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WHO: Reha-Geräte für Gaza stecken an Grenze fest

GENF (dpa-AFX) - Im Gazastreifen haben nach neuen Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 43.000 Menschen durch die Angriffe Israels seit Oktober 2023 lebensverändernde schwere Verletzungen erlitten. Material, um ihnen zu helfen, stecke aber teils mehr als ein Jahr beim Zoll fest, kritisiert die WHO-Vertreterin für die besetzten palästinensischen Gebiete, Reinhilde van de Weerdt.

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Rund ein Viertel dieser Verletzten seien Minderjährige. Rund die Hälfte der 43.000 Menschen haben schwere Verletzungen an den Gliedmaßen, mehr als 5.000 Amputationen, gut 2.000 Verletzungen des Rückenmarks, mehr als 3.400 Verbrennungen und gut 1,300 schwere traumatische Hirnverletzungen, wie die WHO berichtet. Zusammen mit weniger komplizierten Fällen liege die Gesamtzahl der Verletzten bei rund 172.000.

"Unvorstellbares Leid"

Es gebe viel zu wenig Rehabilitationsplätze, sagte van de Weerdt. Gleichzeitig warteten Stand Mitte April 18 Lieferungen mit Rehabilitationsmaterial auf die israelische Zollabfertigung. Manchmal betrage die Wartezeit mehr als ein Jahr. Unter anderem steckten dort Rollstühle für Erwachsene und Kinder fest, ebenso Prothesen sowie Rehabilitationsgeräte wie stationäre Fahrräder. Die WHO fordert die Einfuhr ohne weitere Verzögerungen und Zurückweisungen.

"Die Menschen in Gaza haben unvorstellbares Leid ertragen", sagte van de Weerdt. "Sie verdienen nicht nur Soforthilfe, sondern auch die nachhaltige Unterstützung, die sie benötigen, um sich zu erholen und ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen."

Mit den Angriffen reagierte Israel auf die verheerenden Terrorüberfälle aus dem Gazastreifen, bei denen am 7. Oktober 2023 in Israel rund 1.200 Menschen getötet und mehr als 250 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt wurden. Der Kampf gilt nach israelischen Angaben der Terrororganisation Hamas. Insgesamt sind nach Angaben der Gesundheitsbehörde im Gazastreifen bei israelischen Angriffen mehr als 72.700 Menschen ums Leben gekommen./oe/DP/men

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