Die Untersuchung arbeitet mit einem sogenannten Erschwinglichkeitsindex, bei dem die monatliche Kreditrate ins Verhältnis zum Nettoeinkommen eines Modellhaushalts der jeweiligen Region gesetzt wird. Ein Wert von 100 bedeutet, dass 35 Prozent des Einkommens in die Rate fließen, das ist die Schwelle, ab der ein Immobilienkauf als erschwinglich klassifiziert wird. Liegt der Indexwert unter 100 liegt die Belastung über dieser Schwelle, entsprechend über 100 darunter. Je höher der Wert, desto besser ist das also für potenzielle Käufer.
In den sieben größten Städten Deutschlands - darunter Frankfurt - bleibt der Index unter der Erschwinglichkeitsschwelle. Selbst für Haushalte mit überdurchschnittlichem Einkommen bedeutet der Erwerb in der Regel also eine finanzielle Belastung von deutlich mehr als 35 Prozent des verfügbaren Haushaltsnettoeinkommens. Frankfurt kommt diesmal auf einen Indexwert von 83 (Stand: April 2025).
Im Vergleich der Bundesländer zeigen sich deutliche Unterschiede: Die für Käufer günstigste Ausgangslage gibt es der Untersuchung zufolge im Saarland mit einem Wert von 151, in Sachsen-Anhalt (139) und in Thüringen (131), das ist deutlich über dem bundesweiten Schnitt von rund 100. Am anderen Ende der Skala rangieren Bayern (84), Berlin (87) sowie Hamburg (90).
Auch Hessen liegt mit einem Indexwert von 98 insgesamt unterhalb der Schwelle von 100 Punkten. Viele Kreise in Hessen liegen demnach um oder leicht über 100 Punkten, also im Bereich rechnerischer Erschwinglichkeit.
Am erschwinglichsten sind Ein- und Zweifamilienhäuser in Hessen laut der Untersuchung im Werra-Meißner-Kreis mit einem Index von 157, dahinter liegen der Kreis Waldeck-Frankenberg sowie der Vogelsbergkreis und der Kreis Hersfeld-Rotenburg mit 153. Unter den Städten kommt Kassel auf 116, Darmstadt auf 94, Offenbach auf 77 und Wiesbaden auf 75./chs/DP/mis
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