Identiv Inc

Aktie
WKN:  A11404 ISIN:  US45170X2053 US-Symbol:  INVE Branche:  Baumaterialien Land:  USA
3,89 $
-0,09 $
-2,26%
3,3683 € 20:22:15 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
80,08 Mio. €
Streubesitz
32,40%
KGV
-5,05
Index-Zuordnung
Identiv Aktie Chart

Identiv Unternehmensbeschreibung

Identiv Inc ist ein US-amerikanischer Spezialist für physische Sicherheit, Identitätsmanagement und RFID-Lösungen mit Fokus auf regulierte Branchen und kritische Infrastrukturen. Das Unternehmen adressiert die Schnittstelle von digitaler Identität, Zutrittskontrolle und vernetzten Objekten im Internet der Dinge. Im Zentrum standen lange modulare Plattformen, die sichere Identitäten für Personen, Geräte und Daten gewährleisten sollten. Identiv positionierte sich über viele Jahre als Anbieter von End-to-End-Sicherheitslösungen von der Chip- und Tag-Ebene über Lesegeräte bis hin zu Software und Cloud-Integration. Für erfahrene Anleger war Identiv damit ein Nischenplayer im Security- und IoT-Ökosystem, dessen Geschäftsmodell stark von Compliance-Anforderungen, technologischen Standards und langfristigen Kundenbeziehungen geprägt wurde. Aktuell befindet sich das Unternehmen jedoch in einem strategischen Umbruch, da wesentliche Geschäftsbereiche veräußert wurden und die künftige Ausrichtung neu justiert wird. Nach mehreren Transaktionen, darunter der Verkauf des Segments Secure Networks und Spekulationen über weitere Portfolioanpassungen, ist die zukünftige Struktur von Identiv zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abschließend klar beschrieben, sodass frühere Darstellungen der Unternehmensbreite nur eingeschränkt Gültigkeit besitzen.

Geschäftsmodell und Erlöstreiber

Das traditionelle Geschäftsmodell von Identiv basierte auf der Entwicklung, Produktion und Integration von sicherheitskritischen Hardware- und Softwarekomponenten. Das Unternehmen erwirtschaftete Umsätze im Wesentlichen durch den Verkauf von Sicherheits- und Identitätslösungen sowie durch wiederkehrende Service- und Wartungserlöse. Die Wertschöpfungskette umfasste die Beschaffung sicherheitszertifizierter Halbleiter und Komponenten, eigene Entwicklung von Firmware, Middleware und Management-Software, Systemintegration bei Unternehmenskunden sowie langfristige Support- und Update-Verträge. Identiv agierte überwiegend im B2B-Segment und adressierte staatliche Behörden, Healthcare-Einrichtungen, Industrieunternehmen, Finanzdienstleister sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen. Der ökonomische Hebel lag in der Skalierbarkeit der Plattformen und in standardisierten, aber stark regulierten Einsatzfeldern. Cross-Selling-Potenziale ergaben sich, wenn Kunden physische Zutrittskontrolle, Smart-Card-Authentifizierung und IoT-Security aus einer Hand konsolidierten. Margenpotenzial bestand insbesondere in lizenzbasierten Softwarekomponenten und in hochspezialisierten RFID- und NFC-Lösungen. Nach dem Verkauf wesentlicher Vermögenswerte und Geschäftsbereiche, darunter der Bereich Secure Networks, wird das künftige Profil des Geschäftsmodells neu definiert; frühere Erlöstreiber sind daher nur eingeschränkt als Beschreibung der aktuellen Struktur geeignet und geben eher die historische als die künftige Aufstellung wieder.

Mission und strategische Leitlinien

Die Mission von Identiv zielte traditionell darauf ab, physische und digitale Räume durch vertrauenswürdige Identitäten zu sichern. Das Unternehmen verstand sich als Enabler sicherer digitaler Transformation, bei der Gebäudezugang, Geräteauthentifizierung und Datenkommunikation kryptografisch abgesichert werden. Strategisch verfolgte das Management mehrere Leitlinien: Stärkung der Position als vertrauenswürdiger Sicherheitsanbieter in regulierten Märkten, Ausbau von Lösungen für das Internet der Dinge, insbesondere für Tracking, Asset-Management und Supply-Chain-Transparenz, Fokussierung auf interoperable, standardkonforme Technologien, um Integrationen in bestehenden IT- und OT-Landschaften zu erleichtern, sowie selektive Partnerschaften mit Systemintegratoren, Technologiepartnern und Distributoren, um Reichweite und Projektvolumen zu erhöhen. Diese Mission implizierte eine langfristige Ausrichtung auf Compliance-getriebene Nachfrage und auf Kunden, die hohe Anforderungen an Verfügbarkeit, Zertifizierung und Cyber-Resilienz stellten. Mit der laufenden strategischen Neuausrichtung nach den jüngsten Portfoliotransaktionen, einschließlich der Veräußerung des Secure-Networks-Geschäfts, kann sich die konkrete Ausgestaltung dieser Leitlinien ändern, auch wenn Sicherheit und Identität weiterhin zentrale Themen bleiben dürften.

Produkte und Dienstleistungen

Das Produktportfolio von Identiv ließ sich über viele Jahre grob in die Bereiche Zutrittskontrolle und Videoüberwachung, Identitätsmanagement und Smart Credentials sowie RFID-, NFC- und IoT-Lösungen gliedern. Zentrale Bausteine waren:
  • Zutrittskontrollsysteme: Controller, Lesegeräte, Türmodule und Management-Software für den elektronischen physischen Zugang zu Gebäuden und Anlagen.
  • Video- und Sicherheitsmanagement: Software-Plattformen zur Integration von Videokameras, Zutrittskontrolle und Alarmsystemen in einer einheitlichen Managementoberfläche.
  • Smart Cards und Credentials: Sicherheitsausweise, Smart Cards, Token und zugehörige Middleware für Authentifizierung, Single Sign-on und sichere Login-Prozesse.
  • RFID- und NFC-Tags: High-Frequency- und Ultra-High-Frequency-Transponder für Supply-Chain-Tracking, Zugangssysteme, Markenschutz und Konsumgüteranwendungen.
  • IoT-Security-Lösungen: Komponenten und Plattformen für die sichere Identifikation und Authentifizierung von vernetzten Geräten.
  • l>Ergänzend bot Identiv Dienstleistungen wie Systemdesign, Implementierungsunterstützung, technische Beratung, Wartungsverträge und regelmäßige Software-Updates an. Der Serviceanteil erhöhte die Bindung zu Unternehmenskunden und unterstützte wiederkehrende Erlöse, blieb jedoch technologisch eng an die Hardware- und Plattformbasis gekoppelt. Durch jüngste Veräußerungen von Geschäftsbereichen, unter anderem im Bereich Secure Networks, hat sich der Umfang dieses Portfolios verändert; einzelne der genannten Produktlinien wurden an andere Marktteilnehmer übertragen oder stehen zur Disposition, sodass die historische Aufstellung nicht mehr vollständig der aktuellen Produktlandschaft entspricht und nur noch eingeschränkt als Beschreibung der heutigen Struktur herangezogen werden kann.

Business Units und operative Struktur

Die Aktivitäten von Identiv waren über längere Zeit in zwei Hauptbereiche unterteilt: physische Sicherheitslösungen und Identitätstechnologien einschließlich RFID. Die physische Sicherheitseinheit bündelte Zutrittskontrolle, Videoüberwachung und integrierte Sicherheitsplattformen. Diese Sparte adressierte insbesondere Behörden, Bildungseinrichtungen, kritische Infrastrukturbetreiber und Unternehmen mit hohen Compliance-Anforderungen. Die Identitätstechnologie- und RFID-Einheit konzentrierte sich auf Smart Credentials, sichere Chips sowie RFID- und NFC-Tags für industrielle und kommerzielle Anwendungen. Schwerpunkte lagen auf Lieferketten-Transparenz, Produktverifizierung und kontaktloser Interaktion. Diese Struktur ermöglichte eine differenzierte Marktbearbeitung: einerseits projektorientierte Sicherheitsinstallationen, andererseits volumentreibende Tag- und Credential-Lieferungen. Synergien ergaben sich in gemeinsamen Technologieplattformen, kryptografischer Expertise und gemeinsamen Vertriebskanälen in sicherheitsaffinen Branchen. Nach dem Verkauf wesentlicher Vermögenswerte und Geschäftsbereiche, unter anderem des Secure-Networks-Segments, befindet sich die operative Struktur jedoch im Wandel und weicht von dieser historisch gewachsenen Zweiteilung ab; offiziell kommunizierte künftige Segmentstrukturen liegen zum jetzigen Zeitpunkt nur in vorläufiger Form vor und können sich weiter verändern.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Burggräben

Identiv versuchte, sich über integrierte Sicherheitsarchitekturen und Spezialisierung im IoT-Security-Segment zu differenzieren. Wichtige potenzielle Alleinstellungsmerkmale waren die Kombination aus physischer Zutrittskontrolle, digitaler Identität und RFID-Technologie in einem Portfolio, der Fokus auf hochregulierte Märkte mit erhöhten Zertifizierungsanforderungen sowie langjährige Erfahrung im Smart-Card- und Identitätsmanagement-Umfeld. Technologische Burggräben entstanden vor allem durch sicherheitszertifizierte Hardware-Designs, Know-how in Verschlüsselung und Sicherheitsprotokollen, proprietäre Software-Plattformen für Integrations- und Managementfunktionen sowie Integrationskosten und Wechselbarrieren bei Unternehmenskunden, deren sicherheitskritische Infrastruktur tief in bestehenden Prozessen eingebettet ist. Diese Moats waren allerdings eher graduell als absolut. Sie beruhten auf Komplexität, Compliance und langfristigen Kundenbeziehungen, weniger auf unüberwindbaren Patentschranken. Angesichts der jüngsten strategischen Veränderungen und Portfoliobereinigungen, inklusive des Verkaufs von Secure Networks, ist zu beachten, dass einige dieser früheren Differenzierungsmerkmale nicht mehr im gleichen Umfang im Unternehmen gebündelt sind wie zuvor und teilweise nur noch bestimmte Teilsegmente betreffen.

Wettbewerbsumfeld und Marktposition

Identiv agierte in stark fragmentierten Märkten für Sicherheits- und IoT-Lösungen. Im Bereich der physischen Zutrittskontrolle konkurrierte das Unternehmen mit globalen Sicherheitskonzernen, spezialisierten Zutrittsanbietern und Herstellern von Gebäudeautomation. Im Segment Identitätsmanagement und Smart Credentials standen zudem Anbieter von Smart-Card-, Token- und Authentifizierungslösungen im Wettbewerb. Im RFID- und IoT-Bereich traf Identiv auf etablierte Halbleiterhersteller, Tag-Produzenten und Systemintegratoren, die End-to-End-Tracking- und Asset-Management-Systeme anboten. Die Wettbewerbsintensität war hoch, Produktlebenszyklen unterlagen dem technologischen Fortschritt und Preisdruck auf Standardkomponenten war strukturell gegeben. Identiv versuchte, durch Spezialisierung, Partnerschaften und fokussierte Anwendungen eine Nischenposition einzunehmen, die nicht ausschließlich über den Preis definiert wurde. Dennoch blieb die Verhandlungsmacht großer Kunden und Integratoren ein strukturelles Risiko für Margen und Projektpipeline. Durch den Verkauf wesentlicher Geschäftsbereiche und Vermögenswerte, darunter des Secure-Networks-Geschäfts, hat sich die Marktposition zuletzt grundlegend verändert und ist stärker von der laufenden Neuausrichtung abhängig als vom früheren, breit diversifizierten Auftritt im Sicherheits- und IoT-Ökosystem; aktuelle Aussagen zur Marktposition müssen deshalb vor dem Hintergrund dieser Übergangsphase interpretiert werden.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Das Management von Identiv setzte nach außen über viele Jahre auf eine Strategie der Fokussierung und Portfolio-Straffung. Historisch war das Unternehmen durch Restrukturierungen, strategische Neuausrichtungen und Portfoliobereinigungen geprägt. Die Führung legte Wert auf Konzentration auf Kernmärkte mit stabiler Nachfrage nach Sicherheits- und Identitätslösungen, Ausbau von wiederkehrenden Erlösen über Software, Services und abonnementbasierte Modelle sowie operative Effizienz, insbesondere in Beschaffung, Fertigung und Logistik, um dem Preisdruck im Hardwarebereich zu begegnen. Für konservative Anleger war neben der technologischen Kompetenz die Kontinuität und Glaubwürdigkeit des Managements entscheidend. Die Fähigkeit, die strategische Fokussierung durchzuhalten, Investitionen zielgerichtet zu priorisieren und gleichzeitig die Bilanzrisiken zu begrenzen, beeinflusste die langfristige Stabilität wesentlich. Da Identiv in dynamischen Technologiemärkten agierte, erforderte die Strategieumsetzung eine Balance zwischen Innovation, Kostenkontrolle und solider Governance. In den vergangenen Jahren kam es zu weiteren Veränderungen im Management sowie zu bedeutenden Portfolio-Entscheidungen wie der Veräußerung des Secure-Networks-Segments. Die aktuelle Governance-Situation und strategische Prioritätensetzung werden daher stärker durch diese jüngsten Beschlüsse und potenzielle weitere Portfolioanpassungen geprägt als durch die längerfristig verfolgte historische Agenda.

Branchen- und Regionalanalyse

Identiv war überwiegend in Nordamerika und Europa aktiv und folgte dort der wachsenden Nachfrage nach Sicherheits- und IoT-Lösungen. Die adressierten Branchen umfassten öffentliche Verwaltung und Behörden, kritische Infrastrukturen, Bildung, Gesundheitswesen, Finanzsektor, industrielle Fertigung und Logistik. Die Treiber dieser Märkte waren zunehmende Regulierung von Datenschutz, physischer Sicherheit und Cybersecurity, Modernisierung veralteter Zutritts- und Überwachungssysteme, Ausbau des Internet der Dinge mit Bedarf an sicherer Geräte-Identität sowie steigende Anforderungen an Nachverfolgbarkeit und Transparenz in Lieferketten. Die Sicherheitsbranche weist grundsätzlich eine gewisse Krisenresilienz auf, da Investitionen in Schutz und Compliance häufig nicht zyklisch vollständig zurückgefahren werden. Gleichzeitig ist die Branche technologisch getrieben, mit kurzen Innovationszyklen und hoher Abhängigkeit von IT- und Netzwerkstandards. Regional profitierte Identiv von etablierten Sicherheits- und Compliance-Rahmen in den USA und Europa, war aber auch regulatorischen Änderungen und möglichen Budgetrestriktionen im öffentlichen Sektor ausgesetzt. Nach den jüngsten Veräußerungen, unter anderem im Bereich Secure Networks, und der strategischen Neuausrichtung kann sich die regionale und sektorale Schwerpunktsetzung des Unternehmens künftig verändern, auch wenn Sicherheit und Identität voraussichtlich Kernfelder bleiben. Konkrete Angaben zur zukünftigen regionalen Verteilung stehen unter dem Vorbehalt weiterer Managemententscheidungen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Identiv entstand aus einem über Jahre hinweg veränderten Unternehmensverbund im Bereich Smart Cards, Sicherheitstechnologie und Identitätsmanagement. Die Gesellschaft durchlief mehrere Namens- und Strukturänderungen, bei denen nicht zum Kerngeschäft passende Aktivitäten abgestoßen und Sicherheitstechnologien in den Vordergrund gestellt wurden. Übernahmen ergänzten das Portfolio um Zutrittskontrollsysteme, Video-Management und RFID-Tags, während andere Sparten restrukturiert oder veräußert wurden. Diese Historie erklärt die frühere Positionierung als fokussierter Anbieter von Sicherheits- und Identitätslösungen. Sie impliziert aber auch, dass die Unternehmensentwicklung von strategischen Wendepunkten und Anpassungsprozessen geprägt war. In jüngerer Zeit kamen weitere Wendepunkte hinzu, da wesentliche Geschäftsbereiche und Vermögenswerte, einschließlich des Secure-Networks-Segments, verkauft wurden und sich das Unternehmen erneut in einer Phase der strategischen Neuaufstellung befindet, deren endgültige Ausgestaltung noch nicht vollständig absehbar ist.

Besonderheiten und technologische Schwerpunkte

Eine Besonderheit von Identiv lag lange in der Verbindung von physischer Sicherheitsinfrastruktur mit IoT- und RFID-Lösungen. Das Unternehmen deckte damit sowohl klassische Gebäude- und Zugangsszenarien als auch digitale Anwendungsfälle wie Produktverfolgung und Geräteidentität ab. Technologisch stützte sich Identiv auf kryptografisch abgesicherte Smart Credentials, Interoperabilität mit gängigen Zutritts- und Netzwerkinfrastrukturen, spezialisierte RFID-Designs für anspruchsvolle Umgebungen sowie softwaregestützte Management-Plattformen mit Integrationsfähigkeit in Drittsysteme. Außerdem fokussierte Identiv Branchen, in denen Robustheit, Zuverlässigkeit und Compliance wichtiger waren als reine Kostenführerschaft. Damit sprach das Unternehmen insbesondere Kunden an, die langfristige Sicherheitsarchitekturen aufbauten und regulatorische Anforderungen in den Vordergrund stellten. Die gleichzeitige Präsenz in Hardware, Embedded Software und Management-Applikationen erhöhte allerdings die Komplexität von Produktentwicklung und Support. Durch die Veräußerung zentraler Geschäftsbereiche, darunter des Secure-Networks-Segments, sind einige dieser früheren technologischen Schwerpunkte heute nicht mehr im gleichen Umfang innerhalb von Identiv gebündelt und verschieben sich stärker in Richtung der verbleibenden Kernfelder des Unternehmens.

Chancen für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers ergaben sich historisch Chancen vor allem aus strukturellen Trends in den Bereichen Sicherheit, Compliance und Internet der Dinge. Mögliche positiven Faktoren waren die wachsende Bedeutung von physischer und digitaler Sicherheit für Unternehmen und Behörden, zunehmende Regulierung und Compliance-Anforderungen, die Investitionen in Zutrittskontrolle, Identitätsmanagement und IoT-Security verstetigen konnten, die Spezialisierung von Identiv auf Nischen, in denen Verlässlichkeit, Zertifizierung und Integrationstiefe geschätzt wurden, Potenzial für höhere Wertschöpfung über Software, Services und wiederkehrende Erlöse sowie die Möglichkeit, durch Partnerschaften und selektive Akquisitionen das Lösungsportfolio zu verbreitern. Langfristig konnten diese Faktoren eine stabilere Nachfragebasis und eine stärkere Verankerung in kritischen Infrastrukturen unterstützen. Vor dem Hintergrund der jüngsten strategischen Neuausrichtung, der Veräußerung bedeutender Vermögenswerte wie des Secure-Networks-Segments und der damit einhergehenden Konzentration auf ein verändertes Portfolio ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich die künftigen Chancen stärker an der neuen Unternehmensstruktur und etwaigen neu definierten Geschäftsfeldern orientieren werden und weniger an der früheren Rolle als umfassender Anbieter integrierter Sicherheits- und IoT-Infrastruktur.

Risiken und Bewertung aus konservativer Perspektive

Dem standen und stehen substanzielle Risiken gegenüber, die für konservative Anleger besonders relevant sind. Zentrale Risikofelder umfassten und umfassen:
  • Technologierisiko: Schnelle Innovationszyklen in Zutrittskontrolle, RFID, NFC und IoT-Security erfordern hohe und kontinuierliche F&E-Investitionen. Technologische Fehlentscheidungen oder Verzögerungen können Marktanteile kosten.
  • Wettbewerbsdruck: Präsenz großer Sicherheitskonzerne und Halbleiterhersteller mit signifikant größeren Ressourcen begrenzt die Preissetzungsmacht und kann Margen unter Druck setzen.
  • Kunden- und Projektkonzentration: Größere Projekte im öffentlichen Sektor oder bei Großkunden bergen das Risiko von Verschiebungen, Budgetkürzungen oder Ausschreibungsniederlagen.
  • Regulatorische Abhängigkeit: Veränderungen in Sicherheits-, Datenschutz- oder Beschaffungsrichtlinien können Nachfrage verschieben oder Zertifizierungen entwerten.
  • Operative Komplexität: Die gleichzeitige Tätigkeit in mehreren Technologie- und Produktlinien erhöht die Anforderungen an Lieferkettenmanagement, Qualitätssicherung und Cybersecurity der eigenen Produkte.
  • l>Für konservative Anleger bedeutet dies, dass ein Engagement im Umfeld von Identiv mit sektorüblichen, aber ausgeprägten Technologie- und Wettbewerbsrisiken verbunden ist. Hinzu kommt, dass die jüngsten Portfoliotransaktionen, einschließlich des Verkaufs des Secure-Networks-Segments, und die damit verbundene Neuausrichtung zusätzliche Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Ertragsquellen, der strategischen Positionierung und der operativen Struktur mit sich bringen. Eine explizite Anlageempfehlung lässt sich auf Basis dieser qualitativen Analyse nicht ableiten.

Kursdaten

Geld/Brief 3,89 $ / 3,90 $
Spread +0,26%
Schluss Vortag 3,98 $
Gehandelte Stücke 5.961
Tagesvolumen Vortag 48.961,25 $
Tagestief 3,85 $
Tageshoch 4,04 $
52W-Tief 3,08 $
52W-Hoch 5,30 $
Jahrestief 3,10 $
Jahreshoch 5,30 $

Identiv Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 26,63 $
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. -27,96 $
Jahresüberschuss in Mio. 74,82 $
Umsatz je Aktie 1,12 $
Gewinn je Aktie 3,14 $
Gewinnrendite +48,56%
Umsatzrendite +280,98%
Return on Investment +45,84%
Marktkapitalisierung in Mio. 87,23 $
KGV (Kurs/Gewinn) 1,17
KBV (Kurs/Buchwert) 0,57
KUV (Kurs/Umsatz) 3,27
Eigenkapitalrendite +48,56%
Eigenkapitalquote +94,39%

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Identiv Termine

30.06.2026 Quartalsmitteilung
Quelle: Leeway

Identiv Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 3,445 +1,17%
3,405 € 16:31
Frankfurt 3,325 -0,30%
3,335 € 12:43
München 3,495 -0,43%
3,51 € 08:02
Stuttgart 3,345 -2,62%
3,435 € 20:18
L&S RT 3,36 -2,61%
3,45 € 20:49
NYSE 3,885 $ -1,89%
3,96 $ 20:19
Nasdaq 3,89 $ -2,26%
3,98 $ 20:22
AMEX 3,96 $ -
-   20.05.26
Tradegate 3,415 -1,73%
3,475 € 15:35
Quotrix 3,415 -1,44%
3,465 € 08:03
Gettex 3,36 -3,03%
3,465 € 20:43
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
08.06.26 3,98 48.961
05.06.26 4,01 54 T
04.06.26 4,29 15.841
03.06.26 4,20 32.019
02.06.26 4,17 118 T
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 4,17 $ -4,32%
1 Monat 5,14 $ -22,37%
6 Monate 3,62 $ +10,22%
1 Jahr 3,28 $ +21,65%
5 Jahre 16,07 $ -75,17%

Unternehmensprofil Identiv

Identiv Inc ist ein US-amerikanischer Spezialist für physische Sicherheit, Identitätsmanagement und RFID-Lösungen mit Fokus auf regulierte Branchen und kritische Infrastrukturen. Das Unternehmen adressiert die Schnittstelle von digitaler Identität, Zutrittskontrolle und vernetzten Objekten im Internet der Dinge. Im Zentrum standen lange modulare Plattformen, die sichere Identitäten für Personen, Geräte und Daten gewährleisten sollten. Identiv positionierte sich über viele Jahre als Anbieter von End-to-End-Sicherheitslösungen von der Chip- und Tag-Ebene über Lesegeräte bis hin zu Software und Cloud-Integration. Für erfahrene Anleger war Identiv damit ein Nischenplayer im Security- und IoT-Ökosystem, dessen Geschäftsmodell stark von Compliance-Anforderungen, technologischen Standards und langfristigen Kundenbeziehungen geprägt wurde. Aktuell befindet sich das Unternehmen jedoch in einem strategischen Umbruch, da wesentliche Geschäftsbereiche veräußert wurden und die künftige Ausrichtung neu justiert wird. Nach mehreren Transaktionen, darunter der Verkauf des Segments Secure Networks und Spekulationen über weitere Portfolioanpassungen, ist die zukünftige Struktur von Identiv zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abschließend klar beschrieben, sodass frühere Darstellungen der Unternehmensbreite nur eingeschränkt Gültigkeit besitzen.

Geschäftsmodell und Erlöstreiber

Das traditionelle Geschäftsmodell von Identiv basierte auf der Entwicklung, Produktion und Integration von sicherheitskritischen Hardware- und Softwarekomponenten. Das Unternehmen erwirtschaftete Umsätze im Wesentlichen durch den Verkauf von Sicherheits- und Identitätslösungen sowie durch wiederkehrende Service- und Wartungserlöse. Die Wertschöpfungskette umfasste die Beschaffung sicherheitszertifizierter Halbleiter und Komponenten, eigene Entwicklung von Firmware, Middleware und Management-Software, Systemintegration bei Unternehmenskunden sowie langfristige Support- und Update-Verträge. Identiv agierte überwiegend im B2B-Segment und adressierte staatliche Behörden, Healthcare-Einrichtungen, Industrieunternehmen, Finanzdienstleister sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen. Der ökonomische Hebel lag in der Skalierbarkeit der Plattformen und in standardisierten, aber stark regulierten Einsatzfeldern. Cross-Selling-Potenziale ergaben sich, wenn Kunden physische Zutrittskontrolle, Smart-Card-Authentifizierung und IoT-Security aus einer Hand konsolidierten. Margenpotenzial bestand insbesondere in lizenzbasierten Softwarekomponenten und in hochspezialisierten RFID- und NFC-Lösungen. Nach dem Verkauf wesentlicher Vermögenswerte und Geschäftsbereiche, darunter der Bereich Secure Networks, wird das künftige Profil des Geschäftsmodells neu definiert; frühere Erlöstreiber sind daher nur eingeschränkt als Beschreibung der aktuellen Struktur geeignet und geben eher die historische als die künftige Aufstellung wieder.

Mission und strategische Leitlinien

Die Mission von Identiv zielte traditionell darauf ab, physische und digitale Räume durch vertrauenswürdige Identitäten zu sichern. Das Unternehmen verstand sich als Enabler sicherer digitaler Transformation, bei der Gebäudezugang, Geräteauthentifizierung und Datenkommunikation kryptografisch abgesichert werden. Strategisch verfolgte das Management mehrere Leitlinien: Stärkung der Position als vertrauenswürdiger Sicherheitsanbieter in regulierten Märkten, Ausbau von Lösungen für das Internet der Dinge, insbesondere für Tracking, Asset-Management und Supply-Chain-Transparenz, Fokussierung auf interoperable, standardkonforme Technologien, um Integrationen in bestehenden IT- und OT-Landschaften zu erleichtern, sowie selektive Partnerschaften mit Systemintegratoren, Technologiepartnern und Distributoren, um Reichweite und Projektvolumen zu erhöhen. Diese Mission implizierte eine langfristige Ausrichtung auf Compliance-getriebene Nachfrage und auf Kunden, die hohe Anforderungen an Verfügbarkeit, Zertifizierung und Cyber-Resilienz stellten. Mit der laufenden strategischen Neuausrichtung nach den jüngsten Portfoliotransaktionen, einschließlich der Veräußerung des Secure-Networks-Geschäfts, kann sich die konkrete Ausgestaltung dieser Leitlinien ändern, auch wenn Sicherheit und Identität weiterhin zentrale Themen bleiben dürften.

Produkte und Dienstleistungen

Das Produktportfolio von Identiv ließ sich über viele Jahre grob in die Bereiche Zutrittskontrolle und Videoüberwachung, Identitätsmanagement und Smart Credentials sowie RFID-, NFC- und IoT-Lösungen gliedern. Zentrale Bausteine waren:
  • Zutrittskontrollsysteme: Controller, Lesegeräte, Türmodule und Management-Software für den elektronischen physischen Zugang zu Gebäuden und Anlagen.
  • Video- und Sicherheitsmanagement: Software-Plattformen zur Integration von Videokameras, Zutrittskontrolle und Alarmsystemen in einer einheitlichen Managementoberfläche.
  • Smart Cards und Credentials: Sicherheitsausweise, Smart Cards, Token und zugehörige Middleware für Authentifizierung, Single Sign-on und sichere Login-Prozesse.
  • RFID- und NFC-Tags: High-Frequency- und Ultra-High-Frequency-Transponder für Supply-Chain-Tracking, Zugangssysteme, Markenschutz und Konsumgüteranwendungen.
  • IoT-Security-Lösungen: Komponenten und Plattformen für die sichere Identifikation und Authentifizierung von vernetzten Geräten.
  • l>Ergänzend bot Identiv Dienstleistungen wie Systemdesign, Implementierungsunterstützung, technische Beratung, Wartungsverträge und regelmäßige Software-Updates an. Der Serviceanteil erhöhte die Bindung zu Unternehmenskunden und unterstützte wiederkehrende Erlöse, blieb jedoch technologisch eng an die Hardware- und Plattformbasis gekoppelt. Durch jüngste Veräußerungen von Geschäftsbereichen, unter anderem im Bereich Secure Networks, hat sich der Umfang dieses Portfolios verändert; einzelne der genannten Produktlinien wurden an andere Marktteilnehmer übertragen oder stehen zur Disposition, sodass die historische Aufstellung nicht mehr vollständig der aktuellen Produktlandschaft entspricht und nur noch eingeschränkt als Beschreibung der heutigen Struktur herangezogen werden kann.

Business Units und operative Struktur

Die Aktivitäten von Identiv waren über längere Zeit in zwei Hauptbereiche unterteilt: physische Sicherheitslösungen und Identitätstechnologien einschließlich RFID. Die physische Sicherheitseinheit bündelte Zutrittskontrolle, Videoüberwachung und integrierte Sicherheitsplattformen. Diese Sparte adressierte insbesondere Behörden, Bildungseinrichtungen, kritische Infrastrukturbetreiber und Unternehmen mit hohen Compliance-Anforderungen. Die Identitätstechnologie- und RFID-Einheit konzentrierte sich auf Smart Credentials, sichere Chips sowie RFID- und NFC-Tags für industrielle und kommerzielle Anwendungen. Schwerpunkte lagen auf Lieferketten-Transparenz, Produktverifizierung und kontaktloser Interaktion. Diese Struktur ermöglichte eine differenzierte Marktbearbeitung: einerseits projektorientierte Sicherheitsinstallationen, andererseits volumentreibende Tag- und Credential-Lieferungen. Synergien ergaben sich in gemeinsamen Technologieplattformen, kryptografischer Expertise und gemeinsamen Vertriebskanälen in sicherheitsaffinen Branchen. Nach dem Verkauf wesentlicher Vermögenswerte und Geschäftsbereiche, unter anderem des Secure-Networks-Segments, befindet sich die operative Struktur jedoch im Wandel und weicht von dieser historisch gewachsenen Zweiteilung ab; offiziell kommunizierte künftige Segmentstrukturen liegen zum jetzigen Zeitpunkt nur in vorläufiger Form vor und können sich weiter verändern.

Alleinstellungsmerkmale und technologische Burggräben

Identiv versuchte, sich über integrierte Sicherheitsarchitekturen und Spezialisierung im IoT-Security-Segment zu differenzieren. Wichtige potenzielle Alleinstellungsmerkmale waren die Kombination aus physischer Zutrittskontrolle, digitaler Identität und RFID-Technologie in einem Portfolio, der Fokus auf hochregulierte Märkte mit erhöhten Zertifizierungsanforderungen sowie langjährige Erfahrung im Smart-Card- und Identitätsmanagement-Umfeld. Technologische Burggräben entstanden vor allem durch sicherheitszertifizierte Hardware-Designs, Know-how in Verschlüsselung und Sicherheitsprotokollen, proprietäre Software-Plattformen für Integrations- und Managementfunktionen sowie Integrationskosten und Wechselbarrieren bei Unternehmenskunden, deren sicherheitskritische Infrastruktur tief in bestehenden Prozessen eingebettet ist. Diese Moats waren allerdings eher graduell als absolut. Sie beruhten auf Komplexität, Compliance und langfristigen Kundenbeziehungen, weniger auf unüberwindbaren Patentschranken. Angesichts der jüngsten strategischen Veränderungen und Portfoliobereinigungen, inklusive des Verkaufs von Secure Networks, ist zu beachten, dass einige dieser früheren Differenzierungsmerkmale nicht mehr im gleichen Umfang im Unternehmen gebündelt sind wie zuvor und teilweise nur noch bestimmte Teilsegmente betreffen.

Wettbewerbsumfeld und Marktposition

Identiv agierte in stark fragmentierten Märkten für Sicherheits- und IoT-Lösungen. Im Bereich der physischen Zutrittskontrolle konkurrierte das Unternehmen mit globalen Sicherheitskonzernen, spezialisierten Zutrittsanbietern und Herstellern von Gebäudeautomation. Im Segment Identitätsmanagement und Smart Credentials standen zudem Anbieter von Smart-Card-, Token- und Authentifizierungslösungen im Wettbewerb. Im RFID- und IoT-Bereich traf Identiv auf etablierte Halbleiterhersteller, Tag-Produzenten und Systemintegratoren, die End-to-End-Tracking- und Asset-Management-Systeme anboten. Die Wettbewerbsintensität war hoch, Produktlebenszyklen unterlagen dem technologischen Fortschritt und Preisdruck auf Standardkomponenten war strukturell gegeben. Identiv versuchte, durch Spezialisierung, Partnerschaften und fokussierte Anwendungen eine Nischenposition einzunehmen, die nicht ausschließlich über den Preis definiert wurde. Dennoch blieb die Verhandlungsmacht großer Kunden und Integratoren ein strukturelles Risiko für Margen und Projektpipeline. Durch den Verkauf wesentlicher Geschäftsbereiche und Vermögenswerte, darunter des Secure-Networks-Geschäfts, hat sich die Marktposition zuletzt grundlegend verändert und ist stärker von der laufenden Neuausrichtung abhängig als vom früheren, breit diversifizierten Auftritt im Sicherheits- und IoT-Ökosystem; aktuelle Aussagen zur Marktposition müssen deshalb vor dem Hintergrund dieser Übergangsphase interpretiert werden.

Management, Governance und Strategieumsetzung

Das Management von Identiv setzte nach außen über viele Jahre auf eine Strategie der Fokussierung und Portfolio-Straffung. Historisch war das Unternehmen durch Restrukturierungen, strategische Neuausrichtungen und Portfoliobereinigungen geprägt. Die Führung legte Wert auf Konzentration auf Kernmärkte mit stabiler Nachfrage nach Sicherheits- und Identitätslösungen, Ausbau von wiederkehrenden Erlösen über Software, Services und abonnementbasierte Modelle sowie operative Effizienz, insbesondere in Beschaffung, Fertigung und Logistik, um dem Preisdruck im Hardwarebereich zu begegnen. Für konservative Anleger war neben der technologischen Kompetenz die Kontinuität und Glaubwürdigkeit des Managements entscheidend. Die Fähigkeit, die strategische Fokussierung durchzuhalten, Investitionen zielgerichtet zu priorisieren und gleichzeitig die Bilanzrisiken zu begrenzen, beeinflusste die langfristige Stabilität wesentlich. Da Identiv in dynamischen Technologiemärkten agierte, erforderte die Strategieumsetzung eine Balance zwischen Innovation, Kostenkontrolle und solider Governance. In den vergangenen Jahren kam es zu weiteren Veränderungen im Management sowie zu bedeutenden Portfolio-Entscheidungen wie der Veräußerung des Secure-Networks-Segments. Die aktuelle Governance-Situation und strategische Prioritätensetzung werden daher stärker durch diese jüngsten Beschlüsse und potenzielle weitere Portfolioanpassungen geprägt als durch die längerfristig verfolgte historische Agenda.

Branchen- und Regionalanalyse

Identiv war überwiegend in Nordamerika und Europa aktiv und folgte dort der wachsenden Nachfrage nach Sicherheits- und IoT-Lösungen. Die adressierten Branchen umfassten öffentliche Verwaltung und Behörden, kritische Infrastrukturen, Bildung, Gesundheitswesen, Finanzsektor, industrielle Fertigung und Logistik. Die Treiber dieser Märkte waren zunehmende Regulierung von Datenschutz, physischer Sicherheit und Cybersecurity, Modernisierung veralteter Zutritts- und Überwachungssysteme, Ausbau des Internet der Dinge mit Bedarf an sicherer Geräte-Identität sowie steigende Anforderungen an Nachverfolgbarkeit und Transparenz in Lieferketten. Die Sicherheitsbranche weist grundsätzlich eine gewisse Krisenresilienz auf, da Investitionen in Schutz und Compliance häufig nicht zyklisch vollständig zurückgefahren werden. Gleichzeitig ist die Branche technologisch getrieben, mit kurzen Innovationszyklen und hoher Abhängigkeit von IT- und Netzwerkstandards. Regional profitierte Identiv von etablierten Sicherheits- und Compliance-Rahmen in den USA und Europa, war aber auch regulatorischen Änderungen und möglichen Budgetrestriktionen im öffentlichen Sektor ausgesetzt. Nach den jüngsten Veräußerungen, unter anderem im Bereich Secure Networks, und der strategischen Neuausrichtung kann sich die regionale und sektorale Schwerpunktsetzung des Unternehmens künftig verändern, auch wenn Sicherheit und Identität voraussichtlich Kernfelder bleiben. Konkrete Angaben zur zukünftigen regionalen Verteilung stehen unter dem Vorbehalt weiterer Managemententscheidungen.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Identiv entstand aus einem über Jahre hinweg veränderten Unternehmensverbund im Bereich Smart Cards, Sicherheitstechnologie und Identitätsmanagement. Die Gesellschaft durchlief mehrere Namens- und Strukturänderungen, bei denen nicht zum Kerngeschäft passende Aktivitäten abgestoßen und Sicherheitstechnologien in den Vordergrund gestellt wurden. Übernahmen ergänzten das Portfolio um Zutrittskontrollsysteme, Video-Management und RFID-Tags, während andere Sparten restrukturiert oder veräußert wurden. Diese Historie erklärt die frühere Positionierung als fokussierter Anbieter von Sicherheits- und Identitätslösungen. Sie impliziert aber auch, dass die Unternehmensentwicklung von strategischen Wendepunkten und Anpassungsprozessen geprägt war. In jüngerer Zeit kamen weitere Wendepunkte hinzu, da wesentliche Geschäftsbereiche und Vermögenswerte, einschließlich des Secure-Networks-Segments, verkauft wurden und sich das Unternehmen erneut in einer Phase der strategischen Neuaufstellung befindet, deren endgültige Ausgestaltung noch nicht vollständig absehbar ist.

Besonderheiten und technologische Schwerpunkte

Eine Besonderheit von Identiv lag lange in der Verbindung von physischer Sicherheitsinfrastruktur mit IoT- und RFID-Lösungen. Das Unternehmen deckte damit sowohl klassische Gebäude- und Zugangsszenarien als auch digitale Anwendungsfälle wie Produktverfolgung und Geräteidentität ab. Technologisch stützte sich Identiv auf kryptografisch abgesicherte Smart Credentials, Interoperabilität mit gängigen Zutritts- und Netzwerkinfrastrukturen, spezialisierte RFID-Designs für anspruchsvolle Umgebungen sowie softwaregestützte Management-Plattformen mit Integrationsfähigkeit in Drittsysteme. Außerdem fokussierte Identiv Branchen, in denen Robustheit, Zuverlässigkeit und Compliance wichtiger waren als reine Kostenführerschaft. Damit sprach das Unternehmen insbesondere Kunden an, die langfristige Sicherheitsarchitekturen aufbauten und regulatorische Anforderungen in den Vordergrund stellten. Die gleichzeitige Präsenz in Hardware, Embedded Software und Management-Applikationen erhöhte allerdings die Komplexität von Produktentwicklung und Support. Durch die Veräußerung zentraler Geschäftsbereiche, darunter des Secure-Networks-Segments, sind einige dieser früheren technologischen Schwerpunkte heute nicht mehr im gleichen Umfang innerhalb von Identiv gebündelt und verschieben sich stärker in Richtung der verbleibenden Kernfelder des Unternehmens.

Chancen für konservative Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers ergaben sich historisch Chancen vor allem aus strukturellen Trends in den Bereichen Sicherheit, Compliance und Internet der Dinge. Mögliche positiven Faktoren waren die wachsende Bedeutung von physischer und digitaler Sicherheit für Unternehmen und Behörden, zunehmende Regulierung und Compliance-Anforderungen, die Investitionen in Zutrittskontrolle, Identitätsmanagement und IoT-Security verstetigen konnten, die Spezialisierung von Identiv auf Nischen, in denen Verlässlichkeit, Zertifizierung und Integrationstiefe geschätzt wurden, Potenzial für höhere Wertschöpfung über Software, Services und wiederkehrende Erlöse sowie die Möglichkeit, durch Partnerschaften und selektive Akquisitionen das Lösungsportfolio zu verbreitern. Langfristig konnten diese Faktoren eine stabilere Nachfragebasis und eine stärkere Verankerung in kritischen Infrastrukturen unterstützen. Vor dem Hintergrund der jüngsten strategischen Neuausrichtung, der Veräußerung bedeutender Vermögenswerte wie des Secure-Networks-Segments und der damit einhergehenden Konzentration auf ein verändertes Portfolio ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich die künftigen Chancen stärker an der neuen Unternehmensstruktur und etwaigen neu definierten Geschäftsfeldern orientieren werden und weniger an der früheren Rolle als umfassender Anbieter integrierter Sicherheits- und IoT-Infrastruktur.

Risiken und Bewertung aus konservativer Perspektive

Dem standen und stehen substanzielle Risiken gegenüber, die für konservative Anleger besonders relevant sind. Zentrale Risikofelder umfassten und umfassen:
  • Technologierisiko: Schnelle Innovationszyklen in Zutrittskontrolle, RFID, NFC und IoT-Security erfordern hohe und kontinuierliche F&E-Investitionen. Technologische Fehlentscheidungen oder Verzögerungen können Marktanteile kosten.
  • Wettbewerbsdruck: Präsenz großer Sicherheitskonzerne und Halbleiterhersteller mit signifikant größeren Ressourcen begrenzt die Preissetzungsmacht und kann Margen unter Druck setzen.
  • Kunden- und Projektkonzentration: Größere Projekte im öffentlichen Sektor oder bei Großkunden bergen das Risiko von Verschiebungen, Budgetkürzungen oder Ausschreibungsniederlagen.
  • Regulatorische Abhängigkeit: Veränderungen in Sicherheits-, Datenschutz- oder Beschaffungsrichtlinien können Nachfrage verschieben oder Zertifizierungen entwerten.
  • Operative Komplexität: Die gleichzeitige Tätigkeit in mehreren Technologie- und Produktlinien erhöht die Anforderungen an Lieferkettenmanagement, Qualitätssicherung und Cybersecurity der eigenen Produkte.
  • l>Für konservative Anleger bedeutet dies, dass ein Engagement im Umfeld von Identiv mit sektorüblichen, aber ausgeprägten Technologie- und Wettbewerbsrisiken verbunden ist. Hinzu kommt, dass die jüngsten Portfoliotransaktionen, einschließlich des Verkaufs des Secure-Networks-Segments, und die damit verbundene Neuausrichtung zusätzliche Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Ertragsquellen, der strategischen Positionierung und der operativen Struktur mit sich bringen. Eine explizite Anlageempfehlung lässt sich auf Basis dieser qualitativen Analyse nicht ableiten.
Stand: Mai 2026
Hinweis

Identiv Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

Identiv Kursziel 2026

  • Die Identiv Kurs Performance für 2026 liegt bei +3,91%. Die Performance der Benchmark Nasdaq Composite Index liegt bei +11,56%. Underperformance: Die Identiv Kurs Performance ist um -7,66 Prozentpunkte niedriger als die Performance des Nasdaq Composite Index.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 80,08 Mio. €
Aktienanzahl 23,62 Mio.
Streubesitz 32,40%
Währung EUR
Land USA
Sektor Industrie
Branche Baumaterialien
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+12,04% Bleichroeder LP
+4,99% Vanguard Group Inc
+4,49% Royce & Associates, LP
+3,08% Essex Investment Management Company, LLC
+3,07% Harbert Fund Advisors Inc
+2,22% Springbok Capital Management, LLC
+2,05% Pillsbury Lake Capital LLC
+1,71% AIGH Capital Management, LLC
+1,57% Peapod Lane Capital LLC
+1,30% BlackRock Inc
+1,09% Renaissance Technologies Corp
+1,01% Geode Capital Management, LLC
+0,98% Legato Capital Management LLC
+0,87% Dimensional Fund Advisors, Inc.
+0,70% BOOTHBAY FUND MANAGEMENT, LLC
+0,48% SEI Investments Co
+0,37% State Street Corp
+0,29% The Goldman Sachs Group Inc
+0,22% Northern Trust Corp
+0,18% Susquehanna International Group, LLP
+24,86% Weitere
+32,40% Streubesitz

Community-Beiträge zu Identiv

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Dauerfrusty
Immer dieselben Shorty-Spielchen
Obwohl bei 2,50 Euro sicherlich ein Ausverkaufskurs vorliegt, versucht ein Traumtänzer, mit Aufträgen über 10 Stück, die er wahrscheinlich auch als Verkäufer selbst bedient, das Kursniveau vielleicht noch auf 2,40 Euro zu drücken, um dann 27.000 Stück zu diesem Kurs einzusammeln. Und das, obwohl doch seit Tagen klar ist, das nur noch die letzten frustrierten ihre SCM-Aktien auch noch bei diesem Niveau verschenken. Hoffentlich kommen bald die Heuschrecken und kaufen den Laden als Ganzes auf, aber zu einem besseren als dem aktuellen Kursniveau, und ohne, dass die aktuellen Kursdrücker noch einsteigen konnten.... Kurs Brief Stück 2,90 1.000 2,86 200 2,80 470 2,78 2.000 2,70 1.200 2,65 300 2,59 2.000 2,58 1.300 2,54 841 2,52 775 Quelle: [URL]http://aktienkurs-orderbuch.finanznachrichten.de/SMY.aspx[/URL] 90 2,47 1.200 2,46 1.860 2,45 2.000 2,42 670 2,41 26.995 2,40 3.000 2,39 250 2,38 2.500 2,36 1.000 2,30 Summe Aktien im Kauf Verhältnis Summe Aktien im Verkauf 39.565 1:0,25 10.086
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Dauerfrusty
Erstes Terminal für Gesundheitskarte
PRESSEMITTEILUNG eHealth 100 erfüllt Voraussetzungen für Anwendungen mit der elektronischen Gesundheitskarte und dem Heilberufsausweis SCM Microsystems liefert erstes Gesundheitskartenterminal der neuen Generation Ismaning, 29. Mai 2006 – SCM Microsystems, Inc. (NASDAQ: SCMM, Prime Standard: SMY), ein führender Anbieter von Lösungen für den gesicherten Zugang zur digitalen Welt, bietet als erster Hersteller ein Chipkartenterminal an, das alle Anforderungen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und des Heilberufsausweises (HBA) für den sicheren Umgang mit schutzwürdigen Daten erfüllt. Das eHealth 100 ist das erste Gesundheitskartenterminal, das den Anforderungen der so genannten SICCT-Spezifikation (Secure Interoperable Chip Card Terminal) entspricht. Die SICCT-Spezifikation ist ein Anforderungskatalog für Anwendungen in der deutschen Gesundheitstelematik, der von TeleTrusT e.V. in enger Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (gematik) erstellt wurde. Die gematik ist unter anderem für die Entwicklung der Telematikinfrastruktur verantwortlich, über die zukünftig bundesweit alle Arztpraxen, Apotheken, Krankenhäuser, andere medizinische Einrichtungen und Versicherungsträger miteinander vernetzt werden. Derzeit wird das Chipkartenterminal von SCM Microsystems von der gematik getestet. Alle Komponenten, die bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte zum Einsatz kommen werden, müssen sich dieser Prüfung unterziehen, ehe sie in praktischen Anwendertests mit Test- und später mit Echtdaten in den ausgewählten Modell- und Testregionen zum Einsatz kommen. Dies betrifft unter anderem die elektronische Gesundheitskarte für die Versicherten, den Heilberufsausweis (HBA) für die Ärzte, den Konnektor, die Chipkartenterminals sowie die Fachanwendungen. „Wir sind stolz darauf, dass unser eHealth 100 als erstes Gesundheitskartenterminal die Anforderungen erfüllt, um bei der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte eingesetzt zu werden“, sagte Robert Schneider, CEO von SCM Microsystems. „Damit stellt SCM Microsystems ein weiteres Mal seine Vorreiterrolle bei der Entwicklung neuer Technologien unter Beweis“, so Schneider weiter. SCM Microsystems wird sein Gesundheitskartenterminal auf der ITeG 2006 vom 30. Mai bis 1. Juni 2006 (Halle 4.1, Stand A18) in Frankfurt/ Main präsentieren. Der Markt für das deutsche Gesundheitskartenterminal: Im Zuge der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in Deutschland müssen alle Arzt- und Zahnarztpraxen, Krankenhäuser und Apotheken mit mindestens einem Gesundheitskartenterminal ausgestattet werden. Somit stellen etwa 188 000 Ärzte und Zahnärzte, 2 200 Krankenhäuser, 21 000 Apotheken und knapp 270 Krankenkassen* den Gesamtmarkt dar, welchen SCM und seine Partner sich zu erschließen suchen. *Quelle: www.die-gesundheitskarte.de P.S. Kommen jetzt wohl bessere Zeiten, oder zumindest die Heuschrecken, die den Laden komplett für einen Appel und ein Ei noch schnell billig aufkaufen? Der heutige Xetra- bzw. Parkett-Handel in Frankfurt erinnert eher ein einen tiefen Dornröschenschlaf bei den festgestellten Kursen, auch wenn in den letzten Tagen siche zwischen der Nachfrage nach SCM-Aktien und dem Verkäuferstreik ein krasses Missverhältnis herausgebildet hat.
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Pilgervater
...ebenso...
...und prompt steigt sie wieder, große Zahlen im Bid! Viel Erfolg allen, die drin geblieben sind!
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Verdampfer
Schade,raus und aus die Maus. :)
Gibt ja noch genug AGs im Angebot. ;) Mit nem kleinen Plüschen hier noch rausgekommen. Hatte mich heute morgen schon für´s switchen in die ROHWEDDER AG AKTIEN O.N. entschieden. Morgen früh wird da nochmal verbilligt. ;) ...be happy and smile
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Häufig gestellte Fragen zur Identiv Aktie und zum Identiv Kurs

Der aktuelle Kurs der Identiv Aktie liegt bei 3,36826 €.

Für 1.000€ kann man sich 296,89 Identiv Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Identiv Aktie lautet INVE.

Die 1 Monats-Performance der Identiv Aktie beträgt aktuell -22,37%.

Die 1 Jahres-Performance der Identiv Aktie beträgt aktuell 21,65%.

Der Aktienkurs der Identiv Aktie liegt aktuell bei 3,36826 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -22,37% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Identiv eine Wertentwicklung von 21,65% aus und über 6 Monate sind es 10,22%.

Das 52-Wochen-Hoch der Identiv Aktie liegt bei 5,30 $.

Das 52-Wochen-Tief der Identiv Aktie liegt bei 3,08 $.

Das Allzeithoch von Identiv liegt bei 1.650,00 $.

Das Allzeittief von Identiv liegt bei 0,10 $.

Die Volatilität der Identiv Aktie liegt derzeit bei 76,20%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Identiv in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 80,08 Mio. €

Insgesamt sind 23,8 Mio Identiv Aktien im Umlauf.

Bleichroeder LP hält +12,04% der Aktien und ist damit Hauptaktionär.

Am 27.05.2014 gab es einen Split im Verhältnis 10:1.

Am 27.05.2014 gab es einen Split im Verhältnis 10:1.

Identiv hat seinen Hauptsitz in USA.

Identiv gehört zum Sektor Baumaterialien.

Das KGV der Identiv Aktie beträgt -5,05.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Identiv betrug 26.628.000 $.

Die nächsten Termine von Identiv sind:
  • 30.06.2026 - Quartalsmitteilung

Nein, Identiv zahlt keine Dividenden.