"Die Rahmenbedingungen für den Außenhandel haben sich deutlich verschlechtert", sagt KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher. "Anhaltende geopolitische Spannungen in der Ukraine und im Nahen Osten, eine wachsende Exportkonkurrenz durch China in wichtigen Schlüsselindustrien und die protektionistische Handelspolitik der USA belasten die Exportfähigkeit der Unternehmen." Zudem sähen viele Mittelständler die Standortbedingungen in Deutschland als zunehmend schwierig für ihre Wettbewerbsfähigkeit.
Eine Sonderbefragung der KfW im Januar 2025 ergab, dass sich die schwache Entwicklung des Auslandsgeschäfts fortgesetzt hat. Demnach berichteten 21 Prozent aller im Ausland aktiven Mittelständler 2024 über wachsende Auslandsumsätze und 25 Prozent über sinkende Umsätze. Der Ausblick auf die kommenden Jahre fällt gemischt aus.
Furcht vor Donald Trumps Zöllen
Besonders groß sind die Sorgen bei Firmen mit Geschäftsbeziehungen in die USA - derzeit gut 16 Prozent der deutschen Mittelständler. Von ihnen befürchten 34 Prozent eher negative, weitere 9 Prozent sogar sehr negative Folgen der neuen US-Politik auf das eigene Unternehmen, so die Umfrage, die noch vor Verkündung des Zollpakets von US-Präsident Donald Trump stattfand.
Die wichtigsten Absatzmärkte liegen aber in Europa. Am häufigsten setzten deutsche Unternehmen der KfW zufolge ihre Produkte 2023 in Österreich und der Schweiz ab, gefolgt von den Beneluxstaaten und Frankreich. Diejenigen Unternehmen, die im Ausland geblieben sind, konnten den Anteil des Auslandsgeschäfts am Gesamtumsatz indes auf 29 Prozent ausbauen, zeigt die KfW-Studie weiter. Mit dem Rückzug vieler Firmen schrumpften die Auslandsumsätze des deutschen Mittelstands leicht auf 698 Milliarden Euro./als/DP/stw
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