Das wichtigste Ergebnis stammt laut Defiance Silver aus Bohrloch DDSA-25-80. Das Unternehmen meldete dort über 1,20 Meter Gehalte von 356 Gramm Silber je Tonne Gestein und 2,15 Gramm Gold je Tonne. Dieser Abschnitt liege innerhalb eines breiteren Bereichs von 11,02 Metern mit 125,41 Gramm Silber je Tonne und 0,81 Gramm Gold je Tonne. Für die Einordnung ist wichtig, dass die Bohrung nicht nur einen kurzen hochgradigen Abschnitt getroffen hat. Sie enthält zugleich ein größeres mineralisiertes Paket. In der Exploration kann ein solcher Zusammenhang helfen, die Form und Ausdehnung einer Lagerstätte besser zu verstehen. Ein geologisches Modell beschreibt vereinfacht, wo mineralisiertes Gestein im Untergrund liegt und wie die einzelnen Zonen miteinander verbunden sein könnten.
DDSA-25-80 wurde nach Unternehmensangaben als Zwillingsbohrung zu einem älteren Bohrloch angelegt. Eine Zwillingsbohrung wird nahe an eine frühere Bohrung gesetzt, um ältere Daten zu überprüfen. Defiance Silver berichtete, DDSA-25-80 habe die Mächtigkeit und die Gehalte aus dem historischen Bohrloch SAD-17-12 bestätigt. Für das Unternehmen ist dies relevant, weil ältere und neue Daten dadurch besser in ein gemeinsames Modell eingeordnet werden können.
Auch die Bohrlöcher DDSA-25-78 und DDSA-25-81 lieferten laut Defiance Silver Silberabschnitte. DDSA-25-78 habe 2,14 Meter mit 111,12 Gramm Silber je Tonne durchschnitten. Darin enthalten sei ein Abschnitt von 0,68 Metern mit 208 Gramm Silber je Tonne. DDSA-25-81 habe 2,63 Meter mit 111,32 Gramm Silber je Tonne ergeben. Darin liege ein kurzer Abschnitt von 0,26 Metern mit 543 Gramm Silber je Tonne. Solche schmaleren, höhergradigen Bereiche sind bei Erzgangsystemen häufig. Ein Erzgang ist eine mit mineralhaltigem Material gefüllte Bruchzone im Gestein.
Das Unternehmen erklärte, das Bohrloch DDSA-25-78 habe die Kontinuität der Veta-Grande-Struktur und benachbarter kleinerer Gänge im südöstlichen Block des Ressourcenbereichs getestet. DDSA-25-81 habe die Fortsetzung einer zuvor erbohrten Mineralisierung in die Tiefe prüfen sollen.
Defiance Silver erklärte, das laufende Bohrprogramm solle bekannte mineralisierte Strukturen seitlich und in die Tiefe bestätigen. Außerdem solle es das geologische Modell stützen, das für eine kommende Mineralressourcen-Schätzung genutzt werde. Eine Mineralressourcen-Schätzung ist eine fachliche Berechnung, wie viel mineralisiertes Material in einem Projekt nach aktuellem Datenstand vorhanden sein könnte. Sie ist kein Produktionsplan und keine Garantie für einen späteren Minenbetrieb. Sie kann aber eine wichtige Datengrundlage schaffen, um ein Explorationsprojekt besser zu bewerten und mit anderen Projekten zu vergleichen.
Nach Angaben des Unternehmens seien im Hauptbereich von Veta Grande mindestens drei Blöcke erkannt worden. Diese würden durch größere nordwärts bis nordwestlich verlaufende Störungen begrenzt. Eine Störung ist eine Bruchzone im Gestein, an der sich Gesteinspakete verschoben haben. Defiance Silver schätzt die Verschiebung der Gänge im Hauptressourcenbereich auf etwa 15 bis 30 Meter.
Die neuen Ergebnisse sind für Defiance Silver vor allem deshalb bedeutsam, weil sie zusätzliche Daten für das San-Acacio-Gebiet liefern. Das Unternehmen arbeitet dort daran, Lücken im bisherigen Bohrbild zu schließen und die räumliche Fortsetzung der bekannten Strukturen besser zu verstehen. Defiance Silver berichtete, das aktuelle Update umfasse 1.486 Meter Bohrungen aus den Bohrlöchern DDSA-25-78 bis DDSA-25-81. Das Gesamtprogramm umfasse mindestens 10.000 Meter Diamantbohrungen. Davon seien bisher 4.039 Meter gemeldet worden.
Die Bohrungen sollen nach Unternehmensangaben dazu beitragen, schlecht untersuchte Zonen besser zu erfassen. Außerdem würden sowohl Bereiche oberhalb als auch unterhalb der Hauptstruktur getestet. Gemeint sind kleinere Nebengänge, die mit dem Veta-Grande-System verbunden sein können. Solche Strukturen können zusätzliche Hinweise darauf geben, wie sich Silber, Gold und Begleitmetalle im Gestein verteilt haben.
Defiance Silver teilte mit, die Proben seien nach Gesteinsart, Gesteinsveränderung und sichtbarer Mineralisierung ausgewählt worden. Die Probenbreite habe zwischen 0,25 und 2 Metern gelegen. Alle veränderten und mineralisierten Abschnitte seien zur Analyse geschickt worden. Das Unternehmen habe Kontrollproben eingesetzt. Dazu gehörten Blindproben, Standards und Doppelproben. Diese dienen dazu, mögliche Fehler in der Analyse zu erkennen. Nach Unternehmensangaben hätten diese Kontrollen keine Probleme mit den Analyseergebnissen gezeigt. Der Firma zufolge würden die weiteren Bohrdaten die Grundlage für die geplante Mineralressourcen-Schätzung stärken. Das Unternehmen erklärte, die Kampagne solle bekannte Strukturen bestätigen, Datenlücken schließen und das geologische Modell für San Acacio weiter verbessern.
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