WIESBADEN (dpa-AFX) - Zwei der drei Gastgeberländer der bald startenden Fußball-Weltmeisterschaft haben in den vergangenen zwanzig Jahren bei deutschen Auswanderern deutlich an Beliebtheit verloren. In die USA wanderten vergangenes Jahr etwa 8.900 Deutsche aus, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das sei mit Ausnahme der Corona-Jahre 2020 und 2021 der tiefste Stand der vergangenen 20 Jahre.
Für dich zusammengefasst:
2022 wanderten etwa 8.900 Deutsche in die USA aus.
Die Auswandererzahl in die USA sank seit 2005 um 35%.
Nach Kanada wanderten 2022 etwa 1.800 Deutsche aus.
2005 haben demnach noch etwa 13.600 Deutsche ihren Wohnsitz dorthin verlagert. "Die Fortzüge in die USA lagen 2025 damit gut ein Drittel (-35 Prozent) unter denen von 2005", hieß es. Die USA seien dennoch eines der beliebtesten Ziele von deutschen Auswanderinnen und Auswanderern - nur nach Österreich, Spanien und in die Schweiz seien vergangenes Jahr mehr Deutsche gezogen.
Weniger Auswanderungen nach Kanada
Auch in das zweite Gastgeberland Kanada sind vergangenes Jahr deutlich weniger Deutsche ausgewandert als 2005, wie das Amt mitteilte. Die Zahl sank innerhalb von zehn Jahren von etwa 3.000 auf etwa 1.800 Menschen - ein Rückgang von etwa 39 Prozent.
Nur Mexiko, das dritte Gastgeberland der diesjährigen Fußball-WM, wurde laut Statistikerinnen und Statistikern bei den Deutschen beliebter. Dorthin zogen 2025 laut Auswertung etwa 800 Deutsche, 20 Jahre zuvor waren es noch knapp 600.
Die Fußball-Weltmeisterschaft startet am Donnerstag und wird in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen./wem/DP/stw
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