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| Geld/Brief | 87,00 € / 87,45 € |
| Spread | +0,52% |
| Schluss Vortag | 88,00 € |
| Gehandelte Stücke | 57 |
| Tagesvolumen Vortag | 2.285,1 € |
| Tagestief 88,25 € Tageshoch 88,25 € | |
| 52W-Tief 72,70 € 52W-Hoch 95,10 € | |
| Jahrestief 72,70 € Jahreshoch 91,45 € | |
| Umsatz in Mio. | 8.064 € |
| Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. | 768,60 € |
| Jahresüberschuss in Mio. | 297,90 € |
| Umsatz je Aktie | 189,89 € |
| Gewinn je Aktie | 6,92 € |
| Gewinnrendite | +9,24% |
| Umsatzrendite | +3,64% |
| Return on Investment | +1,93% |
| Marktkapitalisierung in Mio. | 3.930 € |
| KGV (Kurs/Gewinn) | 13,37 |
| KBV (Kurs/Buchwert) | 1,22 |
| KUV (Kurs/Umsatz) | 0,49 |
| Eigenkapitalrendite | +9,12% |
| Eigenkapitalquote | +20,85% |
| Faktor-Zertifikate | 24 | |
| Knock-Outs | 3 |
| Auszahlungen/Jahr 2 |
| Stabilität der Dividende 0,76 (max 1,00) |
| Jährlicher 19,58% (5 Jahre) Dividendenzuwachs 12,13% (10 Jahre) |
| Ausschüttungs- 163% (auf den Gewinn/FFO) quote 19,7% (auf den Free Cash Flow) |
| Erwartete Dividendensteigerung -18,06% |
| Datum | Dividende |
| 18.11.2025 | 1,50 € |
| 21.05.2025 | 4,70 € |
| 21.05.2024 | 4,00 € |
| 19.06.2023 | 3,20 € |
| 20.06.2022 | 3,00 € |
| 01.07.2021 | 2,90 € |
| 07.07.2020 | 2,80 € |
| 09.06.2020 | 2,90 € |
| Handelsplatz | Letzter | Änderung | Vortag | Zeit | |
|---|---|---|---|---|---|
| Düsseldorf | 87,70 € | +0,23% | 87,50 € | 21.04.26 | |
| Frankfurt | 87,60 € | -0,11% | 87,70 € | 21.04.26 | |
| Hamburg | 88,00 € | +1,27% | 86,90 € | 21.04.26 | |
| München | 87,65 € | 0 % | 87,65 € | 21.04.26 | |
| Stuttgart | 87,05 € | -0,68% | 87,65 € | 21.04.26 | |
| L&S RT | 87,50 € | -0,51% | 87,95 € | 21.04.26 | |
| Tradegate | 88,25 € | +0,28% | 88,00 € | 21.04.26 | |
| Quotrix | 88,10 € | +0,34% | 87,80 € | 21.04.26 | |
| Gettex | 87,50 € | -0,11% | 87,60 € | 21.04.26 | |
| Datum | Kurs | Volumen |
|---|---|---|
| 21.04.26 | 88,25 | 5.030 |
| 20.04.26 | 88,00 | 2.285 |
| 17.04.26 | 88,80 | 27.958 |
| 16.04.26 | 86,50 | 9.980 |
| 15.04.26 | 85,75 | 6.065 |
| 14.04.26 | 85,20 | 22.144 |
| Zeitraum | Kurs | % |
|---|---|---|
| 1 Woche | 85,20 € | +3,58% |
| 1 Monat | 74,10 € | +19,10% |
| 6 Monate | 79,75 € | +10,66% |
| 1 Jahr | 83,95 € | +5,12% |
| 5 Jahre | 109,90 € | -19,70% |
| Marktkapitalisierung | 3,44 Mrd. € |
| Aktienanzahl | 42,51 Mio. |
| Streubesitz | 43,80% |
| Währung | EUR |
| Land | Frankreich |
| Sektor | Finanzen |
| Branche | Kapitalmärkte |
| Aktientyp | Stammaktie |
| +56,20% | Weitere |
| +43,80% | Streubesitz |
Am 21. Mai ist die nächste HV
Wendel: Hoher NAV-Abschlag – aber kein Selbstläufer
Wendel wirkt auf den ersten Blick günstig. Genau darin liegt aber auch die Falle. Der hohe Abschlag auf den ausgewiesenen inneren Wert ist zwar die zentrale Investmentstory, er ist aber nicht automatisch ein Beweis für eine Fehlbewertung. Bei Beteiligungsgesellschaften mit größerem Anteil nicht börsennotierter Assets kann ein solcher Discount sehr lange bestehen bleiben. Der Markt bewertet hier nicht nur Vermögenswerte, sondern auch Komplexität, Bewertungsunsicherheit, Exitfähigkeit und Kapitalallokation.
Der entscheidende Punkt ist deshalb nicht nur, dass Wendel billig aussieht, sondern warum. Ein erheblicher Teil des Werts beruht auf privaten Beteiligungen und Bewertungsmodellen, nicht auf täglich börslich festgestellten Kursen. Das muss nicht falsch sein, ist aber etwas völlig anderes als bei einem einfachen operativen Unternehmen mit klar lesbarem Gewinnprofil. Wer hier investiert, kauft keine gewöhnliche Dividendenaktie, sondern eine Holding mit zusätzlicher Asset-Management-Story.
Gerade dieser Mischcharakter macht die Aktie interessant, aber auch sperrig. Positiv ist, dass Wendel sich sichtbar in Richtung eines kapitalleichteren, fee-basierten Modells weiterentwickeln will. Das kann die Qualität und Berechenbarkeit der Erträge verbessern. Gleichzeitig ist genau dieser Umbau noch kein Beweis, sondern zunächst eine strategische These, die sich erst über Jahre im Zahlenwerk bestätigen muss.
Auch die Ausschüttung ist inzwischen attraktiv genug, um die Aktie für Einkommensinvestoren relevant zu machen. Trotzdem sollte man sich hier nichts vormachen: Das ist keine klassische, langweilige Dividendenstory wie bei einem extrem stabilen Basiskonsum- oder Versorgerwert. Die Ausschüttung hängt mittelbar an NAV-Entwicklung, Beteiligungserträgen, Kapitalmaßnahmen und der Fähigkeit des Managements, Werte tatsächlich zu realisieren.
Hinzu kommt der langfristige Börsenverlauf. Der Markt kennt Wendel seit Jahren und gewährt trotzdem dauerhaft einen deutlichen Abschlag. Das sollte man nicht einfach als Irrtum des Marktes abtun. Es kann genauso gut bedeuten, dass Investoren dem Konstrukt nur begrenzt zutrauen, bilanzierten Wert verlässlich in Aktionärswert zu übersetzen.
Unterm Strich bleibt Wendel für mich deshalb kein glasklarer Qualitätswert für ein unkompliziertes Buy-and-Hold-Depot. Dafür ist die Struktur zu komplex und der Investmentcase zu stark von NAV, Bewertungen und Kapitalmaßnahmen abhängig. Als Value- und Income-Sondersituation kann die Aktie trotzdem interessant sein. Der Reiz liegt dann nicht in einfacher Planbarkeit, sondern im Zusammenspiel aus Abschlag, Dividende, Rückkäufen und möglicher Neubewertung.
Mein Fazit: Wer einfache, berechenbare Ausschütter sucht, ist hier eher falsch. Wer bereit ist, eine komplexere Holding mit dauerhaft möglichem Discount zu kaufen und auf disziplinierte Kapitalallokation zu setzen, kann sich Wendel näher ansehen. Die Aktie ist aus meiner Sicht kein blinder Kauf, aber ein interessanter Spezialfall.
Autor: ChatGPT
Wendel ist aus meiner Sicht am ehesten eine Aktie für Anleger, die nicht einfach ein einzelnes operatives Geschäft kaufen wollen, sondern eine börsennotierte Beteiligungs- und Private-Assets-Plattform mit deutlichem Abschlag auf den inneren Wert. Das Unternehmen mit der ISIN FR0000121204 ist eines der ältesten Industrie- und Beteiligungshäuser Europas. Die Wurzeln reichen bis 1704 zurück; über viele Generationen war die Familie Wendel vor allem mit Stahl und Industrie verbunden, bevor sich das Unternehmen schrittweise zu einer langfristig orientierten Investmentgesellschaft umgebaut hat. Heute ist Wendel kein klassischer Industriekonzern mehr, sondern ein Kapitalallokator mit zwei Säulen: Private Asset Management für Dritte und Eigeninvestments. (wendelgroup.com)
Das Geschäftsmodell ist inzwischen klar zweigeteilt. Auf der einen Seite steht Wendel Investment Managers, also das Verwalten von privatem Kapital für institutionelle Investoren. Per Ende 2025 lagen die Assets under Management konzernweit bei mehr als 50 Milliarden Euro; auf der Website werden rund 47 Milliarden Euro für das Private-Asset-Management ausgewiesen, mit Schwerpunkten auf US-Mid-Cap-Private-Debt über Monroe Capital, europäischem Mid-Cap-Private-Equity über IK Partners und Secondaries über Committed Advisors. Auf der anderen Seite stehen die Principal Investments, also die eigenen Beteiligungen von Wendel, deren Portfoliowert mit rund 5,5 Milliarden Euro angegeben wird. Dort liegen die Schwerpunkte in Bildung, Training und Technologie, in Business Services sowie in Industrie. Zu den wichtigsten Namen zählen Bureau Veritas, ACAMS, Crisis Prevention Institute, Globeducate, IHS Towers, Scalian, Stahl und Tarkett. (wendelgroup.com)
Gerade dieser Umbau ist der zentrale Punkt der Investmentstory. Wendel hat sich in den letzten Jahren bewusst von einem eher klassischen Beteiligungshaus hin zu einer Plattform mit wiederkehrenderen, planbareren Managementgebühren entwickelt. Das Management hat auf dem Investor Day im Dezember 2025 erklärt, dass die zwei Werttreiber zusammen bis Ende 2030 mehr als 7 Milliarden Euro an Cashflow und Asset-Sales generieren sollen. Gleichzeitig sollen bis Ende 2030 mindestens 1,6 Milliarden Euro an die Aktionäre über Dividenden und Aktienrückkäufe zurückfließen. Für 2026 wurden sogar mehr als 500 Millionen Euro an Ausschüttungen und Rückkäufen angekündigt. Das ist ambitioniert, aber es zeigt, worauf der Kapitalmarkt hier eigentlich wetten soll: weniger Einmalerträge, mehr strukturell wiederkehrende Erträge aus dem Asset-Management und dazu eine disziplinierte Portfoliorotation.
Fundamental ist Wendel nicht wie ein normaler Industriewert zu lesen. Der wichtigste Maßstab ist der Net Asset Value. Zum 31. Dezember 2025 lag der voll verwässerte NAV bei 164,2 Euro je Aktie. Die Zusammensetzung war dabei ungefähr 2,17 Milliarden Euro aus börsennotierten Beteiligungen, 3,30 Milliarden Euro aus nicht börsennotierten Beteiligungen, 1,94 Milliarden Euro aus dem Asset-Management-Geschäft sowie 2,20 Milliarden Euro Cash und kurzfristige Finanzanlagen; dem standen 2,40 Milliarden Euro Anleiheverbindlichkeiten und weitere Transaktionsverpflichtungen gegenüber. Das ergibt einen NAV von knapp 7,0 Milliarden Euro. (wendelgroup.com)
Am 20. April 2026 lag die Aktie laut Wendel selbst bei 87,75 Euro zum Handelsschluss. Das ist weit unter dem zuletzt ausgewiesenen NAV von 164,2 Euro. Rein rechnerisch entspricht das einem Abschlag von rund 46,6 Prozent auf den inneren Wert auf Basis des Ende 2025 gemeldeten NAV. Genau dieser hohe Holding-Abschlag ist der Kern der Investmentthese: Wenn Wendel seine Portfoliowerte halbwegs stabil hält, Asset Management weiter skaliert und Kapital sinnvoll an die Aktionäre zurückgibt, ist die Aktie auf diesem Niveau nicht teuer. Man muss aber akzeptieren, dass ein Holding-Abschlag nie vollständig verschwinden muss. (wendelgroup.com)
Zur Finanzqualität: Die Bilanz wirkt für eine Beteiligungsgesellschaft derzeit ordentlich. Zum Jahresende 2025 meldete Wendel 2,2 Milliarden Euro Cash, 2,4 Milliarden Euro Bruttoschulden, eine pro-forma Loan-to-Value-Ratio von 9,6 Prozent, eine durchschnittliche Restlaufzeit der Schulden von 4,0 Jahren und durchschnittliche Fremdkapitalkosten von 2,6 Prozent. Standard & Poor’s bewertet Wendel weiterhin mit BBB und stabilem Ausblick. Für ein Haus, das regelmäßig größere Transaktionen stemmt, ist das eine wichtige Stabilitätsreserve. (wendelgroup.com)
Bei den klassischen Ergebniskennzahlen ist das Bild gemischt. Für 2025 werden auf der Investor-Seite rund 7,568 Milliarden Euro konsolidierter Umsatz ausgewiesen. Im IFRS-Abschluss lag das Nettoergebnis aus fortgeführten Geschäften bei 753,0 Millionen Euro, das gesamte Nettoergebnis bei 344,7 Millionen Euro, das Ergebnis je Anteil der Gruppe aber bei minus 151,8 Millionen Euro. Genau deshalb ist ein einfaches KGV hier wenig hilfreich oder sogar irreführend. Bei Wendel sagen NAV, Discount, Cash-Generierung, Schuldenstruktur und Qualität der Beteiligungen mehr aus als ein isolierter Jahresgewinn. (wendelgroup.com)
Die Dividende ist inzwischen ein echtes Argument für die Aktie. Für das Geschäftsjahr 2025 wurden 5,10 Euro je Aktie vorgeschlagen, davon sind 1,50 Euro bereits im November 2025 als Zwischendividende gezahlt worden; weitere 3,60 Euro sollen nach der Hauptversammlung im Mai 2026 folgen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg um 8,5 Prozent. Zusätzlich läuft 2026 ein Rückkaufprogramm über rund 9 Prozent des Kapitals, was beim damaligen Kursniveau ungefähr 340 Millionen Euro entsprach. Das ist positiv, denn bei einer Holding mit so großem NAV-Abschlag schaffen Rückkäufe zu niedrigen Kursen oft mehr Wert als viele Zukäufe. (wendelgroup.com)
Bei den Kurszielen ist das Bild freundlich. Der von MarketScreener ausgewiesene Analystenkonsens lag zuletzt bei 108,20 Euro, mit einer Spanne von 92 bis 119 Euro; die Einstufung lautet dort im Mittel „Outperform“ bei sechs Analysten. Das ist keine Garantie für irgendetwas, aber es zeigt, dass die Aktie selbst nach dem jüngsten Anstieg von Analysten noch mit zweistelligem Aufwärtspotenzial gesehen wird. Wichtig ist dabei: Diese Kursziele hängen bei Wendel stark davon ab, wie glaubwürdig der NAV ist und wie viel des Abschlags der Markt dem Management künftig noch zugesteht. (MarketScreener)
Für die nächsten fünf bis fünfzehn Jahre ist die Story grundsätzlich attraktiv, aber nicht risikolos. Positiv ist erstens, dass Wendel heute breiter aufgestellt ist als früher und weniger abhängig von einzelnen Industrieassets sein will. Zweitens ist der Ausbau des Asset-Management-Geschäfts strategisch sinnvoll, weil Fee-bezogene Erträge tendenziell stabiler und höher bewertet werden als reine Beteiligungserträge. Drittens schafft die angekündigte aktive Portfoliorotation Spielraum für neue Investments und zusätzliche Ausschüttungen. Viertens ist der Abschlag auf den inneren Wert so hoch, dass schon eine teilweise Schließung dieses Discounts erheblichen Hebel auf den Aktienkurs haben kann. (wendelgroup.com)
Die Risiken sollte man aber nicht weichzeichnen. Erstens bleibt die NAV-Bewertung bei privaten Assets immer ein Thema, gerade bei schwierigen Marktphasen. Zweitens ist Wendel trotz des Umbaus immer noch abhängig von Kapitalmarktfenstern, Verkäufen und Multiples. Drittens können einzelne Beteiligungen operativ schwächeln oder bei einem Exit weniger bringen als erhofft. Viertens ist der Umbau zum Asset Manager noch nicht vollständig bewiesen; er sieht strategisch schlüssig aus, muss aber über mehrere Jahre zeigen, dass daraus wirklich dauerhaft höhere, berechenbarere Erträge entstehen. Fünftens kann der Holding-Abschlag hartnäckig bleiben, selbst wenn operativ vieles ordentlich läuft. Die Börse belohnt Beteiligungsgesellschaften oft nur dann stärker, wenn Wertrealisierungen sehr sichtbar werden. Diese Einschätzung ist meine Bewertung der Lage, nicht eine gesicherte Tatsache. (wendelgroup.com)
Mein Gesamturteil fällt deshalb so aus: Wendel ist auf dem Stand vom 20. April 2026 keine spektakuläre Wachstumsrakete, aber eine im Verhältnis zu ihrem ausgewiesenen inneren Wert klar günstig bewertete Qualitätsbeteiligung mit solider Bilanz, attraktiver Ausschüttung und nachvollziehbarer strategischer Weiterentwicklung. Die Aktie ist aus meiner Sicht eher ein Fall für geduldige Anleger, die mit Holding-Strukturen vertraut sind und nicht nervös werden, wenn der Markt den NAV-Abschlag länger stehen lässt. Wer schnelle operative Gewinnsprünge sucht, ist hier falsch. Wer aber ein konservativeres Value-/Capital-Allocation-Investment mit Dividende, Rückkäufen und möglicher Neubewertung sucht, kann Wendel für interessant halten. Unterm Strich wirkt die Aktie für mich eher unterbewertet als fair bewertet, aber der Hebel liegt weniger in kurzfristigen Quartalszahlen als in der konsequenten Umsetzung der 2030-Strategie. (wendelgroup.com)
Autor: ChatGPT