Iran-Krieg: Wie lange hält die Wall Street noch stand?

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Die Skyline von Teheran der Hauptstadt und größten Stadt des Iran, das sowohl ein politisches als auch kulturelles Zentrum des Landes darstellt.
©iStock
Die Eskalation zwischen den USA und dem Iran setzt die Märkte in Bewegung, während steigende Ölpreise und Inflationssorgen die Situation verschärfen. Wie schlimm wird es für den S&P 500?
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Die Wall Street schließt diese Handelswoche mit deutlichen Verlusten, da die geopolitische Unsicherheit durch die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran die Anlegerstimmung drückte.

Die Märkte taten sich schwer, eine klare Richtung zu finden, nachdem Teheran einen US-Vorschlag zur Deeskalation des Konflikts abgelehnt hatte. Dies verstärkte die Sorgen über eine anhaltende Pattsituation und die möglichen wirtschaftlichen Folgen eines langen Konflikts.

Im Fokus der Anleger standen erneut die Energiemärkte, da die Befürchtungen über Versorgungsengpässe die Ölpreise in die Höhe trieben und die Inflationssorgen neu entfacht wurden. Steigende Rohölpreise könnten die globalen Wirtschaftsaussichten belasten, vor allem, wenn die hohen Kosten länger anhalten und die Verbraucherpreise weiter unter Druck setzen.

"Der Markt tut sich schwer, die Schlagzeilen zum Iran-Krieg einzuordnen", sagte Leo Nelissen, Analyst bei Seeking Alpha.

Werte aus dem Artikel:
S&P 500 7.428,67 +0,51%

"Zwar scheint niemand einschätzen zu können, wie wahrscheinlich ein Waffenstillstand ist, aber es ist allen klar, dass ein anhaltender Anstieg der Rohölpreise das Stagflationsrisiko erhöhen könnte."

Die UBS erklärte, der S&P 500 könnte im nächsten Monat verschiedene Wege einschlagen, je nachdem, wie sich der Konflikt zwischen den USA und dem Iran entwickelt. Seit dem Ausbruch des Krieges am 28. Februar hatte der Markt mit Rückschlägen zu kämpfen, da die Anleger befürchten, dass hohe Ölpreise die Wirtschaft belasten und die Konsumausgaben dämpfen könnten.

Der S&P 500 ist im März um 7 Prozent gefallen bisher und steuert auf seine schlechteste Monatsperformance seit einem Jahr zu. UBS-Chefökonom Arend Kapteyn erklärte in einem Bericht, dass der März angesichts der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten ein schwieriger Monat für die Finanzmärkte war. "Was ursprünglich als 'kurzfristige Eskalation' angekündigt wurde, dauert nun bereits die vierte Woche an", sagte Kapteyn.

Sollte der Konflikt zu einer schnellen Lösung führen, könnte der S&P 500 laut Kapteyn seinen Tiefpunkt schon erreicht haben und bis zum Jahresende auf 7.150 Punkte steigen. Das würde einen Anstieg von etwa 10 Prozent bedeuten.

Falls sich der Krieg jedoch bis Ende April hinzieht, könnte der S&P 500 auf bis zu 6.000 Punkte fallen. Ein länger anhaltender Energieschock könnte den Index sogar auf 5.350 Punkte drücken.

Kapteyn fügte hinzu, dass die asiatischen Märkte besonders stark unter Druck geraten könnten, da sie stark von Energie aus dem Persischen Golf abhängig sind. Auch europäische Aktien könnten hinter denen der USA zurückbleiben.

Die kurze Erholung am Anfang der Woche deutete laut Kapteyn darauf hin, dass die Anleger weiterhin auf einen schnellen Waffenstillstand hoffen. Der Ökonom wies jedoch darauf hin, dass Rezessionen in der Vergangenheit häufig von Ölpreisspitzen begleitet wurden, was tiefgreifende Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft habe.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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