Die Deutsche Bank hat im vierten Quartal 2025 ein starkes Ausrufezeichen gesetzt und die Erwartungen des Marktes klar übertroffen. Europas größtes Geldhaus profitierte von einem außergewöhnlich starken Handelsgeschäft, sinkenden Kosten und rückläufigen Kreditausfällen.
Rekordgewinne übertreffen Analystenschätzungen
Im Schlussquartal erzielte die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) einen den Aktionären zurechenbaren Nettogewinn von 1,3 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt lediglich 1,12 Milliarden Euro erwartet. Der Gewinn vor Steuern belief sich auf rund 2,0 Milliarden Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 583 Millionen Euro.
Die Konzernerträge erreichten 7,73 Milliarden Euro und lagen damit nahezu punktgenau auf der von LSEG ermittelten Konsensschätzung. Auf Jahressicht stiegen die Erlöse um 7,1 Prozent. Das Ergebnis je Aktie nach GAAP lag bei 0,76 Euro und übertraf die Markterwartung um 0,21 Euro.

Werbung
| Strategie | | Hebel |
|
Steigender Kurs
|
Call
|
5
|
10
|
20
|
|
Fallender Kurs
|
Put
|
5
|
10
|
20
|
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier:
DE000NB24TF5
,
DE000NB39T22
,
DE000NB4N8T9
,
DE000NB4ZCD0
,
DE000NB4EVY1
,
DE000NB40LM4
. Bitte
informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die
weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Investmentbank treibt Ergebnis – Kosten deutlich gesenkt
Treiber des Quartalsergebnisses war erneut die Investmentbank. Vor allem das Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren und Währungen verzeichnete laut Finanzvorstand James von Moltke "fantastische Rekordjahre". Auch die Vermögensverwaltungstochter DWS sowie das Privatkundengeschäft legten kräftig zu.
Demgegenüber blieb das Geschäft mit Börsengängen und Kapitalmarkttransaktionen 2025 hinter den Vorjahreswerten zurück. Von Moltke sprach von einem "etwas schwächeren Jahr" für die Unternehmensaktivitäten, zeigte sich jedoch optimistisch für 2026 und verwies auf eine wachsende IPO-Pipeline.
Auf der Kostenseite erzielte das Institut deutliche Fortschritte: Die Nichtzinsaufwendungen sanken im vierten Quartal um 15 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf 69 Prozent, nach 86 Prozent im Vorjahresquartal. Der Personalbestand wurde um 451 Vollzeitstellen reduziert.
Geringere Kreditausfälle
Die Risikovorsorge für Kreditausfälle belief sich auf 395 Millionen Euro beziehungsweise 33 Basispunkte der durchschnittlichen Kredite. Damit lag sie sowohl unter der Analystenschätzung als auch unter dem Niveau des Vorquartals. Die Kundeneinlagen stiegen bis Ende 2025 auf 692 Milliarden Euro.
Rekordjahr 2025 und höhere Ausschüttungen geplant
Für das Gesamtjahr 2025 meldete die Deutsche Bank einen Vorsteuergewinn von rund 9,7 Milliarden Euro – den höchsten in der Unternehmensgeschichte. Der Nettogewinn betrug 6,1 Milliarden Euro und lag nur knapp unter dem Rekordwert aus dem Jahr 2007.
Vorstandschef Christian Sewing sieht das Institut "auf dem Weg zu unserem langfristigen Ziel, der europäische Champion zu werden". Die Bank will den Aktionären für 2025 eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vorschlagen, rund 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Zusätzlich wurde eine weitere Aktienrückkaufermächtigung über bis zu 1,0 Milliarde Euro gesichert.
Ermittlungen wegen Geldwäsche belasten
Überschattet wird die Bilanzvorlage von einer Razzia bei der Deutschen Bank. Am Tag vor der Veröffentlichung der Zahlen durchsuchten Ermittler Büros in Frankfurt und Berlin. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf verspätete oder unterlassene Geldwäsche-Verdachtsmeldungen im Zusammenhang mit früheren Kundenbeziehungen aus den Jahren 2013 bis 2018.
Das schlägt sich auch auf die Aktie nieder: Die Papiere der Deutsche Bank geben am Donnerstagmorgen um 2,1 Prozent nach und notieren im frühen Handel bei 32,18 Euro.
Autor: Ariva-Redaktion/pg
