Fielmann bestätigt die Prognose: Darum fällt die Aktie trotzdem
Nach Kursgewinnen von 30 Prozent im laufenden Jahr legen die Papiere von Brillen-Riese Fielmann eine Verschnaufpause ein. Analysten machen ein schwieriges Marktumfeld für die fehlende Dynamik verantwortlich.
Fielmann hat mit seinem Halbjahresbericht 2025 die Jahresprognose bestätigt – und Anleger am Donnerstag trotzdem enttäuscht. Der Zuwachs bei Umsatz und Gewinn geht jedoch vor allem auf die Übernahme der US-Kette Shopko Optical zurück, die seit Herbst 2024 konsolidiert wird. Allein dadurch legten die Erlöse um 7,9 Prozent zu. Das Absatzwachstum bleibt dagegen schwach: Stückzahlen stiegen im ersten Halbjahr nur um 4,1 Prozent, im Kernmarkt DACH hauptsächlich durch Preiserhöhungen und eine veränderte Produktmischung.
Die Aktie fällt am Donnerstagvormittag mehr als 5 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 2 Monaten und zählt damit zu den schlechtesten Werten im SDAX.
Operativ profitierte Fielmann von einer niedrigeren Personalkostenquote, die Bruttomarge blieb nahezu stabil. Für 2025 peilt das Management weiterhin Umsätze von bis zu 2,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBITDA von rund 580 Millionen Euro an – mit einer Marge von 24 Prozent. Analyst Thilo Kleibauer von Warburg Research sieht das Unternehmen damit "auf Kurs für ein spürbares Gewinnwachstum".
Allerdings bleibt das Marktumfeld schwierig. Das EBITDA-Wachstum speist sich derzeit aus Zukäufen, Preisanpassungen und Einsparungen – nicht aus organischer Nachfrage. Kleibauer warnt, dass das Margenpotenzial begrenzt sei und die ehrgeizigen Mittelfristziele wohl weitere Übernahmen in den USA erfordern.
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