Besonders alarmierend sei die Entwicklung im April gewesen. CertiK habe in dem Monat fast täglich Hacks registriert. Nur an drei Tagen sei kein Angriff verzeichnet worden. Gu führt den plötzlichen Anstieg vor allem auf den Einsatz von KI zurück.
Zu den größten Vorfällen zählt der Hack der Krypto-Börse Bybit im Februar 2025. Dabei wurden 1,46 Milliarden US-Dollar entwendet. Im April haben nordkoreanische Cyberkriminelle zudem Drift Protocol und Kelp Dao angegriffen. Die beiden Exploits entzogen den Lending-Pools zusammen fast 600 Millionen US-Dollar.
Gu beschreibt die aktuelle Lage als “unfaires Spiel” zugunsten der Angreifer. Der Grund liegt in den unterschiedlichen Ressourcen. Hacker konzentrieren sich auf Protokolle mit hohem Total Value Locked und haben einen starken finanziellen Anreiz, viel Kapital in ihre Angriffe zu stecken.
Ein einzelner Angreifer könne problemlos 10.000 bis 20.000 US-Dollar in Rechenleistung investieren, um ein Protokoll über Tage oder Wochen automatisiert nach Schwachstellen zu durchsuchen. Sicherheitsfirmen arbeiten dagegen innerhalb klarer Projektbudgets. Audits laufen oft nur über einen begrenzten Zeitraum.
Laut Gu dürfte sich dieser Trend bis Jahresende fortsetzen. KI mache Exploits schneller und effizienter. Für institutionelle Investoren bleibt DeFi damit vorerst ein Sicherheitsrisiko, das die erhoffte Onchain-Migration großer Vermögenswerte ausbremst.
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