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"Ihr macht euch etwas vor": Ripple-Experte warnt XRP-Anleger

Steigt der XRP-Kurs über 1.000 Dollar, weil Ripple und die US-Regierung den finanziellen Reset planen? Warum ein Insider die Theorie zurückweist.

Ein XRP-Kurs von 5 US-Dollar oder mehr schien nur noch eine Frage weniger Wochen zu sein, als Donald Trump im Januar des vergangenen Jahres zum zweiten Mal ins Weiße Haus einzog. In den Wochen nach dem Wahlsieg hatte der Ripple-Coin bereits eine der spektakulärsten Rallyes der Krypto-Geschichte hingelegt und stieg von rund 0,60 US-Dollar auf zeitweise fast 3,30 US-Dollar.

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Genau auf dem Höhepunkt des XRP-Hypes stiegen viele Retail-Anleger ein – und dürften die Kursentwicklung seit dem Sommer mit langen Gesichtern verfolgt haben. Im Moment des Schreibens handelt der Ripple-Coin bei 1,41 US-Dollar, was einem Minus von 47 Prozent auf Halbjahressicht entspricht. Doch einige XRP-Influencer wollen von einem Geheimplan wissen, der Ripple und die US-Regierung involviert. Ihre langfristigen XRP-Prognosen haben es in sich: 100 US-Dollar oder gar 1.000 US-Dollar nennen sie als realistische langfristige Kursziele.

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“Es gibt keine Verschwörung. Es gibt keinen geheimen Plan. Es läuft nichts zwischen der Regierung und XRP”, stellt Ex-Ripple-Technikchef nun jedoch in einem X-Post klar. Zuletzt wurden in den sozialen Medien einige Theorien aufgegriffen, nach denen XRP Teil einer größeren, noch nicht angekündigten Initiative im Zusammenhang mit Zentralbanken oder einem künftigen “Financial Reset” sein könnte. Häufig beruhen diese Spekulationen auf nicht-öffentlichen Geschäftsbeziehungen oder heimlichen Absprachen mit der US-Regierung. David Schwartz warnt vor derlei phantastischen XRP-Hoffnungen: “Wenn ihr auf dieser Grundlage Zeit, Geld oder Gefühle investiert, macht ihr euch etwas vor.”

XRP Spot ETFs zeigen robustes Ergebnis

Der Erklärung des früheren CTOs zufolge verlangen einige Partner von Ripple tatsächlich Geheimhaltungsvereinbarungen, was in Geschäftsbeziehungen aber gängige Praxis sei. Diese Vertraulichkeit sollte dementsprechend nicht mit dem Hinweis auf einen geheimen XRP-Masterplan verwechselt werden. Ein greifbarer Erfolg zeigt sich hingegen bei den XRP Spot ETFs, die im laufenden Monat April trotz der schwierigen Marktphase bereits 82 Millionen US-Dollar an Nettozuflüssen verzeichneten. Insgesamt kommen die Ripple-Indexfonds von Bitwise, Canary und Co. auf ein verwaltetes XRP-Vermögen im Wert von 1,1 Milliarden US-Dollar, was 1,2 Prozent der Gesamtmarktkapitalisierung entspricht.

Die wöchentlichen XRP ETF Flows seit dem Handelsstart I Quelle: SoSoValue

Insbesondere der Vermögensverwalter Bitwise, der auch für den sechstgrößten Bitcoin Spot ETF verantwortlich zeichnet, nimmt im rasch wachsenden XRP-Markt für institutionelle Investoren eine zentrale Rolle ein. Während die Konkurrenzprodukte stagnierten, konnte der hauseigene Indexfonds kontinuierlich positive Nettozuflüsse verzeichnen.

Matt Hougan, CIO von Bitwisen, begründete den erfolgreichen Handelsstart der Ripple-Produkte wie folgt: “Die durchschnittliche Meinung zu einem Krypto-Asset entscheidet nicht über den Erfolg eines ETF. Es ist besser, wenn 20 Prozent der Menschen ein Asset lieben, als wenn 80 Prozent es etwas mögen“. Dass XRP polarisiert wie kaum eine andere Kryptowährung, dürfte also auch an der Wall Street ein hilfreiches Verkaufsargument sein.

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