WDH/Deutschland fordert mehr Regeln für Fast-Fashion-Firmen

dpa-AFX  | 
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Flagge der Bundesrepublik Deutschland.
- pixabay.com

(Wiederholung vom Vorabend)

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Deutschland geht in der EU gegen Fast Fashion vor. "Wir sehen, dass das zu einer riesengroßen Belastung der Umwelt wird", sagte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth am Rande eines Treffens der Umweltminister der EU-Staaten in Luxemburg. Bei dem Treffen forderte Berlin gemeinsam mit Paris und Den Haag die Europäische Kommission dazu auf, stärker gegen Billigkleidung vorzugehen.

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Fast Fashion bezeichnet Kleidung, die kurzlebigen Trends folgt und häufig von so schlechter Qualität ist, dass sie nur wenige Male getragen werden kann. "Der Ressourcenverbrauch ist enorm", so Flasbarth. "Letztendlich werden diese Textilien für den Mülleimer produziert, und das wollen wir einhegen."

Hersteller in die Pflicht nehmen

Um des Problems Herr zu werden, sollen die Hersteller dem Vorstoß der Länder zufolge in die Pflicht genommen werden: "Diejenigen, die absehbar zunehmende Müllmengen produzieren, müssen auch an der Beseitigung und an den Kosten beteiligt werden", sagte Flasbarth. Zudem setzten sich Deutschland, Frankreich und die Niederlande für höhere Anforderungen an die Produkte ein, darunter längere Haltbarkeit und Recyclingfähigkeit.

Verband warnt: zusätzliche Belastung für heimische Unternehmen

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Kritik an der Initiative kommt vom Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie. Uwe Mazura, Hauptgeschäftsführer des Verbandes, befürchtet: "Die heimische Industrie wird weiter an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, während die Billigimporte munter weiter gehen, weil sie in dieser schieren Masse einfach nicht kontrollierbar sind." Vor allem die vorgeschlagenen zusätzlichen Vorgaben stellten eine zusätzliche bürokratische Herausforderung für hiesige Unternehmen dar. Stattdessen fordert der Verband, bestehende Regeln konsequenter durchzusetzen.

Einige Maßnahmen, um die Flut von Billigwaren einzudämmen, hatte die EU bereits beschlossen: Etwa zusätzliche Gebühren bei der Einfuhr von außerhalb der EU, und ein Verbot für große Unternehmen, bestimmte unverkaufte Produkte zu vernichten./wum/DP/stw


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