Alphabet greift nach der Krone: Google-Konzern rückt Nvidia gefährlich nahe
Alphabet zündet ein Kursfeuerwerk und rückt Nvidia gefährlich nahe. Der einstige KI-Nachzügler könnte bald zum wertvollsten Konzern der Welt aufsteigen – doch die Rally hat ihren Preis.
Mit einer Marktkapitalisierung von 5,2 Billionen US-Dollar hat Nvidia (Nvidia Aktie) zuletzt wieder die Spitzenposition unter den wertvollsten Unternehmen behauptet – doch der Abstand zu Alphabet (Alphabet C Aktie) schmilzt rasant. Der Google-Mutterkonzern kommt bereits auf 4,8 Billionen US-Dollar und hat in den vergangenen Monaten deutlich aufgeholt.
Noch im Oktober lag Alphabet mit weniger als 3,4 Billionen US-Dollar klar hinter Nvidia, das damals auf 4,9 Billionen kam. Seitdem hat sich das Bild gedreht: Während die Alphabet-Aktie um 43 Prozent zulegte, brachte es Nvidia lediglich auf ein Plus von gut 6 Prozent. Allein im April gewann Alphabet beeindruckende 34 Prozent hinzu – der stärkste Monatsanstieg seit 2004.
Der Grund für die Aufholjagd liegt im breiten KI-Ökosystem des Konzerns. Anders als Nvidia, das vor allem von der Nachfrage nach Hochleistungschips profitiert, ist Alphabet in nahezu allen Bereichen der künstlichen Intelligenz aktiv: von Suchmaschinen über Cloud-Dienste bis hin zu eigenen Chips und KI-Modellen wie Gemini. Hinzu kommen Plattformen wie YouTube sowie Zukunftsprojekte wie autonomes Fahren mit Waymo.
Diese Diversifikation macht Alphabet aus Sicht vieler Investoren robuster. Während Nvidia stärker von Investitionszyklen im Chipmarkt abhängt, kann Alphabet Schwächen in einzelnen Geschäftsbereichen leichter ausgleichen. Entsprechend wächst das Vertrauen der Anleger, dass der Konzern langfristig zu den größten Gewinnern des KI-Booms zählt.
Auch operativ untermauert Alphabet diese Entwicklung. In der laufenden Berichtssaison überzeugte das Unternehmen mit starken Wachstumszahlen im Such- und Cloudgeschäft. Besonders im Fokus stehen dabei die eigenen KI-Chips, sogenannte Tensor Processing Units (TPUs), die künftig auch Cloud-Kunden für eigene Rechenzentren nutzen können. Analysten erwarten hier ein Umsatzwachstum von rund 3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 25 Milliarden US-Dollar im Jahr 2027.
Bemerkenswert ist der Stimmungsumschwung: Noch vor einem Jahr galt Alphabet als möglicher Verlierer der KI-Revolution, da neue Chatbots das Kerngeschäft der Internetsuche bedrohen könnten. Inzwischen hat der Konzern seine Technologien erfolgreich integriert – und die Erwartungen der Analysten steigen wieder deutlich.
Allerdings ist die Bewertung mittlerweile ambitioniert. Mit dem 28-Fachen der erwarteten Gewinne liegt die Aktie klar über dem langjährigen Durchschnitt. Das Kurspotenzial erscheint kurzfristig begrenzt: Analysten sehen im Schnitt nur rund 5,4 Prozent Luft nach oben.
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