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Trump bei Xi in Peking: Welche Märkte diese Woche spannend werden

Trump und Xi sprechen über Iran, Taiwan, Künstliche Intelligenz und Seltene Erden. Für Anleger geht es um mehr als Diplomatie: Energiepreise, Zinsen und Rohstoffe stehen auf dem Spiel.
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 BEIJING, CHINA - NOVEMBER 9, 2017: US President Donald Trump (L) and China's President Xi Jinping shake hands at a press conference following their meeting at the Great Hall of the People in Beijing. Artyom Ivanov/TASS Foto: Artyom Ivanov/TASS/dpa
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US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping bereiten ihr erstes persönliches Treffen seit mehr als sechs Monaten vor. Laut US-amerikanischen Regierungsbeamten wollen beide Seiten in Peking über den Iran, Taiwan, Künstliche Intelligenz, Atomwaffen und kritische Mineralien sprechen.

Trump soll am Mittwoch in Peking eintreffen. Die Gespräche sind für Donnerstag und Freitag geplant. Es ist seine erste China-Reise seit 2017. Das Treffen soll die angespannten Beziehungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt stabilisieren.

Im Mittelpunkt steht der Handel

Beide Seiten könnten neue Foren für Investitionen und gegenseitigen Handel ankündigen. China dürfte zudem Käufe bei Boeing, in der US-amerikanischen Landwirtschaft und im Energiesektor in Aussicht stellen.

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Wichtig bleibt die bestehende Waffenruhe im Handelskonflikt. Sie ermöglicht den Export Seltener Erden aus China in die Vereinigten Staaten. Noch ist offen, ob die Vereinbarung schon in dieser Woche verlängert wird. Ein US-amerikanischer Beamter zeigte sich laut Reuters zuversichtlich, dass eine Verlängerung zum passenden Zeitpunkt bekannt gegeben werde.

Auch Iran spielt zentrale Rolle

China ist ein wichtiger Käufer iranischen Öls und unterhält enge Beziehungen zu Teheran. Trump will Peking offenbar dazu bewegen, seinen Einfluss auf den Iran zu nutzen. Ziel ist eine Einigung mit Washington und ein Ende des Konflikts.

Ein amerikanischer Beamter sagte, Trump habe mit Xi bereits mehrfach über Iran und Russland gesprochen. Dabei gehe es um Einnahmen, die China beiden Staaten verschaffe, sowie um Güter mit doppeltem Verwendungszweck und mögliche Waffenexporte.

Taiwan bleibt ein weiterer Streitpunkt. Neu ist der mögliche Dialog über Künstliche Intelligenz. Trumps Berater sorgen sich über fortschrittliche Modelle aus China. Beide Seiten könnten deshalb einen Kommunikationskanal prüfen, um Konflikte durch den Einsatz solcher Technologien zu vermeiden.

Für die Märkte bleibt der Gipfel auch wegen der Energiepreise relevant. Jill Hirzel, Senior Investment Specialist, sieht Europas Wachstum durch den Energiepreisschock belastet. Sie hat ihre Prognosen für 2026 und 2027 gesenkt. Hohe Energiekosten könnten die Europäische Zentralbank zu Zinserhöhungen zwingen, obwohl die Konjunktur schwächer wird.

Adam Whiteley, Leiter Global Credit, bevorzugt in diesem Umfeld amerikanische Anleihen. Europa sei stärker von hohen Energiepreisen betroffen als die Vereinigten Staaten. Zudem habe die Federal Reserve wegen ihres breiteren Mandats mehr Flexibilität als die Europäische Zentralbank.

April LaRusse, Leiterin der Investment Specialists, verweist auf die starke Neubewertung des Zinsrisikos. Ihr Team habe eine Long-Position in deutschen Anleihen geschlossen und stattdessen auf amerikanische Anleihen mit längerer Laufzeit gesetzt.

Erin Spalsbury, Leiterin amerikanischer Unternehmensanleihen mit guter Bonität, sieht ebenfalls Chancen. Höhere Renditen machten amerikanische Kreditpositionen attraktiver. Die Fundamentaldaten blieben robust. Unternehmen lieferten zweistelliges Gewinnwachstum, und die Nachfrage nach Anleihen sei stark.

Fazit

Der Gipfel zwischen Trump und Xi könnte Handelskanäle öffnen und Rohstoffrisiken entschärfen. Für Anleger bleibt aber entscheidend, ob Energiepreise, Zinsen und geopolitische Spannungen die Erholung bremsen.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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