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Warnstreiks im Nahverkehr werden am Samstag fortgesetzt

BERLIN (dpa-AFX) - Am Samstag wird in den meisten Regionen Deutschlands weiterhin der Nahverkehr bestreikt. Busse, Trams und U-Bahnen fallen daher aller Voraussicht nach bis auf einzelne Fahrten aus.

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Die koordinierte Warnstreik-Aktion begann am Freitagmorgen und brachte den Nahverkehr in den meisten Bundesländern fast vollständig zum Erliegen. Der von der Gewerkschaft Verdi initiierte Arbeitskampf dauert in den meisten Regionen bis in die Nacht auf Sonntag an. Nicht an dem zweitägigen Arbeitskampf beteiligt sind die Bundesländer Niedersachsen und Baden-Württemberg.

Zweite großangelegte Warnstreik-Aktion in laufender Tarifrunde

In den Tarifverhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen - etwa durch kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.

Die großangelegte Warnstreik-Aktion im Nahverkehr ist die zweite im laufenden Tarifkonflikt. Schon am 2. Februar legte Verdi auf diesem Weg den Nahverkehr bundesweit fast vollständig lahm.

Verdi: ÖPNV-Daseinsvorsorge nur mit besseren Arbeitsbedingungen

Die Arbeitgeber kritisieren diese Strategie immer wieder. "Verdi folgt mit diesem Streik einer bundesweiten Dramaturgie, ohne die Berliner Realität anzuerkennen", teilten etwa die Berliner Verkehrsbetriebe, das größte Nahverkehrsunternehmen in Deutschland, mit.

Verdi wiederum kritisiert, dass die Gespräche zu langsam vorangehen. "Offenbar verstehen die Arbeitgeber immer noch nicht, dass es auf Dauer keine funktionierende ÖPNV-Daseinsvorsorge mehr geben kann, wenn wir jetzt nicht entscheidend die Arbeitsbedingungen verbessern", sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle zum Warnstreik-Aufruf. "Die Kolleginnen und Kollegen brauchen dringend Entlastung - und die Arbeitgeber brauchen ein klares Signal, dass wir entschlossen sind, für unsere Forderungen zu kämpfen."/nif/DP/mis

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