ADX Energy teilte mit, dass die Bohrung der Sonde Hochfeld 1, kurz HOCH 1, begonnen habe. Nach Darstellung des Unternehmens wurde das Bohrloch wenige Tage nach dem Start bereits weiter in die Tiefe geführt. Zum genannten Berichtszeitpunkt sei in einem Bohrabschnitt mit 96 Metern gemessener Tiefe gearbeitet worden. Das Unternehmen erklärte, HOCH 1 sei die erste von drei flachen Gasbohrungen, für die bereits Genehmigungen vorlägen. Damit beginne ein Programm, mit dem mehrere nahe an der Oberfläche liegende Gasziele geprüft werden sollen. ADX Energy tritt bei HOCH 1 als Operator auf und hält einen wirtschaftlichen Anteil von 50 Prozent. Für das Unternehmen ist der Beginn der Arbeiten von besonderer Bedeutung, weil es sich nicht um ein Einzelprojekt handelt. Vielmehr soll HOCH 1 den Auftakt für eine Serie von Bohrungen bilden, mit denen ADX Energy sein Gasgeschäft in Oberösterreich ausbauen will. Das Management verwies darauf, dass weitere Ziele bereits vorbereitet seien.
Im Mittelpunkt steht ein Gasvorkommen in relativ geringer Tiefe. Die Sonde soll auf rund 1.430 Meter gemessene Tiefe gebohrt werden. Das Ziel liegt in Sandsteinen, also in porösem Gestein, das Gas speichern und im günstigen Fall auch gut abgeben kann. Genau diese Eigenschaft macht solche Lagerstätten für Unternehmen interessant, weil sie die Grundlage für eine wirtschaftliche Förderung bilden kann. ADX Energy verwies darauf, dass ähnliche Bohrungen in derselben Gesteinseinheit bereits hohe Anfangsraten erreicht hätten. Nach Unternehmensangaben lagen diese bei bis zu 9 Millionen Standard-Kubikfuß Gas pro Tag. Das entspreche ungefähr 1.500 Barrel Öläquivalent pro Tag. Mit dieser Einheit wird die Energiemenge von Gas in eine mit Öl vergleichbare Größe umgerechnet.
Gerade dieser Verweis auf bekannte Vergleichsbohrungen ist für die Einordnung wichtig. Er bedeutet nicht, dass HOCH 1 automatisch dieselbe Leistung erreichen wird. Er zeigt aber, warum das Management das Projekt als aussichtsreich einstuft. Das Zielgebiet gehört aus Sicht des Unternehmens zu einem Typ von Lagerstätte, der in der Region bereits nachweislich produktiv war.
Für den HOCH Prospekt nennt ADX Energy eine durchschnittliche prospektive Ressource von 8,0 Milliarden Kubikfuß Gas. Im günstigeren Szenario beläuft sich die Angabe auf 17,3 Milliarden Kubikfuß. Solche prospektiven Ressourcen sind keine gesicherten Reserven. Sie beschreiben vielmehr Mengen, die möglicherweise vorhanden und später förderbar sein könnten. Ob daraus tatsächlich wirtschaftlich nutzbare Produktion wird, muss erst die Bohrung zeigen.
Zum Ablauf erklärte ADX Energy, zunächst werde weiter bis etwa 430 Meter gebohrt. Anschließend solle ein Stahlrohr eingesetzt und einzementiert werden, um das Bohrloch zu sichern. Danach werde die Bohrung bis zur geplanten Endtiefe fortgesetzt. Für das gesamte Bohren und die erste Bewertung des Ergebnisses veranschlage das Management rund 14 Tage. Sollte die Sonde erfolgreich sein, werde das Bohrloch nach Angaben des Unternehmens gesichert und für spätere Produktionstests vorbereitet.
HOCH 1 ist für ADX Energy mehr als nur eine einzelne Bohrung. Das Projekt steht am Beginn eines größeren Plans, mit dem das Unternehmen mehrere flache Gasziele zügig prüfen will. Solche Vorhaben gelten im Vergleich zu tieferen und komplizierteren Projekten oft als schneller umsetzbar, weil die Bohrzeiten kürzer sein können und der technische Aufwand begrenzter ist.
Hinzu kommt der strategische Gedanke, mehrere Ziele nacheinander zu bohren. Dadurch lassen sich Geräte, Mannschaften und Planung über mehrere Projekte hinweg nutzen. Das kann Kosten senken und Abläufe beschleunigen. Für ein kleineres Energie-Unternehmen ist das besonders wichtig, weil jede gewonnene Effizienz direkten Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit hat. Das Management erklärte zudem, man werde regelmäßig über den operativen Fortschritt und über die Ergebnisse von HOCH 1 berichten. Die nächsten Schritte im Programm seien nach Unternehmensangaben bereits angelegt. Weitere Bohrziele stünden bereit und könnten nach dem ersten Test folgen.
Das Management führte aus, HOCH 1 solle der erste praktische Beleg dafür werden, ob sich das flache Gasprogramm in Oberösterreich wie geplant entwickeln lasse. Bei einem positiven Verlauf könnten die nächsten Bohrungen im Programm folgen und zusätzliche Produktionsmöglichkeiten erschlossen werden. Sollte die Sonde die Erwartungen bestätigen, würde ADX Energy aus Sicht des Managements die Grundlage erhalten, das Programm zügig auszubauen und weitere nahe liegende Gasziele zu entwickeln.
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.