Arbeit an einer Statistik (Symbolbild).
Quelle: - ©unsplash.com:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 174

Studie: Hunderttausende mit Social-Media-Sucht

BERLIN (dpa-AFX) - Mehr als ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen nutzen soziale Medien laut einer neuen Studie in riskanten oder sogar krankhaftem Ausmaß. Suchtverhalten nimmt nach neuen Zahlen der Krankenkasse DAK-Gesundheit zu, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegen.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Alphabet Inc A 257,50 € Alphabet Inc A Chart +0,02%
Zugehörige Wertpapiere:
Meta Platforms Inc 536,20 € Meta Platforms Inc Chart -0,46%
Zugehörige Wertpapiere:

Im vergangenen Herbst wiesen demnach 21,5 Prozent eine riskante Nutzung sozialer Medien auf - nach 21,1 Prozent im September/Oktober 2024. Online-Videos konsumierten 21,4 Prozent riskant viel, nach 13,4 Prozent im Jahr zuvor. DAK-Chef Andreas Storm begrüßte vor diesem Hintergrund die Debatte über schärfere Jugendschutzregeln in den Koalitionsparteien.

Hunderttausende suchtkrank

Als pathologische Nutzerinnen und Nutzer - als suchtkrank - gelten demnach 6,6 Prozent bei Social Media und 4 Prozent bei Videos. Bei etwa 350.000 Kindern und Jugendlichen gibt es laut DAK-Gesundheit also eine pathologische Nutzung sozialer Medien. Die Mediennutzung wird im Rahmen einer seit 2019 laufenden Studienreihe der Krankenkasse und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf untersucht.

Für ein krankhaftes Ausmaß müssen die Medien so stark genutzt werden, dass die Betroffenen dies länger machen als geplant oder vorgegeben und negative Folgen in anderen Bereichen auftreten. Beispielsweise kommen Schülerinnen und Schüler zu spät zum Unterricht, Noten werden schlechter. Schlafstörungen und andere Symptome können Kontrollverlust begleiten. Eine riskante Nutzung ist ausgiebig, aber noch nicht in so einem Ausmaß verstetigt.

Etwas weniger Minuten am Handy

Durchschnittlich nutzen Kinder und Jugendliche der Studie zufolge an einem normalen Wochentag 2,7 Stunden Social Media, am Wochenende 3,3 Stunden. Die Zeiten der Nutzungsdauer im Schnitt sind damit leicht gesunken.

Der Vorsitzende der DAK-Gesundheit, Andreas Storm, nannte die Entwicklung dennoch "alarmierend". Immer mehr Mädchen und Jungen seien gefährdet, in die Abhängigkeit zu rutschen. "Jetzt muss schnell gehandelt werden, um unsere Kinder zu schützen und zu stärken." Die Einführung von Altersgrenzen allein reiche nicht aus, zusätzlich sei mehr Vermittlung von Medienkompetenz nötig.

Aus der SPD war die Forderung eines Social-Media-Verbots für Kinder unter 14 Jahren bekanntgeworden. Zudem soll auf dem bevorstehenden CDU-Parteitag ein Antrag beraten werden, der ein gesetzliches Mindestalter von 16 Jahren für soziale Netzwerke wie Tiktok, Instagram und Facebook (Facebook Aktie) fordert - samt verpflichtender Altersprüfung./bw/DP/mis

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend