LONDON (dpa-AFX) - Der Zigarettenkonzern British American Tobacco (British American Tobacco Aktie) (BAT) hat im ersten Halbjahr mehr erlöst als im Vorjahr. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 1,4 Prozent auf 12,2 Milliarden britische Pfund (knapp 14,3 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Während das klassische Geschäft weiterhin unter Druck stand, wuchs der Bereich mit Zigarettenalternativen.
Für dich zusammengefasst:
British American Tobacco erzielte 12,2 Milliarden Pfund Umsatz.
Der operative Gewinn wuchs um 2,5 Prozent auf 5,4 Milliarden Pfund.
Der Überschuss für Anteilseigner fiel um 30 Prozent auf 3,2 Milliarden Pfund.
Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn der Briten legte um 2,5 Prozent auf gut 5,4 Milliarden Pfund zu. Ohne das Kanada-Geschäft ergibt sich ein Gewinnanstieg um 3,5 Prozent auf 5,3 Milliarden Pfund. BAT rechnet Kanada auch bei der Gewinnprognose heraus, denn das Unternehmen muss in dem Land erzielte Gewinne für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten aufwenden. Die Aktie gab zuletzt im Londoner Handel um rund 2,9 Prozent nach.
Für James Edwardes Jones von der kanadischen Bank hat der Tabakkonzern im ersten Halbjahr gut abgeschnitten. Sorge bereite allerdings weiterhin die Marge. Der Aktienkurs fiel bis zum frühen Nachmittag um 2,7 Prozent.
Den Ausblick für das laufende Jahr bestätigte der Unternehmenschef Tadeu Marroco. Demnach dürften beim Umsatz und beim bereinigten operativen Gewinn die unteren Enden der mittelfristigen Wachstumsziele erreicht werden. Mittelfristig soll der Umsatz währungsbereinigt jährlich um drei bis fünf Prozent und der bereinigte operative Gewinn um vier bis sechs Prozent zulegen.
Der auf die Anteilseigner entfallende Überschuss ging in den sechs Monaten bis Ende Juni um rund 30 Prozent auf knapp 3,2 Milliarden Pfund zurück. Unter anderem drückten Kosten für den Konzernumbau auf den Gewinn.
Erst vor wenigen Wochen hatte das Unternehmen angekündigt, mit seinem im vergangenen Jahr gestarteten Konzernumbau die Kosten deutlich senken zu wollen. "Wir bauen eine zukunftsfähige Organisation auf, die agiler ist, disziplinierter auf die Kosten achtet und sich auf Technologie stützt", hatte BAT-Chef Marroco Anfang Juni erläutert. Neben einem Stellenabbau sollen auch strategische Partnerschaften dazu beitragen. Insgesamt will das Unternehmen bis Ende 2028 jährlich Kosten in Höhe von etwa 600 Millionen Pfund einsparen.
Das Unternehmen will laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg seine weltweit 47.000 Stellen etwa um ein Fünftel reduzieren. Bis Ende dieses Jahres wolle der Hersteller von Dunhill-Zigaretten rund 5.500 Stellen streichen und weitere 3.500 auslagern. Das Unternehmen selbst hatte dazu keine Angaben gemacht.
British American Tobacco hat in vielen seiner Märkte mit einer sinkenden Nachfrage nach traditionellen Zigaretten zu kämpfen und muss gleichzeitig in Nikotinalternativen investieren. Wie ihr Konkurrent Philip Morris International Inc. wollen die Briten mehr als die Hälfte ihrer Erlöse mit alternativen Nikotinprodukten wie Vuse-E-Zigaretten und Velo-Nikotinbeuteln erzielen./mne/nas/mis
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