Silber – wie wir nun agieren

Feingold Research  | 
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Seit Jahresbeginn leuchtet Silber bereits mit einem Kursplus von 25 Prozent – und das könnte schon veraltet sein, ehe diese Mail im Postfach landet. Wer darauf gesetzt hatte, dass nach dem 150-Prozent-Anstieg im Vorjahr nun die Fahnenstange bricht, sieht sich gezwungen, Short-Positionen teuer einzudecken. Am Dienstag hatten wir die fundamentalen Rahmenbedingungen beleuchtet, heute lohnt ein Blick auf die Charts – wobei sich diese angesichts der Dynamik eher wie ein Tanz auf dünnem Eis präsentieren: Klassische Indikatoren greifen nur noch begrenzt.

Für den besseren Überblick empfiehlt sich zunächst die Vogelperspektive: der Monatschart. Auf hohen Zeitebenen lassen sich Trends erkennen, die im hektischen Tagesgeschäft leicht untergehen. Charts zeigen dabei nicht nur die Preisentwicklung, sondern auch die Dimension Zeit – und gerade bei Silber ist das entscheidend. Nach oft kurzen, aber heftigen Aufwärtsphasen folgen lange Ruhezeiten. 1979 stieg der Kurs um 350 Prozent, in den folgenden zwei Jahren ging es um knapp 50 Prozent zurück. 2010 wiederholten sich ähnliche Bewegungen, wenn auch moderater. Dazwischen lassen sich mehrjährige Bodenbildungsphasen erkennen, in der Fachsprache als Untertassen bezeichnet.

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