des IP-Portfolios klar einkalkulieren. Eine sorgfältige Due-Diligence-Prüfung der Pipeline, der IP-Situation, der Governance-Strukturen, der Relation zur Muttergesellschaft und der Partnerlandschaft ist unerlässlich. Der Artikel stellt keine Anlageberatung dar und enthält keine Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Wertpapieren.

Kursdaten

Geld/Brief 0,4303 $ / -  
Spread -100,00%
Schluss Vortag 0,441 $
Gehandelte Stücke 1.328
Tagesvolumen Vortag 3.259,17 $
Tagestief 0,4303 $
Tageshoch 0,44 $
52W-Tief 0,38 $
52W-Hoch 0,828 $
Jahrestief 0,38 $
Jahreshoch 0,828 $

Impact BioMedical Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 0,032 $
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. -4,27 $
Jahresüberschuss in Mio. -11,84 $
Umsatz je Aktie 0,00 $
Gewinn je Aktie -0,38 $
Gewinnrendite -36.993,75%
Umsatzrendite -36.993,75%
Return on Investment -68,01%
Marktkapitalisierung in Mio. 47,55 $
KGV (Kurs/Gewinn) -1,33
KBV (Kurs/Buchwert) 1,26
KUV (Kurs/Umsatz) 505,00
Eigenkapitalrendite -
Eigenkapitalquote +72,44%
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Impact BioMedical Termine

Keine Termine bekannt.

Impact BioMedical Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
AMEX 0,4303 $ -2,43%
0,441 $ 22:10
Nasdaq 0,4401 $ -2,18%
0,4499 $ 22:00
NYSE 0,4873 $ 0 %
0,4873 $ 02.07.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
22.07.26 0,4303 578
21.07.26 0,441 3.259
20.07.26 0,445 1.186
17.07.26 0,456 860
16.07.26 0,456 871
15.07.26 0,46 9.582
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 0,46 $ -6,46%
1 Monat 0,5321 $ -19,13%
6 Monate 0,479 $ -10,17%
1 Jahr 0,7143 $ -39,76%
5 Jahre - -

Unternehmensprofil Impact BioMedical

Unternehmensprofil Impact BioMedical
Impact BioMedical Inc ist ein forschungsgetriebenes Biotechnologie-Unternehmen, das ursprünglich als Tochtergesellschaft der US-amerikanischen Holding DSS Inc. aufgebaut wurde. Im Zuge mehrerer Transaktionen und Umstrukturierungen wurde Impact BioMedical 2023 in den damals als Singularity Future Technology Ltd. firmierenden Konzern eingebracht, der später in ESGL Holdings Limited umbenannt wurde. Seither ist Impact BioMedical Teil dieser börsennotierten Holdingstruktur, wobei die Eigentums- und Konzernverhältnisse Anpassungen unterliegen können. Das Unternehmen fokussiert sich auf proprietäre Wirkstoff- und Technologieplattformen, die sich an Infektionskrankheiten, Immunologie, regenerative Medizin, Wundheilung sowie Schmerzmanagement richten. Das Geschäftsmodell basiert im Kern auf der Identifikation, präklinischen Entwicklung und potenziellen Lizenzierung von Wirkstoffkandidaten sowie auf strategischen Partnerschaften mit größeren Pharma- und Healthcare-Unternehmen. Impact BioMedical strebt keine vollintegrierte Pharma-Struktur mit eigener, breit angelegter Vermarktungs- und Vertriebsorganisation an, sondern verfolgt ein asset-zentriertes Modell, bei dem IP-Portfolios und Plattformtechnologien im Vordergrund stehen. Das Unternehmen agiert als Innovations- und Entwicklungspartner und setzt grundsätzlich auf Meilensteinzahlungen, Lizenzgebühren und gemeinsame Entwicklungsprojekte, wobei die tatsächliche Umsatzrelevanz solcher Vereinbarungen in der Vergangenheit begrenzt war. Für erfahrene Anleger steht damit ein typischer F&E-getriebener Small-Cap im Biotech-Sektor im Fokus, dessen Wert im Wesentlichen durch sein geistiges Eigentum, regulatorische Fortschritte, Kapitalmarktstruktur und Partnerbeziehungen bestimmt wird.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Impact BioMedical besteht nach eigenen Angaben darin, über innovative, wissenschaftsbasierte Plattformen neuartige Lösungen für hohe ungedeckte medizinische Bedarfe zu entwickeln, insbesondere in den Bereichen Infektionsprävention, antivirale Ansätze, Onkologie-adjunkte Anwendungen, Wundheilung und schmerzarme Therapien. Das Unternehmen betont einen translationalen Ansatz, also die Überführung von Grundlagenforschung in klinisch relevante Anwendungen, wobei ein erheblicher Teil der Arbeiten aktuell im präklinischen oder sehr frühen Entwicklungsstadium verortet ist. Strategisch setzt Impact BioMedical auf:
  • die Entwicklung von Wirkstoff- und Technologieplattformen mit potenziell breiter Anwendbarkeit über mehrere Indikationen hinweg
  • den Aufbau eines diversifizierten Portfolios von Technologie-Assets, um das idiosynkratische Projektrisiko zu streuen
  • die Kommerzialisierung perspektivisch über Lizenzvereinbarungen, Joint Ventures und Co-Entwicklungsallianzen
  • eine schlanke, kapitalleichte Struktur mit Auslagerung von Teilen der Entwicklung an spezialisierte Partner
  • l>Diese Ausrichtung soll eine Hebelwirkung auf das eingesetzte F&E-Kapital erzeugen und die Abhängigkeit von einzelnen Studienergebnissen verringern, wenngleich das inhärente regulatorische, klinische und finanzielle Risiko des Biotech-Sektors bestehen bleibt.

Produkte, Plattformen und Dienstleistungen

Impact BioMedical konzentriert sich auf mehrere proprietäre Plattformtechnologien und Produktkandidaten entlang der biopharmazeutischen Wertschöpfungskette, die sich überwiegend in der präklinischen Entwicklungsphase befinden. Zu den kommunizierten Schwerpunkten gehören unter anderem:
  • Antivirale und immunmodulatorische Plattformen, die auf breit wirksame Ansätze gegen respiratorische Viren und andere Pathogene abzielen und sowohl prophylaktische als auch potenziell therapeutische Anwendungen adressieren können. Teile dieser Aktivitäten wurden im Kontext der COVID-19-Pandemie verstärkt kommuniziert, ohne dass bislang späte klinische Entwicklungsphasen erreicht wurden.
  • Dermatologische und regenerative Anwendungen, einschließlich Technologien zur Förderung der Wundheilung, zur Hautregeneration und für ästhetische beziehungsweise gesundheitsnahe Indikationen, die in Kooperation mit externen Forschungspartnern weiterentwickelt werden.
  • Schmerz- und sensorische Modulationsansätze, die darauf ausgerichtet sind, nicht-opioide Behandlungsoptionen zu erforschen und gleichzeitig Lebensqualität und Therapietreue zu verbessern, bislang aber überwiegend im präklinischen und konzeptionellen Stadium verbleiben.
  • Nutraceutical-ähnliche und ergänzende Gesundheitsprodukte, die auf funktionale Inhaltsstoffe und immununterstützende Mechanismen setzen und potenziell sowohl OTC- als auch B2B-Märkte adressieren können, wobei die regulatorische Einstufung und Marktdurchdringung je Produktkandidat variiert.
  • l>Das Unternehmen versucht, einen Teil seiner Entwicklungsaktivitäten über F&E-Dienstleistungen, Technologiepartnerschaften und mögliche Lizenzmodelle zu refinanzieren. Reine Auftragsforschung steht dabei weniger im Vordergrund als die Wertsteigerung des eigenen IP-Portfolios, dessen tatsächliche wirtschaftliche Verwertung mangels fortgeschrittener klinischer Daten jedoch mit hohen Unsicherheiten behaftet ist.

Business Units und operative Struktur

Offiziell ausgewiesene, klar abgegrenzte Business Units im Sinne klassischer Konzernsegmente sind bei Impact BioMedical in den öffentlich zugänglichen Unterlagen nur begrenzt dokumentiert. Aus Geschäftsberichten und Unternehmenskommunikation lässt sich jedoch eine funktionale Segmentierung ableiten:
  • eine Biopharma-F&E-Einheit, die präklinische Forschung, Wirkstoff-Screening, Proof-of-Concept-Studien und frühe regulatorische Interaktionen koordiniert
  • eine Plattform- und IP-Management-Einheit, zuständig für Patentstrategien, Technologietransfer, Lizenzverträge und Partner-Management innerhalb der Konzernstruktur und gegenüber externen Gegenparteien
  • eine Health-Products-orientierte Einheit, die sich mit komplementären, potenziell schneller vermarktbaren Gesundheitslösungen und nutraceutical-artigen Produkten befasst, häufig in Kooperation mit Vertriebs- und Herstellungspartnern
  • l>Die operative Struktur ist dezentral und projektorientiert angelegt, mit einem hohen Anteil an Kooperationen mit Universitäten, Forschungsinstituten, Auftragsforschungsorganisationen (CROs) und spezialisierten Herstellern (CMOs). Für Anleger bedeutet dies eine vergleichsweise schlanke Bilanzstruktur, aber zugleich eine starke Abhängigkeit von der Stabilität externer Partnernetzwerke und von Entscheidungen der Muttergesellschaft beziehungsweise übergeordneten Holdingstruktur.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Burggräben

Impact BioMedical versucht, sich durch mehrere Alleinstellungsmerkmale im kompetitiven Biotech-Umfeld zu positionieren. Zu nennen sind insbesondere:
  • Plattformbasierter Ansatz: Statt sich ausschließlich auf einzelne Moleküle zu konzentrieren, entwickelt das Unternehmen Plattformen, die sich prinzipiell auf verschiedene Indikationen übertragen lassen. Dies kann zu Skaleneffekten beim Wissensaufbau, bei der Nutzung präklinischer Modelle und bei regulatorischen Interaktionen führen, bleibt aber stark davon abhängig, ob sich belastbare Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten generieren lassen.
  • Breit angelegte IP-Strategie: Patente und Schutzrechte zielen auf Kerntechnologien, Formulierungen und Anwendungsmethoden, wodurch ein Schutzkorridor um Schlüsselinnovationen geschaffen werden soll. Der tatsächliche ökonomische Wert dieser IP-Position hängt wesentlich von der künftigen klinischen Validierung und dem Interesse potenzieller Lizenzpartner ab.
  • Fokus auf hohe medizinische Bedarfe: Der Schwerpunkt auf Infektionsprophylaxe, Immunmodulation und Wundheilung adressiert Indikationsfelder mit potenziell großen Zielgruppen und oftmals begrenzten bestehenden Therapieoptionen, in denen jedoch ein intensiver globaler Wettbewerb herrscht.
  • Kombination aus Biotech und komplementären Health-Produkten: Durch die Kombination von klassischer Wirkstoffentwicklung mit ergänzenden Gesundheitslösungen kann das Unternehmen verschiedene Regulierungs- und Marktzugangswege nutzen, was Flexibilität bei der Priorisierung von Projekten erlaubt.
  • l>Als potenzielle Burggräben sind vor allem die IP-Position, das kumulierte Know-how aus präklinischen Modellen und etwaige exklusive Kooperationen mit Forschungspartnern zu nennen. Im Vergleich zu großen Pharmaunternehmen bleiben diese Burggräben jedoch strukturell begrenzt, stark abhängig vom Fortgang der jeweiligen Projekte und von der Fähigkeit, zusätzliche Finanzierung und Partner zu gewinnen.

Wettbewerbsumfeld

Impact BioMedical agiert in einem fragmentierten, hochkompetitiven Umfeld des globalen Biotech- und Gesundheitssektors. Wettbewerber lassen sich in mehrere Gruppen einteilen:
  • Fokussierte Biotech-Spezialisten in den Bereichen antivirale Therapien, Immunologie, Wundheilung und regenerative Medizin, die häufig ähnliche Indikationsfelder adressieren und in vergleichbaren präklinischen und klinischen Phasen aktiv sind.
  • Große Pharma- und Healthcare-Konzerne, die parallel eigene F&E-Programme betreiben, über umfangreiche Ressourcen, klinische Entwicklungsinfrastruktur und etablierte Vertriebsstrukturen verfügen und daher erhebliche Skalenvorteile besitzen.
  • Nutraceutical- und OTC-Anbieter, die im Bereich komplementärer Gesundheitslösungen mitunter ähnliche Kundensegmente ansprechen, aber stärker marketinggetrieben sowie volumenorientiert agieren und häufig kürzere Entwicklungs- und Zulassungszyklen haben.
  • l>Die Wettbewerbsintensität ist hoch, Innovationszyklen sind kurz, und erfolgreiche Technologien werden häufig zügig von größeren Akteuren lizenziert, über Kooperationsvereinbarungen eingebunden oder durch parallele Entwicklungsprogramme adressiert. Für Impact BioMedical bedeutet dies, dass Geschwindigkeit bei der Studienplanung, der IP-Sicherung, beim Aufbau von Allianzen und bei der Sicherung von Finanzierung zu einem kritischen Erfolgsfaktor wird.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Die Geschäftsführung von Impact BioMedical ist in den vergangenen Jahren im Zuge von Transaktionen und Umstrukturierungen auf Holdingebene mehrfach angepasst worden. In der aktuellen Struktur weist das Führungsteam typischerweise einen Hintergrund in Biowissenschaften, klinischer Entwicklung, Unternehmensfinanzierung sowie Kapitalmarktkommunikation auf, ergänzt um Erfahrung in IP-Management und Partnerschaftsmodellen. Konkrete Personalia und Zuständigkeiten werden in den jeweils aktuellen Berichten der Muttergesellschaft und regulatorischen Filings erläutert und können sich ändern. Das Management verfolgt eine Strategie, die auf drei Eckpfeilern beruht:
  • Fokus auf klar definierte Kernfelder mit nachvollziehbarer medizinischer Logik, um Ressourcen nicht zu verzetteln und selektiv Projekte mit aus Sicht des Unternehmens attraktivem Chancen-Risiko-Profil zu priorisieren
  • Partnerschaften mit etablierten Pharma-, Healthcare- und Industrieunternehmen, um klinische Entwicklung, Zulassung und Vermarktung zu beschleunigen und gleichzeitig das Finanzierungsrisiko zu teilen, wobei die tatsächliche Zahl und Tiefe solcher Kooperationen begrenzt ist
  • Kapitaldisziplin durch schlanke Strukturen, sorgfältig priorisierte F&E-Pipelines und selektive Nutzung der Kapitalmärkte über die Holdingstruktur, um laufende F&E-Ausgaben zu finanzieren
  • l>Für konservative Anleger ist die Governance-Qualität zentral. Im Small-Cap-Biotech-Segment sind Transparenz, Offenlegung von Studienfortschritten, Umgang mit Verwässerungsrisiken und die stringente Ausrichtung des Managements an langfristiger Wertschaffung besonders kritisch. Die Fähigkeit des Führungsteams, wissenschaftliche Chancen realistisch einzuschätzen und zugleich regulatorische Hürden, Konzerninteressen und Finanzierungszyklen zu managen, bestimmt maßgeblich das Risiko-Rendite-Profil.

Branchen- und Regionalanalyse

Impact BioMedical ist in der globalen Biotechnologie- und Gesundheitsbranche aktiv, einem Sektor, der von hohen regulatorischen Anforderungen, langen Entwicklungszyklen, binären Studienergebnissen und starker Abhängigkeit von geistigem Eigentum geprägt ist. Die Branche profitiert strukturell von Megatrends wie dem demografischen Wandel, steigenden Gesundheitsausgaben, wachsender Sensibilität für Infektionsprävention und zunehmender Bedeutung personalisierter sowie präventiver Medizin. Gleichzeitig unterliegt sie Konjunkturen am Kapitalmarkt, die insbesondere Small- und Mid-Caps stark beeinflussen. Regional ist das Unternehmen über seine Konzernanbindung in einem Umfeld aktiv, das von etablierten Life-Science-Clustern, universitären Forschungszentren und einem dichten Netzwerk an CROs geprägt ist, insbesondere in Nordamerika und Asien. Dieses Ökosystem erleichtert Zugang zu Talenten, Studienzentren und Kooperationspartnern. Allerdings erhöht es auch den Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte, klinische Studienkapazitäten und Investorenkapital. Regulatorische Rahmenbedingungen, etwa durch die US-amerikanische FDA, die europäische EMA oder asiatische Zulassungsbehörden, wirken sich direkt auf Time-to-Market und Entwicklungskosten aus. Politische Debatten um Arzneimittelpreise, Erstattungsfähigkeit, Gesundheitsbudgets und Regulierung von Nutraceuticals sind zusätzliche Einflussfaktoren, die konservative Anleger im Blick behalten sollten.

Unternehmensgeschichte und Entwicklungspfad

Impact BioMedical entstand aus der strategischen Entscheidung, verschiedene Forschungskapazitäten und IP-Portfolios einer damals breit diversifizierten Unternehmensgruppe in einer eigenständigen, fokussierten Biotech-Einheit zu bündeln. In der Folge kam es zu mehreren Transaktionen, Zusammenschlüssen und Umbenennungen auf Ebene der Muttergesellschaft. Nach der Einbringung in die damalige Singularity Future Technology Ltd. und der späteren Umfirmierung dieser Holding in ESGL Holdings Limited agiert Impact BioMedical heute als Teil einer börsennotierten Holdingstruktur, deren organisatorische Ausgestaltung im Zeitverlauf angepasst werden kann. Die Geschichte des Unternehmens ist geprägt von der schrittweisen Erweiterung seiner Technologieplattformen, der Sicherung von Patenten und der Anbahnung erster F&E-Kooperationen mit akademischen und industriellen Partnern. In der Frühphase stand der Aufbau wissenschaftlicher Kernkompetenzen und die Validierung ausgewählter Plattformen in präklinischen Modellen im Vordergrund. Im weiteren Verlauf verlagerte sich der Schwerpunkt zunehmend auf die Vorbereitung potenzieller klinischer Entwicklungsprogramme, die Strukturierung von Lizenz- und Kooperationsvereinbarungen sowie den Aufbau einer Kapitalmarktpräsenz über die Muttergesellschaft. Globale Gesundheitskrisen wie die COVID-19-Pandemie haben den strategischen Fokus auf Infektionsprävention, antivirale Ansätze und Resilienz von Gesundheitssystemen verstärkt, auch wenn wesentliche Projekte weiterhin in frühen Entwicklungsstadien verbleiben. Impact BioMedical positioniert sich dabei als technologieorientierter Nischenakteur, der spezifische Lösungen in einem Umfeld steigender Nachfrage nach innovativen, skalierbaren Health-Tech-Ansätzen anbieten möchte.

Besonderheiten und Spezifika des Unternehmens

Impact BioMedical weist mehrere Spezifika auf, die es von klassischen, vollintegrierten Pharmaunternehmen unterscheiden:
  • Asset-zentriertes Modell mit starker Betonung auf IP-Wertschöpfung und Plattformentwicklung statt eigener, breiter Vertriebsstrukturen und großskaliger Produktion
  • Flexible Kommerzialisierungswege, die von Lizenzmodellen über Co-Development bis hin zu Joint Ventures reichen können, abhängig von Indikation, regulatorischem Status und Partnerinteresse
  • Kombination aus biopharmazeutischer Forschung und ergänzenden Gesundheitslösungen, wodurch mehrere Regulierungsregime (Arzneimittel, Medizinprodukte, Nahrungsergänzungsmittel) und Marktsegmente angesprochen werden
  • Hoher Grad an Externisierung durch Nutzung spezialisierter Partner entlang der F&E- und Herstellungs-Wertschöpfungskette und die Einbettung in eine übergeordnete Holdingstruktur
  • l>Für Investoren bedeutet dies ein Geschäftsmodell, das weniger auf kurzfristige wiederkehrende Erlöse aus etablierten Produkten ausgerichtet ist, sondern auf mittel- bis langfristige Wertschöpfung aus wissenschaftlichen Durchbrüchen, regulatorischen Meilensteinen und IP-Monetarisierung. Diese Struktur ist typisch für F&E-intensive Biotech-Unternehmen im frühen bis mittleren Entwicklungsstadium und geht mit entsprechend hohen Unsicherheiten einher.

Chancen aus Sicht eines konservativen Anlegers

Aus Sicht eines konservativen Anlegers liegen die wesentlichen Chancen bei Impact BioMedical in der potenziellen Hebelwirkung erfolgreicher Wirkstoff- und Technologieplattformen, sofern es gelingt, zentrale Projekte aus der präklinischen Phase in die klinische Entwicklung zu überführen. In diesem Fall könnten Partnerschaften mit größeren Pharma-, Medtech- oder Konsumgüterunternehmen Wertbeiträge liefern. Mögliche Chancen sind:
  • Skalierungseffekte durch Plattformtechnologien, die sich auf verschiedene Indikationen und Märkte übertragen lassen, etwa im Bereich Infektionskrankheiten, Wundheilung oder immunmodulatorische Anwendungen.
  • Lizenz- und Meilensteinpotenzial bei Abschluss von Entwicklungs- und Vermarktungsallianzen, sofern Technologie und Datenlage ausreichend attraktiv sind.
  • Partizipation an strukturellem Marktwachstum in den Bereichen Biotechnologie, Infektionsprävention, regenerative Medizin und komplementäre Gesundheitslösungen, die von demografischen und regulatorischen Trends gestützt werden.
  • Wertsteigerung durch IP-Aufbau, insbesondere bei erfolgreicher Patentierung und Validierung der Technologien, was potenziell Interesse strategischer Käufer oder Lizenznehmer wecken kann.
  • l>Für konservative Anleger kann ein Engagement angesichts der hohen Unsicherheiten, des frühen Entwicklungsstadiums vieler Projekte und der Abhängigkeit von Kapitalmarktbedingungen allenfalls als Beimischung in einem breit diversifizierten Portfolio in Betracht kommen, um selektiv am Innovationspotenzial des Biotech-Sektors zu partizipieren, ohne die Portfoliostabilität übermäßig zu belasten.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Dem stehen substanzielle Risiken gegenüber, die für Small-Cap-Biotech-Unternehmen charakteristisch sind und von konservativen Anlegern besonders sorgfältig bewertet werden sollten:
  • F&E- und Studienrisiko: Präklinische Erfolge garantieren keinen klinischen Nutzen. Negative oder inkonklusive Studienergebnisse können einzelne Projekte oder ganze Plattformen entwerten und das IP-Portfolio schwächen.
  • Regulatorisches Risiko: Verzögerungen oder Ablehnungen durch Zulassungsbehörden können Zeitpläne und Kapitalbedarf erheblich verändern. Unterschiede zwischen Regimen für Arzneimittel, Medizinprodukte und Nutraceuticals erhöhen die Komplexität zusätzlich.
  • Finanzierungs- und Verwässerungsrisiko: Da laufende F&E erhebliche Mittel bindet und Impact BioMedical keine breit etablierte Produktbasis mit stabilen Rückflüssen besitzt, ist das Unternehmen über die Holdingstruktur typischerweise auf wiederkehrende Kapitalmaßnahmen oder Partnerfinanzierungen angewiesen, was zu Verwässerung bestehender Aktionäre führen kann.
  • Partner- und Konzernabhängigkeit: Der Erfolg vieler Projekte hängt von Verhandlungsmacht, Verlässlichkeit und strategischen Prioritäten von Partnern sowie von Entscheidungen der Muttergesellschaft ab. Änderungen in deren Strategie, Governance oder finanzieller Situation können Entwicklungs- oder Vermarktungspläne beeinflussen.
  • Kommerzialisierungsrisiko: Selbst bei Zulassung oder Markteinführung bleibt offen, ob Marktakzeptanz, Erstattungsfähigkeit, regulatorische Einstufung und Preisniveau die Entwicklungsinvestitionen rechtfertigen und nachhaltige Cashflows ermöglichen.
  • Wettbewerbsdruck: Parallelentwicklungen durch große Pharmaunternehmen, andere Biotechs oder Konsumgüterkonzerne können Zeitvorteile reduzieren, Margenpotenziale begrenzen und die Verhandlungsmacht bei Partnerschaften schwächen.
  • l>Vor diesem Hintergrund sollten konservative Anleger die hohe Volatilität, die binären Ergebnisprofile von Studien, die Abhängigkeit von Kapitalmarktphasen, die Konzernstruktur sowie die Unsicherheit hinsichtlich der tatsächlichen wirtschaftlichen Verwertung des IP-Portfolios klar einkalkulieren. Eine sorgfältige Due-Diligence-Prüfung der Pipeline, der IP-Situation, der Governance-Strukturen, der Relation zur Muttergesellschaft und der Partnerlandschaft ist unerlässlich. Der Artikel stellt keine Anlageberatung dar und enthält keine Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Halten von Wertpapieren.
Stand: Juni 2026
Hinweis

Impact BioMedical Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

Impact BioMedical Kursziel 2026

  • Die Impact BioMedical Kurs Performance für 2026 liegt bei -14,79%.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 47,55 Mio. $
Streubesitz 10,65%
Währung USD
Land USA
Sektor Gesundheit
Branche Biotechnologie
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+1,18% Institutionelle Aktionäre
+10,65% Streubesitz
+9,48% Individuelle Aktionäre

Häufig gestellte Fragen zur Impact BioMedical Aktie und zum Impact BioMedical Kurs

Der aktuelle Kurs der Impact BioMedical Aktie liegt bei 0,37706 €.

Für 1.000€ kann man sich 2.652,10 Impact BioMedical Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Impact BioMedical Aktie lautet IBO.

Die 1 Monats-Performance der Impact BioMedical Aktie beträgt aktuell -19,13%.

Die 1 Jahres-Performance der Impact BioMedical Aktie beträgt aktuell -39,76%.

Der Aktienkurs der Impact BioMedical Aktie liegt aktuell bei 0,37706 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -19,13% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Impact BioMedical eine Wertentwicklung von -34,84% aus und über 6 Monate sind es -10,17%.

Das 52-Wochen-Hoch der Impact BioMedical Aktie liegt bei 0,83 $.

Das 52-Wochen-Tief der Impact BioMedical Aktie liegt bei 0,38 $.

Das Allzeithoch von Impact BioMedical liegt bei 6,16 $.

Das Allzeittief von Impact BioMedical liegt bei 0,36 $.

Die Volatilität der Impact BioMedical Aktie liegt derzeit bei 233,08%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Impact BioMedical in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 47,55 Mio. $

Insgesamt sind 31,6 Mio Impact BioMedical Aktien im Umlauf.

Institutionelle Aktionäre hält +1,18% der Aktien und ist damit Hauptaktionär.

Impact BioMedical hat seinen Hauptsitz in USA.

Impact BioMedical gehört zum Sektor Biotechnologie.

Das KGV der Impact BioMedical Aktie beträgt -1,33.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Impact BioMedical betrug 32.000 $.

Nein, Impact BioMedical zahlt keine Dividenden.