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USD: Märkte im Wartemodus – Hoffnung als treibender Faktor

Zumindest gestern schien der Newsflow den Markt wieder etwas hoffnungsvoller sein zu lassen, dass es doch zu einer diplomatischen Lösung im Nahostkrieg kommen könnte, weshalb der Dollar im Tagesverlauf nachgab. Denn angeblich kehrt eine US-Delegation nach Pakistan zurück, um weitere Verhandlungen zu führen, und angeblich ist der Iran an einer diplomatischen Lösung interessiert. Laut US-Präsident Trump könnten die Gespräche innerhalb der nächsten zwei Tage wieder aufgenommen werden. Es könnte also mit den Verhandlungen in die zweite Runde gehen.

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Die Zeit drängt, denn nächste Woche läuft der fragile, zweiwöchige Waffenstillstand aus, den Trump angeblich nicht verlängern möchte, da er auf ein baldiges Ende des Kriegs setzt. Sollte bis dahin keine Einigung erzielt sein, dürften die Märkte wieder nervöser werden. Auch wenn eine erneute militärische Eskalation vermieden wird, ist eine Hängepartie für alle nervenaufreibend. Besonders aber für die Energiemärkte. Die Devisenmärkte könnten weiterhin vergleichsweise geringe Reaktionen zeigen, solange nicht eindeutiger absehbar ist, wie es im Konflikt weitergeht. Erst, wenn sich verlässlich Entspannung abzeichnet, macht es Sinn, deutlich genauer die möglichen Folgen des Ölpreisschocks für die Inflation, die eventuellen Reaktionen der Zentralbanken und entsprechend auch die Folgen für die Zinsdifferenzen abzuschätzen, die wiederum den Devisenkursen mehr Eigenleben geben könnten. Schon oft haben wir geschrieben, dass wir damit rechnen, dass der Dollar dann wieder unter Druck geraten dürfte. Außerdem dürften, wie ich kürzlich schieb, wieder andere Themen für den US-Präsidenten in den Fokus rücken, wie Zinssenkungen der Fed oder aber auch Zölle. So sprach US-Finanzminister Scott Bessent davon, dass bis Juli die Zölle wieder auf das Niveau vor der Schlappe vor dem Obersten Gerichtshof angehoben werden könnten. Auch hier könnte es also in eine zweite Runde gehen.

Doch das aktuelle Thema bleibt zunächst noch der Nahostkrieg. Bis es zu einer Entspannung im Irankonflikt kommt, könnte eine gewisse Trägheit dem Newsflow gegenüber einsetzen, sofern es keine wirklich bahnbrechenden Neuigkeiten gibt – ungeachtet, welcher Natur. EUR-USD dürfte bis dahin in Hoffnung auf eine Lösung tendenziell nach oben tendieren. Doch Vorsicht: Ein Tweet vom US-Präsidenten kann diese Hoffnungen auch schnell wieder zerstören.

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