| EQS-News: AUSTRIACARD HOLDINGS AG / Schlagwort(e): Quartalsergebnis AUSTIRACARD HOLDINGS AG: Q1 2026 Finanzergebnisse 12.05.2026 / 19:35 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Ergebnisse 2026 mit zweistelligem EBITDA-Wachstum vs. Q1 2025 Das Wachstum in Digital Technologies und Identity & Payment solutions bestätigt die im Rahmen der Ergebnisse für das GJ 2025 vorgestellte strategische Agenda
12. Mai 2026 – AUSTRIACARD HOLDINGS AG (ACAG), ein internationaler Konzern für angewandte Technologien mit Hauptsitz in Wien, gibt seine Finanzergebnisse für das erste Quartal 2026 bekannt. Manolis Kontos, Vorstandsvorsitzender und Group CEO, kommentiert: „Das erste Quartal 2026 bestätigt, dass die von uns getroffenen strategischen Entscheidungen Wirkung zeigen. Unser Geschäftsbereich Digital Technologies wächst zügig, unsere Payment & Identity Solutions gewinnen in wettbewerbsintensiven Märkten weiter an Boden, und die geografische Diversifizierung unserer Umsatzbasis beweist ihre Widerstandsfähigkeit. In unseren Kern- und Wachstumsmärkten – insbesondere Griechenland, den USA, dem Vereinigten Königreich und der MEA-Region – gibt uns die sich entwickelnde kommerzielle Dynamik Zuversicht hinsichtlich der Entwicklung für den weiteren Verlauf des Jahres 2026. Wir sehen auch erste Anzeichen dafür, dass unsere strategischen Ausweitungspotenziale nicht nur theoretischer Natur sind. GaiaB™ Appliance hat seinen ersten vertraglich vereinbarten internationalen Einsatz gesichert. Der technische Zulassungsprozess bei Cartes Bancaires in Frankreich ist in vollem Gange und eröffnet den Zugang zu einem der größten Zahlungskartenmärkte Europas. Unsere SAMA-mada-Zertifizierung hat uns den Zugang zu Saudi-Arabien ermöglicht. Dies sind Märkte, in denen wir vor zwölf Monaten noch nicht präsent oder nicht zertifiziert waren, und ihre fortschreitende Öffnung untermauert die gezielte geografische und produktbezogene Diversifizierung, die im Mittelpunkt unserer Strategie steht. Der Aufbau des Working Capitals im ersten Quartal spiegelt die Zeitpläne von Projektdurchführungen und die gestaffelte Zahlung an Lieferanten wider – er ist temporär, erwartet und wird sich im Laufe der zweiten Jahreshälfte 2026 wieder normalisieren. Da die vertraglich vereinbarten Digitalisierungsprojekte im griechischen öffentlichen Sektor im zweiten Halbjahr 2026 Meilensteine erreichen, werden die Vertragsvermögenswerte in Rechnungsbeträge umgewandelt, woraufhin der Zahlungseingang erfolgt, während die im letzten Jahr neu ausgehandelten Lieferantenbedingungen – reduzierte Abnahmeverpflichtungen und verbesserte Preise – ab der zweiten Jahreshälfte 2026 ihren vollen finanziellen Nutzen entfalten. Da der Verschuldungsgrad der Gruppe mit 1,9x komfortabel innerhalb unseres Zielbereichs von 1,5x–2,0x liegt und wir beide Faktoren der Normalisierung fest im Griff haben, erwarten wir, dass sich der operative Cashflow im Laufe des Jahres deutlich verbessern wird. Bei der Bekanntgabe unserer Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 haben wir uns dazu verpflichtet, AUSTRIACARD weiter zu einem End-to-End-Konzern für angewandte Technologien zu entwickeln – indem wir unsere Kompetenzen im Bereich Digital Technologies vertiefen, unsere KI-Lösungen vorantreiben und in neue Regionen expandieren. Unser Engagement, durch digitales Wachstum Vertrauen aufzubauen, war noch nie so stark wie heute.“
KONZERN GESCHÄFTSVERLAUF HIGHLIGHTS
Konzernumsatzerlöse Die Konzernumsatzerlöse stiegen gegenüber Q1 2025 um 8% auf € 89,4 Mio., getragen von folgenden wesentlichen Treibern aus Perspektive von Lösungen und Dienstleistungen:
Aus Sicht der geografischen Segmente wurde in allen drei Segmenten ein solides Umsatzwachstum verzeichnet, wobei WEST mit +21% gegenüber Q1 2025 klar als starker Wachstumstreiber hervortrat.
Eine ausführliche geografische Segmentanalyse des Konzerns finden Sie in den Anhängen auf den Seiten 13–15 und 21–22.
Central Eastern Europe & DACH (CEE) Die Umsatzerlöse des Segments stiegen gegenüber Q1 2025 um 4% auf € 53,5 Mio., wobei Digital Technologies (+83% gegenüber Q1 2025 auf € 13 Mio.) der größte einzelne Umsatzwachstumstreiber im CEE-Segment war, gestützt durch die beschleunigte Umsetzung von vertraglich vereinbarten, großvolumigen Digitalisierungsprojekten im öffentlichen Sektor in Griechenland (Umsatzbeitrag von € 6 Mio. gegenüber Q1 2025). Andererseits glichen der ungünstige Basiseffekt aus dem Q1 2025 im Zusammenhang mit Kartenerneuerungen bei rumänischen Banken sowie die anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen durch die Normalisierung des türkischen Zahlungsmarktes (Gesamtauswirkung von € 1,5 Mio. auf den Konzernumsatz im Q1 2026) die relativ solide Leistung der CEE-Kunden aus dem Finanzsektor mehr als aus, was zu geringeren Umsätzen bei Identity & Payment Solutions führte (-3% gegenüber Q1 2025). Darüber hinaus wurden die Umsätze im Bereich Document Lifecycle Management (-15% gegenüber Q1 2025) durch den anhaltenden strukturellen Volumenrückgang bei Postdienstleistungen in Rumänien und im Druckgeschäft in Griechenland im Kontext der allgemeinen Trends zur Digitalisierung der Kundenkommunikation negativ beeinflusst. Identity & Payment Solutions war der wichtigste Umsatzträger des Segments (€ 21 Mio. Umsatz oder 40% des Gesamtumsatzes des CEE-Segments), dicht gefolgt von Document Lifecycle Management (€ 19 Mio. Umsatz oder 36% des Gesamtumsatzes des CEE-Segments). Das oben erwähnte starke Wachstum im Bereich Digital Technologies hat dessen Anteil auf 24% des Gesamtumsatzes des CEE-Segments erhöht (gegenüber 14% im Q1 2025). Western Europe, Nordics, Americas (WEST) Die Umsatzerlöse des Segments stiegen gegenüber Q1 2025 um 21% auf € 34,6 Mio., getragen von einem starken Wachstum im Bereich Identity & Payment Solutions (+21% gegenüber Q1 2025), das auf das wachsende Geschäft der Gruppe mit Fintechs in den USA, Europa und den nordischen Ländern zurückzuführen ist. Hervorzuheben ist die anhaltend starke Leistung der Aktivitäten der Gruppe in den USA (€ 6,9 Mio. Umsatz, +21% gegenüber Q1 2025), wobei die Versanddienstleistungen für personalisierte Karten (Fulfillment), Metallkarten und die Kartenpersonalisierung die wichtigsten Treiber waren. Ebenso lieferte das Geschäft der Gruppe im Vereinigten Königreich erneut eine solide Leistung (Umsatz von € 13,8 Mio., +33% gegenüber dem Q1 2025), gestützt durch ein starkes Wachstum bei Payment Solutions, was die erfolgreiche Strategie der Gruppe widerspiegelt, sich auf die schnell wachsenden Segmente Fintech und Neobanken zu konzentrieren. Die Gruppe macht weiterhin gute Fortschritte bei ihrer Expansionsstrategie auf dem Zahlungskartenmarkt in Frankreich, da der technische Zulassungsprozess mit Cartes Bancaires begonnen hat und der Abschluss des gesamten Prozess für das erste Quartal 2027 erwartet wird. Cartes Bancaires (CB) ist das nationale Interbank-Kartennetzwerk Frankreichs und das dominierende Zahlungssystem im Land, das den Großteil der inländischen Kartentransaktionen abwickelt (14,5 Mrd. Transaktionen im Gesamtwert von € 700 Mrd. im Jahr 2024, was über 65% der täglichen Verbraucherausgaben in Frankreich abdeckt). Türkiye, Middle East and Africa (MEA) Die Umsatzerlöse des Segments stiegen gegenüber dem Q1 2025 um 4% auf € 7,9 Mio., getragen von (i) Identity Solutions (Beitrag von € 1,2 Mio. gegenüber Q1 2025) und (ii) Dokumentendruck (Druck und Sicherheitsdruck) (Beitrag von € 0,5 Mio. gegenüber Q1 2025), die die negativen Auswirkungen der anhaltenden Normalisierung des türkischen Zahlungskartenmarktes (Gesamtauswirkung von € 1,5 Mio. auf den Konzernumsatz im Q1 2026) mehr als ausglichen. Die anhaltende makroökonomische Volatilität und Unsicherheit sowie die zyklischen Schwankungen und normalisierte Lagerbestände der Kunden nachdem in den vergangenen Jahren ein stark überdurchschnittliches Nachfragewachstum verzeichnet worden war, belasten den türkischen Zahlungskartenmarkt weiterhin, wenn auch in deutlich verlangsamtem Tempo im Vergleich zu 2025. Dennoch beobachten wir weiterhin erste Anzeichen einer leichten Markterholung, was sich in einem Anstieg des Volumens personalisierter Karten um 2% gegenüber dem ersten Quartal 2025 widerspiegelt. Aufbauend auf der von der saudischen Zentralbank (SAMA) erteilten Zertifizierung für das Card Chip Profile des mada-Debitkartensystems – dem nationalen Zahlungssystem Saudi-Arabiens mit über 35 Millionen Karten im Umlauf – baut die Gruppe ihre Zertifizierungspräsenz im Nahen Osten und in Afrika (MEA) aktiv aus. Der Onboarding-Prozess mit AfriGo, dem nationalen Kartensystem Nigerias, ist abgeschlossen. Das technische Onboarding für Secure ID bei Verve, Afrikas größtem nationalen Kartensystem, ist im Gange. Zusammen eröffnen diese Zertifizierungen schrittweise den Zugang zu einigen der am schnellsten wachsenden Zahlungskartenmärkte des Kontinents. Insgesamt liegt der strategische Fokus des Konzerns im MEA-Segment auf der Diversifizierung der Umsatzstruktur des Segments durch gezielte Initiativen und Chancen im Bereich Document Lifecycle Management (z.B. hochsichere, personalisierte nationale Prüfungsunterlagen mit Rückverfolgbarkeitsservices, hochsichere Wahlzettel und Unterstützungmaterialien für Wahlen) sowie ganzheitliche Bürgeridentitätslösungen, die bereits eine wiederkehrende Umsatzbasis schaffen und ihren Umsatz- und EBITDA-Beitrag im MEA-Segment weiter steigern werden.
Identity & Payment Die Umsatzerlöse verzeichneten einen Anstieg gegenüber Q1 2025 um 7% auf € 56,5 Mio., gestützt durch ein solides Wachstum in beiden Geschäftsbereichen: Die Umsatzerlöse von Payment Solutions stiegen gegenüber Q1 2025 um 7%, gestützt durch:
Die Umsatzerlöse von Identity Solutions stiegen um 15% gegenüber Q1 2025, was auf die Geschäftsentwicklungsstrategie der Gruppe in der MEA-Region zurückzuführen ist, da wir die Pipeline ganzheitlicher Bürgeridentitätslösungen in verschiedenen Ländern der MEA-Region weiter ausbauen. Es ist anzumerken, dass die Umsätze im Bereich Identity & Payment ab dem ersten Quartal 2026 auch Umsätze im Zusammenhang mit den Versanddienstleistungen für personalisierte Karten (Fulfillment) umfassen, die zuvor in der Kategorie Document Lifecycle Management erfasst wurden. Diese Umgliederung spiegelt nun die Umsätze im Zusammenhang mit den Zahlungslösungen der Gruppe korrekt wider. Einzelheiten zur Umgliederung finden Sie auf Seite 23 im Anhang. Document Lifecycle Management Die Umsatzerlöse verzeichneten gegenüber Q1 2025 einen Rückgang um 13% auf € 19,7 Mio., da die Postdienstleistungen der Gruppe in Rumänien und das Druckgeschäft in Griechenland weiterhin mit einem strukturellen Volumenrückgang konfrontiert sind. Unternehmens- und institutionelle Kunden setzen die Umstellung der Transaktionskommunikation (z. B. Kontoauszüge, Rechnungen usw.) auf elektronische Zustellkanäle fort, die ebenfalls von der Gruppe im Auftrag der jeweiligen Kunden durchgeführt werden. Diese strukturellen Entwicklungen, die vom Management bereits zuvor als Merkmal der allgemeinen Digitalisierung der Kundenkommunikation identifiziert wurden, stehen im Einklang mit den in früheren Perioden beobachteten Trends und werden voraussichtlich weiter abnehmen. Dennoch stiegen die Umsätze im Zusammenhang mit Dokumentendruck (Druck und Sicherheitsdruck) im MEA-Segment gegenüber dem ersten Quartal 2025 um fast das Sechsfache (wenn auch ausgehend von einer eher niedrigen Basis), was unsere erfolgreiche Geschäftsentwicklungsstrategie widerspiegelt, gezielte Initiativen und Chancen im Bereich komplexer digitaler Sicherheitsdruckprojekte für öffentliche Verwaltungen in ausgewählten afrikanischen Märkten zu verfolgen. Digital Technologies Die Umsatzerlöse verzeichneten gegenüber Q1 2025 einen robusten Anstieg um 83% auf € 13,2 Mio., was vor allem auf das Umsatzwachstum (Beitrag von € 6 Mio. gegenüber Q1 2025) aus vertraglich vereinbarten großvolumigen Digitalisierungsprojekten im öffentlichen Sektor in Griechenland zurückzuführen ist (Umsatz von insgesamt € 9,3 Mio.). Bis zum 31. März 2026 hatte die Gruppe (sowohl direkt als auch indirekt) Aufträge für Digitalisierungsprojekte im öffentlichen Sektor in Griechenland im Gesamtwert von ca. € 70 Mio. erhalten, von denen rund € 44 Mio. kumulativ vereinnahmt bzw. ergebniswirksam erfasst wurden (von 2023 bis Ende März 2026), während der verbleibende Betrag von ca. € 25 Mio. ab dem zweiten Quartal 2026 erfolgswirksam werden soll. Darüber hinaus gewinnt die Einführung der gruppeneigenen generativen KI-Lösung zur Automatisierung von Geschäftsprozessen und Betriebsabläufen, GaiaB™ Appliance, erste Dynamik. Die Gruppe gab kürzlich (April 2026) den Abschluss einer strategischen Allianz mit MDS SI Technology & Security Solutions (MDS SI TSS) bekannt, einer Tochtergesellschaft der MDS SI Group, dem führenden Technologieunternehmen im Nahen Osten, in Osteuropa und Afrika. MDS SI TSS wird die zentrale Rolle als Value-Added Reseller und Systemintegrator für die GaiaB™ Appliance in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) übernehmen. Im Rahmen dieser strategischen Allianz wurde der erste langfristige Vertrag in den VAE unterzeichnet.
Bruttogewinn I: Der Anstieg um 10% gegenüber Q1 2025 ist sowohl auf das Umsatzwachstum als auch auf den steigenden Anteil margenstärkerer Dienstleistungen und Lösungen zurückzuführen, z.B. im Bereich Digital Technologies und bei Payment Solutions. Die Bruttomarge I stieg um rund 0,6 Prozentpunkte auf 48,2%, wobei WEST (+3,1 Prozentpunkte) und MEA (+3,9 Prozentpunkte) die treibenden Kräfte für die Margenausweitung waren. Bruttogewinn II: Der Anstieg um 10% ist auf das Wachstum des Bruttogewinns I zurückzuführen, trotz eines Anstiegs der Produktionskosten um 9%, der mit dem Wachstum sowohl im Segment MEA als auch in den wichtigsten Servicezentren des Konzerns im Segment WEST zusammenhängt. Die Ausweitung der Bruttomarge II um 0,4 Prozentpunkte auf 24,1% wird durch den oben genannten wachsenden Beitrag margenstärkerer Dienstleistungen und Lösungen gestützt.
Die Konzern-OPEX (ohne Abschreibungen und Wertminderungen) erhöhten sich um 8% gegenüber Q1 2025 auf € 32,3 Mio., da höhere Produktionskosten (+9% gegenüber Q1 2025) unsere konsequente Fokussierung auf die Verbesserung der betrieblichen Effizienz mehr als kompensierten. Die Verwaltungs- und Vertriebskosten stiegen im Vergleich zum ersten Quartal 2025 um 4% (deutlich unter dem Umsatzwachstum der Gruppe), während die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E) im Vergleich zum ersten Quartal 2025 um 6% zunahmen. Dies spiegelt unsere fortgesetzten Investitionen in den Ausbau der F&E Kompetenzen wider, mit dem Ziel das zukünftige Geschäftswachstum, insbesondere im Bereich Digital Technologies, zu unterstützen.
Konzern-EBITDA: Der Anstieg um 11% gegenüber Q1 2025 ist auf den Anstieg des Bruttogewinns (+10% gegenüber Q1 2025) zurückzuführen. Die EBITDA Marge stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 12,9%, gestützt durch einen vorteilhafteren Umsatzmix (höherer Anteil margenstärkerer Dienstleistungen und Lösungen) sowie durch weiterhin konsequent fortgesetzte Maßnahmen zur Optimierung der Kosten. Konzern-EBIT: Der Anstieg um 18% gegenüber Q1 2025 wird durch das EBITDA-Wachstum sowie durch einen Anstieg der Abschreibungen um lediglich 2% gestützt. Die EBIT Marge stieg um rund 0,6 Prozentpunkte auf 7,4%, was den oben genannten steigenden Beitrag margenstärkerer Dienstleistungen und Lösungen widerspiegelt.
Das Konzernergebnis stieg um 61% gegenüber Q1 2025 auf € 4,1 Mio., was auf folgende Faktoren zurückzuführen ist:
KONZERN VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Die Bilanzsumme belief sich zum 31. März 2026 auf € 332,9 Mio.
Working Capital: Der Anstieg in Höhe von € 17 Mio. gegenüber dem 31. Dezember 2025 auf € 91,1 Mio. ist vor allem zurückzuführen auf:
Insgesamt ist der vorübergehende Anstieg des Nettoumlaufvermögens in Prozent des Umsatzes – basierend auf den oben genannten Einflussfaktoren – somit eher auf den Zeitpunkt von Projektabrechnungen (d.h. erhöhtes im Projektvollzug gebundenes Kapital) sowie auf Umsatzmix‑Effekte zurückzuführen als auf strukturelle Schwächen des zugrunde liegenden Working‑Capital‑Managements. Bis Jahresmitte 2025 konnte der Konzern die Neuverhandlung seiner vertraglichen Einkaufsverpflichtungen mit den wichtigsten Chip‑Lieferanten erfolgreich abschließen, was künftig zu geringeren Abnahmeverpflichtungen und zu verbesserten Einkaufspreisen führt. Die positiven Effekte dieser Maßnahmen – zusammen mit der Umwandlung der Vertragsvermögenswerte in Forderungen und Zahlungseingänge nach Projektabschluss – werden voraussichtlich im H2 2026 wirksam werden. Dies wird eine weitere Normalisierung des Working‑Capital‑Bedarfs ermöglichen und letztlich zu einer verbesserten operativen Cashflow‑Generierung führen. Die Gesamtverbindlichkeiten beliefen sich zum 31. März 2026 auf € 192,5 Mio, und blieben damit gegenüber dem 31. Dezember 2025 nahezu unverändert.
Die Nettoverschuldung der Gruppe erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2025 um € 13 Mio. auf € 94,5 Mio., da der Rückgang der liquiden Mittel infolge der oben beschriebenen vorübergehenden, Working Capital bedingten Mittelbindung die Reduktion der Finanzverbindlichkeiten um rund € 2 Mio. überkompensierte. Der Verschuldungsgrad der Gruppe (Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA) von 1,9x verschlechterte sich vorübergehend gegenüber 1,7x im Geschäftsjahr 2025, blieb jedoch weiterhin auf einem gesunden Niveau und innerhalb der mittelfristigen Zielbandbreite von 1,5x bis 2,0x. Das Eigenkapital belief sich zum 31. März 2026 auf € 140,4 Mio. und lag damit um 3% über dem Stand zum 31. Dezember 2025, was im Wesentlichen auf die im Berichtszeitraum erzielte Ergebnisgenerierung zurückzuführen ist.
Die Eigenkapitalquote des Konzerns (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) erhöhte sich zum 31. März 2026 weiter auf 42,2% (31. Dezember 2025: 41,5%) und spiegelt damit eine Verbesserung der Kapitalstruktur und der Bilanzstabilität der Gruppe wider, gestützt durch durch thesaurierte Gewinne und ein diszipliniertes Bilanzmanagement. Diese stärkere Eigenkapitalbasis reduziert das finanzielle Risiko, erhöht die Verlusttragfähigkeit und schafft zusätzliche Flexibilität zur Finanzierung von Wachstum bei gleichzeitig solide gehaltenen Verschuldungskennzahlen.
Der Cashflow aus operativer Tätigkeit führte zu einem Nettoabfluss von € 7,5 Mio. im Wesentlichen infolge des zuvor erläuterten temporären Aufbaus des Working Capital (Anstieg um € 17 Mio. gegenüber dem 31. Dezember 2025), getrieben durch höhere Vertragsvermögenswerte (€ 8 Mio.) sowie niedrigere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (€ 9 Mio.). Wie bereits erläutert (siehe Ausführungen zum Working Capital) ist der Anstieg der Vertragsvermögenswerte auf die beschleunigte Umsetzung vertraglich vereinbarter Digitalisierungsprojekte im öffentlichen Sektor in Griechenland zurückzuführen, deren Abrechnung erst bei Projektabschluss erfolgt. Vor diesem Hintergrund ist zu betonen, dass keine strukturelle Schwächung des zugrunde liegenden Working-Capital-Managements vorliegt, da diese Vertragsvermögenswerte bei Projektabschluss in Fakturierungen und daraus resultierende Mittelzuflüsse umgewandelt werden und damit in weiterer Folge die operative Cashflow Generierung stärken werden. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wies einen Nettoabfluss von € 3,3 Mio. aus, was einem Anstieg von 14% gegenüber Q1 2025 entspricht. Dies ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der Investitionen (CAPEX) von 13% zurückzuführen, da der Konzern weiterhin gezielt in digitale Technologien (z.B. GaiaB™, CaaS) investiert. Die gesamten Investitionen des Konzerns (einschließlich Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen) beliefen sich in Q1 2026 auf € 3,9 Mio. (+3% gegenüber Q1 2025). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit führte zu einem Nettoabfluss von € 3,7 Mio., der sich wie folgt zusammensetzt:
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG Central Eastern Europe & DACH (CEE)
Western Europe, Nordics, Americas (WEST)
Türkiye / Middle East and Africa (MEA)
Die Pressemitteilung zum ersten Quartal 2026 ist auf der Webseite des Unternehmens verfügbar: https://www.austriacard.com/investor-relations-ac/financial-reporting-ac/
Telefonkonferenz Q1 2026 Finanzergebnisse Das Management der AUSTRIACARD HOLDINGS AG wird eine Telefonkonferenz und einen Live-Webcast veranstalten, um die Finanzergebnisse des ersten Quartals 2026 zu präsentieren.
ÜBER AUSTRIACARD HOLDINGS AG AUSTRIACARD HOLDINGS AG ist ein Unternehmen, das auf mehr als 130 Jahre Erfahrung und Innovation in den Bereichen Informationsmanagement, Druck und Kommunikation zurückgreift, um Kundenerlebnisse zu schaffen, die von Transparenz und Sicherheit geprägt sind. Das Unternehmen bietet ein komplementäres Produkt- und Dienstleistungsportfolio in den Bereichen Zahlungslösungen, Identifikation, Smart Cards, Personalisierung, Digitalisierung und sicheres Datenmanagement. ACAG beschäftigt international 2.360 Mitarbeiter und ist an der Euronext Athener und Wiener Börse unter dem Symbol ACAG notiert.
Ansprechpartner: Dimitris Haralabopoulos, Group IR Director E-Mail: investors@austriacard.com Tel (AT): +43 1 61065 357 Tel (GR): +30 210 669 78 60 Website: www.austriacard.com Symbol: ACAG ISIN: AT0000A325L0 Börse(n): Wiener Börse (Prime Market), Euronext Athener Börse (Main Market)
ANHANG A. PRIMÄRE FINANZBERICHTE
B. GESCHÄFTSSEGMENTE
Umgliederung der Umsatzerlöse pro Geschäftsbereich Ab dem ersten Quartal 2026 umfassen die Umsätze im Bereich „Identity & Payment Solutions“ auch Umsätze aus dem Vertrieb personalisierter Karten (Fulfillment), die zuvor den Umsätzen im Bereich „Document Lifecycle Management“ zugeordnet waren. Diese Umgliederung spiegelt die Umsätze im Zusammenhang mit den Zahlungslösungen des Konzerns korrekt wider. Die nachstehende Tabelle enthält Einzelheiten zur Umgliederung für jeden Zeitraum im Jahr 2025.
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