Continental-Werk in Hannover
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ROUNDUP: Conti dank Sparkurs für Autozulieferung optimistischer - Kurs sackt ab

HANNOVER (dpa-AFX) - Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental (Continental Aktie) geht dank des Sparkurses mit Tausenden Stellenstreichungen für dieses Jahr von einer gewissen Erholung der Profitabilität in seinem Autozuliefergeschäft aus. "Unsere Kosten- und Effizienzmaßnahmen wirken", sagte Finanzchef Olaf Schick am Dienstag laut Mitteilung. "Das ist entscheidend, denn von Marktseite rechnen wir auch in diesem Jahr nicht mit Rückenwind."

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Die Hannoveraner haben in der Sparte den Rotstift angesetzt und streichen mehr als 10.000 Stellen in Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung. Im vergangenen Jahr blieb die Autozulieferung letztlich trotz eines Schlussspurts hinter den Erwartungen von Conti und von Analysten zurück. Die Aktie gab kräftig nach.

Das Papier verlor nach Handelsbeginn in einem schwachen Branchenumfeld 8,5 Prozent. Dabei dürften auch die in Kraft getretenen US-Zölle gegen Mexiko eine Rolle spielen, ein wichtiger Standort von Conti für die Produktion auf dem nordamerikanischen Markt.

JPMorgan-Analyst Jose Asumendi sprach von soliden Resultaten, die weitgehend im Einklang mit den Konzernprognosen lägen. Die Kostensenkungen erlaubten in der Autozulieferung im neuen Jahr trotz der herausfordernden Marktsituation zumindest eine Marge auf Vorjahresniveau zu erzielen.

Die Autozulieferung ist seit langem das Sorgenkind des Dax-Konzerns. Das Geschäft soll bis Ende dieses Jahres über einen reinen Spin-Off an der Börse abgespalten werden und daher bis dahin finanziell auf eigenen Füßen stehen. In der jüngeren Vergangenheit musste häufig die lukrative Reifensparte Geld für die Autozulieferung mitverdienen. Diese soll mit dem allgemeinen Industriegeschäft der Kunststofftechniksparte Contitech im Stammkonzern verbleiben. Die Hauptversammlung muss der Abspaltung des Autoteils noch zustimmen.

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In dem nach Umsatz größten Konzernteil mit der Zulieferung von Autoteilen hat der Vorstand den Sparkurs zuletzt noch einmal verschärft. Mit 5.400 Stellenstreichungen in der Verwaltung sollten die jährlichen Kosten bis 2025 bereits um 400 Millionen Euro sinken. Ebenso wegfallen sollen darüber hinaus 4.750 Jobs in Forschung und Entwicklung. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sollen bis 2027 auf weniger als 10 Prozent vom Umsatz fallen.

Die um Sondereffekte bereinigte Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern der Autozuliefersparte soll sich aufgrund des Sparkurses 2025 auf 2,5 bis 4,0 Prozent verbessern. Dabei sind noch keine weitreichenden Zölle auf globaler Ebene eingerechnet. Bei den Aussichten waren Fachleute im Schnitt mit 3,4 Prozent bereits im oberen Bereich der Prognosespanne. Im vergangenen Jahr fiel die bereinigte operative Marge in dem Geschäft zudem trotz einer Verbesserung von 2,0 auf 2,3 Prozent weniger gut aus als von Conti zuletzt selbst erhofft und als von Analysten erwartet. Im Sommer will das Management der in Frankfurt ansässigen Autozuliefersparte den Investoren neue Kurz- und Mittelfristziele vorstellen.

Den Gesamtumsatz taxiert Conti-Vorstandschef Nikolai Setzer 2025 auf 38 bis 41 Milliarden Euro. 2024 war der Erlös um 4,1 Prozent auf 39,7 Milliarden Euro geschrumpft, insbesondere wegen der schlechten Lage in der weltweiten Automobilindustrie. Auch im neuen Jahr sieht der Vorstand eher wenig Schwung von den Märkten. Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen dürfte sich nach einem Rückgang 2024 um ein Prozent auf gut 89 Millionen Fahrzeuge nun auch dieses Jahr verhalten entwickeln, Conti rechnet mit minus einem bis plus einem Prozent. Immerhin dürfte es im wichtigen Reifenersatzgeschäft eine positive Entwicklung von bis zu 2 Prozent Plus geben.

Die Profitabilität im Konzern stieg 2024 um 0,7 Prozentpunkte auf 6,8 Prozent und fiel damit etwas besser als von Analysten erwartet aus. Im neuen Jahr soll die operative Marge des Gesamtkonzerns zwischen 6,5 und 7,5 Prozent liegen.

Der Gewinn unterm Strich blieb aufgrund von Steuereffekten mit 1,2 Milliarden Euro nur auf Vorjahresniveau. Die Dividende soll allerdings von 2,20 auf 2,50 Euro steigen./men/mne/jha/

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