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| Geld/Brief | - / - |
| Spread | - |
| Schluss Vortag | 28,96 € |
| Gehandelte Stücke | 225 |
| Tagesvolumen Vortag | 11.584 € |
| Tagestief 28,08 € Tageshoch 28,66 € | |
| 52W-Tief 24,84 € 52W-Hoch 37,40 € | |
| Jahrestief 24,84 € Jahreshoch 32,60 € | |
| Umsatz in Mio. | 26.137 kr |
| Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. | 4.896 kr |
| Jahresüberschuss in Mio. | 4.896 kr |
| Umsatz je Aktie | 57,51 kr |
| Gewinn je Aktie | 7,26 kr |
| Gewinnrendite | +26,82% |
| Umsatzrendite | +12,63% |
| Return on Investment | +12,59% |
| Marktkapitalisierung in Mio. | 145.120 kr |
| KGV (Kurs/Gewinn) | 43,98 |
| KBV (Kurs/Buchwert) | 7,95 |
| KUV (Kurs/Umsatz) | 5,55 |
| Eigenkapitalrendite | +18,08% |
| Eigenkapitalquote | +46,95% |
| Auszahlungen/Jahr 1 |
| Gesteigert seit 11 Jahre |
| Keine Senkung seit 11 Jahre |
| Stabilität der Dividende 0,97 (max 1,00) |
| Jährlicher 17,72% (5 Jahre) Dividendenzuwachs 16,16% (10 Jahre) |
| Ausschüttungs- 27,2% (auf den Gewinn/FFO) quote 26,5% (auf den Free Cash Flow) |
| Erwartete Dividendensteigerung 12,5% |
| Datum | Dividende |
| 28.04.2025 | 2,40 SEK |
| 25.04.2024 | 2,10 SEK |
| 02.05.2023 | 1,80 SEK |
| 02.05.2022 | 1,50 SEK |
| 26.04.2021 | 1,50 SEK |
| 25.06.2020 | 0,13 SEK |
| 29.04.2019 | 0,11 SEK |
| 25.04.2018 | 0,096 SEK |
| Handelsplatz | Letzter | Änderung | Vortag | Zeit | |
|---|---|---|---|---|---|
| Düsseldorf | 28,10 € | -1,06% | 28,40 € | 24.04.26 | |
| Frankfurt | 28,08 € | -3,04% | 28,96 € | 24.04.26 | |
| Hamburg | 28,48 € | -1,59% | 28,94 € | 24.04.26 | |
| Hannover | 28,56 € | -1,38% | 28,96 € | 24.04.26 | |
| München | 28,88 € | -0,69% | 29,08 € | 24.04.26 | |
| Stuttgart | 28,20 € | -1,81% | 28,72 € | 24.04.26 | |
| L&S RT | 28,30 € | -2,04% | 28,89 € | 24.04.26 | |
| Nasdaq OTC Other | 35,35 $ | +4,59% | 33,80 $ | 21.04.26 | |
| Tradegate | 28,32 € | -1,53% | 28,76 € | 24.04.26 | |
| Quotrix | 28,82 € | -0,14% | 28,86 € | 24.04.26 | |
| Gettex | 28,32 € | -1,73% | 28,82 € | 24.04.26 | |
| Datum | Kurs | Volumen |
|---|---|---|
| 24.04.26 | 28,08 | 6.318 |
| 23.04.26 | 28,96 | 11.584 |
| 22.04.26 | 29,24 | 74 T |
| 21.04.26 | 30,18 | 5.432 |
| 20.04.26 | 29,74 | 0 |
| 17.04.26 | 30,10 | 12.036 |
| Zeitraum | Kurs | % |
|---|---|---|
| 1 Woche | 30,10 € | -6,71% |
| 1 Monat | 25,64 € | +9,52% |
| 6 Monate | 34,46 € | -18,51% |
| 1 Jahr | 31,98 € | -12,20% |
| 5 Jahre | 22,1625 € | +26,70% |
| Marktkapitalisierung | 13,70 Mrd. € |
| Aktienanzahl | 423,84 Mio. |
| Streubesitz | 12,93% |
| Währung | EUR |
| Land | Schweden |
| Sektor | Industrie |
| Branche | Industriekonglomerate |
| Aktientyp | Stammaktie |
| +87,07% | Weitere |
| +12,93% | Streubesitz |
Hinter Lifco steht weniger eine „Familie“ im Sinn eines breit verzweigten Familienclans, sondern im Kern Carl Bennet persönlich und seine private Holding Carl Bennet AB. Das ist wichtig: Lifco ist zwar börsennotiert, aber faktisch klar von einem dominierenden Unternehmeraktionär geprägt.
Carl Bennet AB ist nach eigener Angabe zu 100 % im Besitz von Carl Bennet. Über diese Holding hält er bei Lifco per 31. März 2026 50,23 % des Kapitals und 68,93 % der Stimmen. Damit kontrolliert Bennet Lifco nicht nur wirtschaftlich stark, sondern vor allem stimmrechtlich eindeutig. Ursache ist die schwedische Mehrstimmrechtsstruktur: Lifco hat A-Aktien mit zehn Stimmen und B-Aktien mit einer Stimme; die börsengehandelten Aktien sind die B-Aktien. (carlbennetab.se)
Carl Bennets Einfluss ist historisch gewachsen. Lifco war ursprünglich Teil von Getinge. 1998 wurde Lifco aus Getinge herausgelöst und an die Börse gebracht; Carl Bennet AB wurde dabei Mehrheitsaktionär. 2000 nahm Carl Bennet AB Lifco wieder von der Börse, weil das Unternehmen aus Sicht des Eigentümers restrukturiert werden musste und sich außerhalb der Börse besser entwickeln würde. 2001 wurde der Fokus auf Dentaldistribution gelegt, 2006 kam mit Sorb Industri ein diversifizierter Industriebereich hinzu. 2014 wurde Lifco erneut an die Börse gebracht, wobei Carl Bennet AB 49,9 % der Aktien platzierte, aber die Kontrolle behielt. (lifco.se)
Der praktische Einfluss läuft über mehrere Ebenen. Erstens ist Carl Bennet Chairman of the Board bei Lifco. Zweitens sitzt er auch im Nominierungsausschuss und ist dort Vorsitzender; dieser Ausschuss schlägt unter anderem Verwaltungsratsmitglieder, den Verwaltungsratsvorsitzenden, Prüfer und Vergütung vor. Drittens besitzt seine Holding die Stimmenmehrheit. Das bedeutet: Gegen Carl Bennet AB lässt sich bei Lifco strategisch kaum etwas durchsetzen. (carlbennetab.se)
Auffällig ist auch Dan Frohm. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats von Carl Bennet AB und sitzt im Verwaltungsrat von Lifco, Arjo und Getinge; bei Elanders ist er Chairman. Offizielle Seiten von Carl Bennet AB nennen ihn als Deputy Chairman und führen seine Mandate auf. Die schwedische Zeitung Göteborgs-Posten berichtete 2024, Carl Bennet plane die Zukunft des Familienunternehmens mit seinem Schwiegersohn Dan Frohm und betone, dass das Unternehmen in der Familie bleiben solle. Das ist ein wichtiger Hinweis auf die Nachfolgeplanung, aber: Eine formelle Übergabe der Eigentümerstellung an Frohm ist damit nicht belegt. (carlbennetab.se)
Zur Familie selbst ist öffentlich belastbar weniger bekannt als zur Holdingstruktur. Sicher belegt ist: Carl Bennet ist der Eigentümer von Carl Bennet AB. Nina Bennet sitzt im Verwaltungsrat von Carl Bennet AB. Dan Frohm ist in der Holding und in mehreren Portfoliounternehmen prominent positioniert. Mehr würde ich ohne belastbare Quelle nicht behaupten. (carlbennetab.se)
Für Lifco als Investment heißt das: Der Einfluss der Bennet-Seite ist ein zweischneidiges Schwert. Positiv ist die extreme Langfristigkeit. Lifco muss nicht quartalsweise eine neue Story erzählen, sondern kann weiter nach dem bewährten Muster arbeiten: kleine profitable Nischenunternehmen kaufen, dezentral führen, Cashflow reinvestieren, keine unnötige Integration erzwingen. Diese Eigentümerlogik passt sehr gut zum Geschäftsmodell. Lifco beschreibt seine Philosophie selbst als langfristig, profitabilitätsorientiert und stark dezentral. (lifco.se)
Der Nachteil ist die geringe Macht der Minderheitsaktionäre. Wer Lifco-B-Aktien kauft, kauft faktisch mit in ein von Carl Bennet kontrolliertes System. Man profitiert, solange die Eigentümerfamilie beziehungsweise die Bennet-Holding klug kapitalallokiert. Man kann aber strategische Richtungsentscheidungen kaum beeinflussen. Aktivistische Investoren, kurzfristige Renditeforderungen oder Druck auf Dividendenpolitik haben hier wenig Aussicht auf Erfolg.
Meine Einschätzung: Bei Lifco ist die Bennet-Kontrolle eher ein Pluspunkt als ein Risiko, solange Carl Bennet AB diszipliniert bleibt. Die bisherige Bilanz spricht dafür. Der eigentliche Kontrollpunkt für Anleger ist nicht, ob die Familie Einfluss hat — den hat sie eindeutig —, sondern ob die Nachfolge ebenso rational, langfristig und akquisitionsdiszipliniert bleibt. Dan Frohm wirkt nach den öffentlichen Mandaten klar als zentrale Figur dieser nächsten Generation beziehungsweise Nachfolgeebene. Aber eine endgültig belegte, abgeschlossene Nachfolgeregelung sehe ich öffentlich nicht.
Autor: ChatGPT
Lifco AB – Einschätzung der Aktie zum Stand 23.04.2026
Lifco AB ist ein schwedischer, sehr erfolgreicher „Serial Acquirer“: Das Unternehmen kauft kleine und mittelgroße, profitable Nischenfirmen, lässt sie weitgehend dezentral weiterarbeiten und hält sie langfristig. Das ist weniger ein klassischer Industriekonzern mit einheitlichem Produktprogramm als eine Beteiligungsplattform für viele spezialisierte Marktführer. Ende 2025 bestand Lifco aus 275 operativen Gesellschaften in 37 Ländern; die drei berichteten Geschäftsbereiche waren Dental, Demolition & Tools und Systems Solutions. Ab dem zweiten Quartal 2026 will Lifco die Berichtsstruktur auf fünf Bereiche erweitern, weil Environmental Technology und Transportation Products inzwischen groß genug geworden sind, um separat ausgewiesen zu werden. (Investegate)
Das Sortiment ist entsprechend breit. Im Bereich Dental verkauft Lifco zahnmedizinische Verbrauchsmaterialien, Instrumente, Geräte, Dentaltechnik und Software für Zahnkliniken und Labore. Dazu gehören unter anderem Desinfektionsmittel, Speichelsauger, Abformmaterialien, Bonding-Produkte, Prothesenkomponenten, kieferorthopädisches Material, Röntgen-/Bildsoftware und Labordienstleistungen. Dental ist defensiver als viele Industriebereiche, weil Verbrauchsmaterialien regelmäßig nachgefragt werden und die europäische Dentalnachfrage laut Lifco relativ stabil und wenig zyklisch ist.
Demolition & Tools umfasst ferngesteuerte Abbruchroboter, Werkzeuge, Anbaugeräte für Bagger und Krane, Spezialmaschinen, Fliesenschneidwerkzeuge und verwandte Nischenprodukte. Dieser Bereich ist industrieller und zyklischer, aber sehr profitabel. 2025 erzielte Demolition & Tools 6,76 Mrd. SEK Umsatz, 1,681 Mrd. SEK EBITA und eine EBITA-Marge von 24,9 %. Systems Solutions ist der größte Bereich und umfasst sehr unterschiedliche Spezialunternehmen: Auftragsfertigung, Umwelttechnik, Infrastrukturprodukte, Spezialprodukte und Transportprodukte. Dazu zählen unter anderem Glasflaschen, Prozessfilter, elektrische Niederspannungsausrüstung, Glasfaserkomponenten, Relining-Lösungen für Rohrsanierung, Spezialanhänger, Tarpaulin-Systeme, Van-Innenausbauten, Maschinenkomponenten und Messtechnik. Systems Solutions kam 2025 auf 15,16 Mrd. SEK Umsatz, 3,483 Mrd. SEK EBITA und 23,0 % EBITA-Marge.
Die Aktie ist die Lifco AB Class B. Die wichtigsten Stammdaten lauten: ISIN SE0015949201, WKN A3CN22, Ticker an der Nasdaq Stockholm „LIFCO B“, deutscher Handel unter anderem mit Kürzel 1L30. Die Aktie ist in SEK notiert und gehört an der Nasdaq Stockholm zum Large-Cap-Segment. (lifco.se)
Historisch ist Lifco eng mit Carl Bennet verbunden. 1998 wurde Lifco aus Getinge Industrier herausgelöst und an der Stockholmer Börse gelistet. 2000 übernahm Carl Bennet AB Lifco durch ein öffentliches Angebot und nahm das Unternehmen von der Börse. 2001 wurde Lifco auf die heutigen Kernbereiche fokussiert; 2006 erhielt die Gruppe im Wesentlichen ihre heutige Form durch die Übernahme der Schwesterfirma Sorb Industri. 2014 kam Lifco wieder an die Börse. Die Eigentümerstruktur ist klar beherrscht: Carl Bennet AB hielt zum 31.12.2025 50,23 % des Kapitals und 68,93 % der Stimmen. Das ist keine typische breite Publikumsgesellschaft, sondern eine börsennotierte, eigentümergeprägte Industrieholding mit sehr starkem Ankeraktionär. Carl Bennet ist zugleich Verwaltungsratsvorsitzender.
Operativ liefert Lifco seit Jahren starke Zahlen. 2025 stieg der Umsatz um 8,1 % auf 28,251 Mrd. SEK. Das EBITA legte um 6,8 % auf 6,318 Mrd. SEK zu; die EBITA-Marge lag bei 22,4 %. Der Gewinn je Aktie betrug 8,00 SEK, ein Plus von 10,0 %. Der operative Cashflow erreichte 5,124 Mrd. SEK. Die Kapitalrendite lag bei 20,5 %, ohne Goodwill und sonstige immaterielle Vermögenswerte sogar bei 132 %. Die Nettoverschuldung lag bei 12,048 Mrd. SEK, das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA bei 1,7; die zinstragende Nettoverschuldung zu EBITDA lag nur bei 1,1. Das ist bilanziell solide und lässt Raum für weitere Akquisitionen.
Wichtig ist aber: Das Wachstum 2025 kam stark aus Übernahmen. Lifco meldete organisches Umsatzwachstum von 4,2 %, Akquisitionen trugen 7,4 % bei, Währungseffekte belasteten mit 3,5 %. Beim EBITA war die organische Veränderung nur 0,1 %, während Akquisitionen 9,7 % beitrugen und Währungen 3,1 % kosteten. Das zeigt die Stärke und zugleich die Abhängigkeit des Modells: Lifco ist ausgezeichnet darin, Nischenunternehmen zu kaufen und zu halten, aber die organische Ergebnisdynamik war 2025 nicht spektakulär. Für eine Aktie mit hoher Bewertung ist das ein relevanter Punkt.
Die Dividende ist vorhanden, aber nicht der Hauptgrund für ein Investment. Für 2025 schlug der Vorstand 2,70 SEK je Aktie vor; die Hauptversammlung am 24.04.2026 beschloss diese Dividende. Lifcos langfristige Ausschüttungspolitik sieht eine Ausschüttungsquote von 30 bis 50 % des Nachsteuergewinns vor. Bei einem Schlusskurs von 315,40 SEK am 23.04.2026 entspricht die Dividende von 2,70 SEK nur rund 0,86 % Rendite. Lifco ist also eher eine Qualitäts- und Compounder-Aktie als ein Dividendentitel.
Zum Kurs: Am 23.04.2026 schloss Lifco B in Stockholm bei 315,40 SEK. Bei 454,216 Mio. Aktien ergibt das überschlägig eine Marktkapitalisierung von rund 143 Mrd. SEK. Auf Basis des 2025er Gewinns je Aktie von 8,00 SEK entspricht das einem KGV von rund 39. Auf Basis des rollierenden Gewinns je Aktie nach Q1 2026 von 8,13 SEK wäre es immer noch knapp 39. Das ist hoch. Der Markt bezahlt Lifco also nicht wegen einer günstigen Bewertung, sondern wegen Qualität, Historie, Margenstärke, Akquisitionskompetenz, stabiler Eigentümerstruktur und langer Wachstumsbilanz. (StockAnalysis)
Die Kursziele der Analysten lagen um den Stichtag grob im Bereich von etwa 320 bis 385 SEK; MarketScreener nannte einen Durchschnitt von 353,50 SEK bei sechs Analysten und ein „Outperform“-Konsensurteil. Andere Datenanbieter lagen ähnlich, teils etwas höher. Einzelne neuere Einstufungen zeigen aber auch Zurückhaltung: SEB senkte das Kursziel im April 2026 auf 300 SEK und blieb bei „Hold“, während SB1 Markets vor den Q1-Zahlen ein Ziel von 390 SEK mit Kaufempfehlung nannte. Daraus folgt kein eindeutiges Kaufsignal, sondern eher: Die Analysten sehen Lifco mehrheitlich positiv, aber nicht billig. (MarketScreener)
Für die nächsten fünf bis fünfzehn Jahre bleibt Lifco grundsätzlich attraktiv, solange drei Bedingungen erfüllt sind: Erstens muss das Unternehmen weiterhin gute, profitable Nischenunternehmen zu vernünftigen Preisen finden. Zweitens darf die dezentrale Kultur nicht verwässern, denn genau diese Kultur macht Lifco für Unternehmer verkaufsfähig und verhindert typische Integrationsfehler. Drittens muss die Bewertung irgendwann durch Gewinnwachstum gerechtfertigt werden. Lifcos Historie ist stark: Von 2006 bis 2025 lag das durchschnittliche jährliche Umsatzwachstum inklusive Akquisitionen laut Geschäftsbericht bei 13,3 %, das EBITA-Wachstum bei 17,8 %. Solche Zahlen rechtfertigen eine Prämie, aber sie garantieren nicht, dass die nächsten 15 Jahre genauso laufen.
Die Stärken sind klar: hohe Margen, starke Cashflows, breite Diversifikation, defensive Dental-Komponente, viele Nischen mit Preissetzungsmacht, geringe Verschuldung, disziplinierte Akquisitionsstrategie und ein dominanter Langfristaktionär. Besonders positiv ist, dass Lifco Unternehmen nicht primär kauft, um sie zusammenzulegen oder kurzfristig Synergien herauszupressen, sondern um sie dauerhaft weiterzuentwickeln. Das ist für viele mittelständische Verkäufer attraktiv und verschafft Lifco Zugang zu Deals, die reine Private-Equity-Käufer nicht unbedingt bekommen.
Die Risiken sollte man aber nicht kleinreden. Erstens ist die Bewertung anspruchsvoll. Ein KGV um die 39 lässt wenig Raum für Enttäuschungen. Zweitens ist Lifco trotz Dental-Anteil kein reiner defensiver Basiskonsum- oder Gesundheitswert; Teile von Demolition & Tools, Transport, Infrastruktur und Spezialindustrie hängen an Investitionszyklen. Drittens ist das Modell akquisitionsabhängig. Wenn Kaufpreise steigen, attraktive Zielunternehmen knapper werden oder Integrationsfehler auftreten, kann sich das Wachstum verlangsamen. Viertens ist die Aktie wegen der schwedischen Notierung und der internationalen Erlösstruktur währungsabhängig. 2025 belasteten Wechselkurse Umsatz und EBITA spürbar.
Meine Einschätzung: Lifco ist ein qualitativ sehr starkes Unternehmen und gehört in Europa zu den besseren börsennotierten Compoundern. Das Geschäftsmodell ist bewährt, die Margen sind außergewöhnlich, die Bilanz ist gesund und die Eigentümerstruktur ist langfristig orientiert. Als Unternehmen ist Lifco deutlich überdurchschnittlich. Als Aktie ist Lifco zum Stand 23.04.2026 jedoch nicht günstig. Wer bereits investiert ist und langfristig denkt, hat gute Gründe, die Aktie weiter zu halten. Für Neueinsteiger ist der Preis der zentrale Haken: Bei einer Bewertung von knapp 40-fachem Jahresgewinn braucht man Geduld, hohe Qualitätstoleranz und die Bereitschaft, zwischenzeitliche Bewertungsrückgänge auszuhalten. Attraktiver würde die Aktie bei deutlicheren Rücksetzern oder wenn das organische Ergebniswachstum wieder stärker anzieht.
Unterm Strich ist Lifco kein Schnäppchen, aber ein sehr gutes Unternehmen. Die Aktie ist eher ein langfristiger Qualitätswert für Anleger, die Compounder mögen und hohe Bewertungen bewusst akzeptieren, nicht für Anleger, die hohe Dividenden, schnelle Unterbewertung oder klassische Value-Kennzahlen suchen.
Autor: ChatGPT
und mehr als eine Vervierzehnfachung!! ((>1.300%) des Aktienkurses seit dem IPO im November 2014.
Wieder ein neues ATH mit 263,2 SEK am heutigen Tage. Diese Entwicklung hatte ich in der Kürze so nicht erwartet.
Die zwischenzeitlich wieder deutlich an Fahrt gewonnene Wachstumsgeschichte scheint weiterzugehen. Im Juli wurde ein "MTN program (Medium Term Notes)" mit einem Rahmen von 5 Mrd. SEK (siehe PM vom 20. Juli, Prospekt ist leider nur in schwedischer Sprache) aufgelegt. Ich denke, dass dies zur Absicherung des weiteren Wachstums bzw. zur Bedienung von in nächster Zeit fälligen Bonds (im Nov. 2021 bzw. in 2022) dient.
https://lifco.se/investors/press-releases/lifco-establishes-an-mtn-program-of-sek-5-billion-and-publishes-base-prospectus/
Market Cap aktuell bei 118,732 Mrd. SEK.
in Mio SEK LTM bzw. 6/21 2020 2019
Sales 15.432 13.782 13.845
EBITDA 3.689 3.062 2.849
net profit 2.104 1.677 1.528
Equity 9.350 8.676 7.972
net debt 6.522 4.776 5.552
Multiples (auf Basis Zahlen von Q2/2021):
EV/EBITDA ca. 33,95-fache
EV/Sales ca. 8,12-fache
KBV > 12,69-fache
Im Anhang noch die PM zur Veröffentlichung der Q2-Zahlen vom 16. Juli (hatte ich beim letzten Post vergessen).
aktuell: 261,4 SEK