Lindsay Corp

Aktie
WKN:  904057 ISIN:  US5355551061 US-Symbol:  LNN Branche:  Maschinen Land:  USA
93,50 €
-0,50 €
-0,53%
09:14:57 Uhr
Depot/Watchlist
Marktkapitalisierung *
1,07 Mrd. €
Streubesitz
-
KGV
20,24
Dividende
1,30 EUR
Dividendenrendite
1,30%
Lindsay Aktie Chart

Lindsay Unternehmensbeschreibung

Lindsay Corporation ist ein spezialisierter Industrieanbieter mit Schwerpunkt auf Bewässerungstechnik und sicherheitsrelevante Infrastruktur. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Systeme, die Wasserressourcen effizienter nutzen und gleichzeitig Verkehrsinfrastruktur robuster und sicherer machen sollen. Das Geschäftsmodell basiert auf einem kombinierten Ansatz aus Hardware, softwaregestützter Steuerung, wiederkehrenden Serviceleistungen und datengetriebener Optimierung. Im Kern agiert Lindsay als integrierter Lösungsanbieter für landwirtschaftliche Bewässerung und Verkehrssicherheit, der seine Kunden über den gesamten Lebenszyklus der Produkte begleitet: von der Planung über Installation bis zu Wartung, Ersatzteilen und digitalen Dienstleistungen. Die Erlösquellen verteilen sich im Wesentlichen auf den Verkauf von Bewässerungssystemen, Verkehrssicherheitsprodukten, digitalen Plattformen und damit verbundenen Service- und Aftermarket-Leistungen. Das Geschäftsmodell zielt auf hohe Switching-Kosten beim Kunden, langfristige Beziehungen und einen stetig wachsenden Anteil wiederkehrender, softwarebasierter Umsätze.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Lindsay Corporation fokussiert sich auf die effizientere Nutzung knapper Ressourcen, insbesondere Wasser, Energie und öffentlicher Infrastruktur. Das Unternehmen will nach eigener Darstellung Lösungen bereitstellen, die landwirtschaftliche Produktivität steigern, Verkehrssicherheit verbessern und dabei Umweltbelastungen reduzieren. Im Mittelpunkt stehen Begriffe wie Ressourceneffizienz, Nachhaltigkeit und technologische Innovation. Strategisch setzt Lindsay auf drei Säulen: Erstens die Weiterentwicklung seines Bewässerungsgeschäfts in Richtung präzisionslandwirtschaftlicher Plattformanbieter, zweitens den Ausbau des Infrastruktursegments als Anbieter von sicherheitskritischen Produkten und vernetzten Lösungen und drittens die Internationalisierung mit Fokus auf wasserarme, agrarorientierte Wachstumsregionen. Die Strategie kombiniert organisches Wachstum durch Innovationen mit selektiven Akquisitionen in angrenzenden Nischenmärkten. Zudem verfolgt das Management eine disziplinierte Kapitalallokation mit Schwerpunkt auf Profitabilität, Rendite auf investiertes Kapital und ausgewogenen Cash-Return an die Aktionäre.

Produkte, Dienstleistungen und Technologien

Lindsay Corporation ist besonders bekannt für seine Zimmatic-Beregnungssysteme, die zu den etablierten Marken im Bereich der Pivot- und Linear-Bewässerung gehören. Diese Anlagen werden auf großen Ackerflächen eingesetzt, um Wasser gezielt und dosiert auszubringen. Ergänzt werden sie durch digitale Steuerungs- und Überwachungsplattformen, insbesondere die Marke FieldNET, die Bewässerungsanlagen, Sensorik, Wetterdaten und agronomische Parameter vernetzt. Landwirte können damit aus der Ferne Bewässerungsstrategien anpassen, Wasserverbrauch optimieren und Betriebskosten senken. Im Verkehrsinfrastruktursegment entwickelt Lindsay Aufhaltesysteme, Leitplanken, Endterminals, Crash-Cushions, Übergangskonstruktionen und temporäre Schutzsysteme für Baustellen. Unter der Marke Road Zipper bietet das Unternehmen ein mobiles Barriersystem, das die Fahrstreifenführung dynamisch an Verkehrsströme anpassen kann. Ergänzend arbeitet Lindsay an Lösungen im Bereich intelligenter Infrastruktur, zum Beispiel an vernetzten Verkehrssicherheitssystemen, die Zustandsdaten liefern und Wartungseinsätze optimieren. Dienstleistungen umfassen Planung, Systemintegration, Inbetriebnahme, Schulung sowie After-Sales-Services inklusive Ersatzteilversorgung und technischer Support.

Geschäftsbereiche und Organisationsstruktur

Das operative Geschäft lässt sich im Wesentlichen in zwei übergeordnete Segmente gliedern. Erstens das Bewässerungssegment, das hauptsächlich unter der Marke Zimmatic und den zugehörigen Precision-Agriculture-Lösungen geführt wird. Dazu zählen mechanisierte Pivot- und Linear-Systeme, Pumpstationen, Rohrleitungen, Steuerungseinheiten, Sensoren sowie Softwarelösungen rund um FieldNET. Dieses Segment adressiert sowohl große Agrarbetriebe als auch mittelständische Farmen und setzt auf ein weltweites Netz aus Händlern und Distributoren. Zweitens das Infrastruktursegment, das Verkehrssicherheitsprodukte und -systeme bündelt. Hierzu gehören Crashabsorber, Schutzplanken, Endterminals, mobile Barrieren und das Road-Zipper-System. In diesem Bereich arbeitet Lindsay überwiegend mit öffentlichen Auftraggebern, Straßenbauunternehmen und Ingenieurbüros zusammen. Die Segmente werden global geführt, mit Produktionsstandorten und Vertriebsorganisationen in Nordamerika und ausgewählten internationalen Märkten. Die Konzernstruktur zielt auf operative Effizienz in den Kernsegmenten und gleichzeitig auf eine enge Verzahnung von Produktentwicklung, Fertigung und Marktzugang.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Lindsay Corporation verfügt über mehrere potenzielle Wettbewerbsvorteile. Im Bewässerungsbereich zählt die Kombination aus mechanischer Hardware, robusten Feldlösungen und cloudbasierten Steuerungsplattformen zu den wichtigsten Differenzierungsfaktoren. Die Integration von Bewässerungssystemen mit Daten aus Wetterdiensten, Bodensensorik und Fernerkundung schafft ein Ökosystem, das Kunden an die Plattform bindet. Die proprietären Marken Zimmatic und FieldNET sind in der Branche etabliert, was zu hohen Wechselkosten führen kann, insbesondere wenn ein Betrieb seine gesamte Bewässerungslogistik auf eine Plattform ausgerichtet hat. Im Infrastruktursegment liegt ein Alleinstellungsmerkmal im Road-Zipper-System, das eine flexible, mechanisierte Verschiebung von Barrieren ermöglicht und damit Verkehrskapazitäten dynamisch steuern kann. Hinzu kommen langjährige Zulassungen, Zertifizierungen und Testnachweise für Sicherheitsprodukte, die Markteintrittsbarrieren für neue Wettbewerber erhöhen. Die Kombination aus regulatorischen Anforderungen, technischen Referenzen und bestehender Kundenbasis bildet einen Burggraben, der insbesondere im öffentlichen Infrastrukturbereich schwer zu replizieren ist. Zudem stützt ein weltweites Servicenetz mit spezifischem Know-how die Kundenbindung.

Wettbewerbsumfeld und Marktposition

Im Markt für mechanisierte Bewässerungssysteme steht Lindsay im direkten Wettbewerb mit internationalen Herstellern wie Valley Irrigation (Valmont Industries) und Reinke. In diesem Oligopol-Markt konkurrieren die Anbieter über technologische Leistungsfähigkeit, Systemzuverlässigkeit, Servicequalität und digitale Zusatzfunktionen. Die Markteintrittsbarrieren liegen in der Kapitalintensität der Fertigung, dem Bedarf an globalen Distributionsnetzen und der Notwendigkeit, robuste Systeme für anspruchsvolle Umweltbedingungen zu entwickeln. Im Verkehrssicherheits- und Infrastruktursegment konkurriert Lindsay mit verschiedenen Anbietern von Leitplankensystemen, Crash-Cushions und Barrieren, darunter international tätige Industriegruppen und regionale Spezialhersteller. Die Wettbewerbssituation wird stark durch Normen, Prüfverfahren und Zulassungsprozesse geprägt. Differenzierung entsteht über geprüfte Sicherheitsperformance, Installationsfreundlichkeit, Lebenszykluskosten und die Fähigkeit, komplexe Projekte zu unterstützen. Insgesamt ist Lindsay in beiden Kernbereichen ein relevanter, aber nicht dominanter Anbieter, mit Fokus auf technologisch anspruchsvolle Nischen, in denen Qualität und Systemsicherheit im Vordergrund stehen.

Management, Corporate Governance und Strategieumsetzung

Das Management von Lindsay Corporation verfolgt nach außen eine strategieorientierte, kapitaldisziplinierte Ausrichtung. Es betont Effizienzsteigerung, operative Exzellenz und eine Fokussierung auf Kernkompetenzen. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf Innovation im Bereich Präzisionsbewässerung, Digitalisierung und Automatisierung. Das Führungsteam setzt auf eine Portfolio-Logik, bei der Produkte mit geringer strategischer Passung oder zu geringer Wertschöpfungstiefe tendenziell reduziert oder veräußert werden, während F&E-Ressourcen in margenstärkere und wachstumsorientierte Plattformen fließen. Governance-seitig agiert das Unternehmen mit einem Board of Directors, in dem unabhängige Mitglieder die Interessen der Aktionäre vertreten sollen. Die Vergütung des Top-Managements ist typischerweise an Kennzahlen wie Rendite, Margen und strategische Zielerreichung gekoppelt, was Leistungsorientierung signalisieren soll. Für konservative Anleger ist relevant, dass das Management traditionell Wert auf Bilanzstabilität, kontrolliertes Wachstum und Risikoabfederung legt, gleichzeitig aber in zyklischen Endmärkten operiert, die ein aktives Risikomanagement erfordern.

Regionale Präsenz und Branchenanalyse

Geografisch ist Lindsay Corporation stark in Nordamerika verankert, adressiert aber zunehmend internationale Märkte in Lateinamerika, Europa, Afrika, Asien und Australien. Im Bewässerungsbereich konzentriert sich die Expansion auf Regionen mit wachsender agrarischer Produktion und zugleich begrenzten Wasserressourcen. Dazu zählen Bewässerungsgebiete in den Great Plains der USA, aber auch wasserarme oder saisonal trockene Regionen weltweit, in denen der Einsatz mechanisierter Bewässerung die Ernteerträge stabilisieren soll. Der Bewässerungsmarkt wird langfristig von Trends wie Bevölkerungswachstum, Ernährungsbedarf, Wasserknappheit und zunehmender Regulierung der Wasserentnahme beeinflusst. Gleichzeitig ist die Branche stark abhängig von Agrarpreisen, Subventionen, Zinsniveau und der Investitionsbereitschaft der Landwirte. Im Infrastruktursegment operiert Lindsay überwiegend in entwickelten Märkten mit hohem Bestand an Straßeninfrastruktur und in ausgewählten Schwellenländern mit Ausbaubedarf. Treiber sind öffentliche Infrastrukturprogramme, Sicherheitspolitik, Verkehrsdichte und der Erhaltungsbedarf bestehender Straßen. Das Geschäft ist naturgemäß politisch-regulatorisch geprägt und reagiert sensibel auf Haushaltslage und Prioritäten der öffentlichen Hand.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Lindsay Corporation hat ihren Ursprung in der Entwicklung und Fertigung von Bewässerungssystemen im US-Bundesstaat Nebraska, einer Region mit ausgeprägter Agrarstruktur. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich aus einem regionalen Anbieter ein international tätiges Industrieunternehmen mit klarer Fokussierung auf mechanisierte Bewässerung. Durch kontinuierliche technologische Verbesserungen, unter anderem bei Pivot-Systemen, etablierte sich Lindsay als einer der wichtigen Player im nordamerikanischen Markt und baute sukzessive Export- und Produktionskapazitäten im Ausland auf. Später erfolgte die Diversifikation in das Infrastruktursegment, unter anderem durch den Aufbau und Zukauf von Technologie- und Produktplattformen im Bereich Verkehrssicherheit und mobile Barrieren. Die Geschichte von Lindsay ist von einem Wandel vom reinen Maschinenbauer zum Anbieter integrierter Systemlösungen geprägt. In jüngerer Zeit verschob das Unternehmen seinen Schwerpunkt verstärkt auf digitale Dienste, Datenanalyse und Automatisierung, um die Wertschöpfungstiefe zu erhöhen und weniger abhängig vom reinen Anlagenneugeschäft zu sein. Damit positioniert sich Lindsay an der Schnittstelle von klassischer Industrie und Industrie-4.0-Anwendungen im Agrar- und Infrastrukturbereich.

Besonderheiten und technologische Positionierung

Eine Besonderheit von Lindsay Corporation ist die Doppelpositionierung in zwei strukturell unterschiedlichen, aber komplementären Märkten: Landwirtschaftliche Bewässerung und Verkehrssicherheitsinfrastruktur. Diese Kombination bietet eine Diversifikation der Endmärkte, jedoch auch zusätzliche Komplexität. Technologisch setzt Lindsay auf die Verbindung von elektromechanischen Systemen mit Sensorik, Telematik und Cloud-Software. Der Begriff Präzisionsbewässerung steht dabei für den Einsatz von Daten, um jede Bewässerungsentscheidung zu optimieren. Im Infrastrukturbereich spielt die Kombination aus mechanischer Funktion, Crashdynamik, Materialwissenschaft und zunehmend auch vernetzter Überwachung eine Rolle. Ein weiterer Besonderheitsaspekt sind langfristige Produktlebenszyklen: Sowohl Bewässerungsanlagen als auch Verkehrsinfrastrukturprodukte werden über viele Jahre genutzt, was die Bedeutung von Ersatzteilversorgung, Wartung und Modernisierungslösungen erhöht. Diese Langfristigkeit begünstigt Beziehungen zu Händlern, Bauunternehmen, staatlichen Stellen und Endkunden, kann aber auch die Innovationszyklen verlangsamen und hohe Anforderungen an Produktqualität und Zuverlässigkeit stellen.

Chancen für langfristig orientierte Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers liegen die Chancen vor allem in strukturellen Langfristtrends. Die globale Nachfrage nach Nahrungsmitteln, die Notwendigkeit effizienter Wassernutzung und die zunehmende Regulierung von Wasserressourcen könnten die Nachfrage nach mechanisierter, präziser Bewässerung unterstützen. In Regionen mit wachsender Mittelklasse und Modernisierung der Landwirtschaft bietet sich für Anbieter wie Lindsay ein struktureller Wachstumsmarkt. Im Infrastruktursegment können staatliche Investitionsprogramme zur Modernisierung und Sicherung von Straßen, Brücken und Verkehrsknotenpunkten positive Impulse geben. Die etablierte Markenposition, technische Referenzen und regulatorische Zulassungen können Lindsay dabei helfen, von solchen Programmen überproportional zu profitieren. Darüber hinaus bietet der Ausbau der digitalen Angebote wie FieldNET Potenzial für margenstarke, wiederkehrende Erlöse. Die Diversifikation über zwei Segmente und verschiedene Regionen reduziert zudem die Abhängigkeit von einzelnen Märkten. Für sicherheitsorientierte Anleger kann auch die Ausrichtung auf essentielle Infrastruktur und auf Produkte mit hoher Relevanz für Nahrungsmittel- und Verkehrssicherheit von Interesse sein.

Risiken und wesentliche Unsicherheiten

Gleichzeitig sind mit einem Engagement in Lindsay Corporation mehrere Risiken verbunden, die konservative Anleger berücksichtigen sollten. Das Bewässerungsgeschäft ist stark zyklisch und abhängig von Agrarpreisen, Wetterbedingungen, Subventionsregimen und Finanzierungskonditionen für Landwirte. Schwächere Agrarmärkte, steigende Zinsen oder restriktivere Kreditbedingungen können Investitionen in neue Anlagen verzögern. Zudem steht Lindsay im intensiven Wettbewerb mit anderen etablierten Bewässerungsanbietern, was Preisdruck und die Notwendigkeit hoher F&E-Aufwendungen mit sich bringt. Im Infrastruktursegment besteht eine ausgeprägte Abhängigkeit von öffentlichen Haushalten und politischen Entscheidungen. Verzögerte Infrastrukturprogramme, Haushaltsengpässe oder geänderte Prioritäten können Projektvolumen und Marge beeinflussen. Regulatorische Änderungen, etwa bei Sicherheitsstandards, Zulassungsverfahren oder Fördermechanismen, bergen zusätzliche Unsicherheiten. Weitere Risiken ergeben sich aus Währungsvolatilität, geopolitischen Spannungen in einzelnen Absatzmärkten und globalen Lieferkettenstörungen. Schließlich kann eine zu starke Fokussierung auf einzelne proprietäre Technologien zu technologischen Pfadabhängigkeiten führen, falls sich alternative Systeme oder neue Bewässerungs- und Sicherheitskonzepte schneller durchsetzen, als das Unternehmen sein Portfolio anpasst. Für Anleger mit konservativem Profil ist daher eine sorgfältige Beobachtung der Agrar- und Infrastrukturzyklen, der regulatorischen Rahmenbedingungen und der strategischen Umsetzung durch das Management zentral.

Kursdaten

Geld/Brief 94,00 € / 94,00 €
Spread -
Schluss Vortag 94,00 €
Gehandelte Stücke 0
Tagesvolumen Vortag -  
Tagestief 93,00 €
Tageshoch 93,50 €
52W-Tief 87,00 €
52W-Hoch 127,10 €
Jahrestief 87,00 €
Jahreshoch 116,10 €

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Community: Diskussion zur Lindsay Aktie

Zusammengefasst - darüber diskutiert aktuell die Community

  • Die Beiträge beschreiben Lindsay Corporation als seit 1955 gewachsenes, spezialisiertes Qualitätsunternehmen aus Omaha, das primär Bewässerungs‑ und Infrastrukturprodukte (u. a. Zimmatic‑Pivots, Road Zipper) sowie digitale Steuerungs‑ und Datenservices (FieldNET, FieldWise, Partnerschaft mit Pessl) anbietet.
  • Es werden Finanzkennzahlen und Entwicklungen genannt (Umsatz 2025: 676,4 Mio. USD, verwässertes EPS 2025: 6,78 USD, KGV ≈19,9), aktuelle Umsatz‑ und Ergebnisrückgänge 2026 sowie eine starke Bilanz mit Netto‑Cash, laufenden Aktienrückkäufen und Dividenden, weshalb der Autor die Aktie als vernünftig, aber nicht billig einschätzt und 12‑Monats‑Szenarien von ~115–125 USD (Basis), 145–150 USD (besserer Zyklus) oder 90–100 USD (andauernde Schwäche) nennt.
  • Als Chancen werden Digitalisierung der Bewässerung, internationale Großprojekte und das Infrastructure‑Segment genannt, während als Hauptrisiken die ausgeprägte Zyklizität (Abhängigkeit von Agrarpreisen, Farmer‑Einkommen, Kreditverfügbarkeit und Zinsen), projektbedingte Schwankungen und zeitweise höhere Capex‑Volatilität gelten; ein älteres Posting von 2021 verweist auf einen Artikel, der Lindsay als mögliche Beimischung erwähnte, wobei der Verfasser damals an der Seitenlinie blieb.
Hinweis
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Lindsay Aktie: Fundamentale Kennzahlen (2025)

Umsatz in Mio. 676,37 $
Operatives Ergebnis (EBIT) in Mio. 88,12 $
Jahresüberschuss in Mio. 74,05 $
Umsatz je Aktie 61,89 $
Gewinn je Aktie 6,78 $
Gewinnrendite +13,90%
Umsatzrendite +10,95%
Return on Investment +8,81%
Marktkapitalisierung in Mio. 1.500 $
KGV (Kurs/Gewinn) 20,24
KBV (Kurs/Buchwert) 2,81
KUV (Kurs/Umsatz) 2,22
Eigenkapitalrendite +13,90%
Eigenkapitalquote +63,37%

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Hebelprodukte (9)
Faktor-Zertifikate 8
Knock-Outs 1

Dividenden Kennzahlen

Auszahlungen/Jahr 4
Gesteigert seit 23 Jahre
Keine Senkung seit 29 Jahre
Stabilität der Dividende 0,95 (max 1,00)
Jährlicher 2,77% (5 Jahre)
Dividendenzuwachs 2,81% (10 Jahre)
Ausschüttungs- 26,9% (auf den Gewinn/FFO)
quote 21,4% (auf den Free Cash Flow)
Erwartete Dividendensteigerung 2,07%

Dividenden Historie

Datum Dividende
13.02.2026 0,37 $
14.11.2025 0,37 $
15.08.2025 0,37 $
16.05.2025 0,36 $
14.02.2025 0,36 $
15.11.2024 0,36 $
16.08.2024 0,36 $
16.05.2024 0,35 $
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94,50 € 08:11
Frankfurt 93,00 -1,06%
94,00 € 08:03
München 94,51 -0,77%
95,24 € 08:01
Stuttgart 93,50 -0,53%
94,00 € 09:14
L&S RT 93,50 -0,27%
93,75 € 09:33
NYSE 110,17 $ -1,55%
111,91 $ 10.04.26
Nasdaq 112,00 $ -0,50%
112,56 $ 10.04.26
AMEX 119,05 $ +9,76%
108,46 $ 16.03.26
Tradegate 95,00 -1,04%
96,00 € 10.04.26
Quotrix 93,50 -2,09%
95,50 € 07:27
Gettex 93,74 -0,52%
94,23 € 09:13
Weitere Börsenplätze

Historische Kurse

Datum
Kurs
Volumen
10.04.26 94,00 0
09.04.26 96,00 0
08.04.26 92,50 13.950
07.04.26 91,00 0
02.04.26 89,40 14.798
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Performance

Zeitraum Kurs %
1 Woche 89,40 € +5,15%
1 Monat 109,00 € -13,76%
6 Monate 113,90 € -17,47%
1 Jahr 114,30 € -17,76%
5 Jahre 139,00 € -32,37%

Unternehmensprofil Lindsay

Lindsay Corporation ist ein spezialisierter Industrieanbieter mit Schwerpunkt auf Bewässerungstechnik und sicherheitsrelevante Infrastruktur. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Systeme, die Wasserressourcen effizienter nutzen und gleichzeitig Verkehrsinfrastruktur robuster und sicherer machen sollen. Das Geschäftsmodell basiert auf einem kombinierten Ansatz aus Hardware, softwaregestützter Steuerung, wiederkehrenden Serviceleistungen und datengetriebener Optimierung. Im Kern agiert Lindsay als integrierter Lösungsanbieter für landwirtschaftliche Bewässerung und Verkehrssicherheit, der seine Kunden über den gesamten Lebenszyklus der Produkte begleitet: von der Planung über Installation bis zu Wartung, Ersatzteilen und digitalen Dienstleistungen. Die Erlösquellen verteilen sich im Wesentlichen auf den Verkauf von Bewässerungssystemen, Verkehrssicherheitsprodukten, digitalen Plattformen und damit verbundenen Service- und Aftermarket-Leistungen. Das Geschäftsmodell zielt auf hohe Switching-Kosten beim Kunden, langfristige Beziehungen und einen stetig wachsenden Anteil wiederkehrender, softwarebasierter Umsätze.

Mission und strategische Ausrichtung

Die Mission von Lindsay Corporation fokussiert sich auf die effizientere Nutzung knapper Ressourcen, insbesondere Wasser, Energie und öffentlicher Infrastruktur. Das Unternehmen will nach eigener Darstellung Lösungen bereitstellen, die landwirtschaftliche Produktivität steigern, Verkehrssicherheit verbessern und dabei Umweltbelastungen reduzieren. Im Mittelpunkt stehen Begriffe wie Ressourceneffizienz, Nachhaltigkeit und technologische Innovation. Strategisch setzt Lindsay auf drei Säulen: Erstens die Weiterentwicklung seines Bewässerungsgeschäfts in Richtung präzisionslandwirtschaftlicher Plattformanbieter, zweitens den Ausbau des Infrastruktursegments als Anbieter von sicherheitskritischen Produkten und vernetzten Lösungen und drittens die Internationalisierung mit Fokus auf wasserarme, agrarorientierte Wachstumsregionen. Die Strategie kombiniert organisches Wachstum durch Innovationen mit selektiven Akquisitionen in angrenzenden Nischenmärkten. Zudem verfolgt das Management eine disziplinierte Kapitalallokation mit Schwerpunkt auf Profitabilität, Rendite auf investiertes Kapital und ausgewogenen Cash-Return an die Aktionäre.

Produkte, Dienstleistungen und Technologien

Lindsay Corporation ist besonders bekannt für seine Zimmatic-Beregnungssysteme, die zu den etablierten Marken im Bereich der Pivot- und Linear-Bewässerung gehören. Diese Anlagen werden auf großen Ackerflächen eingesetzt, um Wasser gezielt und dosiert auszubringen. Ergänzt werden sie durch digitale Steuerungs- und Überwachungsplattformen, insbesondere die Marke FieldNET, die Bewässerungsanlagen, Sensorik, Wetterdaten und agronomische Parameter vernetzt. Landwirte können damit aus der Ferne Bewässerungsstrategien anpassen, Wasserverbrauch optimieren und Betriebskosten senken. Im Verkehrsinfrastruktursegment entwickelt Lindsay Aufhaltesysteme, Leitplanken, Endterminals, Crash-Cushions, Übergangskonstruktionen und temporäre Schutzsysteme für Baustellen. Unter der Marke Road Zipper bietet das Unternehmen ein mobiles Barriersystem, das die Fahrstreifenführung dynamisch an Verkehrsströme anpassen kann. Ergänzend arbeitet Lindsay an Lösungen im Bereich intelligenter Infrastruktur, zum Beispiel an vernetzten Verkehrssicherheitssystemen, die Zustandsdaten liefern und Wartungseinsätze optimieren. Dienstleistungen umfassen Planung, Systemintegration, Inbetriebnahme, Schulung sowie After-Sales-Services inklusive Ersatzteilversorgung und technischer Support.

Geschäftsbereiche und Organisationsstruktur

Das operative Geschäft lässt sich im Wesentlichen in zwei übergeordnete Segmente gliedern. Erstens das Bewässerungssegment, das hauptsächlich unter der Marke Zimmatic und den zugehörigen Precision-Agriculture-Lösungen geführt wird. Dazu zählen mechanisierte Pivot- und Linear-Systeme, Pumpstationen, Rohrleitungen, Steuerungseinheiten, Sensoren sowie Softwarelösungen rund um FieldNET. Dieses Segment adressiert sowohl große Agrarbetriebe als auch mittelständische Farmen und setzt auf ein weltweites Netz aus Händlern und Distributoren. Zweitens das Infrastruktursegment, das Verkehrssicherheitsprodukte und -systeme bündelt. Hierzu gehören Crashabsorber, Schutzplanken, Endterminals, mobile Barrieren und das Road-Zipper-System. In diesem Bereich arbeitet Lindsay überwiegend mit öffentlichen Auftraggebern, Straßenbauunternehmen und Ingenieurbüros zusammen. Die Segmente werden global geführt, mit Produktionsstandorten und Vertriebsorganisationen in Nordamerika und ausgewählten internationalen Märkten. Die Konzernstruktur zielt auf operative Effizienz in den Kernsegmenten und gleichzeitig auf eine enge Verzahnung von Produktentwicklung, Fertigung und Marktzugang.

Alleinstellungsmerkmale und Burggräben

Lindsay Corporation verfügt über mehrere potenzielle Wettbewerbsvorteile. Im Bewässerungsbereich zählt die Kombination aus mechanischer Hardware, robusten Feldlösungen und cloudbasierten Steuerungsplattformen zu den wichtigsten Differenzierungsfaktoren. Die Integration von Bewässerungssystemen mit Daten aus Wetterdiensten, Bodensensorik und Fernerkundung schafft ein Ökosystem, das Kunden an die Plattform bindet. Die proprietären Marken Zimmatic und FieldNET sind in der Branche etabliert, was zu hohen Wechselkosten führen kann, insbesondere wenn ein Betrieb seine gesamte Bewässerungslogistik auf eine Plattform ausgerichtet hat. Im Infrastruktursegment liegt ein Alleinstellungsmerkmal im Road-Zipper-System, das eine flexible, mechanisierte Verschiebung von Barrieren ermöglicht und damit Verkehrskapazitäten dynamisch steuern kann. Hinzu kommen langjährige Zulassungen, Zertifizierungen und Testnachweise für Sicherheitsprodukte, die Markteintrittsbarrieren für neue Wettbewerber erhöhen. Die Kombination aus regulatorischen Anforderungen, technischen Referenzen und bestehender Kundenbasis bildet einen Burggraben, der insbesondere im öffentlichen Infrastrukturbereich schwer zu replizieren ist. Zudem stützt ein weltweites Servicenetz mit spezifischem Know-how die Kundenbindung.

Wettbewerbsumfeld und Marktposition

Im Markt für mechanisierte Bewässerungssysteme steht Lindsay im direkten Wettbewerb mit internationalen Herstellern wie Valley Irrigation (Valmont Industries) und Reinke. In diesem Oligopol-Markt konkurrieren die Anbieter über technologische Leistungsfähigkeit, Systemzuverlässigkeit, Servicequalität und digitale Zusatzfunktionen. Die Markteintrittsbarrieren liegen in der Kapitalintensität der Fertigung, dem Bedarf an globalen Distributionsnetzen und der Notwendigkeit, robuste Systeme für anspruchsvolle Umweltbedingungen zu entwickeln. Im Verkehrssicherheits- und Infrastruktursegment konkurriert Lindsay mit verschiedenen Anbietern von Leitplankensystemen, Crash-Cushions und Barrieren, darunter international tätige Industriegruppen und regionale Spezialhersteller. Die Wettbewerbssituation wird stark durch Normen, Prüfverfahren und Zulassungsprozesse geprägt. Differenzierung entsteht über geprüfte Sicherheitsperformance, Installationsfreundlichkeit, Lebenszykluskosten und die Fähigkeit, komplexe Projekte zu unterstützen. Insgesamt ist Lindsay in beiden Kernbereichen ein relevanter, aber nicht dominanter Anbieter, mit Fokus auf technologisch anspruchsvolle Nischen, in denen Qualität und Systemsicherheit im Vordergrund stehen.

Management, Corporate Governance und Strategieumsetzung

Das Management von Lindsay Corporation verfolgt nach außen eine strategieorientierte, kapitaldisziplinierte Ausrichtung. Es betont Effizienzsteigerung, operative Exzellenz und eine Fokussierung auf Kernkompetenzen. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf Innovation im Bereich Präzisionsbewässerung, Digitalisierung und Automatisierung. Das Führungsteam setzt auf eine Portfolio-Logik, bei der Produkte mit geringer strategischer Passung oder zu geringer Wertschöpfungstiefe tendenziell reduziert oder veräußert werden, während F&E-Ressourcen in margenstärkere und wachstumsorientierte Plattformen fließen. Governance-seitig agiert das Unternehmen mit einem Board of Directors, in dem unabhängige Mitglieder die Interessen der Aktionäre vertreten sollen. Die Vergütung des Top-Managements ist typischerweise an Kennzahlen wie Rendite, Margen und strategische Zielerreichung gekoppelt, was Leistungsorientierung signalisieren soll. Für konservative Anleger ist relevant, dass das Management traditionell Wert auf Bilanzstabilität, kontrolliertes Wachstum und Risikoabfederung legt, gleichzeitig aber in zyklischen Endmärkten operiert, die ein aktives Risikomanagement erfordern.

Regionale Präsenz und Branchenanalyse

Geografisch ist Lindsay Corporation stark in Nordamerika verankert, adressiert aber zunehmend internationale Märkte in Lateinamerika, Europa, Afrika, Asien und Australien. Im Bewässerungsbereich konzentriert sich die Expansion auf Regionen mit wachsender agrarischer Produktion und zugleich begrenzten Wasserressourcen. Dazu zählen Bewässerungsgebiete in den Great Plains der USA, aber auch wasserarme oder saisonal trockene Regionen weltweit, in denen der Einsatz mechanisierter Bewässerung die Ernteerträge stabilisieren soll. Der Bewässerungsmarkt wird langfristig von Trends wie Bevölkerungswachstum, Ernährungsbedarf, Wasserknappheit und zunehmender Regulierung der Wasserentnahme beeinflusst. Gleichzeitig ist die Branche stark abhängig von Agrarpreisen, Subventionen, Zinsniveau und der Investitionsbereitschaft der Landwirte. Im Infrastruktursegment operiert Lindsay überwiegend in entwickelten Märkten mit hohem Bestand an Straßeninfrastruktur und in ausgewählten Schwellenländern mit Ausbaubedarf. Treiber sind öffentliche Infrastrukturprogramme, Sicherheitspolitik, Verkehrsdichte und der Erhaltungsbedarf bestehender Straßen. Das Geschäft ist naturgemäß politisch-regulatorisch geprägt und reagiert sensibel auf Haushaltslage und Prioritäten der öffentlichen Hand.

Unternehmensgeschichte und Entwicklung

Lindsay Corporation hat ihren Ursprung in der Entwicklung und Fertigung von Bewässerungssystemen im US-Bundesstaat Nebraska, einer Region mit ausgeprägter Agrarstruktur. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich aus einem regionalen Anbieter ein international tätiges Industrieunternehmen mit klarer Fokussierung auf mechanisierte Bewässerung. Durch kontinuierliche technologische Verbesserungen, unter anderem bei Pivot-Systemen, etablierte sich Lindsay als einer der wichtigen Player im nordamerikanischen Markt und baute sukzessive Export- und Produktionskapazitäten im Ausland auf. Später erfolgte die Diversifikation in das Infrastruktursegment, unter anderem durch den Aufbau und Zukauf von Technologie- und Produktplattformen im Bereich Verkehrssicherheit und mobile Barrieren. Die Geschichte von Lindsay ist von einem Wandel vom reinen Maschinenbauer zum Anbieter integrierter Systemlösungen geprägt. In jüngerer Zeit verschob das Unternehmen seinen Schwerpunkt verstärkt auf digitale Dienste, Datenanalyse und Automatisierung, um die Wertschöpfungstiefe zu erhöhen und weniger abhängig vom reinen Anlagenneugeschäft zu sein. Damit positioniert sich Lindsay an der Schnittstelle von klassischer Industrie und Industrie-4.0-Anwendungen im Agrar- und Infrastrukturbereich.

Besonderheiten und technologische Positionierung

Eine Besonderheit von Lindsay Corporation ist die Doppelpositionierung in zwei strukturell unterschiedlichen, aber komplementären Märkten: Landwirtschaftliche Bewässerung und Verkehrssicherheitsinfrastruktur. Diese Kombination bietet eine Diversifikation der Endmärkte, jedoch auch zusätzliche Komplexität. Technologisch setzt Lindsay auf die Verbindung von elektromechanischen Systemen mit Sensorik, Telematik und Cloud-Software. Der Begriff Präzisionsbewässerung steht dabei für den Einsatz von Daten, um jede Bewässerungsentscheidung zu optimieren. Im Infrastrukturbereich spielt die Kombination aus mechanischer Funktion, Crashdynamik, Materialwissenschaft und zunehmend auch vernetzter Überwachung eine Rolle. Ein weiterer Besonderheitsaspekt sind langfristige Produktlebenszyklen: Sowohl Bewässerungsanlagen als auch Verkehrsinfrastrukturprodukte werden über viele Jahre genutzt, was die Bedeutung von Ersatzteilversorgung, Wartung und Modernisierungslösungen erhöht. Diese Langfristigkeit begünstigt Beziehungen zu Händlern, Bauunternehmen, staatlichen Stellen und Endkunden, kann aber auch die Innovationszyklen verlangsamen und hohe Anforderungen an Produktqualität und Zuverlässigkeit stellen.

Chancen für langfristig orientierte Anleger

Aus Sicht eines konservativen Anlegers liegen die Chancen vor allem in strukturellen Langfristtrends. Die globale Nachfrage nach Nahrungsmitteln, die Notwendigkeit effizienter Wassernutzung und die zunehmende Regulierung von Wasserressourcen könnten die Nachfrage nach mechanisierter, präziser Bewässerung unterstützen. In Regionen mit wachsender Mittelklasse und Modernisierung der Landwirtschaft bietet sich für Anbieter wie Lindsay ein struktureller Wachstumsmarkt. Im Infrastruktursegment können staatliche Investitionsprogramme zur Modernisierung und Sicherung von Straßen, Brücken und Verkehrsknotenpunkten positive Impulse geben. Die etablierte Markenposition, technische Referenzen und regulatorische Zulassungen können Lindsay dabei helfen, von solchen Programmen überproportional zu profitieren. Darüber hinaus bietet der Ausbau der digitalen Angebote wie FieldNET Potenzial für margenstarke, wiederkehrende Erlöse. Die Diversifikation über zwei Segmente und verschiedene Regionen reduziert zudem die Abhängigkeit von einzelnen Märkten. Für sicherheitsorientierte Anleger kann auch die Ausrichtung auf essentielle Infrastruktur und auf Produkte mit hoher Relevanz für Nahrungsmittel- und Verkehrssicherheit von Interesse sein.

Risiken und wesentliche Unsicherheiten

Gleichzeitig sind mit einem Engagement in Lindsay Corporation mehrere Risiken verbunden, die konservative Anleger berücksichtigen sollten. Das Bewässerungsgeschäft ist stark zyklisch und abhängig von Agrarpreisen, Wetterbedingungen, Subventionsregimen und Finanzierungskonditionen für Landwirte. Schwächere Agrarmärkte, steigende Zinsen oder restriktivere Kreditbedingungen können Investitionen in neue Anlagen verzögern. Zudem steht Lindsay im intensiven Wettbewerb mit anderen etablierten Bewässerungsanbietern, was Preisdruck und die Notwendigkeit hoher F&E-Aufwendungen mit sich bringt. Im Infrastruktursegment besteht eine ausgeprägte Abhängigkeit von öffentlichen Haushalten und politischen Entscheidungen. Verzögerte Infrastrukturprogramme, Haushaltsengpässe oder geänderte Prioritäten können Projektvolumen und Marge beeinflussen. Regulatorische Änderungen, etwa bei Sicherheitsstandards, Zulassungsverfahren oder Fördermechanismen, bergen zusätzliche Unsicherheiten. Weitere Risiken ergeben sich aus Währungsvolatilität, geopolitischen Spannungen in einzelnen Absatzmärkten und globalen Lieferkettenstörungen. Schließlich kann eine zu starke Fokussierung auf einzelne proprietäre Technologien zu technologischen Pfadabhängigkeiten führen, falls sich alternative Systeme oder neue Bewässerungs- und Sicherheitskonzepte schneller durchsetzen, als das Unternehmen sein Portfolio anpasst. Für Anleger mit konservativem Profil ist daher eine sorgfältige Beobachtung der Agrar- und Infrastrukturzyklen, der regulatorischen Rahmenbedingungen und der strategischen Umsetzung durch das Management zentral.
Stand: 18.03.2026 14:11 Uhr
Hinweis

Stammdaten

Marktkapitalisierung 1,07 Mrd. €
Aktienanzahl 10,59 Mio.
Währung EUR
Land USA
Sektor Industrie
Branche Maschinen
Aktientyp Stammaktie

Aktionärsstruktur

+16,64% BlackRock Inc
+11,69% Vanguard Group Inc
+9,29% Neuberger Berman Group LLC
+4,36% State Street Corp
+4,14% Jennison Associates LLC
+3,53% Prairie Wealth Advisors, Inc.
+3,37% Kbc Group NV
+3,16% Dimensional Fund Advisors, Inc.
+2,90% Royce & Associates, LP
+2,42% Geode Capital Management, LLC
+2,18% T. Rowe Price Investment Management,Inc.
+1,93% Amundi
+1,68% First Trust Advisors L.P.
+1,43% Amvescap Plc.
+1,39% Morgan Stanley - Brokerage Accounts
+1,33% Legal & General Group PLC
+1,30% Charles Schwab Investment Management Inc
+1,21% American Century Companies Inc
+1,14% Lightrock Netherland B.V
+1,09% Northern Trust Corp
+23,83% Weitere
0,00% Streubesitz

Community-Beiträge zu Lindsay

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MrTrillion3
US5355551061 - Lindsay Corporation

Lindsay ist für mich keine spektakuläre Wachstumsstory, sondern ein gutes, spezialisiertes Qualitätsunternehmen in einem zyklischen Markt. Der Konzern sitzt in Omaha, ist seit 1955 im Bewässerungsgeschäft aktiv und verdient heute sein Geld vor allem mit zwei Bereichen: Irrigation und Infrastructure. Im Geschäftsjahr 2025 setzte Lindsay 676,4 Millionen US-Dollar um, verdiente 74,1 Millionen US-Dollar netto und kam auf ein verwässertes Ergebnis je Aktie von 6,78 US-Dollar; 84 Prozent des Umsatzes kamen aus dem Bewässerungsgeschäft. Der letzte im Tool verfügbare Kurs lag am 10. April 2026 bei 110,17 US-Dollar, das ausgewiesene KGV lag bei rund 19,9. (SEC)

Historisch ist Lindsay bemerkenswert konsequent gewachsen. Aus einem kleinen Farmtechnikbetrieb in Lindsay, Nebraska, wurde erst ein Pionier bei Zimmatic-Bewässerungssystemen, dann ein Anbieter digitaler Steuerungs- und Monitoringtechnik und schließlich auch ein Infrastrukturunternehmen. Die Unternehmensgeschichte zeigt die typischen Meilensteine: Start 1955 durch Paul Zimmerer, erster Zimmatic-Pivot in den 1960ern, Road Zipper in den 1980ern, FieldNET ab 2006, FieldNET Advisor ab 2017, FieldWise seit 2023 im Konzern und 2024 die Minderheitsbeteiligung an Pessl Instruments. Dazu kommt die große Modernisierung des Werks in Nebraska mit mehr als 50 Millionen US-Dollar. Das ist keine wilde Sammelwut, sondern eine ziemlich stringente Entwicklung vom Stahlhersteller hin zu einem Anbieter aus Hardware, Software und Daten. (Lindsay)

Das stärkste Argument für Lindsay ist die Qualität des Grundgeschäfts. Bewässerung ist kein Modethema, sondern ein strukturelles Thema: Wasserknappheit, höhere Anforderungen an Ertrag pro Fläche, Ersatz alter Systeme, Umstellung von ineffizienter Flutbewässerung und in vielen Ländern auch der politische Wunsch nach höherer Ernährungssicherheit. Lindsay beschreibt selbst, dass die Nachfrage im Kern von drei Quellen lebt: Umstellung auf effizientere Systeme, Ersatz alter Anlagen und die Umwandlung von Trockenland in bewässertes Land. Gleichzeitig verkauft das Unternehmen nicht nur Stahl und Pivots, sondern mit FieldNET, FieldWise und FieldNET Advisor auch Steuerung, Daten und wiederkehrende Software-/Serviceelemente; über die Partnerschaft mit Pessl kommen Wetter-, Bodenfeuchte- und weitere Sensordaten hinzu. Das macht das Geschäftsmodell besser als das eines reinen Komponentenlieferanten. (SEC)

Die Kehrseite ist der Zyklus. Genau den sieht man 2026. Im ersten Quartal sank der Umsatz um 6 Prozent auf 155,8 Millionen US-Dollar, das EPS fiel leicht auf 1,54 US-Dollar. Im zweiten Quartal wurde es deutlich härter: Umsatz minus 16 Prozent auf 157,7 Millionen US-Dollar, operatives Ergebnis minus 59 Prozent, EPS minus 53 Prozent auf 1,15 US-Dollar. Die Ursachen sind ziemlich klar benannt: schwache Farmerstimmung in Nordamerika, Kreditknappheit und hohe Zinsen in Brasilien sowie ein schwieriger Vorjahresvergleich im Infrastructure-Segment, weil ein 20-Millionen-US-Dollar-Road-Zipper-Projekt aus dem Vorjahr nicht wiederholt wurde. Das ist wichtig, weil es zeigt: Lindsay ist operativ solide, aber die Ergebnisse können kurzfristig stark schwanken. (Business Wire)

Trotzdem ist die Lage nicht schlecht. Die Bilanz ist stark. Zum 28. Februar 2026 standen 186,1 Millionen US-Dollar Cash rund 115,0 Millionen US-Dollar langfristiger und kurzfristiger Verschuldung gegenüber; unter dem Strich bleibt also ein Netto-Cash-Polster von rund 71,2 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr 2026 außerdem 55,5 Millionen US-Dollar in Aktienrückkäufe gesteckt, nach 11,5 Millionen US-Dollar im Gesamtjahr 2025, und zahlt weiter Dividenden. Das ist finanziell komfortabel. Die Aktie ist also kein Sanierungsfall, sondern ein zyklischer Qualitätswert mit robuster Kapitalstruktur. Die Dividendenrendite ist beim aktuellen Kurs mit rund 1,3 Prozent allerdings nur ein kleiner Zusatznutzen und nicht die Hauptattraktion. (Business Wire)

Operativ sehe ich für die nächsten fünf bis fünfzehn Jahre drei echte Chancen. Erstens kann Lindsay weiter von der Digitalisierung der Bewässerung profitieren; TowerWatch, FieldNET und Advisor passen genau in den Trend zu präziser, datengetriebener Landwirtschaft. Zweitens gibt es international weiter Potenzial über Großprojekte, gerade in Regionen mit Wasserstress und staatlich gestütztem Ausbau der Nahrungsmittelproduktion; das laufende MENA-Projekt über rund 80 Millionen US-Dollar und die Erwartung von etwa 70 Millionen US-Dollar Umsatz daraus im laufenden Geschäftsjahr zeigen, dass Lindsay solche Projekte inzwischen glaubwürdig abwickeln kann. Drittens ist das Infrastructure-Geschäft klein, aber strategisch nützlich: Road Zipper, Crash Cushions, Markierungs- und Sicherheitsprodukte geben dem Konzern eine zweite Säule außerhalb des Farmzyklus. (Lindsay)

Die Risiken sind trotzdem real und man sollte sie nicht weichzeichnen. Lindsay hängt im Kerngeschäft direkt an Agrarpreisen, Nettoeinkommen der Farmer, Kreditverfügbarkeit und Zinsen. Das sagt das Unternehmen selbst praktisch offen. Dazu kommt, dass Großprojekte in MENA oder bei Road Zipper zeitlich schwanken und einzelne Quartale verzerren können. Infrastructure ist deshalb kein sauber planbarer Dauerläufer, sondern in Teilen projektlastig. Und weil Lindsay 2026 gleichzeitig 50 bis 55 Millionen US-Dollar Capex plant, also über den jüngeren Normalwerten investiert, kann freier Cashflow phasenweise volatiler aussehen als der Gewinn. Das ist strategisch sinnvoll, aber kurzfristig kein Schönwetterprofil. (SEC)

Zur Aktie selbst: Ich halte Lindsay auf dem aktuellen Niveau nicht für billig, aber für vernünftig bepreist, wenn man bereit ist, durch einen Zyklus zu schauen. Aus den Jahren 2023 bis 2025 ergibt sich ein durchschnittliches verwässertes EPS von rund 6,48 US-Dollar. Mein Basisszenario ist deshalb kein aggressives Wachstumsmodell, sondern eine Rückkehr zu einem normalisierten Gewinnniveau von grob 6 bis 7 US-Dollar je Aktie, sobald sich Agrarmärkte und Brasilien entspannen und Infrastructure wieder von besserem Projektmix profitiert. Daraus leite ich eine faire 12-Monats-Wertspanne von etwa 115 bis 125 US-Dollar ab. In einem besseren Zyklus mit stärkerem Software-/Technologiemix und wieder besseren Großprojekten halte ich 145 bis 150 US-Dollar für erreichbar. Wenn die Schwäche im Agrarmarkt länger zieht und 2026 nicht nur ein Übergangsjahr ist, liegt auch ein Bereich um 90 bis 100 US-Dollar im Rahmen des Plausiblen. Das ist meine eigene Bewertung, nicht mehr und nicht weniger. (SEC)

Mein Fazit ist klar: Lindsay ist ein gutes Unternehmen mit echter Substanz, technologischer Weiterentwicklung und starker Bilanz, aber die Aktie ist kein Selbstläufer. Wer glatte, jedes Quartal lineare Ergebnisse will, ist hier falsch. Wer aber einen kleineren Qualitätswert mit Nischenstärke, vernünftiger Kapitalallokation und langfristig realem Rückenwind durch Wasserknappheit, Effizienzsteigerung und Präzisionslandwirtschaft sucht, kann Lindsay ernst nehmen. Für mich ist die Aktie auf Sicht von fünf bis fünfzehn Jahren eher ein solider Compounder mit zyklischen Dellen als ein Hochglanz-Wachstumswert. Genau deshalb ist sie interessant – aber nur für Anleger, die diese Schwankungen aushalten. (SEC)

Autor: ChatGPT

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MrTrillion
US5355551061 - Lindsay Corporation

Über diesen Artikel hier wurde ich auf die Lindsay Corporation aufmerksam:

https://www.lynxbroker.de/boerse/boerse-kurse/aktien/die-besten-aktien/die-besten-agrar-aktien/

Auszug: 

"[...]

Lindsay: Effiziente Bewässerungssysteme für die Landwirtschaft

Das US-Unternehmen Lindsay (ISIN: US5355551061 – US-Symbol: LNN – Währung: USD) entwickelt und produziert landwirtschaftliche Bewässerungsanlagen und Wassermanagementsysteme. Die hocheffizienten Beregnungstechnologien des Unternehmens senken den Wasserverbrauch und die Bewässerungskosten von Landwirten nachhaltig. Die mit Feuchtigkeitssensoren ausgestatteten Linear- und Kreisberegnungssysteme sorgen beispielsweise mit einem softwaregesteuerten Beregnungsmanagement dafür, dass die richtige Wassermenge zum richtigen Zeitpunkt gleichmäßig auf Pflanzen und Boden verteilt wird. Lindsay-Systeme, die sich beispielsweise auch per Smartphone oder Tablet steuern lassen, werden weltweit in rund 100 Ländern vermarktet.

[...]"

Könnte eine interessante Beimischung werden, aber ich stelle mich erst mal an der Seitenlinie auf. 

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Häufig gestellte Fragen zur Lindsay Aktie und zum Lindsay Kurs

Der aktuelle Kurs der Lindsay Aktie liegt bei 93,50 €.

Für 1.000€ kann man sich 10,70 Lindsay Aktien kaufen.

Das Tickersymbol der Lindsay Aktie lautet LNN.

Die 1 Monats-Performance der Lindsay Aktie beträgt aktuell -13,76%.

Die 1 Jahres-Performance der Lindsay Aktie beträgt aktuell -17,76%.

Der Aktienkurs der Lindsay Aktie liegt aktuell bei 93,50 EUR. In den letzten 30 Tagen hat die Aktie eine Performance von -13,76% erzielt.
Auf 3 Monate gesehen weist die Aktie von Lindsay eine Wertentwicklung von -12,23% aus und über 6 Monate sind es -17,47%.

Das 52-Wochen-Hoch der Lindsay Aktie liegt bei 127,10 €.

Das 52-Wochen-Tief der Lindsay Aktie liegt bei 87,00 €.

Das Allzeithoch von Lindsay liegt bei 174,90 €.

Das Allzeittief von Lindsay liegt bei 51,95 €.

Die Volatilität der Lindsay Aktie liegt derzeit bei 33,02%. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Kurs von Lindsay in letzter Zeit schwankte.

Die Marktkapitalisierung beträgt 1,07 Mrd. €

Insgesamt sind 10,9 Mio Lindsay Aktien im Umlauf.

BlackRock Inc hält +16,64% der Aktien und ist damit Hauptaktionär.

Lindsay hat seinen Hauptsitz in USA.

Lindsay gehört zum Sektor Maschinen.

Das KGV der Lindsay Aktie beträgt 20,24.

Der Jahresumsatz des Geschäftsjahres 2025 von Lindsay betrug 676.368.000 $.

Ja, Lindsay zahlt Dividenden. Zuletzt wurde am 13.02.2026 eine Dividende in Höhe von 0,37 $ (0,31 €) gezahlt.

Zuletzt hat Lindsay am 13.02.2026 eine Dividende in Höhe von 0,37 $ (0,31 €) gezahlt.
Dies entspricht einer Dividendenrendite von 0,34%. Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Die letzte Dividende von Lindsay wurde am 13.02.2026 in Höhe von 0,37 $ (0,31 €) je Aktie ausgeschüttet.
Das ergibt, basierend auf dem aktuellen Kurs, eine Dividendenrendite von 0,34%.

Die Dividende wird vierteljährlich gezahlt.

Der letzte Zahltag der Dividende war am 13.02.2026. Es wurde eine Dividende in Höhe von 0,37 $ (0,31 €) gezahlt.

Um eine Dividende ausgezahlt zu bekommen, muss man die Aktie am Ex-Tag (Ex-Date) im Depot haben.