Samsungs Speicherfortschritte und der Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi befeuern die Börsen in Asien und treiben den Nikkei auf Rekordniveau.
Für dich zusammengefasst:
Samsung Electronics startet Massenproduktion von HBM4-Chips.
Nikkei steigt um 4,1 Prozent auf ein Allzeithoch.
Technologie-Indizes in Asien verzeichnen deutliche Gewinne.
Die Kursgewinne bei Samsung Electronics haben am Montag eine Kettenreaktion an den asiatischen Börsen ausgelöst und dem gesamten Markt deutlichen Auftrieb verliehen. Auslöser ist der unmittelbar bevorstehende Start der Massenproduktion von HBM4-Speicherchips. Die Samsung-Aktie sprang zeitweise um bis zu 6,4 Prozent nach oben.
Nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap will Samsung die neuen Hochleistungsspeicher bereits ab der dritten Februarwoche an Nvidia liefern. Die Chips sollen in den kommenden Vera-Rubin-KI-Beschleunigern des US-Konzerns eingesetzt werden.
Asiens Börsen folgen
Der Rückenwind aus dem Technologiesektor griff rasch auf andere asiatische Märkte über. In Japan kletterte der Nikkei um 4,1 Prozent auf ein neues Allzeithoch. Neben der Stärke bei Chipwerten sorgte dort auch politische Klarheit für Kauflaune: Der deutliche Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi nährte Erwartungen auf zusätzliche Staatsausgaben, Steuererleichterungen und eine aktive Industriepolitik mit Fokus auf Halbleiter und künstliche Intelligenz.
Gleichzeitig kletterten die Renditen zweijähriger japanischer Staatsanleihen auf 1,3 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 1996.
Technologie dominiert die Marktstimmung
Der breit gefasste MSCI-Index für Asien-Pazifik-Aktien ohne Japan legte um 2,1 Prozent zu. Der technologieintensive südkoreanische Leitindex stieg um 3,8 Prozent, während chinesische Standardwerte um 1,3 Prozent anzogen.
Auch andere Halbleiterwerte profitierten von der neu entfachten Zuversicht, dass sich die milliardenschweren Investitionen in KI-Hardware in konkreten Umsätzen niederschlagen.
Besonders gefragt waren Advanced Micro Devices, deren Aktien um mehr als acht Prozent zulegten, sowie Broadcom, die ein Plus von rund sieben Prozent verzeichneten.
In Europa starteten der Euro Stoxx 50 und der DAX ebenfalls mit Gewinnen in den Handel.
US-Konjunkturdaten rücken in den Fokus
Ob die aktuelle Rallye Bestand hat, dürfte maßgeblich von den anstehenden US-Konjunkturdaten abhängen. Die Märkte setzen zunehmend auf eine Zinssenkung der US-Notenbank bis Juni. Die am Freitag erwarteten Arbeitsmarktdaten sollen lediglich ein moderates Beschäftigungswachstum zeigen, während die Inflation weiter leicht nachgeben dürfte.
Schwächere Daten könnten die Renditen von US-Staatsanleihen und den US-Dollar unter Druck setzen. Der Yen bleibt angesichts der expansiven Pläne der japanischen Regierung anfällig, während der Euro und das britische Pfund von politischen Unsicherheiten belastet werden.
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