Tesla verliert in Europa weiter Marktanteile – BYD dreht auf

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Ein Tesla-Ladegerät.
©Tesla Inc.
CEO Elon Musk sieht sich in Europa weiterhin mit sinkenden Verkaufszahlen konfrontiert. Während Tesla schwächelt, erlebt BYD ein rasantes Wachstum. Was bedeutet das für den Elektromarkt und Teslas Zukunft?
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Tesla erlebte im Januar einen weiteren Rückgang seiner Verkaufszahlen in Europa. Zum 13. Mal in Folge gingen die Neuzulassungen des US-Elektrofahrzeugherstellers zurück. Laut Daten der Branchenlobby ACEA (European Automobile Manufacturers Association) fielen die Tesla-Neuzulassungen auf 8.075 Fahrzeuge, was einem Rückgang von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Der Marktanteil von Tesla im europäischen Raum sank auf 0,8 Prozent, im Vergleich zu 1 Prozent im gleichen Monat des Vorjahres.

"Das ist ein sehr schwacher Start ins Jahr für Tesla", sagte Rico Luman, Senior Sector Economist bei ING, gegenüber CNBC. Er erklärte, dass sich das Image von Tesla in Europa im vergangenen Jahr verschlechtert habe. Zudem seien mittlerweile viele neue, erschwingliche Elektrofahrzeuge von Herstellern wie BYD, MG und ZEEKR auf den Markt gekommen, während Tesla keine neuen Modelle präsentierte.

Ein weiterer Faktor sei Teslas Fokus auf autonomes Fahren, statt neue Modelle einzuführen oder die Palette an Massenmodellen zu erweitern. Luman verwies zudem darauf, dass viele Tesla-Fahrzeuge der ersten Generation auf den Gebrauchtwagenmarkt kamen, was die Preise drückte.

Werte aus dem Artikel:
Tesla Aktie 332,50 € -3,31%
BYD Aktie 7,789 € -4,22%

Seit Jahresbeginn hat das Unternehmen bereits rund 13 Prozent an Börsenwert verloren.

Im Gegensatz zu Tesla verzeichnete der chinesische Elektrofahrzeughersteller BYD einen starken Anstieg. Laut ACEA-Daten stiegen die Neuzulassungen des Unternehmens im Januar um 165 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 18.242 Fahrzeuge. BYD konnte seinen Marktanteil in Europa auf 1,9 Prozent mehr als verdoppeln, von 0,7 Prozent im Januar 2025.

Michael Field, Chef-Aktienstratege bei Morningstar, erklärte, dass der Kostenvorteil von chinesischen Herstellern wie BYD für Tesla und europäische Autohersteller ein großes Problem darstelle.

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"Der Kostenvorteil aufgrund der strukturell niedrigeren Arbeitskosten in China wird vermutlich auch in fünf Jahren nicht vollständig aufgeholt werden können", sagte er. Dennoch gebe es positive Nachrichten:

"Europäische Autohersteller und Tesla lernen dazu, die Kostenlücke schließt sich langsam. Diese Unternehmen bringen mehr Modelle zu niedrigeren Preisen auf den Markt, was helfen sollte, den Verlust von Marktanteilen zu verringern."

Insgesamt sanken die Fahrzeugzulassungen in der Europäischen Union, Großbritannien und den EFTA-Staaten im Januar um 3,5 Prozent auf 961.382 Fahrzeuge. Die Zulassungen von Benzinfahrzeugen fielen um etwa 26 Prozent, während batterieelektrische Fahrzeuge, Plug-in-Hybride und Hybridfahrzeuge um fast 14 Prozent, 32 Prozent bzw. 6 Prozent zulegten.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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