In einem neuen Interview erklärt er: “[Ripple] wird weiterhin XRP abstoßen und Milliarden von Dollar verdienen und dann mit einem Unternehmen, das davon abgekoppelt ist, Sachwerte kaufen, und die XRP-Inhaber werden keinen Anteil daran haben.” Damit erneuert er eine Ripple-Kritik, die schon seit Jahren immer wieder die Runde macht: Ripple und XRP sind zwei getrennte Paar Schuhe. Dass die Krypto-Firma Erfolg hat, beispielsweise auch mit ihrem neuen Stablecoin RLUSD, bedeutet nicht, dass Kleinanleger in Form von Kursanstiegen automatisch profitieren würden.
“Was sie tun sollten, ist, einen Weg zu finden, ihr Geschäftsmodell direkt mit XRP-Rückkäufen zu verknüpfen. Ich meine, genau das macht Hyperliquid“, empfiehlt der für seine kontroversen Aussagen bekannte Cardano-Gründer. Derzeit gebe es aber keinen finanziellen Anreiz für die Ripple-Führung, den Gewinn zu teilen, und auch keinen gesetzlichen Anreiz. Er selbst sei deshalb zynisch, weil er Block One gesehen habe: “Erinnert euch an damals, als sie 4 Milliarden US-Dollar für EOS aufgebracht haben und dann sofort sagten: ‘Wir haben keine treuhänderische Verpflichtung gegenüber dem US-Token’, und Block One ist mit dem ganzen Geld davongelaufen?”

Doch so gerechtfertigt die Kritik auch sein mag – auf Jahressicht stehen die Investoren seines eigenen Krypto-Projektes sogar noch schlechter da. Das Minus von 37 Prozent bei XRP lässt ADA mit einem Kursverlust von 64 Prozent noch vergleichsweise moderat aussehen. In den vergangenen Wochen sorgte Charles Hoskinson in erster Linie mit Ausfällen gegen Ripple, die US-Regierung oder den Clarity Act für Aufsehen. Über Letzteren schimpfte er: “Wir müssen wohl ein Gesetz verabschieden, das schrecklicher Müll ist.”
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