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USD: Ein Rückzieher Trumps muss kein Ende des Iran‑Kriegs bedeuten

Liberation Day, die Attacken gegen die US-Notenbank, der Streit um Grönland… Nein, unter dieser US-Administration hat es bislang wahrlich nicht an einschneidenden Ereignissen gemangelt. Und doch: Mit Blick auf die Finanzmärkte waren die Konsequenzen bis dato überschaubar. Ein wesentlicher Grund hierfür war vor allem eines: TACO – “Trump always chickens out” – sobald es brenzlig wurde (was vor allem hieß, die US-Aktienmärkte stürzten ab), machte der US-Präsident einen Rückzieher. Dies war bei der Einführung der reziproken Zölle der Fall (als diese direkt für 90 Tage ausgesetzt wurden), bei den (mutmaßlichen) Überlegungen, Fed-Chair Powell zu entlassen, und natürlich bei dem Versuch, sich Grönland einzuverleiben… dem ein oder anderen werden sicherlich noch andere Gelegenheiten einfallen. Alles in allem haben sich die wirtschaftlichen Folgen der durchaus fragwürdigen Politikentscheidungen der Trump-Administration aus diesem Grund in Grenzen gehalten – bis jetzt.

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Zugegeben: Auch seit Ausbruch des Iran-Krieges halten sich die Folgen an den Finanzmärkten – mal von den Preisausschlägen an den Rohstoffmärkten abgesehen – in Grenzen – von einer globalen Wirtschaftskrise wie zuletzt zur Corona-Pandemie kann zumindest (noch) nicht die Rede sein. Und der EUR-USD-Kurs hat bislang in der Spitze gerade einmal um 4 Cent nachgegeben.

Doch es gibt einen wesentlichen Unterschied zu den Episoden des vergangenen Jahres: TACO allein wird nicht Schlimmeres verhindern können. Soll heißen: Wer darauf hofft, dass die US-Regierung im Zweifelsfall die Reißleine zieht, dürfte enttäuscht werden. Klar, Trump kann einen Rückzieher machen, indem er die Angriffe gegen den Iran einstellt und US-Truppen aus der Region wieder abzieht. Allerdings heißt das nicht automatisch, dass dies das Ende des Krieges sein muss: die iranische Führung könnte entscheiden, ihre Angriffe fortzusetzen. Vor allem heißt es nicht, dass die Straße von Hormus – der Dreh- und Angelpunkt dieser Krise – wieder geöffnet wird. Die iranische Führung hat demonstriert, dass sie – und das kam vermutlich für viele überraschend – die volle Kontrolle über die Meerenge ausüben kann. Und es zeichnet sich bereits ab, dass sie diese auch längerfristig für sich nutzen möchte.

Aus diesem Grund lohnt es sich meiner Meinung, mehr auf die Äußerungen und Signale vonseiten der iranischen Führung zu achten als auf die geradezu wirren Aussagen aus Washington. Das fällt sicherlich schwer, da die US-Seite, nicht zuletzt aufgrund sehr bildhafter Sprache, für mehr Drama sorgt und daher auch in den Medien mehr Aufmerksamkeit erhält. Nur muss uns klar sein, dass die Äußerungen oftmals wenig relevante Information beinhalten. Entscheidend ist, ob der Iran – und wenn auch nur partiell – die Straße von Hormus wieder öffnet. Erwähnenswert ist daher z.B. die Nachricht, dass irakischen Schiffen die Durchfahrt gewährt werden soll. Der Irak ist mit einer erlaubten Produktionsquote von 4,3 Mio. Barrel pro Tag der zweitgrößte OPEC-Produzent. Aber klar, dass eine solche Nachricht angesichts des neusten Weltuntergangs-Ultimatums der US-Regierung untergeht…

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