MAGDEBURG (dpa-AFX) - In Sachsen-Anhalt beginnt heute der Wahlkampfendspurt vor der Landtagswahl am Sonntag - und in der jüngsten Umfrage liegt die AfD weiter deutlich vor der CDU. In der Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF kommt die AfD mit ihrem Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund auf 41 Prozent, ein Punkt mehr als vor einer Woche. Die Christdemokraten hoffen auf eine weitere Amtszeit von Ministerpräsident Sven Schulze und liegen unverändert bei 23 Prozent.
Für dich zusammengefasst:
AfD liegt mit 41 Prozent deutlich vor der CDU mit 23 Prozent.
Die Linke steht bei 11,5 Prozent, gefolgt von der SPD mit 8,5 Prozent.
Zahl der Unentschlossenen beträgt laut Umfrage 26 Prozent.
Bei einem Wahlergebnis wie in dieser Umfrage würde die AfD ihr Ziel verfehlen, alleine zu regieren, eine Regierungsbildung an ihr vorbei aber auch schwierig werden. Die CDU wäre demnach auf Unterstützung der Linken angewiesen, um mit SPD und Grünen eine Minderheitsregierung gegen die AfD zu bilden, die vom Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch eingestuft wird. In der CDU gilt ein Unvereinbarkeitsbeschluss gegen "Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit" mit der Linken wie mit der AfD.
Auf Platz drei steht der Umfrage zufolge die Linke mit 11,5 Prozent - das sind 1,5 Punkte weniger, als die Forschungsgruppe in der Vorwoche ermittelt hatte. Die SPD verliert 0,5 Punkte und kommt auf 8,5 Prozent, die Grünen stehen unverändert bei 6 Prozent. Das BSW mit 4 Prozent (plus 1 Punkt) und die FDP mit 3 Prozent würden nicht über die Fünf-Prozent-Hürde kommen, die übrigen Parteien zusammen 3 Prozent erreichen. Aktuell regiert in Magdeburg ein Bündnis aus CDU, SPD und FDP.
Deutlicher Vorsprung der AfD auch in anderen Umfragen
26 Prozent der Befragten wissen laut den Meinungsforschern noch nicht sicher, wen oder ob sie wählen wollen. Die Forschungsgruppe Wahlen befragte vom 1. bis zum 3. September insgesamt 1.044 Wahlberechtigte. Die Umfrage ist nach Angaben des ZDF repräsentativ.
Der deutliche Vorsprung der AfD vor der CDU deckt sich mit den Erhebungen anderer Institute. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag von "Nius" lag die AfD zuletzt bei 43 Prozent und die CDU bei 22 Prozent. Infratest dimap sah die AfD in einer Umfrage für die ARD Ende August bei 42 Prozent und die CDU bei 22 Prozent.
Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang./sku/DP/zb
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