Algonquin Power and Utilities Corp

Aktie
WKN:  A0YDAV ISIN:  CA0158571053 US-Symbol:  AQN Branche:  Multi-Versorger Land:  Kanada
6,28 $
+0,00 $
0,00%
5,3547 € 01:00:00 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
4,03 Mrd. €
Streubesitz
27,32%
KGV
-2,27
Dividende
0,23 EUR
Dividendenrendite
4,37%
Index-Zuordnung
-
Algonquin Power and Utilities Aktie Chart

Algonquin Power and Utilities Unternehmensbeschreibung

Algonquin Power & Utilities Corp ist ein nordamerikanischer Versorger mit Fokus auf regulierte Strom-, Gas- und Wassernetze sowie erneuerbare Energieerzeugung. Das Unternehmen betreibt ein hybrides Geschäftsmodell aus stabilen, regulierten Netzinfrastrukturen und wachstumsorientierten Renewables-Projekten. Für langfristig orientierte, konservative Investoren ist Algonquin damit ein typischer Vertreter des nordamerikanischen Utility-Sektors mit Exposure zu Dekarbonisierung, Netzinvestitionen und anreizbasierter Regulierung.

Geschäftsmodell und Erlösquellen

Das Geschäftsmodell von Algonquin beruht im Kern auf der Bereitstellung systemrelevanter Versorgungsleistungen. Über regulierte Tochtergesellschaften betreibt das Unternehmen lokale Stromverteilnetze, Gasverteilnetze und Wasserversorgungssysteme, die über behördlich genehmigte Tarife monetarisiert werden. Ergänzend dazu investiert Algonquin in Onshore-Windparks, Photovoltaikanlagen, Wasserkraftwerke und zunehmend in Batteriespeicher, die überwiegend über langfristige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPA) mit Kreditwürdigen Offtakern abgesichert sind. Die Erlöse stammen im regulierten Segment primär aus Netzentgelten und Endkundentarifen, die über Rate-Case-Prozesse an Investitionen, Kapitalkosten und Betriebsausgaben angepasst werden. Im Bereich erneuerbare Energien generiert Algonquin Umsätze aus der Einspeisung elektrischer Energie in regionale Netze, aus Kapazitätszahlungen und aus Grünstromverträgen mit Versorgern, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Durch diese Kombination aus regulierten, relativ planbaren Cashflows und projektbasiertem Wachstum im Renewables-Bereich versucht das Unternehmen, eine aus Risiko-Rendite-Sicht balancierte Kapitalstruktur zu etablieren.

Mission und strategische Leitlinien

Die Mission von Algonquin ist auf die Bereitstellung zuverlässiger, sicherer und zunehmend nachhaltiger Versorgungsleistungen ausgerichtet. Das Unternehmen positioniert sich als langfristiger Infrastrukturbetreiber, der Dekarbonisierung, Resilienz der Netze und Kundenorientierung in Einklang bringen will. Strategische Kernprinzipien sind die kontinuierliche Modernisierung der Netzinfrastruktur, die Reduktion der CO2-Intensität des Erzeugungsportfolios, der Ausbau erneuerbarer Kapazitäten und ein konservatives, regulatorisch kompatibles Finanzierungsprofil. Dabei verfolgt das Management eine schrittweise Portfolioumbau-Strategie von konventioneller Erzeugung hin zu erneuerbaren Energien, ohne die Versorgungssicherheit der angeschlossenen Communities zu gefährden.

Produkte und Dienstleistungen

Algonquin erbringt ein breites Spektrum klassischer Utility-Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette der Energie- und Wasserversorgung. Dazu gehören im Versorgungsbereich insbesondere
  • Stromverteilung an Privat-, Gewerbe- und Industriekunden
  • Erdgasverteilung für Heizung, Prozesswärme und Gewerbe
  • Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in ausgewählten Kommunen
Im Bereich der erneuerbaren Energien entwickelt, baut und betreibt Algonquin Erzeugungsanlagen, die Strom aus Wind, Sonne und Wasser bereitstellen. Ergänzende Dienstleistungen umfassen Asset-Management, Betriebsführung, Wartung sowie Energiehandels- und Optimierungsleistungen im Rahmen der jeweiligen regulatorischen Vorgaben. In einigen Versorgungsgebieten werden zudem Energiedienstleistungen wie Demand-Side-Management, Anschluss von dezentralen Erzeugern und Netzdienstleistungen für Großkunden angeboten.

Geschäftssegmente und Struktur

Das Geschäftsmodell von Algonquin lässt sich in zwei wesentliche Segmente gliedern. Das erste Segment umfasst die regulierten Versorgungsaktivitäten, die Strom-, Gas- und Wassernetze in verschiedenen nordamerikanischen Bundesstaaten und Provinzen betreiben und Endkunden direkt beliefern. Diese Einheiten unterliegen den jeweiligen Public Utility Commissions beziehungsweise Aufsichtsbehörden und arbeiten in einem anreizregulierten Umfeld mit genehmigten Renditebändern auf das eingesetzte Kapital. Das zweite Segment bündelt die erneuerbare Stromerzeugung aus Wind-, Solar- und Wasserkraftprojekten. Diese Assets sind häufig in speziellen Projektgesellschaften strukturiert und über langfristige Abnahmeverträge oder Einspeiseregelungen mit unterschiedlichen Counterparties abgesichert. Die Konzernstruktur ist darauf ausgerichtet, regulatorische Anforderungen, Finanzierungsbedingungen und operationelle Besonderheiten der beiden Kerngeschäftsbereiche voneinander zu entkoppeln, während zentrale Funktionen wie Kapitalallokation, Risikomanagement und strategische Projektentwicklung konzernweit gesteuert werden.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Algonquin vereint Merkmale eines klassischen, regulierten Versorgers mit denen eines spezialisierten Entwicklers erneuerbarer Energieprojekte. Diese Kombination verschafft dem Unternehmen einen differenzierten Zugang zu Wachstumsfeldern wie Dekarbonisierung, Elektrifizierung und Netzausbau, während die grundlastnahe Versorgungsinfrastruktur stabile Cashflows generiert. Zentrale Burggräben ergeben sich aus
  • regulierten Monopolpositionen in lokalen Versorgungsgebieten
  • langfristigen Konzessionen und Netzrechten
  • hohen Markteintrittsbarrieren durch Kapitalintensität, technische Komplexität und Genehmigungsverfahren
  • langlaufenden PPA-Strukturen und regulatorisch gesicherten Einnahmepfaden
Durch die Integration von Netzinfrastruktur und Erneuerbare-Energien-Portfolios kann Algonquin zudem Synergien bei Planung, Netzanschluss und Betrieb heben. Der Fokus auf kommunale und regionale Versorgung stärkt Kundenbindung und politische Akzeptanz, was in Genehmigungsprozessen und Regulierungsverhandlungen vorteilhaft sein kann.

Wettbewerbsumfeld

Im regulierten Geschäft konkurriert Algonquin indirekt mit anderen nordamerikanischen Versorgern um regulatorische Präzedenzfälle, Kapital und Übernahmeziele, nicht jedoch im täglichen Endkundengeschäft, da die jeweiligen Netzgebiete in der Regel Monopolcharakter besitzen. Im Segment der erneuerbaren Energien zählt das Unternehmen zu einem breiteren Feld von Independent Power Producers und spezialisierten Renewables-Entwicklern. Wettbewerber umfassen unter anderem große integrierte Versorger, kanadische und US-amerikanische Yieldcos, Infrastruktur- und Pensionsfonds sowie globale Energieunternehmen, die aggressiv in Wind- und Solarprojekte investieren. Der Wettbewerb manifestiert sich vor allem beim Erwerb von Projektrechten, bei Ausschreibungen für PPAs und bei der Kapitalbeschaffung. Kosteneffizienz, Engineering-Kompetenz, regulatorische Erfahrung und Bilanzqualität sind zentrale Differenzierungsfaktoren in diesem Markt.

Management, Corporate Governance und Strategie

Das Management von Algonquin verfolgt eine auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Strategie, die Kapitaldisziplin und regulatorische Kompatibilität betont. Der Vorstand setzt traditionell auf eine Kombination aus organischem Wachstum in bestehenden Versorgungsgebieten, selektiven Akquisitionen von Netz-Assets und der sukzessiven Erweiterung des erneuerbaren Portfolios. Die Corporate-Governance-Struktur orientiert sich an nordamerikanischen Best Practices mit einem Board of Directors, das Ausschüsse für Audit, Risikomanagement und Vergütung unterhält. In der jüngeren Vergangenheit stand das Management unter dem Druck, die Kapitalstruktur zu stabilisieren, Portfoliorisiken zu reduzieren und Investitionsprogramme an ein verändertes Zins- und Regulierungsumfeld anzupassen. Diese strategische Neuausrichtung legt einen stärkeren Fokus auf Bilanzstärke, Cashflow-Stabilität und selektive Projektentwicklung statt auf rein volumengetriebenes Wachstum.

Branchen- und Regionenanalyse

Algonquin ist im nordamerikanischen Versorgungssektor und im globalen Markt für erneuerbare Energien verankert, mit Schwerpunkt auf Kanada und den USA. Die regulierten Utility-Märkte zeichnen sich durch eine hohe Planbarkeit, aber auch durch intensive Aufsicht und politische Einflussfaktoren aus. Regulatorische Rahmenbedingungen definieren zulässige Renditen, Investitionsvolumina und Kostenweitergabe an Endkunden. Gleichwohl begünstigt der strukturelle Bedarf an Netzinvestitionen, Netzmodernisierung, Resilienzmaßnahmen gegen Extremwetterereignisse und digitale Infrastruktur langfristig steigende Kapitalbudgets. Der Renewables-Sektor wird durch Energiepolitik, CO2-Bepreisung, Subventionsregime und technologische Lernkurven geprägt. In Nordamerika unterstützen unterschiedliche Fördermechanismen, Steueranreize und Dekarbonisierungsziele den Ausbau erneuerbarer Kapazitäten, gleichzeitig erhöhen volatile Rohstoffpreise, Lieferkettenrisiken und Fachkräftemangel die Komplexität in der Projektumsetzung. Regionale Besonderheiten wie extreme Wetterereignisse, Wasserknappheit und Netzengpässe beeinflussen die operative Risikolage in einzelnen Versorgungsgebieten.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Algonquin Power & Utilities Corp entstand aus einem kanadischen Infrastruktur- und Energieentwickler, der zunächst mit kleineren erneuerbaren Projekten, insbesondere in der Wasserkraft, aktiv war. Im Laufe der Jahre wurde das Geschäftsmodell schrittweise von reiner Projektentwicklung auf den dauerhaften Betrieb von Versorgungsinfrastruktur und Stromerzeugungsanlagen ausgedehnt. Durch eine Serie von Akquisitionen im Bereich regulierter Strom-, Gas- und Wassernetze baute das Unternehmen eine diversifizierte regionale Präsenz in Nordamerika auf. Parallel dazu erweiterte Algonquin sein Renewables-Portfolio um Onshore-Wind- und Photovoltaikparks, teilweise in Partnerschafts- und Joint-Venture-Strukturen. Die Unternehmensentwicklung war über längere Zeit von einer wachstumsorientierten Kapitalmarktstory geprägt, die auf der Kombination von Regulierungssicherheit und Energiewende basierte. In jüngerer Zeit stand jedoch eine stärkere Konsolidierung, Portfoliooptimierung und Bilanzstärkung im Fokus, um auf das veränderte Zinsumfeld und regulatorische Erwartungen zu reagieren.

Sonstige Besonderheiten

Eine Besonderheit von Algonquin ist die Balance zwischen Versorgungs- und Infrastrukturcharakter einerseits und der Rolle als Entwickler und Betreiber von Clean-Energy-Assets andererseits. Dadurch trägt das Unternehmen direkt zu Energiewende- und Klimazielen in seinen Versorgungsgebieten bei, ist aber auch den typischen Projektrisiken erneuerbarer Energien ausgesetzt. Zudem agiert Algonquin in einem Umfeld, in dem ESG-Kriterien, Nachhaltigkeitsberichte und Stakeholder-Dialog mit Kommunen, Regulierern und Investoren hohe Priorität genießen. Die Positionierung als nachhaltiger Versorger mit Fokus auf Dekarbonisierung, Resilienz und Kundenorientierung bildet einen Kern der Equity-Story und beeinflusst sowohl Zugang zu grünem Kapital als auch die Wahrnehmung an den Kapitalmärkten.

Chancen für konservative Anleger

Für konservative Investoren eröffnen sich bei Algonquin mehrere potenzielle Chancen. Erstens bietet die Präsenz in regulierten Versorgungsmärkten mit monopolartigen Strukturen eine vergleichsweise hohe Visibilität der Cashflows, sofern regulatorische Rahmenbedingungen stabil bleiben. Zweitens ermöglicht die Ausrichtung auf erneuerbare Energien eine Teilnahme an strukturellen Wachstumstrends wie Dekarbonisierung, Elektrifizierung und Netzausbau, ohne sich ausschließlich auf volatile, unregulierte Erzeugungsmärkte zu stützen. Drittens kann eine disziplinierte Kapitalallokation in Kombination mit regulatorisch anerkannten Investitionsprogrammen mittelfristig zu einer Verbesserung der Asset-Qualität, der operativen Effizienz und der systemischen Resilienz führen. Schließlich könnte eine konsequente Fokussierung auf Bilanzstärkung und Cashflow-Generierung die Risikoprämie am Kapitalmarkt reduzieren und die Attraktivität des Unternehmens im Vergleich zu stärker verschuldeten Wettbewerbern erhöhen.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Trotz der defensiven Grundausrichtung des Utility-Sektors ist ein Investment in Algonquin mit spezifischen Risiken verbunden. Regulatorische Risiken entstehen aus Änderungen von Tarifsystemen, genehmigten Eigenkapitalrenditen, Kostenzuordnungen oder politischen Prioritäten, die sich negativ auf die Ertragslage auswirken können. Zins- und Refinanzierungsrisiken sind für kapitalintensive Versorger elementar, da steigende Finanzierungskosten die Rentabilität neuer Projekte und die Bewertung bestehender Assets unter Druck setzen können. Projekt- und Ausführungsrisiken im Renewables-Segment umfassen Bauverzögerungen, Kostenüberschreitungen, Lieferkettenstörungen, Genehmigungsrisiken und technische Ausfälle. Zusätzlich sind operationelle Risiken wie Extremwetterereignisse, Netzausfälle und Cyberangriffe relevante Faktoren, die sowohl direkte Schäden als auch Reputationsrisiken nach sich ziehen können. Für konservative Anleger ist zudem zu berücksichtigen, dass strategische Neuausrichtungen, Portfolioverkäufe oder Änderungen der Dividendenpolitik Phasen erhöhter Kursschwankungen auslösen können. Ob die Kombination aus reguliertem Geschäft und erneuerbaren Projekten langfristig eine aus Risiko-Rendite-Sicht attraktive Balance erzeugt, hängt maßgeblich von der künftigen Regulierungspraxis, dem Zinsumfeld und der operativen Umsetzung der Unternehmensstrategie ab.

Kursdaten

Geld/Brief -   / -  
Spread -
Schluss Vortag 6,28 $
Gehandelte Stücke 1.273.297
Tagesvolumen Vortag 2.023.506 $
Tagestief 6,28 $
Tageshoch 6,28 $
52W-Tief 5,32 $
52W-Hoch 7,10 $
Jahrestief 5,95 $
Jahreshoch 7,10 $

Community: Diskussion zur Algonquin Power and Utilities Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Seit dem Verkauf des nicht regulierten Wind‑ und Solargeschäfts im Januar 2025 hat sich Algonquin zu einem stärker regulierten Versorger gewandelt; die 2025er Zahlen zeigen einen Umsatz von 2,434 Mrd. USD, ein bereinigtes Ergebnis von etwa 0,34 USD/Aktie, etwa 1,6 Mrd. USD Schuldenabbau, erhaltene BBB‑Ratings, eine Jahresdividende von 0,26 USD (Quartalszahlung 0,065 USD) und eine 2026‑Guidance von rund 0,35–0,37 USD.
  • Als Stärken werden operative Vereinfachung, planbareres Wachstum durch Utility‑Capex und eine glaubwürdigere, wenn auch reduzierte Dividendenpolitik genannt, während zentrale Risiken in rechtlichen und regulatorischen Altlasten (u. a. Apple‑Valley, Missouri‑Gasunfall, CalPeco‑Wildfire), Inflations‑ und Zollrisiken, begrenzter Liquidität und mäßigem organischem Wachstum liegen.
  • Die Diskussionen seit 2023 (Strategiereviews, Aktivistenbeteiligung durch Starboard, unterschiedliche Analystenstimmen) fassen Algonquin als vorsichtig interessantes Turnaround‑Investment zusammen, das bei erfolgreicher Reorganisation moderaten Ertrag und Re‑Rating bieten kann, bei weiteren Rückschlägen aber als mögliche Value‑Trap gilt; im Beitrag werden Kursziele von 5,00 USD (bärisch) bis 8,50 USD (bullisch) mit einem Basisszenario von 7,00 USD genannt.
Hinweis
Jetzt mitdiskutieren

Algonquin Power and Utilities Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2024)

Umsatz in Mio. 2.320 $
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 446,09 $
Jahresüberschuss in Mio. 119,72 $
Umsatz je Aktie 3,30 $
Gewinn je Aktie -1,96 $
Gewinnrendite +2,54%
Umsatzrendite -
Return on Investment +0,71%
Marktkapitalisierung in Mio. 3.129 $
KGV (Kurs/Gewinn) -2,27
KBV (Kurs/Buchwert) 0,66
KUV (Kurs/Umsatz) 1,35
Eigenkapitalrendite -
Eigenkapitalquote +27,76%

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 4
Stabilität der Dividende 0,55 (max 1,00)
Jährlicher -14,98% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs -2,98% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 18,30% (auf den Gewinn/FFO)
quote

Dividenden Historie

Datum Dividende
31.03.2026 0,064 $
31.12.2025 0,065 $
29.09.2025 0,065 $
30.06.2025 0,065 $
31.03.2025 0,065 $
31.12.2024 0,065 $
27.09.2024 0,066 $
28.06.2024 0,11 $
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Algonquin Power and Utilities Termine

Keine Termine bekannt.

Algonquin Power and Utilities Aktie: Übersicht Handelsplätze

Handelsplatz
Letzter
Änderung
Vortag
Zeit
Düsseldorf 5,308 -0,49%
5,334 € 07.05.26
Frankfurt 5,316 -0,82%
5,36 € 07.05.26
Hannover 5,344 +0,34%
5,326 € 07.05.26
München 5,37 0 %
5,37 € 07.05.26
Stuttgart 5,31 -1,01%
5,364 € 07.05.26
L&S RT 5,361 -0,72%
5,40 € 07.05.26
NYSE 6,28 $ 0 %
6,28 $ 01:00
Nasdaq 6,26 $ -1,03%
6,325 $ 07.05.26
AMEX 6,305 $ -0,39%
6,33 $ 07.05.26
Tradegate 5,436 +0,97%
5,384 € 07.05.26
Quotrix 5,40 -0,15%
5,408 € 07.05.26
Gettex 5,358 -0,45%
5,382 € 07.05.26
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
07.05.26 6,28 2,02 M
06.05.26 6,33 2,33 M
05.05.26 6,33 2,86 M
04.05.26 6,27 2,04 M
01.05.26 6,31 4,67 M
Weitere Historische Kurse

Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 6,31 $ -0,48%
1 Monat 6,27 $ +0,16%
6 Monate 6,24 $ +0,64%
1 Jahr 5,46 $ +15,02%
5 Jahre 15,89 $ -60,48%

Unternehmensprofil Algonquin Power and Utilities

Algonquin Power & Utilities Corp ist ein nordamerikanischer Versorger mit Fokus auf regulierte Strom-, Gas- und Wassernetze sowie erneuerbare Energieerzeugung. Das Unternehmen betreibt ein hybrides Geschäftsmodell aus stabilen, regulierten Netzinfrastrukturen und wachstumsorientierten Renewables-Projekten. Für langfristig orientierte, konservative Investoren ist Algonquin damit ein typischer Vertreter des nordamerikanischen Utility-Sektors mit Exposure zu Dekarbonisierung, Netzinvestitionen und anreizbasierter Regulierung.

Geschäftsmodell und Erlösquellen

Das Geschäftsmodell von Algonquin beruht im Kern auf der Bereitstellung systemrelevanter Versorgungsleistungen. Über regulierte Tochtergesellschaften betreibt das Unternehmen lokale Stromverteilnetze, Gasverteilnetze und Wasserversorgungssysteme, die über behördlich genehmigte Tarife monetarisiert werden. Ergänzend dazu investiert Algonquin in Onshore-Windparks, Photovoltaikanlagen, Wasserkraftwerke und zunehmend in Batteriespeicher, die überwiegend über langfristige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements, PPA) mit Kreditwürdigen Offtakern abgesichert sind. Die Erlöse stammen im regulierten Segment primär aus Netzentgelten und Endkundentarifen, die über Rate-Case-Prozesse an Investitionen, Kapitalkosten und Betriebsausgaben angepasst werden. Im Bereich erneuerbare Energien generiert Algonquin Umsätze aus der Einspeisung elektrischer Energie in regionale Netze, aus Kapazitätszahlungen und aus Grünstromverträgen mit Versorgern, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Durch diese Kombination aus regulierten, relativ planbaren Cashflows und projektbasiertem Wachstum im Renewables-Bereich versucht das Unternehmen, eine aus Risiko-Rendite-Sicht balancierte Kapitalstruktur zu etablieren.

Mission und strategische Leitlinien

Die Mission von Algonquin ist auf die Bereitstellung zuverlässiger, sicherer und zunehmend nachhaltiger Versorgungsleistungen ausgerichtet. Das Unternehmen positioniert sich als langfristiger Infrastrukturbetreiber, der Dekarbonisierung, Resilienz der Netze und Kundenorientierung in Einklang bringen will. Strategische Kernprinzipien sind die kontinuierliche Modernisierung der Netzinfrastruktur, die Reduktion der CO2-Intensität des Erzeugungsportfolios, der Ausbau erneuerbarer Kapazitäten und ein konservatives, regulatorisch kompatibles Finanzierungsprofil. Dabei verfolgt das Management eine schrittweise Portfolioumbau-Strategie von konventioneller Erzeugung hin zu erneuerbaren Energien, ohne die Versorgungssicherheit der angeschlossenen Communities zu gefährden.

Produkte und Dienstleistungen

Algonquin erbringt ein breites Spektrum klassischer Utility-Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette der Energie- und Wasserversorgung. Dazu gehören im Versorgungsbereich insbesondere
  • Stromverteilung an Privat-, Gewerbe- und Industriekunden
  • Erdgasverteilung für Heizung, Prozesswärme und Gewerbe
  • Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in ausgewählten Kommunen
Im Bereich der erneuerbaren Energien entwickelt, baut und betreibt Algonquin Erzeugungsanlagen, die Strom aus Wind, Sonne und Wasser bereitstellen. Ergänzende Dienstleistungen umfassen Asset-Management, Betriebsführung, Wartung sowie Energiehandels- und Optimierungsleistungen im Rahmen der jeweiligen regulatorischen Vorgaben. In einigen Versorgungsgebieten werden zudem Energiedienstleistungen wie Demand-Side-Management, Anschluss von dezentralen Erzeugern und Netzdienstleistungen für Großkunden angeboten.

Geschäftssegmente und Struktur

Das Geschäftsmodell von Algonquin lässt sich in zwei wesentliche Segmente gliedern. Das erste Segment umfasst die regulierten Versorgungsaktivitäten, die Strom-, Gas- und Wassernetze in verschiedenen nordamerikanischen Bundesstaaten und Provinzen betreiben und Endkunden direkt beliefern. Diese Einheiten unterliegen den jeweiligen Public Utility Commissions beziehungsweise Aufsichtsbehörden und arbeiten in einem anreizregulierten Umfeld mit genehmigten Renditebändern auf das eingesetzte Kapital. Das zweite Segment bündelt die erneuerbare Stromerzeugung aus Wind-, Solar- und Wasserkraftprojekten. Diese Assets sind häufig in speziellen Projektgesellschaften strukturiert und über langfristige Abnahmeverträge oder Einspeiseregelungen mit unterschiedlichen Counterparties abgesichert. Die Konzernstruktur ist darauf ausgerichtet, regulatorische Anforderungen, Finanzierungsbedingungen und operationelle Besonderheiten der beiden Kerngeschäftsbereiche voneinander zu entkoppeln, während zentrale Funktionen wie Kapitalallokation, Risikomanagement und strategische Projektentwicklung konzernweit gesteuert werden.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Algonquin vereint Merkmale eines klassischen, regulierten Versorgers mit denen eines spezialisierten Entwicklers erneuerbarer Energieprojekte. Diese Kombination verschafft dem Unternehmen einen differenzierten Zugang zu Wachstumsfeldern wie Dekarbonisierung, Elektrifizierung und Netzausbau, während die grundlastnahe Versorgungsinfrastruktur stabile Cashflows generiert. Zentrale Burggräben ergeben sich aus
  • regulierten Monopolpositionen in lokalen Versorgungsgebieten
  • langfristigen Konzessionen und Netzrechten
  • hohen Markteintrittsbarrieren durch Kapitalintensität, technische Komplexität und Genehmigungsverfahren
  • langlaufenden PPA-Strukturen und regulatorisch gesicherten Einnahmepfaden
Durch die Integration von Netzinfrastruktur und Erneuerbare-Energien-Portfolios kann Algonquin zudem Synergien bei Planung, Netzanschluss und Betrieb heben. Der Fokus auf kommunale und regionale Versorgung stärkt Kundenbindung und politische Akzeptanz, was in Genehmigungsprozessen und Regulierungsverhandlungen vorteilhaft sein kann.

Wettbewerbsumfeld

Im regulierten Geschäft konkurriert Algonquin indirekt mit anderen nordamerikanischen Versorgern um regulatorische Präzedenzfälle, Kapital und Übernahmeziele, nicht jedoch im täglichen Endkundengeschäft, da die jeweiligen Netzgebiete in der Regel Monopolcharakter besitzen. Im Segment der erneuerbaren Energien zählt das Unternehmen zu einem breiteren Feld von Independent Power Producers und spezialisierten Renewables-Entwicklern. Wettbewerber umfassen unter anderem große integrierte Versorger, kanadische und US-amerikanische Yieldcos, Infrastruktur- und Pensionsfonds sowie globale Energieunternehmen, die aggressiv in Wind- und Solarprojekte investieren. Der Wettbewerb manifestiert sich vor allem beim Erwerb von Projektrechten, bei Ausschreibungen für PPAs und bei der Kapitalbeschaffung. Kosteneffizienz, Engineering-Kompetenz, regulatorische Erfahrung und Bilanzqualität sind zentrale Differenzierungsfaktoren in diesem Markt.

Management, Corporate Governance und Strategie

Das Management von Algonquin verfolgt eine auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Strategie, die Kapitaldisziplin und regulatorische Kompatibilität betont. Der Vorstand setzt traditionell auf eine Kombination aus organischem Wachstum in bestehenden Versorgungsgebieten, selektiven Akquisitionen von Netz-Assets und der sukzessiven Erweiterung des erneuerbaren Portfolios. Die Corporate-Governance-Struktur orientiert sich an nordamerikanischen Best Practices mit einem Board of Directors, das Ausschüsse für Audit, Risikomanagement und Vergütung unterhält. In der jüngeren Vergangenheit stand das Management unter dem Druck, die Kapitalstruktur zu stabilisieren, Portfoliorisiken zu reduzieren und Investitionsprogramme an ein verändertes Zins- und Regulierungsumfeld anzupassen. Diese strategische Neuausrichtung legt einen stärkeren Fokus auf Bilanzstärke, Cashflow-Stabilität und selektive Projektentwicklung statt auf rein volumengetriebenes Wachstum.

Branchen- und Regionenanalyse

Algonquin ist im nordamerikanischen Versorgungssektor und im globalen Markt für erneuerbare Energien verankert, mit Schwerpunkt auf Kanada und den USA. Die regulierten Utility-Märkte zeichnen sich durch eine hohe Planbarkeit, aber auch durch intensive Aufsicht und politische Einflussfaktoren aus. Regulatorische Rahmenbedingungen definieren zulässige Renditen, Investitionsvolumina und Kostenweitergabe an Endkunden. Gleichwohl begünstigt der strukturelle Bedarf an Netzinvestitionen, Netzmodernisierung, Resilienzmaßnahmen gegen Extremwetterereignisse und digitale Infrastruktur langfristig steigende Kapitalbudgets. Der Renewables-Sektor wird durch Energiepolitik, CO2-Bepreisung, Subventionsregime und technologische Lernkurven geprägt. In Nordamerika unterstützen unterschiedliche Fördermechanismen, Steueranreize und Dekarbonisierungsziele den Ausbau erneuerbarer Kapazitäten, gleichzeitig erhöhen volatile Rohstoffpreise, Lieferkettenrisiken und Fachkräftemangel die Komplexität in der Projektumsetzung. Regionale Besonderheiten wie extreme Wetterereignisse, Wasserknappheit und Netzengpässe beeinflussen die operative Risikolage in einzelnen Versorgungsgebieten.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Algonquin Power & Utilities Corp entstand aus einem kanadischen Infrastruktur- und Energieentwickler, der zunächst mit kleineren erneuerbaren Projekten, insbesondere in der Wasserkraft, aktiv war. Im Laufe der Jahre wurde das Geschäftsmodell schrittweise von reiner Projektentwicklung auf den dauerhaften Betrieb von Versorgungsinfrastruktur und Stromerzeugungsanlagen ausgedehnt. Durch eine Serie von Akquisitionen im Bereich regulierter Strom-, Gas- und Wassernetze baute das Unternehmen eine diversifizierte regionale Präsenz in Nordamerika auf. Parallel dazu erweiterte Algonquin sein Renewables-Portfolio um Onshore-Wind- und Photovoltaikparks, teilweise in Partnerschafts- und Joint-Venture-Strukturen. Die Unternehmensentwicklung war über längere Zeit von einer wachstumsorientierten Kapitalmarktstory geprägt, die auf der Kombination von Regulierungssicherheit und Energiewende basierte. In jüngerer Zeit stand jedoch eine stärkere Konsolidierung, Portfoliooptimierung und Bilanzstärkung im Fokus, um auf das veränderte Zinsumfeld und regulatorische Erwartungen zu reagieren.

Sonstige Besonderheiten

Eine Besonderheit von Algonquin ist die Balance zwischen Versorgungs- und Infrastrukturcharakter einerseits und der Rolle als Entwickler und Betreiber von Clean-Energy-Assets andererseits. Dadurch trägt das Unternehmen direkt zu Energiewende- und Klimazielen in seinen Versorgungsgebieten bei, ist aber auch den typischen Projektrisiken erneuerbarer Energien ausgesetzt. Zudem agiert Algonquin in einem Umfeld, in dem ESG-Kriterien, Nachhaltigkeitsberichte und Stakeholder-Dialog mit Kommunen, Regulierern und Investoren hohe Priorität genießen. Die Positionierung als nachhaltiger Versorger mit Fokus auf Dekarbonisierung, Resilienz und Kundenorientierung bildet einen Kern der Equity-Story und beeinflusst sowohl Zugang zu grünem Kapital als auch die Wahrnehmung an den Kapitalmärkten.

Chancen für konservative Anleger

Für konservative Investoren eröffnen sich bei Algonquin mehrere potenzielle Chancen. Erstens bietet die Präsenz in regulierten Versorgungsmärkten mit monopolartigen Strukturen eine vergleichsweise hohe Visibilität der Cashflows, sofern regulatorische Rahmenbedingungen stabil bleiben. Zweitens ermöglicht die Ausrichtung auf erneuerbare Energien eine Teilnahme an strukturellen Wachstumstrends wie Dekarbonisierung, Elektrifizierung und Netzausbau, ohne sich ausschließlich auf volatile, unregulierte Erzeugungsmärkte zu stützen. Drittens kann eine disziplinierte Kapitalallokation in Kombination mit regulatorisch anerkannten Investitionsprogrammen mittelfristig zu einer Verbesserung der Asset-Qualität, der operativen Effizienz und der systemischen Resilienz führen. Schließlich könnte eine konsequente Fokussierung auf Bilanzstärkung und Cashflow-Generierung die Risikoprämie am Kapitalmarkt reduzieren und die Attraktivität des Unternehmens im Vergleich zu stärker verschuldeten Wettbewerbern erhöhen.

Risiken und zentrale Unsicherheiten

Trotz der defensiven Grundausrichtung des Utility-Sektors ist ein Investment in Algonquin mit spezifischen Risiken verbunden. Regulatorische Risiken entstehen aus Änderungen von Tarifsystemen, genehmigten Eigenkapitalrenditen, Kostenzuordnungen oder politischen Prioritäten, die sich negativ auf die Ertragslage auswirken können. Zins- und Refinanzierungsrisiken sind für kapitalintensive Versorger elementar, da steigende Finanzierungskosten die Rentabilität neuer Projekte und die Bewertung bestehender Assets unter Druck setzen können. Projekt- und Ausführungsrisiken im Renewables-Segment umfassen Bauverzögerungen, Kostenüberschreitungen, Lieferkettenstörungen, Genehmigungsrisiken und technische Ausfälle. Zusätzlich sind operationelle Risiken wie Extremwetterereignisse, Netzausfälle und Cyberangriffe relevante Faktoren, die sowohl direkte Schäden als auch Reputationsrisiken nach sich ziehen können. Für konservative Anleger ist zudem zu berücksichtigen, dass strategische Neuausrichtungen, Portfolioverkäufe oder Änderungen der Dividendenpolitik Phasen erhöhter Kursschwankungen auslösen können. Ob die Kombination aus reguliertem Geschäft und erneuerbaren Projekten langfristig eine aus Risiko-Rendite-Sicht attraktive Balance erzeugt, hängt maßgeblich von der künftigen Regulierungspraxis, dem Zinsumfeld und der operativen Umsetzung der Unternehmensstrategie ab.
Stand: März 2026
Hinweis

Algonquin Power and Utilities Prognose 2026: Einstufung & Empfehlung von Analysten

Algonquin Power and Utilities Kursziel 2026

  • Die Algonquin Power and Utilities Kurs Performance für 2026 liegt bei +2,11%.

Stammdaten

Marktkapitalisierung 4,03 Mrd. €
Aktienanzahl 767,23 Mio.
Streubesitz 27,32%
Währung EUR
Land Kanada
Sektor Versorger
Branche Multi-Versorger
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+72,68% Weitere
+27,32% Streubesitz

Community-Beiträge zu Algonquin Power and Utilities

  • Community-Beiträge
  • Aktuellste Threads
Avatar des Verfassers
MrTrillion3
CA0158571053 - Algonquin Power and Utilities

Algonquin Power & Utilities ist heute nicht mehr die alte Wachstumsstory aus erneuerbaren Energien, sondern nach dem Verkauf des nicht regulierten Wind- und Solargeschäfts im Januar 2025 im Kern ein deutlich stärker auf klassische, regulierte Strom-, Gas- und Wassernetze zugeschnittener Versorger. Genau das ist der entscheidende Punkt für die Aktie: Sie ist inzwischen weniger Fantasiepapier und mehr Restrukturierungs- und Re-Rating-Story. Zum 17. April 2026 lag der NYSE-Kurs bei 6,38 US-Dollar; bei 768,35 Millionen ausstehenden Aktien ergibt das eine Marktkapitalisierung von rund 4,9 Milliarden US-Dollar. Das operative Netzgeschäft bedient rund 1,272 Millionen Kundenanschlüsse in den USA, Kanada, Bermuda und Chile. (SEC)

Die Geschichte des Unternehmens erklärt gut, warum Algonquin heute so aussieht. Gegründet wurde die Firma 1988 zunächst als Entwickler von Wasserkraftprojekten in Kanada. 2001 begann der Einstieg in regulierte Wasser- und Abwasserinfrastruktur in Arizona, 2004 kam Windkraft hinzu, ab 2010 dann der Ausbau in regulierte Strom- und Gasnetze. Mit der Übernahme von Empire District Electric 2017 wurde Algonquin deutlich größer, 2020 kamen mit BELCO in Bermuda und ESSAL in Chile weitere regulierte Versorgungsaktivitäten dazu, 2022 New York Water. Der jüngste große Einschnitt war 2025 der Verkauf des nicht regulierten Renewables-Geschäfts; damit ist Algonquin nun im Wesentlichen eine Pure-Play-Utility mit verbliebener Hydro-Sparte. Rechtlich in der heutigen Form entstand AQN 2009 im Zuge der Umstrukturierung und Umbenennung zu Algonquin Power & Utilities Corp. (algonquinpower.com)

Fundamental ist das Bild für 2025 klar besser als noch 2024. Der Konzern erzielte 2025 einen Umsatz von 2,434 Milliarden US-Dollar und einen Net Revenue von 1,794 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn für Stammaktionäre aus fortgeführten Aktivitäten lag bei 208,0 Millionen US-Dollar bzw. 0,27 US-Dollar je Aktie; bereinigt waren es 258,8 Millionen US-Dollar bzw. 0,34 US-Dollar je Aktie. Das regulierte Geschäft allein verdiente 351,0 Millionen US-Dollar und profitierte von genehmigten Tariferhöhungen sowie deutlich geringeren Zinskosten nach Schuldenabbau. In der Bilanz standen zum Jahresende 2025 14,14 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten, 5,05 Milliarden US-Dollar Eigenkapital und 6,53 Milliarden US-Dollar zinstragende Schulden inklusive kurzfristigem Anteil; die liquiden Mittel waren mit 32,7 Millionen US-Dollar niedrig. Das ist für eine Utility nicht ungewöhnlich, zeigt aber auch: Die Kapitalstruktur bleibt ein zentrales Thema. (SEC)

Bei der Dividende ist Algonquin nach den Kürzungen der letzten Jahre deutlich glaubwürdiger geworden, aber die alte Großzügigkeit ist weg. Für 2025 wurden insgesamt 0,26 US-Dollar je Aktie ausgeschüttet, nach 0,347 US-Dollar 2024 und 0,434 US-Dollar 2023. Die aktuelle Quartalsdividende beträgt 0,065 US-Dollar je Aktie, also ebenfalls 0,26 US-Dollar auf Jahresbasis. Auf Basis des Schlusskurses vom 17. April 2026 entspricht das einer Dividendenrendite von rund 4,1 Prozent. Gemessen am bereinigten 2025er Gewinn liegt die Ausschüttungsquote bei etwa 76 Prozent; auf Basis des 2026er Gewinnmittelpunkts wären es rund 72 Prozent. Das ist nicht üppig billig, aber für eine regulierte Utility tragfähig, solange die operative Disziplin hält. (SEC)

Der Investment-Case steht und fällt mit drei Punkten. Erstens: Die operative Vereinfachung funktioniert. Das Management hat 2025 gezeigt, dass der “Back to Basics”-Ansatz tatsächlich in bessere Ergebnisse übersetzt werden kann. Zweitens: Der Schuldenabbau war real; nach dem Verkauf des Renewables-Geschäfts wurden laut Unternehmen rund 1,6 Milliarden US-Dollar Schulden zurückgeführt, und die Gesellschaft hält weiter BBB-Ratings von S&P, DBRS und Fitch. Drittens: Das Wachstum ist jetzt planbarer. Algonquin bestätigt für 2026 ein bereinigtes EPS von 0,35 bis 0,37 US-Dollar und für 2027 von 0,38 bis 0,42 US-Dollar. Das Unternehmen plant rund 0,8 Milliarden US-Dollar Utility-Capex im Jahr 2026 und rund 3,2 Milliarden US-Dollar in den Jahren 2026 bis 2028 insgesamt; daraus soll ein Rate-Base-Wachstum von 5 bis 6 Prozent pro Jahr entstehen. Außerdem erwartet das Management keine Eigenkapitalerhöhung bis 2027. Für einen ehemals chaotisch wirkenden Versorger ist das genau die Art von Botschaft, die der Markt hören will. (businesswire.com)

Trotzdem ist die Aktie kein Selbstläufer. Algonquin hat weiter echte Problemzonen. In Kalifornien läuft das Apple-Valley-Verfahren weiter, nachdem ein Berufungsgericht 2025 die frühere Entscheidung zugunsten von Liberty Apple Valley aufgehoben hatte; das Verfahren liegt nun beim Supreme Court of California. Ebenfalls schwerwiegend ist der Gasunfall in Lexington, Missouri, vom 9. April 2025 mit Todesopfer und Schwerverletzten; der NTSB untersucht. Dazu kommt das Mountain-View-Fire-Thema bei CalPeco: Der Konzern hat für Ansprüche 178,4 Millionen US-Dollar an Verlusten erfasst, 116,0 Millionen US-Dollar Versicherungsrecoveries und 71,5 Millionen US-Dollar über den Wildfire Expense Memorandum Account gegengebucht, weist aber selbst darauf hin, dass mögliche Mehrverluste nach oben nicht verlässlich quantifizierbar sind. Darüber hinaus nennt Algonquin regulatorische Verzögerungen, Inflationsdruck und neue US-Zölle auf Ausrüstung und Materialien als Risiken für Margen und Projektkosten. Das ist kein Nebengeräusch, sondern der Hauptgrund, warum die Aktie trotz Turnaround noch keinen klaren Qualitätsaufschlag verdient. (SEC)

Für die nächsten 5 bis 15 Jahre sehe ich Algonquin nicht als spektakulären Gewinner, sondern als potenziell ordentlich laufenden Versorger, falls die Reorganisation sauber durchgezogen wird. Das Unternehmen hat heute eine vernünftigere Struktur als vor zwei Jahren, ein besser fokussiertes Portfolio und eine plausiblere Kapitalallokation. Aber es bleibt ein Konzern mit Altlasten, regulatorischen Baustellen und begrenztem organischem Wachstum. Das Chance-Risiko-Profil ist deshalb anders als bei erstklassigen nordamerikanischen Utilities: weniger Qualität, dafür mehr Aufholpotenzial. Gelingt die operative Normalisierung, kann aus AQN ein solider Dividenden- und moderater Wachstumswert werden. Misslingen Regulierung, Kostenkontrolle oder Rechtsfälle, bleibt die Aktie ein Value Trap. (businesswire.com)

Bewertung und Kursziele: Auf Basis des 17.-April-Kurses von 6,38 US-Dollar und des Mittelpunkts der 2026er Guidance von 0,36 US-Dollar wird Algonquin mit rund 17,7-mal dem erwarteten bereinigten Jahresgewinn bewertet. Das Buchwertverhältnis liegt bei etwa 1,06. Für eine erstklassige, sauber wachsende Utility wäre das nicht billig, für einen Turnaround-Versorger mit Sonderrisiken aber auch nicht absurd teuer. Deshalb liegt mein 12-Monats-Basiskursziel bei 7,00 US-Dollar je Aktie auf NYSE-Basis. Mein bullishes Szenario liegt bei 8,50 US-Dollar, falls die Regulierungsfortschritte anhalten, Rechtsrisiken nicht eskalieren und der Markt Algonquin stärker als berechenbare Utility statt als Problemfall bewertet. Mein bearishes Szenario liegt bei 5,00 US-Dollar, falls bei den Altlasten neue Rückschläge kommen. Für 5 bis 15 Jahre halte ich im guten Verlauf eher eine ordentliche, aber keine herausragende Gesamtrendite für realistisch: Dividende plus mittleres Gewinnwachstum, nicht die Art von Aktie, die man wegen explosiver Fantasie kauft, sondern höchstens wegen einer allmählichen Rehabilitierung. (businesswire.com)

Mein Fazit ist deshalb eindeutig: Algonquin ist 2026 deutlich besser aufgestellt als noch in der Schwächephase 2023/2024, aber die Aktie ist für mich eher ein vorsichtig interessantes Turnaround-Investment als ein herausragender Langfristwert. Positiv sind die Vereinfachung des Geschäfts, der Schuldenabbau, die wieder besser planbare Dividende und das regulierte Wachstumsprofil. Negativ sind die rechtlichen und regulatorischen Unsicherheiten, die nach wie vor dünne Vertrauensbasis des Marktes und die Tatsache, dass ein Teil der Ergebnisverbesserung 2025 schlicht aus niedrigeren Zinskosten und dem Umbau stammt, nicht aus einem strukturell überlegenen Geschäftsmodell. Wer Stabilität und höchste Qualität sucht, findet im Utility-Sektor Besseres. Wer eine angeschlagene, aber inzwischen geordnetere Utility mit Re-Rating-Potenzial sucht, kann Algonquin auf diesem Niveau vertretbar finden. Für einen großen Sicherheitsabstand ist mir die Aktie bei 6,38 US-Dollar allerdings noch nicht billig genug. (businesswire.com)

Autor: ChatGPT

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Starboard builds greater than 5% stake in Algonquin Power - WSJ

Jun. 30, 2023 7:15 AM ET

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Activist hedge fund Starboard Value LP in a filing on Friday reported a 5% stake in Algonquin Power & Utilities Corp , saying it purchased the company's shares on the belief they were undervalued and represented an attractive investment opportunity.
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Häufig gestellte Fragen zur Algonquin Power and Utilities Aktie und zum Algonquin Power and Utilities Kurs

Der aktuelle Kurs der Algonquin Power and Utilities Aktie liegt bei 5,35466 €.

Für 1.000€ kann man sich 186,75 Algonquin Power and Utilities Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Algonquin Power and Utilities Aktie lautet AQN.

Die 1 Monats-Performance der Algonquin Power and Utilities Aktie beträgt aktuell 0,16%.

Die 1 Jahres-Performance der Algonquin Power and Utilities Aktie beträgt aktuell 15,02%.

Der Aktienkurs der Algonquin Power and Utilities Aktie liegt aktuell bei 5,35466 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von 0,16% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Algonquin Power and Utilities eine Wertentwicklung von -3,24% aus und über 6 Monate sind es 0,64%.

Das 52-Wochen-Hoch der Algonquin Power and Utilities Aktie liegt bei 7,10 $.

Das 52-Wochen-Tief der Algonquin Power and Utilities Aktie liegt bei 5,32 $.

Das Allzeithoch von Algonquin Power and Utilities liegt bei 17,86 $.

Das Allzeittief von Algonquin Power and Utilities liegt bei 4,19 $.

Die Volatilität der Algonquin Power and Utilities Aktie liegt derzeit bei 28,68%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Algonquin Power and Utilities in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 4,03 Mrd. €

Insgesamt sind 702,9 Mio Algonquin Power and Utilities Aktien im Umlauf.

Algonquin Power and Utilities hat seinen Hauptsitz in Kanada.

Algonquin Power and Utilities gehört zum Sektor Multi-Versorger.

Das KGV der Algonquin Power and Utilities Aktie beträgt -2,27.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2024 von Algonquin Power and Utilities betrug 2.319.538.000 CAD.

Ja, Algonquin Power and Utilities zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 31.03.2026 eine Dividende in Höhe von 0,064 $ (0,056 €) gezahlt.

Zuletzt hat Algonquin Power and Utilities am 31.03.2026 eine Dividende in Höhe von 0,064 $ (0,056 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 1,02%. Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Algonquin Power and Utilities wurde am 31.03.2026 in Höhe von 0,064 $ (0,056 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 1,02%.

Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 31.03.2026. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,064 $ (0,056 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.