US-Aktien verlieren 17 Milliarden US-Dollar: Dabei verspricht die aktuelle Gewinnprognose fette Zahlen

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Anleger ziehen Milliarden aus US-Aktien ab, während Chipwerte unter Druck stehen. Gleichzeitig steigen die Gewinnprognosen für den S&P 500. Jetzt muss die Berichtssaison liefern.
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Anleger ziehen sich wieder stärker aus US-Aktien zurück. Laut der Bank of America flossen aus US-Aktienfonds in der Woche bis zum 1. Juli 17,2 Milliarden US-Dollar ab. Dabei bezieht sie sich auf Daten von EPFR Global.

Stattdessen rückten internationale Aktien stärker in den Fokus. Besonders japanische Aktien waren gefragt. Sie verzeichneten Zuflüsse von 1,9 Milliarden US-Dollar. Das war der höchste Wert seit sieben Wochen.

Belastet wird die Stimmung vor allem durch Zweifel an hohen Bewertungen im Bereich Künstliche Intelligenz. Chipwerte standen erneut unter Druck. Der Philadelphia Semiconductor Index verlor innerhalb von zwei Tagen um einen zweistelligen Prozentbereich.

JPMorgan hatte zuvor gewarnt, dass die starke Outperformance amerikanischer Halbleiterwerte gegenüber großen KI-Hyperscalern eine Bewertungslücke geschaffen habe, die sich wieder schließen dürfte.

Trotz der Abflüsse bleiben die Gewinnprognosen stark. Die Schätzungen für den Gewinn je Aktie im S&P 500 wurden im zweiten Quartal um 3,4 Prozent angehoben. Normalerweise senken Analysten ihre Erwartungen im Laufe eines Quartals.

Auch die Unternehmensprognosen fallen auffallend positiv aus. Von 111 Unternehmen im S&P 500, die eine Prognose für das zweite Quartal abgegeben haben, meldeten 63 einen positiven Ausblick. Der Anteil liegt damit deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Der Optimismus konzentriert sich aber stark auf wenige Bereiche. Besonders Energie und Informationstechnologie treiben die Aufwärtsrevisionen. Derzeit wird für den S&P 500 im zweiten Quartal ein Gewinnwachstum von 23,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet. Ende März lag die Prognose noch bei 18,8 Prozent.

Auch beim Umsatz steigen die Erwartungen. Für den Index wird nun ein Umsatzwachstum von 12,2 Prozent erwartet. Das wäre das stärkste Plus seit dem zweiten Quartal 2022.

Für Anleger bleibt das Bild gemischt

Einerseits fließt Geld aus US-Aktien ab, und die Skepsis gegenüber KI- und Chipwerten wächst. Andererseits steigen die Gewinnprognosen weiter. Die Berichtssaison wird nun zeigen, ob die Wall Street zu vorsichtig oder bereits zu optimistisch ist.



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