Warum es gerade so brandgefährlich ist

dpa-AFX  | 
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BERLIN (dpa-AFX) - Flammen fressen sich in ungekanntem Ausmaß durch die Wälder, Menschen müssen ihr Zuhause verlassen. Dass gerade jetzt das Risiko für Brände wie in Nordrhein-Westfalen oder Belgien besonders hoch ist, liegt an einem ungünstigen Zusammenkommen mehrerer Ursachen.

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Hinweis

Wodurch die brenzlige Lage zustande kommt

Die anhaltende extreme Dürre schafft besonders günstige Bedingungen für Brände. Bäume, Sträucher und Böden sind vielerorts zu trocken. Ist es - wie zuletzt so oft - dann auch noch heiß, entsteht perfektes Feuerwetter. Es fehlt die Kühlung durch Verdunstung. Das Wetter allein führt noch nicht zum Waldbrand - dahinter stecken meist menschliche Ursachen. Lässt beispielsweise jemand in der Natur eine noch glühende Zigarettenkippe fallen und ausgedorrte Sträucher fangen Feuer, springen die Funken schnell über und können sich rasant ausbreiten und sich intensiv durch die Landschaft fressen.

Das Thünen-Institut erklärt, die Waldbrandgefahr sei in den vergangenen 30 Jahren durch den Klimawandel immer weiter gestiegen. Durch höhere Temperaturen und längere Trockenperioden dürfte sich der Trend weiter verschärfen.

Tage mit hoher Waldbrandgefahr nehmen zu

Der Forstwissenschaftler Jürgen Bauhus von der Universität Freiburg weist darauf hin, dass die Tage mit hoher Waldbrandgefahr laut Deutschem Wetterdienst deutlich zunehmen. So hätten sich die Tage mit hoher Waldbrandgefahr im Mittel von sechs Tagen pro Jahr (in der Spanne 1961 bis 1990) auf 11,3 Tage im Jahr (im Zeitraum 1991 bis 2020) fast verdoppelt. "Dieser Trend spiegelt sich auch in einer hohen Anzahl an Waldbränden beziehungsweise einer großen Waldbrandfläche wider, die wir insbesondere in den vergangenen zehn Jahren beobachten konnten", betonte er vor einigen Wochen./swe/DP/jha



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