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USD: Vorläufiger Waffenstillstand prägt das aktuelle Marktumfeld

Kurz vor Ablauf der Deadline, bis zu der der Iran laut dem US-Präsidenten einem Waffenstillstand zustimmen sollte, kam doch noch einmal Bewegung in die Gespräche. Zuvor war das angesichts immer weiter eskalierender öffentlicher Aussagen immer unwahrscheinlicher geworden. Am Nachmittag kamen sogar Berichte auf, dass der Iran alle Gespräche mit den USA abgebrochen hätte. Über Nacht haben nun beide Seiten aber einem zweiwöchigen Waffenstillstand zugestimmt. In dieser Zeit sollen die Friedensgespräche finalisiert werden und die Angriffe dafür pausieren. Gleichzeitig hat der Iran auch verkündet, dass die Straße von Hormuz für diesen Zeitraum passierbar sein soll – auch wenn die nächsten Tage zeigen müssen, wie belastbar diese Zusagen sind.

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Wir hatten in den vergangenen Wochen mehrfach betont, dass bei einem Waffenstillstand und einer Öffnung der Straße von Hormuz die Marktreaktion wie aus dem Lehrbuch erfolgen dürfte: Die Ölpreise kollabierten um knapp 15 USD pro Barrel und der US-Dollar musste erhebliche Verluste einstecken – EUR-USD bewegt sich heute Morgen wieder in Richtung 1,17. Vermutlich dürften bei einem nachhaltigen Waffenstillstand (und erfolgreichen Friedensverhandlungen) auch die Zentralbankerwartungen korrigieren. Es erscheint doch sehr unwahrscheinlich, dass die EZB oder die Bank of England drei oder gar mehr Zinserhöhungen liefern, wenn der Krieg nun vorerst beendet sein sollte. Für die Wechselkurse dürfte das Auspreisen dieser Erwartungen aber erst einmal nicht all zu relevant sein, schließlich haben die Währungen auch kaum auf das Einpreisen dieser Erwartungen reagiert, sondern vielmehr auf die Energieabhängigkeit des jeweiligen Landes.

Marktteilnehmer sollten aber auch nicht zu optimistisch sein. Viele Details der Vereinbarung sind noch ungeklärt, vor allem wie die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz genau ablaufen soll und wie schnell die Energietransporte aus dem Nahen Osten wieder Fahrt aufnehmen können. Und die Positionen der involvierten Parteien lagen zuletzt weit auseinander, d.h. es ist auch fraglich, ob der Waffenstillstand über die zwei Wochen hinaus Bestand hat – oder überhaupt zwei Wochen hält. Eskaliert die Situation wieder, dann dürften auch die heutigen Marktreaktionen wieder drehen. Vorerst heißt es aber erst einmal durchatmen, die nächste Krise dürfte schließlich nicht lange auf sich warten lassen.

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