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Original-Research: 3U HOLDING AG (von GSC Research GmbH): Kaufen

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Quelle: - © Global_Pics / iStock Unreleased / Getty Images:

Original-Research: 3U HOLDING AG - von GSC Research GmbH 21.05.2026 / 09:42 CET/CEST Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.


Einstufung von GSC Research GmbH zu 3U HOLDING AG

Unternehmen: 3U HOLDING AG
ISIN: DE0005167902
 
Anlass der Studie: Zahlen erstes Quartal 2026
Empfehlung: Kaufen
seit: 21.05.2026
Kursziel: 2,00 Euro
Kursziel auf Sicht von: 12 Monaten
Letzte Ratingänderung: 30.08.2023, vormals Halten
Analyst: Jens Nielsen
Operativer Turnaround im ersten Quartal 2026 In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2026 musste die 3U HOLDING AG einen rund 15-prozentigen Umsatzrückgang hinnehmen. Verantwortlich dafür zeichnete primär das Segment SHK, in dem die Erlöse infolge des schwachen Branchenumfelds um mehr als ein Viertel einbrachen. Aber auch bei ITK schlugen sich die verhaltenen konjunkturellen Rahmenbedingungen in einer Umsatzreduktion von über 10 Prozent nieder. Demgegenüber konnte Erneuerbare Energien die Erlöse mit dem Abschluss des Repowering-Projekts beim Windpark Langendorf um rund drei Viertel steigern. Trotz der geringeren Umsatzbasis drehte das Konzern-EBITDA jedoch erstmals nach einem Jahr wieder in die schwarzen Zahlen. Hervorzuheben ist dabei, dass alle Segmente ihren EBITDA-Beitrag verbessern konnten. Zwar fiel dieser Effekt bei ITK und SHK nur marginal aus, angesichts der dortigen deutlichen Erlösrückgänge werten wir dies aber als erste erkennbare Erfolge der implementierten Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen. Leider werden die operativen Fortschritte allerdings unterhalb der EBITDA-Ebene nicht sichtbar. Ursächlich dafür ist zum einen, dass infolge des zu rund 90 Prozent fremdfinanzierten Repowering-Projekts Langendorf nun deutlich höhere Abschreibungen und Zinsaufwendungen anfallen. Zum anderen waren die Quartalszahlen auch erheblich durch eine stichtagsbedingte Wertberichtigung von 7,2 Mio. Euro auf die 427,1 gehaltenen Bitcoin belastet. Je nach Kursentwicklung der – aktuell wieder deutlich über dem Niveau zum Quartalsende notierenden – Kryptowährung sind hier im weiteren Jahresverlauf auch wieder entsprechende Zuschreibungen bis zur Höhe des Einstandspreises möglich. Eventuelle Wertsteigerungen darüber hinaus würden dann erst zum Zeitpunkt einer Realisation, also eines Verkaufs, buchhalterisch erfasst, bis dahin wären sie somit nur als stille Reserven vorhanden. Allerdings besteht hier auch das potenzielle Risiko eines möglichen weiteren stichtagsbedingten Wertberichtigungsbedarfs. Unabhängig von den nicht kalkulierbaren Ergebniseffekten aus der weiteren Kursentwicklung und möglichen Teilveräußerungen des Bitcoin-Bestands erwarten wir im laufenden Geschäftsjahr auf operativer Ebene weitere Fortschritte im 3U-Konzern. Positiv dürfte sich dabei im Vergleich zu den Quartalszahlen insbesondere auch auswirken, dass die mit dem Abschluss des Repowerings-Projekts Langendorf deutlich erhöhte Nennleistung der Energieparks erst seit Anfang März 2026 in vollem Umfang zum Tragen kommt. Allerdings sehen wir die derzeitigen Perspektiven für das mit einem Umsatzanteil von rund 60 Prozent mit Abstand größte Segment SHK auch angesichts möglicher weiterer Belastungen durch die Auswirkungen des Nahost-Konflikts kritisch. Zwar sind die Baugenehmigungen im deutschen Wohnungsbau im ersten Quartal 2026 kräftig um 14 Prozent gestiegen. Dieser Hoffnungsschimmer für die Branche droht jedoch durch steigende Zinsen, Inflation und Baukosten zunichte gemacht zu werden. Dies spiegelt sich auch darin wieder, dass das ifo-Geschäftsklima im Wohnungsbau im April mit einer massiven Verschlechterung von minus 19,3 auf minus 28,4 Punkte den stärksten Rückgang seit April 2022 verzeichnete. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Schätzungen zurückgenommen, gehen dabei aber weiterhin von einer erheblich verbesserten und sukzessive weiter steigenden operativen Profitabilität auf EBITDA-Ebene aus. Allerdings fallen unsere EPS-Prognosen aufgrund der von uns erwarteten Belastungen bei Abschreibungen und Finanzergebnis auf Sicht weiter deutlich negativ aus. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass unsere Schätzungen weder potenzielle An- und Verkäufe von Vermögensgegenständen, die einen festen Bestandteil des 3U-Geschäftsmodells bilden, noch die beantragten und in Eruierung befindlichen Projekte im Segment Erneuerbare Energien beinhalten. Hieraus können jedoch unter Umständen deutlich von unseren Prognosen abweichende Ergebnisse resultieren. Aus diesem Grund stellen wir unsere Anlageempfehlung für die 3U-Aktie auf eine Sum-of-the-Parts (SOTP)-Bewertung ab. Dabei hat sich gegenüber den auf dem Stand zum Bilanzstichtag basierenden Ansätzen in unserem letzten Research im Zuge des abgeschlossenen Repowering-Projekts Langendorf die Nennleistung der 3U-Energieparks zum 31. März 2026 um 18,6 MW und in der Folge unser Wertansatz um 16,7 Mio. Euro erhöht. Die maßgeblich durch die Finanzierung dieser Maßnahme geprägte Nettoverschuldung des 3U-Konzerns ist zu diesem Stichtag indes nur um 4,8 Mio. Euro angestiegen. Dies führt dazu, dass sich auf Basis unserer SOTP-Bewertung nunmehr ein wieder von 1,60 auf 2,00 Euro erhöhtes Kursziel für die 3U-Aktie ergibt. Bei einem aktuellen Börsenkurs von 1,14 Euro beläuft sich die Marktkapitalisierung der 3U HOLDING AG auf 42,0 Mio. Euro. Demgegenüber entspricht das bilanzielle Eigenkapital ohne Anteile Dritter zum Ende des ersten Quartals mit 69,8 Mio. Euro einem Betrag von 2,08 Euro je Aktie im Umlauf. Dabei stellt sich die Eigenkapitalquote des 3U-Konzerns zum Quartalsende auf 45,1 Prozent. Zudem hält die Gesellschaft 3.240.665 eigene Anteilsscheine mit einem aktuellen Kurswert von 3,7 Mio. Euro sowie die erwähnten 427,1 Bitcoin mit einem derzeitigen Kurswert von rund 28,5 Mio. Euro. Insgesamt stufen wir die Aktie der Marburger Beteiligungsgesellschaft daher unverändert als unterbewertet und somit als „Kauf“ ein, wobei wir den Titel vor allem für den mittel- bis längerfristig orientierten Anleger als interessant erachten. Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: 2026-05-21_3U_HOLDING Die Analyse oder weiterführende Informationen zu dieser können Sie hier downloaden: https://gsc-research.de Kontakt für Rückfragen: GSC Research GmbH Tiergartenstr. 17 D-40237 Düsseldorf Postanschrift: Postfach 48 01 10 D-48078 Münster Tel.: +49 2501 44091-21 Fax: +49 2501 44091-22 E-Mail: info@gsc-research.de Internet: www.gsc-research.de

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