Bevor wir uns Silber aus technischer Sicht widmen, ein kleiner, aber notwendiger Disclaimer: Chart- und markttechnische Analysen funktionieren am zuverlässigsten in ruhigen bis moderat volatilen Phasen. Bei extremen Bewegungen – ausgelöst von zu viel Gier oder Angst – sinkt die Signalqualität deutlich. Ein anschauliches Beispiel: Mitte Dezember erreichte Silber bei rund 60 Prozent Aufschlag auf seine 200-Tage-Linie ein historisch kritisches Niveau. Seit 1982 endeten nahezu alle Aufwärtsbewegungen bei ähnlichen Quoten. Die aktuelle Rally hat sich davon nicht einschüchtern lassen und sogar die 121USD-Marke erreicht.
Klar ist: Der Zeithorizont macht den Unterschied. Kurzfristig wirkt Silber nach dem historischen Einbruch überverkauft. Aktuell notiert die Feinunze etwa 10 Prozent unter ihrem Monatsdurchschnitt – ein Rabatt, der zuletzt Anfang April 2025 beobachtet wurde (grüner Pfeil im Tageschart). Damals folgte eine stramme Aufwärtsbewegung.
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