WOCHENAUSBLICK: Experten bleiben für Dax vorsichtig

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Die Skyline von Frankfurt hinter der Innenstadt.
- © typhoonski / iStock / Getty Images Plus / Getty Images

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einer mauen Woche dürfte der Dax auch in den kommenden Tagen keine großen Sprünge machen. Da die Entspannung im Nahost-Krieg wohl schon vorab eingepreist worden sei, "fehlt es momentan anscheinend an Kurssteigerungsfantasie", heißt es im Wochenausblick der DZ Bank. Dazu komme die saisonale Sommerschwäche, und auch von den überhitzten US-Börsen "sind kurzfristig keine Impulse zu erwarten".

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Chef-Marktanalyst Andreas Lipkow von CMC Markets ist ebenfalls vorsichtig: "Jede negative Nachricht wird derzeit zum Anlass für Gewinnmitnahmen genutzt, und das ist ein Zeichen, dass der Aktienmarkt vor einer Konsolidierung stehen könnte", kommentierte er die jüngste Schwäche.

Für das zu Ende gehende erste Halbjahr 2026 steht beim deutschen Leitindex ein minimales Plus zu Buche. Vom Mitte Januar erreichten Rekordhoch von 25.507 Punkten hat sich der deutsche Leitindex schon ein gutes Stück weit entfernt.

Dagegen haben die US-Indizes auch nach Beginn des Nahost-Kriegs Ende Februar reihenweise neue Bestmarken aufgestellt und im bisherigen Jahresverlauf deutlich besser abgeschnitten. Insbesondere die Technologiebörse Nasdaq blickt dank des Hypes um Künstliche Intelligenz (KI) auf eine starke Entwicklung zurück. Noch deutlicher gilt das für die technologielastigen Leitindizes in Südkorea und Japan.

Den übergeordneten Aufwärtstrend des Dax halten die DZ-Experten trotz ihrer kurzfristigen Skepsis und der Erwartung weiterer Schwankungen für intakt. Sie trauen dem Börsenbarometer bis Ende Dezember einen Kursanstieg von zehn Prozent zu.

Werte aus dem Artikel:
DAX 40 24.655 -1,27%

Die Experten der Landesbank Helaba halten indes an ihrer Prognose von 25.000 Punkten fest, was einem bescheidenen Jahresplus von zwei Prozent entspräche. Mit Blick auf den stark gelaufenen Halbleitersektor sehen sie die zwischenzeitlichen Korrekturen der Aktienkurse als Warnsignal, das sie in ihrer Zurückhaltung hinsichtlich der Ertragsperspektiven für die kommenden Quartale bestätigt.

Die Konjunktur-Agenda hält einige potenziell marktbewegende Nachrichten parat. Am meisten Beachtung dürfte der monatliche US-Arbeitsmarktbericht wegen seiner großen Bedeutung für die amerikanische Geldpolitik finden. Er wird üblicherweise am ersten Freitag des Folgemonats veröffentlicht. Doch da der Nationalfeiertag am 4. Juli diesmal auf den Samstag fällt, wird er bereits am Freitag davor begangen, weshalb die US-Börsen dann geschlossen bleiben. Daher zieht die US-Regierung die Veröffentlichung des Berichts auf den Donnerstag vor.

Weltweit stehen ab Dienstag einige Einkaufsmanagerindizes an, die Aufschluss über die Erwartungen der Unternehmen geben sollten. Am Mittwoch treten zudem restriktivere Regeln der EU für Stahlimporte in Kraft, die vor allem gegen die chinesische Billig-Konkurrenz gerichtet sind.

Wichtige Unternehmensnachrichten sind in Deutschland kaum in Sicht. Die Quartalszahlen, die der US-Sportwarenriese Nike am Dienstag nach dem Börsenschluss in New York vorlegt, könnten am Folgetag auch die Aktienkurse der deutschen Konkurrenten Adidas und Puma (Puma Aktie) bewegen./gl/jsl/zb

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---


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