Unverwüstliche Rendite: Das ist die vielleicht beste Immobilien-Aktie der Welt!
Max Gross
Max Gross
Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.
Immobilienaktien: Nicht nur praktisch, sondern auch überaus erfolgreich!
Immobilienaktien, insbesondere Immobilieninvestitionsfonds (REITs), gehören langfristig zu den Anlageklassen mit der besten Performance. Während der Gesamtmarkt auf eine Durchschnittsrendite von 7 bis 8 Prozent kommt, werfen Immobilienwerte eine Gesamtrendite von 11 bis 12 Prozent ab – und das bei oft geringerer Volatilität.
Darüber hinaus bieten Immobilienaktien einen weiteren Vorteil. In einer Zeit, in der angesichts steigender Lebenshaltungskosten der Traum vom Eigenheim für immer mehr, insbesondere jüngere Menschen nahezu unerfüllbar wird, bieten Anteile an Immobiliengesellschaften eine bezahlbare Möglichkeit, an Betongold beteiligt zu sein.
Gleichzeitig lassen sich Aktien besser liquidieren, als herkömmlicher Immobilienbesitz, was finanzielle Flexibilität schafft, ganz zu schweigen davon, dass man sich als Aktionärin, als Aktionär nicht selbst um Vermietungsangelegenheiten kümmern muss, aber trotzdem am Gewinn beteiligt ist mit oft zufriedenstellenden Kapitalrenditen.
In den Deutschland sieht es gegenwärtig nicht so gut aus ...
Deutsche Immobilienaktien haben Anlegerinnen und Anlegern aktuell nicht viel zu bieten. Papiere wie Aroundtown, LEG Immobilien oder Vonovia befinden sich trotz günstiger Bewertungen und hoher Dividendenrenditen in intakten Abwärtstrends. Hohe Schulden bei gleichzeitig stark gestiegenen Inflations- und Zinserwartungen belasten die Aussichten.
Deutlich besser dagegen läuft es vor allem für US-amerikanische Immobilienwerte und REITs. Grundsätzlich stehen die zwar ebenfalls vor dem Problem höherer Finanzierungskosten, ihre Aktienkursentwicklung ist zuletzt nichtsdestotrotz deutlich dynamischer gewesen. Sie profitierten vom neuen Sicherheitsbedürfnis von Investoren im Angesicht einer möglicherweise platzenden KI-Blase.
... doch die USA haben den Besten der Besten zu bieten!
Einer der langfristig absoluten besten Immobilientitel ist der Gewerbe- und Logistik-REIT Prologis. Dieser hat sich überaus erfolgreich auf die Vermietung von Warenhäusern und Logistikzentren spezialisiert. Das Unternehmen profitierte in den vergangenen Jahren vor allem von der wachsenden Bedeutung des Online- und Versandhandels.
In den vergangenen 10 Jahren musste sich die Aktie bei der Gesamtrendite zwar knapp dem US-amerikanischen Gesamtmarktindex S&P 500 geschlagen geben. Der kam (inklusive Dividende) auf ein Plus von knapp 310 Prozent, während Prologis seinen Investoren 280 Prozent bot. Über die letzten 30 Jahre hinweg hat Prologis jedoch klar die Nase vorn. Hier steht eine Gesamtrendite von 2.310 Prozent eine Gesamtmarktrendite von 193,6 Prozent gegenüber.
Hieran hatte nicht zuletzt die stetig steigende Dividende einen großen Anteil. Die legte in den vergangenen 10 Jahren mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate (CAGR) von 9,8 Prozent zu. Die aktuelle Dividendenrendite mag mit knapp 2,9 Prozent bescheiden wirken, aber die hohe Wachstumsrate führt mit genügend Geduld zu hohen Einstiegsrenditen. Wer vor 10 Jahren eingestiegen ist, darf sich jetzt über eine Einstiegsrendite von 8,1 Prozent freuen.
Zahlen überzeugen, Prognose für 2026 angehoben
In der vergangenen Woche hat der Immobilieninvestitionskonzern seinen Geschäftsbericht zum abgelaufenen Quartal vorgelegt. Der fiel hervorragend aus. Die Mittel aus laufender Geschäftstätigkeit (FFO) beliefen sich auf 1,60 US-Dollar pro Aktie, womit die Erwartungen um 5 Cent übertroffen werden konnten. Insgesamt lagen die auf die Anteilseignerinnen und -eigner entfallenden FFO auf 1,533 Milliarden US-Dollar nach 1,41 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das stellt eine signifikante Steigerung dar.
Die Erlöse kletterten um 11,5 Prozent auf 2,43 Milliarden US-Dollar. Damit konnten die Erwartungen der Analystinnen und Analysten um satte 270 Millionen US-Dollar übertroffen werden. In der Pressemitteilung des Unternehmens hob Finanzchef Timothy Arndt vor allem ein anhaltend hohes Mietwachstum hervor. CEO Daniel Letter hingegen betonte die wachsende Bedeutung von Datenzentren für das Unternehmenswachstum. Er sieht Prologis am Beginn einer neuen Wachstumsperiode.
Das Management beließ es jedoch nicht nur bei markigen Worten, sondern ließ diesen auch Taten folgen. Infolge der starken ersten Jahreshälfte wurde die Gesamtjahresprognose in vielen wichtigen Punkten angehoben. So werden pro Aktie jetzt FFO in Höhe von 6,22 bis 6,30 US-Dollar erwartet nach bislang 6,12 bis 6,28 US-Dollar. Für den vorhandenen Immobilienbestand wird außerdem mit einer höheren Belegungsquote (95,25 bis 95,75 Prozent) und ein höherer Nettoertrag gerechnet (5,25 bis 5,75 Prozent).
Aktie nach Mehrjahreshoch mit frischem Kaufsignal
Die starken, am Donnerstagmittag vorgelegten Quartalszahlen kamen am Aktienmarkt hervorragend an. Das Papier legte um 4,6 Prozent zu, was für einen REIT dieser Größe (Börsenwert: 143,0 Milliarden US-Dollar) ungewöhnlich viel ist.
Gleichzeitig sorgten die starken Kursgewinne für ein neues Mehrjahreshoch und damit ein technisches Kaufsignal. Zwar hatte die Aktie in den vergangenen Jahren mit der globalen Zinswende 2021/22 zu kämpfen, insgesamt hielt sich Prologis jedoch deutlich besser als viele andere Immobilienwerte.
Dadurch sind hier neue Allzeithochs mittelfristig realistisch, zumal sich die Aktie nach dem Ausbruch über den Widerstandsbereich bei 140 US-Dollar in einem technisch beschleunigten Aufwärtstrend befindet. Die bullishen Divergenzen in den Indikatoren RSI und MACD könnten allerdings dazu führen, dass der Ausbruch noch einmal getestet wird.
Fazit: Qualität, die aktuell allerdings einen hohen Preis hat
Mit Blick auf die Unternehmensbewertung gibt es Licht und Schatten. Vorweg sei gesagt, dass Prologis selten eine günstige Aktie war – aufgrund der hohen Qualität sowohl des Unternehmens als auch der Dividende handelt Prologis schon seit Jahren mit einem signifikanten Bewertungsaufschlag gegenüber dem Rest der Branche.
Auf Basis der unternehmenseigenen FFO-Schätzung handelt die Aktie für 2026 mit einem Kurs-FFO-Verhältnis von knapp 24, branchenüblich ist ein Wert um 15. Auch der Blick auf die historische Dividendenrendite zeigt, dass die Aktie gegenwärtig eher als teuer einzuschätzen ist. Dem Ist-Wert von 2,9 Prozent steht ein historischer Durchschnittswert von 4,7 Prozent gegenüber. Das deutet darauf hin, dass die Aktie vor einer Kurspause stehen könnte, um die Geschäfts- gegenüber der Aktienkursentwicklung aufholen zu lassen.
Grundsätzlich ist Prologis jedoch ein herausragender Immobilienwert in einer überwiegend krisensicheren Nische. Für künftiges Wachstum dürfte außerdem das wachsende Datencenter-Geschäft sorgen, nach eigenen Angaben hat der Konzern hier bereits 5,8 Gigawatt in seiner Pipeline. An schwachen Tagen kann die Aktie von wachstumsorientierten Dividendeninvestoren jederzeit gekauft werden!
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Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
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